Lenin und die „Iskra“: Warum Kommunisten auch heute eine Zeitung brauchen

Im Januar 1901 ging in München eine Zeitung in den Druck, die den Lauf der Geschichte verändern sollte. „Aus dem Funken wird die Flamme schlagen“, prophezeite der Untertitel des Blattes. Und tatsächlich: Die „Iskra“ (russisch für „der Funke“) legte den Grundstein für die Bolschewistische Partei, die 16 Jahre später die Revolution in Russland zum Sieg führte.

Um diese Zeitung sowie ihr Programm sammelten sich Revolutionäre aus der Intelligenz und der Arbeiterklasse. Viele Jahre vor den Massen hatten sie erkannt, dass die Befreiung aus der zaristischen Selbstherrschaft und der wirtschaftlichen Rückständigkeit Russlands allein die Machtübernahme durch die Arbeiterklasse bringen konnte. Doch der Klassenkampf trieb immer breitere Teile der russischen Gesellschaft zu dieser Schlussfolgerung. Im Oktober 1917 war aus dem Funken ein Flächenbrand geworden.

Es war Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin, der schon um 1900 verstand, dass die Hinwendung der Revolutionäre zum Kommunismus nur der Ausdruck einer Gärung in der gesamten Arbeiterklasse war. Unter der Oberfläche stauten sich im Massenbewusstsein beständig Wut, Ängste und Frustration über die Ausbeutung und Unterdrückung an. Schließlich waren alle Teile der Arbeiterklasse denselben gesellschaftlichen Widersprüchen ausgesetzt, die irgendwann ausbruchsartig in einer Revolution zutage treten mussten.

Diese Entwicklung des Bewusstseins bezeichnen Marxisten als Molekularprozess der Revolution. Lenin leitete daraus einen Plan ab: Jahre bevor es zur Revolution kam, sammelte er die bereits radikalisierten Schichten der Arbeiterklasse in einer Kaderpartei. Es galt, sich durch die Teilnahme an Klassenkämpfen und durch das Studium des Marxismus die notwendigen Fähigkeiten anzueignen, um die bevorstehenden Massenbewegungen anführen zu können. Lenin schuf eine Organisation von professionellen Revolutionären, die sich allein dieser Aufgabe widmeten. 

Jugend in Bewegung

An einem ähnlichen Punkt im Molekularprozess der Revolution sind wir auch heute. In der Jugend findet eine nie dagewesene Radikalisierung statt. Millionen junger Menschen weltweit wenden sich gerade dem Kommunismus zu. Sie haben die Sackgasse, die der Kapitalismus darstellt, bereits erkannt und wollen jetzt für die Revolution kämpfen.

Die jungen Kommunisten sind vor allem dort aktiv, wo der Rest der radikalisierten Jugend in Bewegung ist – z.B nach wie vor bei Fridays for Future, bei den Protesten gegen die AfD oder den Völkermord in Palästina. Dabei haben sie die Notwendigkeit des Sozialismus bereits verstanden und wollen sich dafür auch organisieren.

Diese Schicht ist eine Vorhut und nimmt damit eine breite Bewegung der Arbeiterklasse vorweg. Bis es zu den unvermeidlichen sozialen Explosionen kommt, müssen wir mit diesen jungen Kommunisten eine Kaderpartei aufgebaut haben. Je stärker wir heute in unserer Größe und in unseren Fähigkeiten wachsen, desto einfacher wird uns die Verankerung in weiteren Schichten der Arbeiterklasse fallen, sobald diese in Bewegung kommen.

Auf die drängendste Frage der jungen Kommunisten, was jetzt zu tun ist, können wir eine klare Antwort geben: Organisiert euch mit uns, bildet euch zu revolutionären Kadern aus und findet die nächsten Kommunisten! 

Die Anfänge der russischen Arbeiterbewegung

Auch in Russland um 1900 waren die Kommunisten zunächst verstreut. Im ganzen Land schossen sozialdemokratische Zirkel wie Pilze aus dem Boden. Diese Gruppen waren voneinander isoliert und hauptsächlich mit der Arbeit vor Ort beschäftigt. Mitunter hatten sie eigene lokale Zeitungen und vertraten unterschiedlichste Standpunkte. Es gab z.B. die Ökonomisten, die einen politischen Kampf der Arbeiterklasse ablehnten und sich nur auf Lohnfragen beschränkten, sowie Revisionisten, die an ein friedliches Hineinwachsen in den Sozialismus ohne Revolution glaubten. Unter den Sozialdemokraten waren aber auch Marxisten – etwa die Gruppe „Befreiung der Arbeit“, die der „Vater des russischen Marxismus“ Georgi Plechanow ins Leben gerufen hatte.

Im Jahr 1896 wurde mit der Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands ein Versuch unternommen, diese Gruppen zu vereinigen. Wegen der zaristischen Repressionen konnten aber nur ein Bruchteil der Gruppen am Gründungskongress teilnehmen. Fünf der neun Teilnehmer dieses ersten Parteitags wurden innerhalb eines Monats verhaftet. Was blieb, war nur ein Manifest, auf das sich viele lokale Gruppen beriefen.

Nun stellte sich die Frage, wie man unter den Bedingungen des Zarismus eine überlebensfähige Vereinigung der Zirkel erreichen konnte und auf welcher programmatischen Grundlage diese stattfinden sollte. 

Von der Zeitung zur Partei

Mit seinen Schriften „Womit beginnen?“ (1901) und „Was tun?“ (1902) stürzte sich Lenin in diese Debatte. Hier brachte er sein Konzept der Kaderpartei ein und entwickelte einen konkreten Plan für deren Aufbau. In „Womit beginnen?“ erklärt Lenin:

„Unserer Meinung nach muß der Ausgangspunkt der Tätigkeit, der erste praktische Schritt zur Schaffung der gewünschten Organisation, schließlich der Leitfaden, an Hand dessen wir diese Organisation unbeirrt entwickeln, vertiefen und erweitern könnten – die Schaffung einer gesamtrussischen politischen Zeitung sein.“

Mit der „Iskra“ setzte Lenin diesen Plan aus dem Exil heraus in die Tat um. Bis zur Spaltung der russischen Sozialdemokratie im Jahr 1903 stand die Zeitung de facto unter seiner Leitung. Das Motto der „Iskra“ lässt sich mit Lenins berühmten Worten zusammenfassen: „Ohne revolutionäre Theorie kann es auch keine revolutionäre Bewegung geben.“

Er führte in der Zeitung einen vehementen ideologischen Kampf gegen den Ökonomismus und Revisionismus. In der Praxis widerlegte Lenin das Argument der Ökonomisten, dass die russische Arbeiterklasse nicht an Theorie und dem politischen Kampf interessiert sei. Die „Iskra“ war ein voller Erfolg unter den klassenbewussten Schichten des Proletariats. Um diese Zeitung herum bildete sich die dominierende Strömung innerhalb der russischen Arbeiterbewegung. 

Ein einheitliches Verständnis

Viele der lokalen Zirkel stellten sich hinter die „Iskra“. Die Vereinigung gelang, weil die Zeitung ein gemeinsames Verständnis auf Grundlage einer einheitlichen Theorie anbieten konnte. Schon in der „Ankündigung der Redaktion der ,Iskra‘“ (1900) macht Lenin deutlich:

„Es ist also begreiflich, daß wir nicht die Absicht haben, unser Organ [die Zeitung, Anm. d. Red.] zu einem einfachen Sammelplatz der verschiedenartigen Anschauungen zu machen. Wir werden es im Gegenteil im Geiste einer streng festgelegten Richtung führen. Diese Richtung kann durch ein Wort gekennzeichnet werden: Marxismus, und es braucht wohl kaum hinzugefügt zu werden, daß wir für die konsequente Entwicklung der Ideen von Marx und Engels eintreten und jene halbschlächtigen, verschwommenen und opportunistischen Korrekturen entschieden ablehnen, die jetzt nach dem Beispiel Ed. Bernsteins, P. Struves und vieler anderer so sehr in Mode gekommen sind.“

In diesem Sinne verstand Lenin die Zeitung als kollektiven Propagandisten und kollektiven Agitator. Einerseits vermittelt sie mit Theorieartikeln und tiefergehenden Analysen ein breiteres Verständnis des Marxismus. Das ist Propaganda. Andererseits beinhaltet die Zeitung auch agitatorische Artikel, die sich an die Masse richten und anhand eines konkreten Beispiels eine spezielle Idee greifbar machen.

Beide Formen ergänzen sich dialektisch: Agitatorische Artikel reißen die Fragen an, die nur Propaganda endgültig klären kann. Gleichzeitig ist ein tieferes Verständnis des Marxismus notwendig, um die konkreten Beispiele zu durchschauen. So liefert die Zeitung Klarheit in den Ideen und politische Bildung. 

Das Gerüst für die revolutionäre Partei

Aber für Lenin ist die Zeitung „nicht nur ein kollektiver Propagandist und kollektiver Agitator, sondern auch ein kollektiver Organisator“. In „Womit beginnen?“ beschreibt er anschaulich, was er damit meint:

„Was das letztere betrifft, kann sie mit einem Gerüst verglichen werden, das um ein im Bau befindliches Gebäude errichtet wird; es zeigt die Umrisse des Gebäudes an, erleichtert den Verkehr zwischen Drehern einzelnen Bauarbeitern, hilft ihnen, die Arbeit zu verteilen und die durch die organisierte Arbeit erzielten gemeinsamen Resultate zu überblicken. Mit Hilfe der Zeitung und in Verbindung mit ihr wird sich ganz von selbst eine beständige Organisation herausbilden, die sich nicht nur mit örtlicher, sondern auch mit regelmäßiger allgemeiner Arbeit befaßt, die ihre Mitglieder daran gewöhnt, die politischen Ereignisse aufmerksam zu verfolgen, deren Bedeutung und Einfluß auf die verschiedenen Bevölkerungsschichten richtig zu bewerten und zweckmäßige Methoden herauszuarbeiten, durch die die revolutionäre Partei auf diese Ereignisse einwirken kann.“

Deswegen geben wir als Kommunisten auch heute eine Zeitung heraus. Wir analysieren mit der marxistischen Methode die Krise des Kapitalismus, beziehen Stellung zu wichtigen politischen Ereignissen, entwickeln Programme für Proteste und Arbeitskämpfe, berichten aus dem Alltag der Arbeiterklasse, gehen aber auch auf die Theorie und Geschichte unserer Bewegung ein. So schaffen wir ein gemeinsames Verständnis und damit die Grundlage für den Aufbau unserer Partei.

Aber vor allem lernen wir durch die Zeitung, den Marxismus selbst anzuwenden. Nur wer auf einem Streik, an der Uni oder bei einer Demonstration politisch erklären kann, warum man unsere Zeitung kaufen muss, wird diese auch erfolgreich unter die Leute bringen können.

Gleichzeitig inspiriert sie dazu, selbst zu schreiben. Wir sind eine junge Organisation. Der allergrößte Teil unserer Mitglieder stammt aus Arbeiterfamilien und lebt in Arbeitervierteln. Die meisten Genossen müssen neben Schule oder Studium selbst einer Lohnarbeit nachgehen. Uns ist also klar, was die Arbeiterklasse und besonders die Jugend beschäftigt. Das alles können wir kommentieren! Wenn sich jeder Genosse die Zeitung auf diese Weise zu eigen macht, ergeben sich tausende weitere Möglichkeiten für den Aufbau unserer Partei.

Darüber hinaus stellt die Zeitung eine Drehscheibe für Erfahrungen in der Aufbauarbeit dar. Berichte, Auswertungen und Anleitungen zu Aktivitäten (Demonstrationen, Streiksolidarität, Veranstaltungen und vieles mehr) inspirieren Kommunisten an anderen Orten und helfen, Erfahrungen miteinander abzugleichen, wodurch man gemeinsam zu den besten Methoden im Parteiaufbau gelangt.

Aufgrund dieses Zusammenspiels spricht Lenin von der Zeitung als Gerüst für eine kämpfende Kaderpartei, die diszipliniert nach einem gemeinsamen Plan arbeitet, diesen aber auch flexibel gemäß den konkreten Bedingungen vor Ort umsetzen oder anpassen kann. 

„Die Parole zum entscheidenden Kampf“

Es gelang Lenin mit der „Iskra“ tatsächlich, den Grundstein einer solchen Kampforganisation zu legen. Aus der Strömung um die Zeitung entstand in den darauffolgenden Klassenkämpfen die Bolschewistische Partei, die 1917 die russische Revolution zum Sieg führen konnte. Lenins prophetische Worte aus „Womit beginnen?“ beweisen sein strategisches Genie:

„Und wenn wir unsere Kräfte für die Herausgabe einer allgemeinen Zeitung vereinigen, so wird diese Arbeit nicht nur die tüchtigsten Propagandisten heranbilden und hervortreten lassen, sondern auch die geschicktesten Organisatoren, die talentiertesten politischen Führer der Partei, die fähig sind, im notwendigen Zeitpunkt die Parole zum entscheidenden Kampf auszugeben und den Kampf zu leiten.“

Bis zum „entscheidenden Kampf“, der 15 Jahre später stattfand, gaben die Bolschewiki noch weitere Zeitungen heraus – zum Zeitpunkt der Oktoberrevolution etwa die „Prawda“ (russisch für „die Wahrheit“). Grigori Sinojew, ein Mitstreiter Lenins, schrieb im Jahr 1921 über dieses Blatt:

„Was machte die Zeitung in diesen Zeiten so mächtig? In erster Linie trug dazu die Tatsache bei, dass nicht weniger als die Hälfte der Spalten für Briefe von Arbeitern beiderlei Geschlechts in Geschäften und Fabriken offen war. Es handelte sich also um einen besonderen Typus einer kommunistischen Zeitung. Die ,Prawda‘ übte Funktionen aus, die keine andere russische Zeitung zu erfüllen vermochte! Mindestens die Hälfte des Blattes unterschied sich sogar in seinem äußeren Erscheinungsbild grundlegend von der sozialdemokratischen und bürgerlichen Presse. Diese Hälfte wurde ausnahmslos von Arbeitern beiderlei Geschlechts, Soldaten, Matrosen, Köchen, Droschkenfahrern, Friseuren etc. etc. geschrieben.“

Schon die „Iskra“ widmete einen Großteil ihrer Spalten den Briefen von Arbeitern. Wie Sinojew weiter erklärt, waren diese Korrespondenzen ein wichtiger Gradmesser für den Bewusstseinsstand der Massen:

„Alles in allem vermittelten sie eine Vorstellung von der Not und dem Elend, das die Arbeitermassen zu ertragen hatten; sie spiegelten jenen unterdrückten und langsam wachsenden Protest wider, der später in der großen Revolution seine Stimme fand.“

Damals wie heute sind Revolutionäre auf diese Stimmungsbilder angewiesen. Die bürgerlichen Medien als Sprachrohre der herrschenden Klasse berichten wenig bis gar nichts darüber, was in der Arbeiterklasse wirklich passiert und wie sie über das eine oder andere Thema denkt. Lenin selbst betonte im Jahr 1904 in einem Brief aus dem Exil: 

„Gebt den Arbeitern jede Möglichkeit, für unsere Zeitung zu schreiben, entschieden über alles zu schreiben, möglichst viel über ihren Alltag, ihre Interessen und ihre Arbeit zu schreiben, denn ohne dieses Material wird das sozialdemokratische Blatt keinen Pfifferling wert sein, wird es den Namen eines sozialdemokratischen Blattes nicht verdienen.“

Lenin bat sogar um Briefe von Arbeitern und Parteimitgliedern an die Redaktion im Ausland, die nicht für die Veröffentlichung bestimmt waren, „zu ihrer Information nicht nur über Tatsachen und Ereignisse, sondern auch über die Stimmung und über die alltägliche ,uninteressante‘, gewöhnliche Seite der Bewegung, über die laufende Arbeit“. 

Ein Wendepunkt für unsere Organisation

In den Fabriken, Büros, Lagerhallen und Co. wächst auch heute die Unzufriedenheit über den Status quo, selbst wenn diese noch keinen Ausdruck in einer Massenbewegung findet. Doch für eine ständig wachsende Schicht der Arbeiterklasse – vor allem in den jüngeren Generationen, bei Schülern, Azubis und Studenten – steht der Kampf um den Kommunismus bereits jetzt auf der Tagesordnung.

Mit der Radikalisierung der Jugend hat sich ein Wendepunkt vollzogen. Endlich befindet sich wieder eine Masse in Bewegung, die offen für unsere Ideen ist. Wir müssen den Marxismus nicht mehr nur in der Theorie verteidigen, sondern können seine Wirkmächtigkeit im Klassenkampf beweisen. Jetzt können wir uns wieder in die Schlacht stürzen. Aber dazu brauchen wir einen Plan.

Die Marxismus ist das Fundament, auf dem wir die Revolutionäre Kommunistische Partei errichten. Aber wer ein Haus bauen will, der braucht mehr als ein Fundament – nämlich vor allem auch ein Gerüst und Arbeiter, die das Gerüst nutzen. Lenin hat gezeigt, dass das auch für den Aufbau einer Kaderorganisation gilt. Dieses Gerüst ist unsere Zeitung und die Bauarbeiter, das sind diejenigen, die heute schon für die sozialistische Revolution kämpfen wollen.

Mit unserer Zeitung bieten wir allen Revolutionären eine Anleitung, die ihnen die notwendigen Fähigkeiten, Argumente und Methoden sowie die korrekte Orientierung liefert, weitere Kommunisten um sich zu sammeln und dort, wo sie sind, rote Zellen zu gründen. Jeder Kommunist soll unsere Zeitung in die Hand nehmen können und sofort in der Lage sein, mit dem Aufbau der Revolutionären Kommunistischen Partei zu beginnen. 

Neue Anforderungen

Wir können mit Stolz behaupten, dass „Der Funke“ in seinem dreißigjährigen Bestehen den Marxismus effektiv verteidigt und dadurch vor jeder Entstellung bewahrt hat – anders als die stalinistischen, maoistischen, linksreformistischen und anderen Parteien, die sich im Namen auf den Sozialismus oder Kommunismus berufen, sich aber in Worten und Taten längst von revolutionärer Politik verabschiedet haben.

Diesen marxistischen Wissens- und Methodenschatz wollen wir an die neue Generation von Kommunisten weitergeben, in dem wir ihnen im Kampf beweisen, dass der Marxismus allen anderen Ideen überlegen und nur mit ihm die sozialistische Revolution möglich ist. Unsere Zeitung und unsere Organisation werden deshalb noch direkter an den Kämpfen der Jugend und Arbeiterklasse ansetzen, um in diesen Kämpfen praktisch die Macht der marxistischen Ideen zu beweisen. Denn dort finden wir Kommunisten, die nach unseren Antworten suchen.

Das heißt: Die Zeit der Agitation hat begonnen! Künftig werden deshalb mehr Artikel erscheinen, die mit konkreten Übergangsforderungen, Programmen und Methoden, wie der Kampf zu führen ist, auf die verschiedenen Bewegungen eingehen. Natürlich werden wir nicht auf unsere Theorieartikel und tiefergehenden Analysen verzichten, sie werden dabei von noch größerer Bedeutung sein. Wir halten an Lenins Worten fest: „Ohne revolutionäre Theorie kann es auch keine revolutionäre Bewegung geben.“ Wir müssen die Welt erst verstehen, bevor wie sie verändern können! 

Das Sprachrohr der Arbeiterklasse

Gleichzeitig wollen wir dem wachsenden Unmut in der Arbeiterklasse ein Sprachrohr geben. Auch dort brodelt es! Deswegen werden wir mehr Berichte und Leserbriefe aus den Schulen, Unis, Betrieben und Stadtteilen veröffentlichen. Du kannst uns dabei helfen:

Deine Kollegen auf der Arbeit berichten, dass wir doch mal wie die Bauern einen Generalstreik starten sollten? Bei dir in der Region schließt das nächste Krankenhaus? An der Uni oder Schule darfst du deine Meinung zum Völkermord in Palästina nicht äußern – man droht dir sogar mit Repressionen? In deinem Stadtteil verwahrlost alles? Du hast auf einem Streik mit kämpferischen Arbeitern gesprochen?

Dann schreib uns! Unsere Zeitung soll ein echter Gradmesser des Molekularprozesses der Revolution sein. Nur wenn wir die Stimmung in der Arbeiterklasse einschätzen können, werden wir in der Lage sein, die richtigen Forderungen zum richtigen Zeitpunkt in die Bewegung zu tragen.

Wir wollen außerdem mehr von unseren eigenen Aktivitäten berichten und auch in der Zeitung abbilden, dass wir eine kämpfende Partei sind. Unsere Organisation ist in ganz Deutschland aktiv und Teil einer Internationalen, der International Marxist Tendency. Wir wollen diesen Erfahrungsschatz mit allen jungen Kommunisten teilen.

Unsere Zeitung wird deshalb auch solche Fragen beantworten: Wo finde ich den nächsten Genossen? Welche Argumente überzeugen in der Aufbauarbeit? Wie gründe ich eine Kampfzelle an meiner Schule oder Uni und im Betrieb? So wird unsere Zeitung eine direkte Anleitung für den Aufbau unserer Revolutionären Kommunistischen Partei! 

Aus „Der Funke“ wird „Der Kommunist“

Der historische Wendepunkt soll sich auch im Namen der Zeitung widerspiegeln. Wir wollen unmissverständlich klar machen: Du bist Kommunist? Wir auch! Kämpf mit uns schon heute für die sozialistische Revolution! Deswegen werden wir ab der nächsten Ausgabe unter neuem Namen erscheinen: „Der Kommunist – Vorwärts zur Revolutionären Kommunistischen Partei“.

Der neue Name ist ein Appell: Nimm unsere Zeitung in die Hand und baue jetzt die Revolutionäre Kommunistische Partei auf! Organisiere weitere Kommunisten, gründe eine revolutionäre Zelle, schreib für unsere Zeitung und verkauf sie, um die Ideen des Marxismus in der Bewegung zu verankern!

In den Klassenkämpfen werden wir beweisen, dass wir tatsächlich Kommunisten sind, also der entschiedenste, immer weitertreibende Teil der Bewegung – wie es Marx und Engels im Manifest der Kommunistischen Partei verlangt haben. Mit unserer Zeitung werden wir ständig breitere Teile der Arbeiterklasse und Jugend hinter dem Banner des Kommunismus versammeln. Hilf uns dabei!

SCHLIESS DICH DEN KOMMUNISTEN AN!

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