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	<title>Israel &amp; Palästina Archives -</title>
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	<title>Israel &amp; Palästina Archives -</title>
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		<title>DIE LINKE und Palästina: Klassenkampf oder Treue zur „Staatsräson“? </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Quentin Dalmazio]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 May 2025 06:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Die Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Israel & Palästina]]></category>
		<category><![CDATA[Reformismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 8. Mai 2025 veröffentlichte der Parteivorstand der LINKEN eine Erklärung: „Das Existenzrecht des Staates Israel ist für uns nicht verhandelbar.“ Das war eine Reaktion auf den Post einer Politikerin [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://derkommunist.de/die-linke-und-palaestina-klassenkampf-oder-treue-zur-staatsraeson/">DIE LINKE und Palästina: Klassenkampf oder Treue zur „Staatsräson“? </a> appeared first on <a href="https://derkommunist.de"></a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Am 8. Mai 2025 veröffentlichte der Parteivorstand der LINKEN eine Erklärung: <em>„Das Existenzrecht des Staates Israel ist für uns nicht verhandelbar.“</em> Das war eine Reaktion auf den Post einer Politikerin der Partei: Ulrike Eifler hatte ein Foto eines Demoplakats geteilt, das eine historische Karte Palästinas mit dem Slogan „Free Palestine“ zeigte. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Was folgte, war ein orchestrierter Angriff: Bürgerliche Medien, rechte Twitter-Accounts und Parteikarrieristen schäumten. Der Vorwurf: Sie habe angeblich das „Existenzrecht Israels“ geleugnet und damit unterschwellig die Ausrottung der israelischen Juden gutgeheißen. Das sind offensichtlich abstruse Verleumdungen. DIE LINKE hätte diesen Angriff zurückweisen, ihre Genossin verteidigen, die Verleumdung benennen müssen. Denn die Bürgerlichen nutzen schon lange falsche Antisemitismusvorwürfe, um Repressionen gegen die Palästinabewegung zu rechtfertigen. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Stattdessen riet der Bundesgeschäftsführer der Partei Eifler zum Parteiaustritt. In vorauseilendem Gehorsam handelte der Parteivorstand mit seiner Erklärung als verlängerter Arm des staatlichen Repressionsapparats. Was der Beschluss eigentlich aussagt ist: Wer das „Existenzrecht Israels“ nicht verteidigt (und was das im Einzelfall heißt, bestimmen die Herrschenden), den wird man nicht gegen staatliche Repression verteidigen. </p>

<h3><strong>Was bedeutet „Existenzrecht“?</strong> </h3>

<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte um das „Existenzrecht Israels“ ist ein Konstrukt der herrschenden Klasse, das nicht auf dem Völkerrecht fußt, sondern der Delegitimierung jeder Kritik an den Verbrechen Israels dient. Im Völkerrecht existiert kein allgemeines „Existenzrecht“ für Staaten – Staaten existieren faktisch oder eben nicht. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich ist es nicht Israel, das in seiner Existenz bedroht ist. Israel verfügt über die stärkste Armee der Region, über Atomwaffen und unbegrenzte westliche Rückendeckung. Es ist das palästinensische Volk, das seiner kollektiven Existenz beraubt wird: durch Besatzung, Blockade, ethnische Säuberung und einen völkermörderischen Krieg in Gaza. Wer heute vom „Existenzrecht Israels“ spricht, meint in der Praxis das Recht Israels auf unbegrenzte militärische Aggression gegen palästinensische Zivilisten. Auf dieses „Existenzrecht“ beruft sich die Regierung, wenn sie neue Mordwaffen an Israel liefert und propalästinensische Demonstranten niederknüppeln lässt. </p>

<h3><strong>Kampf um demokratische Rechte</strong> </h3>

<p class="wp-block-paragraph">Der Parteivorstandsbeschluss dient in Wahrheit als linkes Feigenblatt für staatliche Repression. So kann man das Establishment, Merz und seine Kriegs- und Kürzungsregierung nicht bekämpfen. Während die Bundesregierung 2024 Rüstungsexporte im Wert von über 13,3 Mrd. Euro genehmigte – darunter 161 Mio. Euro an Israel – erzielen Rüstungskonzerne Milliardengewinne. Diese Aufrüstung geht Hand in Hand mit der Sparpolitik. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Um diese Politik abzusichern, nimmt auch die innere Repression zu – angefangen bei denen, die sich mit Palästina solidarisieren. Aber bald wird es die ganze Arbeiterbewegung treffen: Schon jetzt diskutiert die CDU über die Einschränkung des Streikrechts. Deswegen ist es die Verantwortung der LINKEN, gegen jeden Angriff auf die demokratischen Rechte der Unterdrückten zu kämpfen. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Bundesparteitag im Mai 2025 beschloss die Parteibasis mit knapper Mehrheit gegen den Parteivorstand, sich an der „Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus“ zu orientieren. Damit wurde die repressivere IHRA-Definition abgelehnt, nach der fast jede Kritik am israelischen Staat mit Antisemitismus gleichzusetzen sei. Der Beschluss forderte zudem, dass sich DIE LINKE aktiv gegen die Anwendung der IHRA-Definition durch Behörden und Kommunen stellen soll – insbesondere, wenn sie als Vorwand dient, palästinasolidarischen Gruppen öffentliche Räume zu verweigern. Es ist die Verantwortung der LINKEN, jetzt aktiv Kämpfe dafür zu organisieren. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Dieser Parteitagsbeschluss zeigt, dass sich ein großer Teil der Parteibasis einen entschlossenen Kampf gegen Verleumdungsversuche und Repression wünscht und bereit ist dafür einzustehen. Als Kommunisten kämpfen wir mit den Mitteln des Proletariats gegen staatliche Angriffe auf unsere demokratischen Rechte: Unsere Genossen Alyona, Leonard und Adrian, die unter fadenscheinigen Begründungen vor Gericht gezerrt wurden, verteidigen wir entschlossen. Wir nutzten diese Attacke, um eine politische Kampagne gegen diese Verleumdungen und für demokratische Rechte zu organisieren. Dabei sammelten wir knapp 9000 Euro aus der Bewegung, um mögliche Rechtskosten zu decken. </p>
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		<title>„Intifada bis zum Sieg!“ nicht strafbar! Anklage gegen Adrian fallengelassen! Der Kampf geht weiter!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas Kutschera]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2025 06:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratische Rechte]]></category>
		<category><![CDATA[Israel & Palästina]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat die Anklage gegen unseren Genossen Adrian fallengelassen. Sie schätzt den Ausruf „Yallah Intifada, Intifada bis zum Sieg“ in seiner Rede bei einer Demo nicht mehr als [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat die Anklage gegen unseren Genossen Adrian fallengelassen. Sie schätzt den Ausruf „Yallah Intifada, Intifada bis zum Sieg“ in seiner Rede bei einer Demo nicht mehr als strafbar ein. Das ist ein großartiger Erfolg für die gesamte Palästina-Bewegung!</p>

<p class="wp-block-paragraph">Denn auf Gaza regnen wieder israelische Bomben. Der von US-Präsident Donald Trump ausgehandelte Waffenstillstand ist damit Geschichte. Wieder einmal zeigt sich in aller Deutlichkeit: Das palästinische Volk kann sich nicht auf die Herrschenden und ihre Institutionen verlassen, um das Sterben zu stoppen.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Auch unzählige UN-Resolutionen und ein internationaler Haftbefehl gegen Benjamin Netanjahu hat es seiner Befreiung nicht näher gebracht. Mittlerweile sind über 50.000 Palästinenser Israels Genozid zum Opfer gefallen.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Es gibt nur einen Weg, das Schlachten zu beenden: Klassenkampf. Im Westen gegen die Imperialisten, die das zionistische Regime bewaffnen. In Nahost gegen die arabischen Herrscher, die tatenlos zuschauen. Und natürlich gegen die Besatzung Palästinas und den israelischen Staat selbst.</p>

<h3><strong>Die Herrschenden zittern</strong></h3>

<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://derkommunist.de/marxisten-und-der-aufruf-zur-intifada-was-er-wirklich-bedeutet/">Erste Intifada</a> ist ein Beispiel dafür, wie sich die Ausgebeuteten gemeinsam gegen ihre Unterdrücker erheben und ihr Schicksal selbst in die Hände nehmen. Daher wollen die Herrschenden diese Revolution unter einem Berg von Lügen begraben.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Denn überall liegt Klassenkampf in der Luft, weil sich der Kapitalismus in einer weltweiten, tiefen Krise befindet. Die Arbeiter und Armen sollen, um die Profite der Unternehmen zu retten, den Gürtel enger schnallen. Gleichzeitig verschärft die Krise den internationalen Konkurrenzkampf um Märkte, Ressourcen und Einflusssphären.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deswegen rüsten die westlichen Imperialisten massiv auf und unterstützen Israel bedingungslos, um die Kontrolle über den Nahen Osten zu behalten. Breite Teile der Arbeiterklasse und Jugend wollen sich dem widersetzen.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die arabischen Regimes wiederum sind wirtschaftlich vollständig von den USA und Europa abhängig. Sie müssen sich deren Willen fügen, während die Massen ihren palästinensischen Brüdern und Schwestern zur Seite stehen wollen. Außerdem ist keines der Probleme, die sie im <a href="https://derkommunist.de/revolution-in-aegypten-der-fruehling-wird-wieder-erwachen/">Arabischen Frühling</a> auf die Straße trieben, gelöst.</p>

<p class="wp-block-paragraph">In Gaza, im Westjordanland und in Israel entbrannte 2021 ein spontaner, gemeinsamer Generalstreik der Palästinenser, als das zionistische Regime den Konflikt damals eskalierte. Weite Teile auch der israelischen Wirtschaft standen still. Der Streik wurde vor allem von der Jugend angeführt, nicht von der Hamas oder der Fatah.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Das erste Mal seit Jahrzehnten gab es eine gemeinsame Aktion der palästinensischen Massen aller Gebiete. Das sind die Methoden des Klassenkampfes, die den Weg vorwärts zur Befreiung Palästinas aufzeigen! Daran gilt es anzuknüpfen.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Eine Bewegung würde sich wie ein Lauffeuer auf der ganzen Welt ausbreiten, wenn sie den Herrschenden, ihrer Krise und ihren imperialistischen Kriegen den Kampf ansagt. Diese Gefahr versetzt die Ausbeuter in Angst und Schrecken.</p>

<h3><strong>Wir bleiben standhaft</strong></h3>

<p class="wp-block-paragraph">Wir sprechen von einer neuen Intifada, weil sie der Funken für einen solchen revolutionären Flächenbrand sein könnte. Deshalb wurden unsere Genossen Alyona und Leonard in München vor Gericht gezerrt, Adrian in Würzburg angeklagt.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Herrschenden versuchten uns einzuschüchtern, indem sie den Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 mit der Ersten Intifada gleichsetzen. Sie unterstellten uns damit, Terrorismus zu verherrlichen. Aber dieser Vorwurf ist an den Haaren herbeigezogen.</p>

<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://derkommunist.de/solidaritaet-mit-alyona-und-leonard-staatsanwaltschaft-stellt-realitaet-auf-den-kopf/">Den Prozess in München haben wir in erster Instanz gewonnen.</a> Jetzt wurde Adrians Anklage fallengelassen, „da sich in der gesamten Rede des Beschuldigten gerade keine Bezugnahme auf konkrete Straftaten findet“, wie die Würzburger Staatsanwaltschaft mittlerweile selbst einräumt.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Sie verweist auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, nach der „bei mehreren möglichen Deutungsvarianten einer Äußerung nicht automatisch auf eine strafbare Deutungsvariante rekurriert werden kann“. Es müssten „zunächst alle anderen, gegebenenfalls nicht strafbaren Deutungsmöglichkeiten mit überzeugenden Begründungen ausgeschlossen werden“.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet ganz klar: Man kann Intifada nicht mit Terrorismus gleichsetzen, wie es die Herrschenden versuchten. Die Ermittlungen gegen Adrian waren ein reiner Einschüchterungsversuch.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Wir gaben dem nicht nach. Da wir einen Freispruch erwirken wollten, lehnten wir auch das Angebot der Staatsanwaltschaft ab, das Verfahren in beidseitigem Einvernehmen einzustellen. Nun ließ sie selbst ihre lächerliche Anklage fallen.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Aber der Kampf geht weiter: Alyona und Leonard stehen noch vor dem Prozess in zweiter Instanz. Deswegen sammeln wir weiter Geld, um mögliche Gerichtskosten bezahlen zu können.</p>

<h3><strong>Gemeinsam in die Offensive</strong></h3>

<p class="wp-block-paragraph">Auch der Genozid geht weiter. Die Palästina-Bewegung braucht eine revolutionäre Perspektive, um dem etwas entgegenzustellen. Jeder Schritt, der die Verbreitung dieses Standpunkts erleichtert, ist ein wichtiger Erfolg für den Befreiungskampf der Palästinenser.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deswegen verteidigen wir die Erste Intifada vor Gericht. Noch dazu wollen wir nicht hinnehmen, dass die Herrschenden <a href="https://derkommunist.de/genosse-adrian-vor-gericht-dieser-prozess-geht-um-unser-aller-rechte/">unsere Rechte wie Meinungs-, Versammlungs- und Pressefreiheit so auslegen, wie es ihnen passt.</a> Sie versuchen, jeden Widerstand gegen ihre Angriffe zu verhindern. Doch unsere Siege in München und Würzburg zeigen: Wenn wir uns nicht einschüchtern lassen, können wir solche Attacken abwehren!</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Prozesse können wir aber nicht als Einzelne führen. Als Partei und Teil der Revolutionären Kommunistischen Internationale haben Alyona, Leonard und Adrian die Solidarität ihrer Genossen auf der ganzen Welt hinter sich.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Wir sammeln unsere Kräfte, um weltweit in der Palästina-Bewegung, der Arbeiterklasse und der Jugend nach Unterstützung zu fragen. Zurück kamen Spenden, mit denen wir unsere Prozesskosten stemmen können, und viele ermutigende Botschaften. Dafür wollen wir uns herzlich bedanken. Nur das ermöglicht unseren Genossen, standhaft zu bleiben.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Vor allem aber kämpfen wir als Internationale für ein revolutionäres Programm in den verschiedensten Bewegungen, den Stadtteilen, Schulen, Unis und Betrieben dieser Welt. Hilf uns dabei, wenn du Krieg, Krise und Genozid beenden möchtest:</p>

<ul class="wp-block-list">
<li>Spende für Alyonas und Leonards Prozess!</li>

<li>Abonniere unsere Zeitung!</li>

<li>Verbreite unsere Ideen!</li>

<li>Bau mit uns die Revolutionäre Kommunistische Partei auf!</li>

<li>Kämpf mit uns für die sozialistische Weltrevolution!</li>

<li>Intifada bis zum Sieg!</li>
</ul>

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		<p>The post <a href="https://derkommunist.de/intifada-bis-zum-sieg-nicht-strafbar-anklage-gegen-adrian-fallengelassen-der-kampf-geht-weiter/">„Intifada bis zum Sieg!“ nicht strafbar! Anklage gegen Adrian fallengelassen! Der Kampf geht weiter!</a> appeared first on <a href="https://derkommunist.de"></a>.</p>
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		<title>Ein Sieg für die Palästina-Bewegung: Prozess gegen Adrian fallengelassen</title>
		<link>https://derkommunist.de/ein-sieg-fuer-die-palaestina-bewegung-prozess-gegen-adrian-fallengelassen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lukas Kutschera]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Mar 2025 18:52:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratische Rechte]]></category>
		<category><![CDATA[Israel & Palästina]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat die Anklage gegen unseren Genossen Adrian fallengelassen. Sie schätzt den Ausruf „Yallah Intifada, Intifada bis zum Sieg“ in seiner Rede bei einer Demo nicht mehr als [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://derkommunist.de/ein-sieg-fuer-die-palaestina-bewegung-prozess-gegen-adrian-fallengelassen/">Ein Sieg für die Palästina-Bewegung: Prozess gegen Adrian fallengelassen</a> appeared first on <a href="https://derkommunist.de"></a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat die Anklage gegen unseren Genossen Adrian fallengelassen. Sie schätzt den Ausruf „Yallah Intifada, Intifada bis zum Sieg“ in seiner Rede bei einer Demo nicht mehr als strafbar ein. Das ist ein großartiger Erfolg für die gesamte Palästina-Bewegung!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn auf Gaza regnen wieder israelische Bomben. Der von US-Präsident Donald Trump ausgehandelte Waffenstillstand ist damit Geschichte. Wieder einmal zeigt sich in aller Deutlichkeit: Das palästinische Volk kann sich nicht auf die Herrschenden und ihre Institutionen verlassen, um das Sterben zu stoppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch unzählige UN-Resolutionen und ein internationaler Haftbefehl gegen Benjamin Netanjahu hat es seiner Befreiung nicht näher gebracht. Mittlerweile sind über 50.000 Palästinenser Israels Genozid zum Opfer gefallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt nur einen Weg, das Schlachten zu beenden: Klassenkampf. Im Westen gegen die Imperialisten, die das zionistische Regime bewaffnen. In Nahost gegen die arabischen Herrscher, die tatenlos zuschauen. Und natürlich gegen die Besatzung Palästinas und den israelischen Staat selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Herrschenden zittern</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://derkommunist.de/marxisten-und-der-aufruf-zur-intifada-was-er-wirklich-bedeutet/">Erste Intifada</a> ist ein Beispiel dafür, wie sich die Ausgebeuteten gemeinsam gegen ihre Unterdrücker erheben und ihr Schicksal selbst in die Hände nehmen. Daher wollen die Herrschenden diese Revolution unter einem Berg von Lügen begraben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn überall liegt Klassenkampf in der Luft, weil sich der Kapitalismus in einer weltweiten, tiefen Krise befindet. Die Arbeiter und Armen sollen, um die Profite der Unternehmen zu retten, den Gürtel enger schnallen. Gleichzeitig verschärft die Krise den internationalen Konkurrenzkampf um Märkte, Ressourcen und Einflusssphären.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deswegen rüsten die westlichen Imperialisten massiv auf und unterstützen Israel bedingungslos, um die Kontrolle über den Nahen Osten zu behalten. Breite Teile der Arbeiterklasse und Jugend wollen sich dem widersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die arabischen Regimes wiederum sind wirtschaftlich vollständig von den USA und Europa abhängig. Sie müssen sich deren Willen fügen, während die Massen ihren palästinensischen Brüdern und Schwestern zur Seite stehen wollen. Außerdem ist keines der Probleme, die sie im <a href="https://derkommunist.de/revolution-in-aegypten-der-fruehling-wird-wieder-erwachen/">Arabischen Frühling</a> auf die Straße trieben, gelöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Gaza, im Westjordanland und in Israel entbrannte 2021 ein spontaner, gemeinsamer Generalstreik der Palästinenser, als das zionistische Regime den Konflikt damals eskalierte. Weite Teile auch der israelischen Wirtschaft standen still. Der Streik wurde vor allem von der Jugend angeführt, nicht von der Hamas oder der Fatah.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste Mal seit Jahrzehnten gab es eine gemeinsame Aktion der palästinensischen Massen aller Gebiete. Das sind die Methoden des Klassenkampfes, die den Weg vorwärts zur Befreiung Palästinas aufzeigen! Daran gilt es anzuknüpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Bewegung würde sich wie ein Lauffeuer auf der ganzen Welt ausbreiten, wenn sie den Herrschenden, ihrer Krise und ihren imperialistischen Kriegen den Kampf ansagt. Diese Gefahr versetzt die Ausbeuter in Angst und Schrecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wir lassen uns nicht einschüchtern!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sprechen von einer neuen Intifada, weil sie der Funken für einen solchen revolutionären Flächenbrand sein könnte. Deshalb wurden unsere Genossen Alyona und Leonard in München vor Gericht gezerrt, Adrian in Würzburg angeklagt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Herrschenden versuchten, uns einzuschüchtern, indem sie den Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 mit der Ersten Intifada gleichsetzen. Sie unterstellten uns damit, Terrorismus zu verherrlichen. Aber dieser Vorwurf ist an den Haaren herbeigezogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://derkommunist.de/solidaritaet-mit-alyona-und-leonard-staatsanwaltschaft-stellt-realitaet-auf-den-kopf/">Den Prozess in München haben wir in erster Instanz gewonnen.</a> Jetzt wurde Adrians Anklage fallengelassen, „da sich in der gesamten Rede des Beschuldigten gerade keine Bezugnahme auf konkrete Straftaten findet“, wie die Würzburger Staatsanwaltschaft mittlerweile selbst einräumt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie verweist auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, nach der „bei mehreren möglichen Deutungsvarianten einer Äußerung nicht automatisch auf eine strafbare Deutungsvariante rekurriert werden kann“. Es müssten „zunächst alle anderen, gegebenenfalls nicht strafbaren Deutungsmöglichkeiten mit überzeugenden Begründungen ausgeschlossen werden“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet ganz klar: Man kann Intifada nicht mit Terrorismus gleichsetzen, wie es die Herrschenden versuchten. Die Ermittlungen gegen Adrian waren ein reiner Einschüchterungsversuch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir gaben dem nicht nach. Da wir einen Freispruch erwirken wollten, lehnten wir auch das Angebot der Staatsanwaltschaft ab, das Verfahren in beidseitigem Einvernehmen einzustellen. Nun ließ sie selbst ihre lächerliche Anklage fallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber der Kampf geht weiter: Alyona und Leonard stehen noch vor dem Prozess in zweiter Instanz. Deswegen sammeln wir weiter Geld, um mögliche Gerichtskosten bezahlen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gemeinsam in die Offensive!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Genozid geht weiter. Die Palästina-Bewegung braucht eine revolutionäre Perspektive, um dem etwas entgegenzustellen. Jeder Schritt, der die Verbreitung dieses Standpunkts erleichtert, ist ein wichtiger Erfolg für den Befreiungskampf der Palästinenser.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deswegen verteidigen wir die Erste Intifada vor Gericht. Noch dazu wollen wir nicht hinnehmen, dass die Herrschenden <a href="https://derkommunist.de/genosse-adrian-vor-gericht-dieser-prozess-geht-um-unser-aller-rechte/">unsere Rechte wie Meinungs-, Versammlungs- und Pressefreiheit so auslegen, wie es ihnen passt.</a> Sie versuchen, jeden Widerstand gegen ihre Angriffe zu verhindern. Doch unsere Siege in München und Würzburg zeigen: Wenn wir uns nicht einschüchtern lassen, können wir solche Attacken abwehren!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Prozesse können wir aber nicht als Einzelne führen. Als Partei und Teil der Revolutionären Kommunistischen Internationale haben Alyona, Leonard und Adrian die Solidarität ihrer Genossen auf der ganzen Welt hinter sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sammeln unsere Kräfte, um weltweit in der Palästina-Bewegung, der Arbeiterklasse und der Jugend nach Unterstützung zu fragen. Zurück kamen Spenden, mit denen wir unsere Prozesskosten stemmen können, und viele ermutigende Botschaften. Dafür wollen wir uns herzlich bedanken. Nur das ermöglicht unseren Genossen, standhaft zu bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor allem aber kämpfen wir als Internationale für ein revolutionäres Programm in den verschiedensten Bewegungen, den Stadtteilen, Schulen, Unis und Betrieben dieser Welt. Hilf uns dabei, wenn du Krieg, Krise und Genozid beenden möchtest:</p>



<ul class="wp-block-list">
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<li>Intifada bis zum Sieg!</li>
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			</item>
		<item>
		<title>Genosse Adrian vor Gericht: Dieser Prozess geht um unser aller Rechte! </title>
		<link>https://derkommunist.de/genosse-adrian-vor-gericht-dieser-prozess-geht-um-unser-aller-rechte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lukas Kutschera]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Feb 2025 11:36:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte zum Parteiaufbau]]></category>
		<category><![CDATA[Genozid in Gaza]]></category>
		<category><![CDATA[Imperialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Israel & Palästina]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[RKP]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie & Organisation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://derkommunist.de/?p=4219</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wieder steht einer unserer Genossen vor Gericht, weil wir das Recht der Palästinenser auf Selbstbestimmung bedingungslos verteidigen. Die Würzburger Staatsanwaltschaft wirft Adrian vor, bei einer Demo-Rede Anfang letzten Jahres mit [&#8230;]</p>
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									<p><span data-contrast="auto">Wieder steht einer unserer Genossen vor Gericht, weil wir das Recht der Palästinenser auf Selbstbestimmung bedingungslos verteidigen. Die Würzburger Staatsanwaltschaft wirft Adrian vor, bei einer Demo-Rede Anfang letzten Jahres mit dem Ausruf „Yallah Intifada, Intifada bis zum Sieg!“ den Terror-Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 öffentlich gebilligt zu haben. Am 6. März findet nun der Prozess gegen unseren Genossen statt.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><p><span data-contrast="auto">Das, was wir verteidigen, steht den Palästinensern zumindest auf dem Papier auch nach Völkerrecht zu. Zuletzt am 17. Dezember 2024 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) eine Resolution, die das Recht des palästinischen Volks auf Selbstbestimmung bekräftigte, einschließlich auf einen eigenen Staat.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><p><span data-contrast="auto">Doch durch die unzähligen internationalen Beschlüsse sind die Palästinenser der Durchsetzung ihrer Rechte keinen Millimeter nähergekommen. Im Gegenteil: Der Gaza-Streifen liegt nach Israels Krieg in Schutt und Asche, im Westjordanland annektieren Siedler weiterhin illegal palästinensisches Land.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><p><span data-contrast="auto">US-Präsident Donald Trump fantasiert währenddessen – zur Begeisterung seines israelischen Amtskollegen Benjamin Netanjahus – von einer vollständigen Vertreibung der Palästinenser aus dem Gaza-Streifen, über den die USA die Kontrolle übernehmen soll. Diese zweite Nakba würde die Weiterführung des Kriegs bedeuten.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><h3><b><span data-contrast="auto">Keine Illusionen</span></b><span data-ccp-props="{}"> </span></h3><p><span data-contrast="auto">Netanjahu ist trotz Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs – wegen seiner Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit am palästinischen Volk – weiterhin ein freier Mann. Er wartet nur auf die passende Gelegenheit, den Genozid an den Palästinensern zu vollenden.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><p><span data-contrast="auto">Trump liefert ihm dazu, wie schon sein Vorgänger Joe Biden, die Mittel – obwohl er weiß, dass der von ihm ausgehandelte Waffenstillstand wackelt. Auch für die kommende Bundesregierung steht fest: Die bedingungslose Unterstützung Israels bleibt deutsche Staatsräson.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><p><span data-contrast="auto">Gerne beziehen sich die Herrschenden dieser Welt auf UN-Resolutionen oder den Internationalen Strafgerichtshof, sprechen von Recht, Demokratie und Diplomatie. Aber nur, solange es ihren ausbeuterischen Interessen entspricht.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><p><span data-contrast="auto">Den Konflikt mit Russland begründeten die westlichen Imperialisten mit der Selbstbestimmung der Ukraine und Kriegsverbrechen. Für die Palästinenser gilt das Völkerrecht offenbar nicht. Stattdessen stärken die imperialistischen Heuchler den israelischen Kriegsverbrechern diplomatisch den Rücken und versorgen sie mit Waffen.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><h3><b><span data-contrast="auto">Intifada…</span></b><span data-ccp-props="{}"> </span></h3><p><span data-contrast="auto">Die Ausgebeuteten und Unterdrückten können sich zur Durchsetzung ihrer Rechte und Interessen nur auf ihre eigene Kraft verlassen. Das gilt in Nahost wie in Deutschland. Deswegen verteidigen wir die Erste Intifada, auf die sich auch Adrian in seiner Rede bezog.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><p><span data-contrast="auto">Denn die Erste Intifada war ein spontaner Massenaufstand der Palästinenser gegen die israelische Besatzung und bediente sich Methoden wie Streiks, Steuerboykotts und der Schließung von Läden. Sie wurde anfangs von unten, in Form von Komitees der Selbstverwaltung, organisiert.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><p><span data-contrast="auto">Israel reagierte mit äußerster Gewalt auf die Bewegung. Es war ein Kampf wie David gegen Goliath: Mit Nichts als Steinen bewaffnete Jugendliche standen einer hochmodernen und topausgerüsteten Armee gegenüber.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><p><span data-contrast="auto">Die heroischen Bilder der Ersten Intifada gingen um die Welt. In den arabischen Staaten zogen die Massen auf die Straßen. Auch in Israel solidarisierten sich einige mit den Palästinensern, selbst in der Armee. Niemals war das Volk seiner Befreiung näher.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><p><span data-contrast="auto">Um einen revolutionären Flächenbrand in der Region zu verhindern, verhandelten die Herrschenden in Israel mit der Palästinensischen Befreiungsorganisation, welche die Bewegung unter ihre Kontrolle gebracht hatte. Das Osloer Abkommen – den Kompromiss, den sie aushandelten – stellte sich als völlige Sackgasse heraus. </span><span data-ccp-props="{}"> </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><h3><b><span data-contrast="auto">… bis zum Sieg!</span></b><span data-ccp-props="{}"> </span></h3><p><span data-contrast="auto">Wenn wir von „Intifada bis zum Sieg!“ sprechen, dann meinen wir die Vollendung dieser abgewürgten Revolution: dass die Arbeiter und Armen aller Ethnien und Religionen der Region ihr Schicksal gemeinsam in die eigenen Hände nehmen.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><p><span data-contrast="auto">Die terroristischen Methoden der Hamas, zu denen uns die Staatsanwaltschaft in ihrem Strafbefehl Sympathien unterstellt, und deren islamistische Ideologie werden dieses Ziel niemals voranbringen. Daher lehnen wir sie schon immer ab.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><p><span data-contrast="auto">Allein die Herrschenden in der Region und die Imperialisten profitieren von Spaltung. Nur durch gemeinsamen Klassenkampf, die Methoden der Ersten Intifada, kann die Besatzung Palästinas beendet und die Selbstbestimmung seines Volks Wirklichkeit werden.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><p><span data-contrast="auto">Ein Massenaufstand in Nahost, eine neue Intifada, würde sich wie ein Lauffeuer in der Region ausbreiten. Eine solche übergreifende Bewegung würde den Herrschenden in Israel und deren Verbündeten wirklich etwas entgegensetzen, aber auch die anderen reaktionären Regimes zu Fall bringen.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><h3><b><span data-contrast="auto">Wir lassen uns nicht einschüchtern</span></b><span data-ccp-props="{}"> </span></h3><p><span data-contrast="auto">Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gegen Adrian sind komplett aus der Luft gegriffen. Aber nicht, dass ein falscher Eindruck entsteht: Es geht in dem Prozess nicht um ein Missverständnis unserer Position.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><p><span data-contrast="auto">Mit einer Google-Suche findet jeder schnell, was wir zur Ersten Intifada zu sagen haben. Außerdem standen zwei unserer Genossen, Alyona und Leonard, bereits in München vor Gericht. Sie werden es auch bald wieder tun, weil die Staatsanwaltschaft nach unserem Sieg in erster Instanz Revision einlegte.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><p><span data-contrast="auto">Worum es wirklich geht, ist die Einschüchterung von all denjenigen, die sich den Interessen der Herrschenden in Deutschland entgegenstellen, wie es die Palästina-Bewegung tut. Genauso wie das Recht der Völker auf Selbstbestimmung wollen diese Heuchler Meinungs- und Versammlungsfreiheit so auslegen, wie es ihnen passt!</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><p><span data-contrast="auto">Die Prozesse gegen Adrian, Alyona und Leonard sind deswegen ein Angriff auf die gesamte Arbeiterbewegung und alle, die gegen Ausbeutung und Unterdrückung kämpfen wollen. Das Gleiche gilt für Berufsverbote, repressive Demo-Auflagen, Beschneidungen der Pressefreiheit und natürlich der Einschränkung des Streikrechts, wie es die CDU immer wieder fordert.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><p><span data-contrast="auto">Die kommende Regierung wird Spar- und Kürzungspolitik bringen, während gleichzeitig Milliarden in Vernichtungsmittel und imperialistische Kriege fließen werden. Viele werden sich dem widersetzen wollen. Die Rechte, die </span><span data-contrast="auto">das ermöglichen, werden aber zunehmend unter Beschuss stehen.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><h3><b><span data-contrast="auto">Wie wir unsere Rechte verteidigen</span></b><span data-ccp-props="{}"> </span></h3><p><span data-contrast="auto">Wir wollen diese Regierung und all die Angriffe der Herrschenden, auf unseren Lebensstandard und unsere Rechte, bekämpfen. Dazu bauen wir eine Partei auf, welche die verschiedenen Kämpfe zusammenführen kann.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><p><span data-contrast="auto">Wir stellen die Klassenfrage in den Mittelpunkt, die gemeinsamen Interessen aller Arbeiter und der Jugend. Die Herrschenden kürzen bei uns, um damit ihre Kriege zu finanzieren, auch den Genozid in Gaza. Auch um die Klima-Krise abzuwenden, ist angeblich kein Geld da. All denen, die dagegen aufstehen, hauen sie den Polizeiknüppel ins Gesicht oder zerren sie vor Gericht.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><p><span data-contrast="auto">Wie die Palästinenser können auch wir uns nur auf unsere kollektive Kraft verlassen. Aber diese Kraft ist gewaltig. Niemand kann die organisierte Arbeiterklasse aufhalten! Ohne sie bewegt sich nichts in dieser Gesellschaft. Gemeinsam können wir die Herrschenden in die Knie zwingen. Für diesen Kampf stehen wir.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><p><span data-contrast="auto">Der Ausgang der Prozesse gegen unsere Genossen Adrian, Alyona und Leonard hängt vom Druck von unten ab. Deshalb brauchen wir dich. Hilf uns, den Angriff auf unser aller Rechte abzuwehren:</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p><ul><li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="2" data-list-defn-props="{&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:[8226],&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="1" data-aria-level="1"><span data-contrast="auto">Spende, damit wir unsere Gerichtskosten stemmen können!</span><span data-ccp-props="{}"> </span></li></ul><ul><li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="2" data-list-defn-props="{&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:[8226],&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="2" data-aria-level="1"><span data-contrast="auto">Abonniere unsere Zeitung!</span><span data-ccp-props="{}"> </span></li></ul><ul><li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="2" data-list-defn-props="{&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:[8226],&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="3" data-aria-level="1"><span data-contrast="auto">Verbreite unsere Ideen in deinem Betrieb, deiner Schule oder Uni und in den Bewegungen!</span><span data-ccp-props="{}"> </span></li></ul><ul><li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="2" data-list-defn-props="{&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:[8226],&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="4" data-aria-level="1"><span data-contrast="auto">Bau mit uns die Revolutionäre Kommunistische Partei auf!</span><span data-ccp-props="{}"> </span></li></ul><ul><li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="2" data-list-defn-props="{&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:[8226],&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="5" data-aria-level="1"><span data-contrast="auto">Kämpf mit uns für den Sozialismus!</span><span data-ccp-props="{}"> </span></li></ul>								</div>
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		<title>Rosa und Karl gedenken heißt RKP aufbauen!</title>
		<link>https://derkommunist.de/rosa-und-karl-gedenken-heisst-rkp-aufbauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Max Dahlinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jan 2025 12:03:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte zum Parteiaufbau]]></category>
		<category><![CDATA[Genozid in Gaza]]></category>
		<category><![CDATA[Imperialismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 12. Januar fand die jährliche Luxemburg-Liebknecht-Lenin-Demonstration (LLL-Demo) in Berlin statt. Tausende marschierten vom Frankfurter Tor zur Gedenkstätte der Sozialisten, um das Vermächtnis Luxemburgs und Liebknechts zu ehren. Die RKP [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Am 12. Januar fand die jährliche Luxemburg-Liebknecht-Lenin-Demonstration (LLL-Demo) in Berlin statt. Tausende marschierten vom Frankfurter Tor zur Gedenkstätte der Sozialisten, um das Vermächtnis Luxemburgs und Liebknechts zu ehren. Die RKP nahm mit 41 Genossen aus Deutschland und unserer polnischen Schwestersektion teil. Das Vermächtnis von Karl und Rosa zu ehren, heißt aber nicht nur einmal im Jahr auf die Straße zu gehen, sondern das zu tun, wofür sie ihr Leben gelassen haben: eine revolutionäre kommunistische Partei aufzubauen.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehört auch das Verteidigen unserer Genossen vor politischen Angriffen. Drei unserer Genossen – Alyona, Leonard und Adrian – stehen wegen Solidarität mit dem palästinensischen Volk vor Gericht. Das ist nicht nur ein Angriff auf unsere Genossen und unsere Partei, sondern auf die gesamte Palästina-Bewegung.</p>

<h3><strong>Solidarität für Alyona, Leonard und Adrian!</strong></h3>

<p class="wp-block-paragraph">Die Solidarität bei der Demo war groß. Insgesamt konnten wir 1509,09 Euro Spenden für unsere Genossen sammeln. Genossin Yaimara aus Berlin berichtet: „Ich bin mit unserer Zeitung auf sie zugegangen und habe gesagt: ‚Wir sammeln Spenden für die Palästina-Bewegung.’ Dann zeigte ich auf das Bild unserer Genossen in der Zeitung ‚Drei unserer Genossen stehen vor Gericht. Sie haben auf einer Pro-Palästina-Demo ein Banner gehalten, wo Intifada bis zum Sieg stand, und dafür drohen ihnen bis zu drei Jahre Knast. Jeder Cent hilft uns weiter, die Gerichtskosten zu tragen.’ Das ist zwar eine sehr kurze Version der Tatsachen, erfüllt aber ihren Zweck. Bei Interesse, oder wenn Leute länger gebraucht haben, um ihren Geldbeutel zu finden, habe ich vertieft, sei es darin, dass wir schon eine Instanz gewonnen haben oder, dass dieser Prozess ein Angriff auf die ganze Bewegung ist. Haben sie kein Kleingeld? Ich habe Wechselgeld dabei. Kein Bargeld mit? Wir nehmen auch Paypal. Weiterreden, bis man eine Spende oder ein klares Nein bekommt, oft sagt man doch noch etwas, was die Leute überzeugt. Vor allem ist es wichtig, so viele Leute wie möglich anzusprechen und sich nicht entmutigen zu lassen, wenn man mal keine Spende bekommt. Durch diese Herangehensweise konnte ich 329 Euro Spenden bei der LLL-Demo sammeln.”</p>

<h3><strong>Keine Repression wird uns stoppen</strong></h3>

<p class="wp-block-paragraph">Auch auf dieser LLL-Demo kam es wieder zu heftiger Polizeigewalt. Aussagen der Polizei zufolge wurden mindestens 31 Leute festgenommen und 34 Strafanzeigen gestellt. Während der Demo selbst wurden mindestens vier Demonstranten ins Krankenhaus eingeliefert. Nach Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik gab es „überraschende, plötzliche Angriffe ohne Anlass“, doch was ist wirklich passiert? Nachdem ein Demonstrant „From the river to the sea, Palestine will be free“ rief, versuchte die Polizei ihn festzunehmen. Die Demonstration wehrte sich und bekam Polizeiknüppel und Schläge ins Gesicht zu spüren.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Willkürlichkeit der Polizei zeigt sich vor allem nach der Demo. Leute wurden wahllos festgenommen, darunter auch einer unserer Genossen. Er sammelte Spenden bis die Polizei auf ihn zukam und ihm sagte, er „stehe unter Verdacht bei einer Demo am 31.12. eine Straftat begangen zu haben”. Natürlich war das nur ein Vorwand, denn unser Genosse war an diesem Tag auf keiner Demo. Nachdem seine Personalien aufgenommen, Fotos von ihm gemacht wurden und er für eine Viertelstunde in einer kleinen Zelle in einem Polizeifahrzeug eingesperrt wurde, ließen sie ihn wieder gehen.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Polizei nutzt Repressionen gezielt, um alle, die sich solidarisch mit Palästina zeigen, zu schikanieren und so einzuschüchtern. Und genau dasselbe macht der deutsche Staat mit den Gerichtsprozessen gegen die Bewegung. Doch wir werden uns nicht einschüchtern lassen. Wir sind immer bedingungslos solidarisch mit den Unterdrückten gegen die Unterdrücker und werden für diese Überzeugung im Gericht, aber vor allem auf der Straße kämpfen. Genau das ist, was uns Solidarität aus der Bewegung schafft und uns ermöglicht, die Partei aufzubauen, die die Arbeiterklasse benötigt!</p>
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		<title>Freiheit für Palästina! Solidarität mit Adrian!</title>
		<link>https://derkommunist.de/freiheit-fuer-palaestina-solidaritaet-mit-adrian/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RKP Wuerzburg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jan 2025 11:56:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte zum Parteiaufbau]]></category>
		<category><![CDATA[Genozid in Gaza]]></category>
		<category><![CDATA[Imperialismus]]></category>
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		<category><![CDATA[RKP]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie & Organisation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem bereits unsere Genossen Alyona und Leonard in München vors Gericht gezerrt worden sind, wird nun auch unser Genosse Adrian in Würzburg von der Staatsanwaltschaft angeklagt. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Nachdem bereits unsere Genossen Alyona und Leonard in München vors Gericht gezerrt worden sind, wird nun auch unser Genosse Adrian in Würzburg von der Staatsanwaltschaft angeklagt. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft ist derselbe: „Belohnung und Billigung von Straftaten“ (§140 StGB). Das Strafmaß sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor. Adrian wird angeklagt, da er am 14. Januar 2024 eine Rede auf dem Marktplatz in Würzburg hielt, die er mit den Worten „Von Würzburg bis nach Gaza: Yallah Intifada! Intifada bis zum Sieg!“ beendete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrem Strafbefehl schreibt die Staatsanwaltschaft hierzu:&nbsp;<em>„Ihnen war auch bewusst, dass Sie mit diesem Ausruf im vorliegenden Kontext zum Ausdruck brachten, den systematischen bzw. ausgedehnten Angriff der Terrororganisation „Hamas“ vom 07.10.2023 auf die Zivilbevölkerung Israels gutzuheißen und zu billigen. Sie nahmen darüber hinaus billigend in Kauf, dass Ihr Ausruf geeignet war, das Vertrauen einer nicht unerheblichen Personenzahl in den Zustand allgemeiner Rechtssicherheit und das Bewusstsein der Bevölkerung, in Ruhe und Frieden zu leben, zu beeinträchtigen.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Vorwürfe sind an Heuchelei kaum zu überbieten. Während im Strafbefehl vom Recht „in Ruhe und Frieden zu leben“ gesprochen wird, hatten sie alle in der Vergangenheit zu Israels Großoffensiven, wie auf das Flüchtlingslager Dschenin, oder den Angriffen rechtsradikaler Siedler im Westjordanland geschwiegen. Als RKP betonten wir zudem, dass Israel die volle Verantwortung für den Angriff der Hamas sowie den Krieg gegen die Palästinenser trägt. Die jahrzehntelange Unterdrückung, Entrechtung und Entmenschlichung des palästinensischen Volkes durch das israelische Regime haben erst die Grundlage für den Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 geschaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Strafbefehl ist ein Angriff auf unsere Meinungsfreiheit, auf die Palästinabewegung und die Arbeiterbewegung insgesamt. Dieser Angriff betrifft uns alle! Wäre dieser Einschüchterungsversuch erfolgreich, werden andere schnell Folgen, im Versuch, alle kritischen Stimmen zum Schweigen zu bringen. Deswegen dürfen wir uns nicht einschüchtern lassen, sondern diesem Angriff mutig und mit Entschlossenheit und Solidarität entgegentreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn die Herrschenden wissen genau, dass eine Mehrheit der Bevölkerung gegen die Politik der deutschen Unterstützung für Israels ist. Das Vertrauen in die Berichterstattung der bürgerlichen Medien über die Situation in Gaza ist deutlich abgesunken. Die Herrschenden wollen eine selbstbewusste pro-palästinensische Bewegung verhindern, weil sie Angst haben, dass sie zum Kristallisationspunkt der Wut der Jugend und Arbeiterklasse wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die herrschende Klasse in Deutschland unterstützt das israelische Regime militärisch und finanziell seit Jahrzehnten und ist damit direkt für das Morden in Palästina verantwortlich. Das ist der Grund, weshalb sie die pro-palästinensischen Massen fürchten und die Bewegung mit Repressionen überziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf den „Rechtsstaat“ können wir uns beim Kampf um unsere demokratischen Rechte nicht verlassen: Gibt es einmal einen internationalen Haftbefehl gegen den Kriegsverbrecher Netanjahu, wird er nicht umgesetzt. Durch die Blume sagte Regierungssprecher Hebestreit, dass die Umsetzung des Strafbefehls gegen Netanjahu durch den deutschen Staat nicht vollstreckt würde: er könne sich nur schwer vorstellen, dass der deutsche Staat einen israelischen Premierminister verhaften würde. Unsere Genossen hingegen sollen die volle Härte des Staates spüren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere demokratischen Rechte können wir nur durch den Kampf auf der Straße, in der Schule, in der Uni und im Betrieb behaupten. Dafür müssen wir mit unseren eigenen Mitteln kämpfen: Spende, um uns zu helfen, die Anwaltskosten und mögliche Prozesskosten zu zahlen! Hilf uns, Proteste und Demos gegen diese Repression zu organisieren! Mach den Fall in der Bewegung, unter Freunden, Kollegen und Verwandten bekannt! Tritt der RKP bei, um gegen den deutschen Imperialismus und für ein freies Palästina zu kämpfen!</p>
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		<title>Warum unterstützt Deutschland Israel?</title>
		<link>https://derkommunist.de/warum-unterstuetzt-deutschland-israel-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Franz Rieger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jan 2025 15:33:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>
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		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ohne deutsche und amerikanische Waffen könnte Israel weder seinen Völkermord an den Palästinensern verüben noch einen Krieg gegen den Iran provozieren. Deutschland liefert unter anderem atomwaffenfähige U-Boote, Panzermotoren und Munition [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="3816" class="elementor elementor-3816" data-elementor-post-type="post">
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									<div><p class="normal1">Ohne deutsche und amerikanische Waffen könnte Israel weder seinen Völkermord an den Palästinensern verüben noch einen Krieg gegen den Iran provozieren. Deutschland liefert unter anderem atomwaffenfähige U-Boote, Panzermotoren und Munition und ist nach den USA zweitgrößter Waffenlieferant Israels. Seit dem 7. Oktober 2023 hat die Bundesrepublik diese Lieferungen verzehnfacht.</p></div><div><p class="normal1">Bei der deutschen Unterstützung Israels geht es nicht um eine „historische Verantwortung“, sondern um handfeste imperialistische Interessen. Das wird besonders deutlich, wenn man sich die Ursprünge dieser Unterstützung anschaut.</p></div><div><h3 class="normal1"><b>Westdeutschland und die USA</b></h3></div><div><p class="normal1">Der deutsche Kapitalismus hatte den Zweiten Weltkrieg vom Zaun gebrochen und verloren. Der deutsche Imperialismus lag am Boden. Die schrecklichen Verbrechen des Holocaust, an dem sich deutsche Konzerne fleißig bereichert hatten, gelangte an die Augen der Weltöffentlichkeit.</p></div><div><p class="normal1">Doch dann kam unverhoffte Rettung: Anstatt ihren Konkurrenten maximal zu schwächen, baute der US-Imperialismus Westdeutschland wirtschaftlich und politisch als Frontstaat im „Kalten Krieg“ gegen die Sowjetunion auf. Nur deshalb wurde Deutschland wieder zu einer relevanten Industrienation. Man vergab günstige Kredite (Marshallplan), erlaubte Deutschland wieder ein souveräner Staat zu werden und ließ alte Nazis in Amt und Würde, da sie gute Antikommunisten waren. Dafür erwarteten die Amerikaner als Gegenleistung, dass Deutschland ihnen als imperialistischer Gefolgsmann zur Verfügung steht.</p></div><div><h3 class="normal1"><b>Öl und Antikommunismus</b></h3></div><div><p class="normal1">Während des Zweiten Weltkriegs hatten die USA Großbritannien als stärkste Weltmacht abgelöst. Sie begannen, überall ihre eigenen Interessen durchzusetzen, auch im Nahen Osten. Dabei hatte der US-Imperialismus in der Region vor allem drei strategische Ziele: Erstens, die Kontrolle über die riesigen Erdölvorkommen im Nahen Osten zu erlangen; zweitens, zu verhindern, dass der Nahe Osten in den Einflussbereich der Sowjetunion abrutschte; drittens, die geschwächten europäischen Kolonialmächte aus der Region zu verdrängen, um sich die Gebiete in deren Einflusssphäre selber unter den Nagel zu reißen.</p></div><div><p class="normal1">Der Nahe Osten hat die größten Erdölvorkommen der Welt. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Erdöl Kohle als wichtigsten Energielieferanten für die Industrie abzulösen. Außerdem wurde Gummi als Material in der Industrie immer wichtiger, das aus Erdöl gewonnen wurde. Den USA ging es weniger um die Deckung des eigenen Erdölbedarfs. Der amerikanische Imperialismus wollte viel mehr durch seine Kontrolle über die Erdölproduktion im Nahen Osten seine strategische Kontrolle über die ganze Weltwirtschaft ausweiten.</p></div><div><p class="normal1">In Europa hatte die sowjetische Rote Armee den Sieg über den Faschismus errungen. Nach dem Krieg entstanden in vielen Ländern revolutionäre und vorrevolutionäre Situationen, z.B. in Italien und Griechenland. Die revolutionäre Welle erschütterte auch die Kolonien, denn die klassischen europäischen Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich gingen geschwächt aus dem Krieg hervor, die Macht über ihre Kolonien glitt ihnen aus den Fingern. Das von Frankreich unterdrückte Algerien wurde 1945 von Massenprotesten erschüttert, 1947 wurde die britische Kolonie Indien unabhängig, 1949 siegte die chinesische Revolution und entzog damit dem Imperialismus ein Fünftel der Weltbevölkerung als Ausbeutungsmaterial. Die nach Unabhängigkeit und kolonialer Befreiung strebenden Massen schauten auf die Sowjetunion. Die ehemals kolonialen Länder drohten in den geostrategischen Einflussbereich der Sowjetunion abzudriften, auch im Nahen Osten. Das wollten die USA verhindern. Sie waren verbissen darum bemüht, den Einfluss der UdSSR einzudämmen (Containment-Politik).</p></div><div><p class="normal1">Die Staatsgründung Israels half den USA ihren Einfluss auf Kosten der alten europäischen Kolonialmächte durchzusetzen. Großbritannien hatte nach dem Ersten Weltkrieg die Kontrolle über das historische Palästina übernommen und nach der typisch imperialistischen Devise „Teile und Herrsche“ das Land sowohl den Palästinensern als auch den Zionisten versprochen. In ihrem Plan war nicht vorgesehen, dass sich eine der beiden Seiten durchsetzte. Genau das geschah aber in der Nakba, die durch die gewaltsame Vertreibung von 700.000 Palästinensern 1948 in der Staatsgründung Israels mündete. Die USA bemühten sich nun, Israel zu unterstützen, um die Stellung des britischen Imperialismus zu schwächen und gleichzeitig einen Fuß in der Tür des Nahen Ostens zu kriegen.</p></div><div><p class="normal1">Die USA wollten Israel zu einem festen strategischen und militärischen Stützpunkt ausbauen, von dem aus sie die ganze Region kontrollieren konnten. Dazu brauchte Israel Waffen, Geld und Wirtschaftshilfen. Doch eine zu offene Unterstützung Israels hätte schnell dazu führen können, die arabischen Staaten unter dem Druck ihrer eigenen Bevölkerungen in die Arme der Sowjetunion zu drängen und den israelischen und amerikanischen Imperialismus aus der Region hinauszuwerfen, bevor dieser richtig Fuß fassen konnte. Stattdessen nutze die USA die BRD als gefügigen Mittelsmann.</p></div><div><h3 class="normal1"><b>„Wiedergutmachung“</b></h3></div><div><p class="normal1">Durch massiven Druck der USA schloss Westdeutschland 1952 mit Israel ein „Wiedergutmachungsabkommen“ über 3,5 Milliarden D-Mark. Die Westalliierten machten das Abkommen zur Bedingung für die staatliche Souveränität Westdeutschlands und wirkten auf Kanzler Adenauer ein, das Abkommen zu akzeptieren. Die westdeutschen Politiker hatten über die Höhe der Summe gemeckert und gezetert, mussten dies aber wohl oder übel schlucken. Ihr Problem dabei war nicht in erster Linie die Höhe der Geldsumme, sondern die Sorge, das Abkommen würde die Beziehungen zu den arabischen Staaten verschlechtern. Diese drohten nämlich damit, die DDR als Staat anzuerkennen und sie anderweitig zu unterstützen, wenn Westdeutschland weiterhin Israel unterstützte. Deshalb bemühte sich die BRD während des gesamten Kalten Krieges darum, das Ausmaß der Unterstützung für Israel geheim zu halten. Diese Partikularinteressen der deutschen Bourgeoisie waren den USA jedoch nicht so wichtig. Besser die BRD blamierte sich in der Region, als die USA.</p></div><div><p class="normal1">Trotz des Namens ging es bei diesem Abkommen in Wahrheit nicht um die Entschädigung von Opfern des Holocaust. Nichtjüdische Opfer des Holocausts gingen vollständig leer aus und auch die jüdischen Opfer selbst sahen wenig bis nichts von diesem Geld. Stattdessen subventionierte es den Aufbau der israelischen Industrie und des israelischen Staates. Diese Hilfen waren entscheidend für die weitere Existenz des Landes. Und nebenbei bedeuteten sie eine kleine Konjunkturspritze für die deutsche Industrie, denn zwei Drittel des Geldes wurden in Form von deutschen Industriewaren an Israel ausgezahlt.</p></div><div><p class="normal1">Der ehemalige KZ-Insasse und KPD Abgeordnete Kurt Müller aus Frankfurt erklärte 1953 in seiner <a href="https://dserver.bundestag.de/btp/01/01254.pdf">Bundestagsrede</a>:</p></div><div><blockquote><p class="normal1">„Der Tod und die Ermordung von sechs Millionen Juden sind eine einzige Anklage gegen ein furchtbares System der Menschenverachtung und der Barbarei. Darüber sind hier bisher manche gefühlvolle Worte gesprochen worden. Aber wir verwahren uns dagegen, daß Leute hier auftreten, die damals, als es galt, diese Verbrechen zu verhindern, entweder beiseite gestanden oder sie unterstützt haben. Meine Damen und Herren! Ich sage heute aber auch mit derselben Deutlichkeit, daß dieses Abkommen zwischen der Bundesrepublik und dem Staate Israel der Wiedergutmachung der grenzenlosen und bestialischen Verbrechen der Hitler-Barbarei an den verfolgten Juden nicht dient. [&#8230;] Unter dem Namen der Wiedergutmachung erhalten also die Industriellen Israels aus Westdeutschland alles, was sie zum Ausbau ihrer Grundindustrien benötigen. Die Tatsachen beweisen, daß dieses Abkommen mit einer Wiedergutmachung auch nicht das geringste zu tun hat. [&#8230;] Auf deutsch heißt das also, daß die einzelnen Verfolgten in Israel von den drei Milliarden DM auch nicht einen einzigen Pfennig erhalten, die Industriellen dagegen ein glänzendes Geschäft machen. [&#8230;]</p></blockquote></div><blockquote><div><p class="normal1">Denn [die US-Imperialisten] sind es, die hinter dem Abkommen stehen und es veranlaßt haben; nicht aus Gründen der Humanität und der Menschenfreundlichkeit. Es sind sehr reale Gründe für diese Politik maßgebend. Es sind die amerikanischen Imperialisten, die sich im vorderen Orient einen starken strategischen und militärischen Stützpunkt schaffen, einmal gegen die Engländer, zum anderen aber auch gegen die Völker Vorderasiens und Nordafrikas. Mit Hilfe der Industrieausrüstungen aus Westdeutschland wollen die Amerikaner also den in ihren Händen befindlichen Staat Israel zur rüstungsmäßigen und operativen Basis für ihre aggressive Politik ausbauen. [&#8230;]</p></div></blockquote><div><blockquote><p class="normal1">Meine Damen und Herren, die Gewinner aus diesem Abkommen sind nicht nur die Herren der Industrie in Israel und die Amerikaner, es sind ebenso die Industrieherren in Westdeutschland, denen es auf mehrere Jahre hinaus Absatz und Riesengewinne sichert. Ist es nicht eine geradezu widerliche Verhöhnung der rassisch Verfolgten, daß diejenigen, die an dem Massenmord mitverantwortlich sind, die unter Hitler und an seinen Massakern an den Juden Riesenprofite machten, heute unter dem Deckmantel einer solchen „Wiedergutmachung“ wiederum Riesenprofite einstecken wollen, während die rassisch Verfolgten wie auch alle anderen im Bundesgebiet jahrelang auf eine ausreichende Wiedergutmachung und Rentenversorgung warten müssen? Ist es nicht ein blutiger Hohn, daß sich hier im Bundestag Leute für eine solche „Wiedergutmachung“ einsetzen, die, wie z. B. Herr Pferdmenges, einst die SS finanzieren halfen, auf deren Sonderkonto der Mord an Millionen Juden zu buchen ist, oder ein Wehrwirtschaftsführer Dr. Frowein, über den in einem Dokument vom 31. Mai 1940 folgendes geschrieben ist: ‘Herr Frowein hat erfahren, daß uns Jüdinnen in jeder gewünschten Anzahl zur Verfügung gestellt werden können. Sie müßten garantiert in der Nachtschicht beschäftigt oder wenn möglich in Baracken oder möglichst schlechten Wohnungen untergebracht werden. Herr Frowein schlägt 500 Jüdinnen vor.’ [&#8230;] Wir Kommunisten lehnen [das Abkommen] ab. Wir fordern, daß hier im Bundesgebiet endlich die Mittel bereitgestellt werden, damit für alle Verfolgten des Naziregimes die Ansprüche befriedigt werden, die ihnen als Wiedergutmachung zustehen.“</p></blockquote></div><div><p class="normal1">Die deutsche Kapitalistenklasse unterstützte das Abkommen vor allem, weil sie sich dem US-Imperialismus beugen mussten. Während sie das taten, bemühten sie sich natürlich, möglichst satte Profite abzusahnen. Und dass sie nun noch ein Alibi-Projekt hatten, um ihren schlechten Ruf in der Welt aufzupolieren, ohne ihr während des Holocausts angehäuftes Vermögen abgeben zu müssen, war natürlich ebenfalls ein netter Nebeneffekt. Und die Amerikaner hatten erreicht, Israel als Regionalmacht hochzuziehen, ohne dafür öffentlich Verantwortung übernehmen zu müssen.</p></div><div><p class="normal1">Doch zur Wirtschaftshilfe musste dringend militärische kommen. Zwischen 1957 und 1967 war Westdeutschland mit Abstand der größte Waffenlieferant Israels. Die BRD lieferte in den 1960ern heimlich amerikanische Panzer und anderes schweres Gerät. Und zwar auch dann, wenn deutsche Politiker das lieber vermieden hätten, um die diplomatischen Beziehungen mit den arabischen Staaten nicht zu gefährden. Doch wie schon beim „Wiedergutmachungsabkommen“ von 1952 mussten sie sich fügen. Damit hielten sie den USA den Rücken frei, sich auf den beginnenden Vietnamkrieg zu konzentrieren.</p></div><div><p class="normal1">So konnte Israel mit der Zeit zur stärksten imperialistischen Regionalmacht im Nahen Osten heranwachsen. Im Sechstagekrieg 1967 meißelte Israel seine neue Vormachtstellung in Stein, in dem es den arabischen Staaten eine krachende Niederlage beibrachte – auch dank deutscher Panzer. Jetzt konnten die USA Israel endlich direkt und offen unterstützen, ohne eine echte Gegenwehr der arabischen Staaten fürchten zu müssen. Erst seitdem sind die USA der wichtigste Waffenlieferant Israels.</p></div><div><h3 class="normal1"><b>Staatsräson</b></h3></div><div><p class="normal1">Doch keineswegs beendete das die deutsche Unterstützung Israels. Im Laufe der Jahrzehnte wurde die deutsch-israelische Zusammenarbeit auf geheimdienstlicher und militärischer Ebene immer enger. Mit dem Fall der Sowjetunion (und der DDR) konnte sich Deutschland endlich offen und stolz zu seiner Unterstützung Israels bekennen.</p></div><div><p class="normal1">Im Zuge der deutschen „Wiedervereinigung“ wurde die Abmachung zwischen dem deutschen und amerikanischen Imperialismus bekräftigt: Die USA gaben der BRD ihre Zustimmung, sich die DDR einzuverleiben und Deutschland stärkte seine Vormacht in Europa – sehr zum Missfallen Frankreichs und Großbritanniens, die sich aber letztlich der Entscheidung der USA beugen mussten. Doch die amerikanische Zustimmung war an die Voraussetzung geknüpft, dass das geeinte Deutschland Teil der NATO würde und weiterhin die Interessen des US-Imperialismus unterstützte, auch im Nahen Osten. Dabei sprachen sich nur 20% der gesamtdeutschen Bevölkerung für die NATO-Mitgliedschaft aus. Doch wo es um die grundlegenden Interessen des Imperialismus geht, gilt die Demokratie nicht.</p></div><div><p class="normal1">Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion stiegen die USA zur unangefochtenen Weltmacht auf und wollten auch den Nahen Osten endlich vollständig kontrollieren. Deutschland half dabei kräftig mit. Obwohl sich Deutschland nicht am Golfkrieg der Amerikaner 1991 gegen den Irak beteiligte, unterstützte es Israel, das indirekt am Krieg beteiligt war, mit großen Finanzhilfen. Dass es hierbei nicht um „Wiedergutmachung“ ging, zeigt, dass Deutschland ebenso den Irak mit den Raketen beliefert hatte, mit denen er dann später Israel angriff, ebenso wie Komponenten für das Giftgas, mit dem irakische Regime Massaker an der kurdischen Bevölkerung verübt hatte. Denn bis Ende der 1980er war der Irak noch westlicher Verbündeter gegen den Iran gewesen und war daher unter anderem auch von Deutschland mit schweren Waffen ausgerüstet worden – obwohl klar war, dass das Regime Israel gegenüber feindlich gesinnt war und Kriegsverbrechen beging. Wann welches Regime im Nahen Osten von Deutschland unterstützt wird, hat also nichts mit „Moral“ oder dem „Kampf gegen den Antisemitismus“ zu tun, sondern nur mit den imperialistischen Interessen des Westens.</p></div><div><p class="normal1">Nachdem der zweite Irakkrieg der Amerikaner Anfang der 2000er das Land in einen Failed State verwandelt hatte, blieb nur noch der Iran als Regionalmacht, die dem US-Imperialismus ein Dorn im Auge war. Auch gegen diesen Gegner war die BRD behilflich: Ab Anfang der 1990er bis heute lieferte Deutschland sieben atomwaffenfähige U-Boote an Israel, die dem zionistischen Staat die Möglichkeit eines atomaren Zweitschlags gegen den Iran ermöglichen. Übrigens wurde schon das ursprüngliche israelische Atomwaffenprogramm der 1960er Jahre höchstwahrscheinlich von Deutschland mitfinanziert. Die U-Boot-Lieferung war ein als „Verteidigung“ getarnter aggressiver Schritt gegen den Iran, der bis heute keine Atomwaffen besitzt. Die „israelische Sicherheit“, d. h. die Durchsetzung der Interessen der westlichen Imperialisten, ist „deutsche Staatsräson“ – das ist die Bedeutung von Merkels Rede im israelischen Parlament 2008.</p></div><div><h3 class="normal1"><b>Deutschland und die Zwei-Staaten-Lösung</b></h3></div><div><p class="normal1">Die <a href="https://derkommunist.de/warum-wir-als-kommunisten-zur-intifada-bis-zum-sieg-aufrufen/">erste Intifada</a> ab 1987, eine Massenbewegung des palästinensischen Volks mit Streiks und Steuerboykotten, hatte das israelische Regime zu der Einsicht gezwungen, dass die Palästinenser nicht auf Dauer durch direkte militärische Besatzung unterdrückt werden konnten. Gleichzeitig war die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) bemüht die unkontrollierte Bewegung der palästinensischen Massen in sichere Bahnen zu lenken und einen Deal mit den Amerikanern und Israel zu schließen. So wurde das <a href="https://derkommunist.de/geschichte-israel-palaestinas-teil-2/">Oslo-Abkommen</a> von 1993 geschlossen. Die PLO erkannte den Staat Israel an, dieser aber keinesfalls einen palästinensischen Staat.</p></div><div><p class="normal1">Den Palästinensern wurden nur gewisse Elemente der Selbstverwaltung zugestanden, nämlich die Palästinensische Autonomiebehörde (PA), die bis heute in dem von Israel eng gesteckten Rahmen Teile der Westbank verwaltet. Ihr fehlte von Anfang an alles um tatsächlich ein souveräner Staat werden zu können, inklusive einer lebensfähigen Volkswirtschaft, die von Israel stranguliert wird. Der israelische Imperialismus kann und wird keinen wirklich souveränen palästinensischen Staat dulden, da er seine eigene Macht sonst immer gefährdet sehen würde. Deswegen ist eine <a href="https://marxist.com/palestine-the-failure-of-the-two-state-solution-and-the-communist-alternative.htm">Zweit-Staaten-Lösung im Kapitalismus unmöglich.</a> In Wahrheit ist die PA nichts weiter als der Statthalter des israelischen Imperialismus in der Westbank (und bis 2006 in Gaza). Ihre Hauptaufgabe ist die palästinensischen Massen ruhig zu halten und besonders Proteste der Jugend mit Repression niederzuschlagen, auch wenn das in den letzten Jahren immer weniger funktioniert. Finanziell, wirtschaftlich und auch militärisch ist sie vollkommen von Israel und dem westlichen Imperialismus abhängig.</p></div><div><p class="normal1">Das vereinte Deutschland und die EU gehörten zu den größten Unterstützer des Osloer  „Friedensprozesses“. Die BRD ist dessen größter Geldgeber. Das Abkommen zwischen Israel und der PLO wurde von den USA vermittelt, denn Deutschland und die EU waren dafür nicht mächtig genug. Der Politikwissenschaftler Daniel Marwecki schreibt: „Die Rolle als Geldgeber war die einzige, die Europa in der israelisch-palästinensischen Konfliktarena spielen konnte &#8211; die einzige Möglichkeit, Einfluss auszuüben.“ Und <a href="https://www.jstor.org/stable/3569071">Anne Le More </a>brachte das Verhältnis in der Zeitschrift International Affairs noch präziser auf den Punkt: „Die USA entscheiden, die Weltbank setzt um, die EU zahlt, die Vereinten Nationen ernähren.“</p></div><div><p class="normal1">Diese deutschen Gelder fließen jedoch keineswegs, wie erst angekündigt, in die wirtschaftliche Entwicklung der Westbank, sondern in erster Linie an die PA – dem größten Arbeitgeber der Westbank. Was nicht in Löhnen ausgezahlt wird, versickert in der Korruption. Israel hat ein großes Interesse an der Aufrechterhaltung der PA als Hilfssheriff in der Westbank. Und so ist selbst der bürgerliche Politikwissenschaftler Marwecki gezwungen zu erklären: „Faktisch ergibt sich daraus der paradoxe Umstand, dass Deutschland Israels Besatzung mitfinanziert“ &#8211; unter dem Deckmantel der Unterstützung der Selbstbestimmung der Palästinenser, muss man noch hinzufügen. „Paradox“ ist daran freilich nichts.</p></div><div><h3 class="normal1"><b>Antisemitismus und „Historische Schuld“</b></h3></div><div><p class="normal1">Spätestens seit 1952 gehört Deutschland als „enger Verbündeter“ der USA zu den entscheidendsten Unterstützern Israels. Wir haben uns bis hier bemüht, die dahinterliegenden Interessen des deutschen und amerikanischen Imperialismus aufzuzeigen. Besonders seit den 1990er Jahren wird die deutsche Unterstützung Israels auf hochmoralische Art mit der deutschen Schuld für den Holocaust begründet.</p></div><div><p class="normal1">Doch dass nicht ideologiekritische Selbstreflexion zur Annäherung an Israel führte, zeigt schon die Aussage des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer (CDU), der noch 1965 in deutsche Fernsehkameras raunte, man habe sich Israel annähern müssen, denn „die Macht der Juden auch heute noch, insbesondere in Amerika, soll man nicht unterschätzen“. Und der erste deutsche Botschafter in Israel war ehemaliger Wehrmachtsoffizier an der Ostfront und Ritterkreuzträger, der vom „Weltjudentum“ faselte und davon, dass „die Juden die Hunde von Jerusalem über London bis New York“ loslassen würden, wenn Deutschland Israel nicht unterstütze. Doch genau so wenig wie moralische Schuldgefühle, waren antisemitische Wahnfantasien greiser CDU-Politiker der Grund für die deutsche Unterstützung des zionistischen Staates, sondern – wie bereits gezeigt – die handfesten materiellen Interessen des amerikanischen und deutschen Imperialismus.</p></div><div><p class="normal1">Als Israel im Sechstagekrieg 1967 seine Stellung als imperialistische Regionalmacht besiegelte, kommentierte das die rechte und linksliberale bürgerliche Presse in Deutschland wie folgt: BILD titelte „SIEG! Dajan &#8211; Der Rommel Israels“ und verglich so den israelischen General mit dem Nazi-Kommandeur der fünften Panzerdivision der deutschen Wehrmacht, die während des zweiten Weltkriegs in Nordafrika gekämpft hatte. Und das selbsternannte „Sturmgeschütz der Demokratie“, der SPIEGEL-Gründer Rudolf Augstein, donnerte unter der Überschrift „Tötet, Tötet“, dass die israelischen Soldaten „rollten wie Rommel.“ Und weiter: „Voraussetzung für den Blitzsieg im Blitzkrieg war eine schlagkräftige Panzertruppe. Die Waffen für diese Truppe hatte die Bundesrepublik vor zwei Jahren in einem Dreiecksgeschäft mit den USA und Italien geliefert.“ Man liest, staunt und lernt: Israel mit den Nazis vergleichen ist ok, wenn’s lieb gemeint ist und sich gegen Araber richtet.</p></div><div><p class="normal1">In den 1980er und 90er Jahren veränderte sich der „erinnerungspolitische Diskurs“: Die Erinnerung an Verbrechen und Schuld des Holocaust wurde quasi religiös stilisiert, um damit die imperialistische deutsche Außenpolitik zu rechtfertigen. Der Grüne Außenminister Joschka Fischer erklärte 1999, Deutschland müsse nicht trotz, sondern wegen Auschwitz die völkerrechtswidrige NATO-Intervention im ehemaligen Jugoslawien unterstützen. Ähnlich hysterisch wurde auch 2012 mit dem Holocaust argumentiert, als der Schriftsteller Günter Grass in einem <a href="https://web.archive.org/web/20120411043807/https:/www.sueddeutsche.de/kultur/gedicht-zum-konflikt-zwischen-israel-und-iran-was-gesagt-werden-muss-1.1325809">Gedicht</a>vorsichtig die oben erwähnte Lieferung deutscher atomwaffenfähiger U-Boote an Israel hinterfragte und darauf hinwies, dass dies ein Akt der Aggression sei. Ihm wurde von allen Seiten Antisemitismus vorgeworfen.</p></div><div><p class="normal1">Aber nicht nur in Deutschland, sondern auch im gesamten „Westen“, wurde ab den 1990ern jede noch so schändliche imperialistische Intervention im Namen von Auschwitz durchgeführt. Um den ersten amerikanischen Irakkrieg zu rechtfertigen, verglich US-Präsident George Bush Senior 1990 den irakischen Präsidenten Saddam Hussein (und ehemaligen Verbündeten der USA) mit Hitler. Amerikanische Printmedien verglichen zwischen 1990 und 1991 Saddam Hussein 1170 mal mit Hitler. US-Präsident George Busch Junior verglich Saddam Hussein und Osama bin Laden mit Hitler. Was der Unterschied zwischen einem Osama bin Laden, der 3.000 Amerikaner tötete, und Benjamin Netanjahu, der mindestens 50.000 Palästinenser tötete, sein soll, bleibt unklar. Entweder sind Palästinenser eben nur den Bruchteil eines Amerikaners wert, oder Netanjahu ist Hitler. Die Lösung dieser Gleichung überlassen wir den NATO-freundlichen deutschen Journalisten.</p></div><div><p class="normal1">Denn auch die deutschen liberalen Journalisten und Intellektuellen machten mit. Der linksliberale deutsche Schriftsteller und Alt-68er Hans-Magnus Enzensberger verglich z.B. 1991 im SPIEGEL Saddam Hussein mit Hitler und erklärte, dass die These der „Singularität des Holocaust“ hier nicht zu gelten habe. Während die deutschen Liberalen nämlich sonst gebetsmühlenartig die „Einmaligkeit“ (d.h. Singularität) der Verbrechen des Holocausts feststellen, um eben daraus eine besondere deutsche Schuld und Verantwortung abzuleiten, gilt dieser heilige moralische Grundsatz in dem Moment nicht mehr, in dem es darum geht, mit Hitlervergleichen die Interessen des US-Imperialismus zu rechtfertigen.</p></div><div><p class="normal1">Es ist offensichtlich: den Kapitalisten, Politikern und ihren Journalisten in Deutschland und den USA geht es bei ihrer „Erinnerungskultur“ nicht um das Andenken an die Opfer des Holocausts, die bis heute unzureichend entschädigt wurden. Sie versuchen die ehrlichen Gefühle der Massen – Mitleid, Gerechtigkeitssinn und Empörung über die bestialischen Verbrechen des deutschen Faschismus – auszunutzen, um schändliche imperialistische Interventionen zu rechtfertigen, in denen Millionen unschuldige Zivilisten elendig verreckten. Die letzten dieser Opfer sind die Zehntausenden Toten in Gaza und im Libanon. Von diesen Damen und Herren nehmen wir keine Nachhilfestunden in Moral an. Die deutsche Arbeiterklasse trägt keine Schuld an den Verbrechen des Hitlerregimes. Aber diese Rechtfertiger des westlichen Imperialismus tragen Schuld an den Opfern dieser Interventionen und an der Schändung des Andenkens an die Nazi-Opfer.</p></div><div><p class="normal1">Doch die Propaganda der Herrschenden verfängt in der Bevölkerung immer weniger. In einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung finden nur 27% der Deutschen, ihr Land habe eine besondere Verpflichtung gegenüber Israel. In einer anderen Studie im November 2023, also nur wenige Wochen nach dem Angriff der Hamas, sahen es nur 35% der Deutschen es als das Recht Israels an, im Gaza-Streifen militärisch einzumarschieren und hart gegen die Hamas vorzugehen (bei der israelischen Invasion im Libanon 2006 waren es nur 21%). Und nur 8% sprachen sich in der selben Umfrage für Waffenlieferungen aus!</p></div><div><h3 class="normal1"><b>Kampf dem deutschen Imperialismus</b></h3></div><div><p class="normal1">Die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt sagte 2018 im Bundestag: „Die Existenz Israels ist unmittelbar verbunden mit der Existenz unseres Landes als freie Demokratie und deswegen unsere Verantwortung. [&#8230;] Das Existenzrecht Israels ist unser eigenes.“  Damit sprach sie unfreiwillig und unter verkehrten Vorzeichen eine grundlegende Wahrheit aus: Der deutsche Imperialismus kann nur existieren, wenn er sich den USA als imperialistischer Gehilfe andient. In diesem Rahmen versucht die deutsche Bourgeoisie natürlich, die bestmöglichen Deals für sich herauszuschlagen. Sein Gesellenstück war die Unterstützung Israels in den 1950er und 60er Jahren und dieses Kräfteverhältnis bestimmt die Beziehung zwischen Deutschland, den USA und Israel bis heute. Um Reue für den Holocaust geht es dabei nicht. Die deutsche Unterstützung ermöglicht dem israelischen Imperialismus die Palästinenser zu unterdrücken. Vom Kopf auf die Füße gestellt, heißt Göring-Eckardts Satz: Der Kampf für die Freiheit Palästinas ist auch der Kampf gegen den deutschen Imperialismus.</p></div><div><p class="normal1"> </p></div>								</div>
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			</item>
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		<title>Freiheit für Palästina! Solidarität mit Alyona, Leonard und Adrian!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[David Sifft]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Dec 2024 09:43:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Israel & Palästina]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Krieg und Krise? Deutschlands neue Normalität Die deutsche Industrie liegt am Boden, 2024 ist das zweite Rezessionsjahr in Folge. Deswegen sollen wir alle mehr arbeiten, zuschauen wie die Lebenshaltungskosten unbezahlbar [&#8230;]</p>
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									<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<h3 class="wp-block-heading"><span style="color: #000000;"><strong>Krieg und Krise? Deutschlands neue Normalität</strong></span></h3>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Die deutsche Industrie liegt am Boden, 2024 ist das zweite Rezessionsjahr in Folge. Deswegen sollen wir alle mehr arbeiten, zuschauen wie die Lebenshaltungskosten unbezahlbar werden und wenn wir Pech haben, verlieren wir auch noch unseren Job, weil wir laut VW-Chef Oliver Blume nicht in einer „Wünsch-dir-was-Welt“ leben. Blume selbst hingegen hatte 2023 ein Jahresgehalt von über 10 Millionen Euro und ist somit der am besten bezahlte Dax-Vorstandsvorsitzende. Offenbar trifft die Krise uns nicht alle, denn einige wenige bereichern sich dumm und dämlich. Auch der Dax selbst hat mit erstmals 20.000 Punkten einen neuen Rekord aufgestellt, mit plus 4 % stieg die Aktie des Waffenkonzerns Rheinmetall am stärksten. Während die herrschende Klasse ihre imperialistischen Kriege führt und die Waffenkonzerne Rekordprofite einfahren, muss die Arbeiterklasse wortwörtlich den Preis dafür zahlen!</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<h3 class="wp-block-heading"><span style="color: #000000;"><strong>Die herrschende Klasse kann sich keine Meinungsfreiheit mehr leisten</strong></span></h3>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Um in der breiten Bevölkerung trotzdem Zustimmung für ihre Politik herzustellen, benutzen sie ihre Medienhäuser, deren Falschdarstellungen kaum offensichtlicher sein könnten: Sie lügen und betrügen! Weil diese Heuchelei aber bis in den Himmel stinkt, zieht die herrschende Klasse immer mehr den Unmut der Jugend und der Arbeiterklasse auf sich. Dieser Unmut hat sich im vergangenen Jahr bereits in der Palästinabewegung geäußert, weswegen die herrschende Klasse zu noch härteren Mitteln griff: Verbote und Niederknüppeln von Demonstrationen, Hausdurchsuchungen bei Aktivisten, oder, wie im Falle unserer Genossen Alyona, Leonard und Adrian, die Anklage vor Gericht.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<h3 class="wp-block-heading"><span style="color: #000000;"><strong>Repression gegen die RKP</strong></span></h3>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Alyona und Leonard haben auf einer Palästinademo letztes Jahr ein Banner mit der Aufschrift „Freiheit für Palästina: Intifada bis zum Sieg“ hochgehalten und so erklärt, dass die Freiheit Palästinas nur durch eine revolutionäre Massenbewegung der Palästinenser erreicht werden kann. In Zeiten wie heute, in denen sich die Wut der Arbeiterklasse immer mehr anstaut, sind solche revolutionäre Positionen ein Dorn im Auge der herrschenden Klasse. Sie ist sich deswegen, trotz fehlender Begründung, auch nicht zu schade, ihnen mit einer Geldstrafe oder bis zu drei Jahren Gefängnis zu drohen und die Meinungsfreiheit entscheidend einzuschränken. Weil wir vorm Amtsgericht aber gewonnen haben, hat die Staatsanwaltschaft nun Berufung eingelegt. Der Fall wird jetzt vor dem Landgericht verhandelt.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Auch unser Genosse Adrian ist nun angeklagt, ihm wird dasselbe vorgeworfen. Das endgültige Urteil wird in Zukunft aber auch von anderen Gerichten herangezogen werden, um über ähnliche Fälle zu entscheiden. Heute wird es gegen unsere Genossen eingesetzt, morgen gegen die gesamte Palästinabewegung und übermorgen gegen die Arbeiterklasse. Worüber hier in Wirklichkeit verhandelt wird, ist nicht mehr und nicht weniger als die Meinungsfreiheit in Deutschland, das ist ein Angriff auf uns alle!</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<h3 class="wp-block-heading"><span style="color: #000000;"><strong>Demokratische Rechte müssen wir erkämpfen</strong></span></h3>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Auf den „Rechtsstaat“ können wir uns beim Kampf um unsere demokratischen Rechte nicht verlassen: Gibt es einmal einen internationalen Haftbefehl gegen den Kriegsverbrecher Netanjahu, wird er nicht umgesetzt. Unsere Genossen hingegen sollen die volle Härte des Staates spüren. Unsere demokratischen Rechte können wir nur durch den Kampf auf der Straße, in der Schule, in der Uni und im Betrieb behaupten.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Genauso müssen wir der Sparpolitik und der Kriegstreiberei begegnen. Die Revolutionäre Kommunistische Partei steht kompromisslos auf der Seite der Unterdrückten gegen die Unterdrücker. Wir wollen den Kampf gegen die Kriegstreiber und Imperialisten aufnehmen und lassen uns auch vor Gericht nicht einschüchtern. </span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Dafür müssen wir mit unseren eigenen Mitteln kämpfen: Spende, um uns zu helfen, die Anwaltskosten und mögliche Prozesskosten zu zahlen! Hilf uns, Proteste und Demos gegen diese Repression zu organisieren! Mach den Fall in der Bewegung, unter Freunden, Kollegen und Verwandten bekannt! Tritt der RKP bei, um gegen den deutschen Imperialismus und für ein freies Palästina zu kämpfen!</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>								</div>
					</div>
				</div>
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		<title>Solidarität mit Alyona und Leonard: Staatsanwaltschaft stellt Realität auf den Kopf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maxi Liebhart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Nov 2024 13:54:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Genozid in Gaza]]></category>
		<category><![CDATA[Israel & Palästina]]></category>
		<category><![CDATA[RKP]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie & Organisation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 29. Oktober fand die Gerichtsverhandlung unserer beiden Genossen Alyona und Leonard statt. Sie wurden von der Staatsanwaltschaft wegen des Hochhaltens eines Banners mit der Aufschrift „Freiheit für Palästina – [&#8230;]</p>
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									<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm; font-size: medium; font-family: Calibri, sans-serif; caret-color: #000000; color: #000000; font-style: normal;"><span style="color: #000000;">Am 29. Oktober fand die Gerichtsverhandlung unserer beiden Genossen Alyona und Leonard statt. Sie wurden von der Staatsanwaltschaft wegen des Hochhaltens eines Banners mit der Aufschrift „Freiheit für Palästina – Intifada bis zum Sieg“ auf die Anklagebank gezerrt. </span></p><p class="MsoNormal" style="margin: 0cm; font-size: medium; font-family: Calibri, sans-serif; caret-color: #000000; color: #000000; font-style: normal;"><span style="color: #000000;">Zwar wurden unsere Genossen vor dem Amtsgericht freigesprochen, doch damit ist diese Hexenjagd noch nicht vorüber: Die Staatsanwaltschaft ist bereits in Berufung gegangen. Der Fall wird nun vor das Landesgericht Bayern kommen.</span></p><p class="MsoNormal" style="margin: 0cm; font-size: medium; font-family: Calibri, sans-serif; caret-color: #000000; color: #000000; font-style: normal;"><span style="color: #000000;">Lasst uns die Zeit nutzen, um einmal die Argumente des Staatsanwalts unter die Lupe zu nehmen.</span></p><h3><span style="color: #000000;">Intifada&#8230;</span></h3><p class="MsoNormal" style="margin: 0cm; font-size: medium; font-family: Calibri, sans-serif; caret-color: #000000; color: #000000; font-style: normal;"><span style="color: #000000;">„Belohnung und Billigung von Straftaten“ (§140 StGB), so lautet die offizielle Anklage. Die wichtigste Stütze in der Argumentation der Staatsanwaltschaft war die komplette Verdrehung geschichtlicher Tatsachen. Für sie waren sowohl die erste als auch die zweite Intifada lediglich eine Aneinanderreihung von Attentaten und Morden gegen Israelis. Grundsätzlich würden sie sich kaum von dem Überfall am 7. Oktober unterscheiden. Aber das ist eine blanke Lüge, die nur dazu dient, den Befreiungskampf der Palästinenser zu dämonisieren und das israelische Regime heuchlerisch als historischen Verteidiger der Freiheit und Kämpfer gegen den Terrorismus zu inszenieren.</span></p><p class="MsoNormal" style="margin: 0cm; font-size: medium; font-family: Calibri, sans-serif; caret-color: #000000; color: #000000; font-style: normal;"><span style="color: #000000;">Das Bild, das sie von der ersten Intifada malen, hat nichts mit der Realität zu tun. Die Intifada war eine spontane Massenbewegung der unterdrückten Palästinenser, die auf der Grundlage von zehntausenden selbstorganisierten Komitees den Kampf gegen ihre Besatzer aufnahmen. Durch die Methoden des zivilen Ungehorsams und des Streiks waren die Palästinenser ihrer Befreiung nie näher wie während der ersten Intifada. Diese hatte das reale Potential, die Unterdrückung endgültig zu beenden und den Kampf gegen den Imperialismus auf die umliegenden Länder auszuweiten.</span></p><p class="MsoNormal" style="margin: 0cm; font-size: medium; font-family: Calibri, sans-serif; caret-color: #000000; color: #000000; font-style: normal;"><span style="color: #000000;">Das ist der Grund, wieso die Herrschenden alles daran setzen, diesen heroischen Widerstandskampf in Lügen zu ertränken und in Vergessenheit zu drängen.</span></p><p class="MsoNormal" style="margin: 0cm; font-size: medium; font-family: Calibri, sans-serif; caret-color: #000000; color: #000000; font-style: normal;"><span style="color: #000000;">Sie fürchten sich vor einer neuen Intifada, denn für sie gäbe es wohl nichts Gefährlicheres als eine Massenerhebung der Palästinenser und der ihr umliegenden Völker, die alle ebenfalls unter der brutalen Herrschaft der westlichen Imperialisten leiden. </span></p><p class="MsoNormal" style="margin: 0cm; font-size: medium; font-family: Calibri, sans-serif; caret-color: #000000; color: #000000; font-style: normal;"><span style="color: #000000;">Als lupenreiner westlicher Demokrat spricht der Staatsanwalt den Palästinensern nicht allgemein das Recht zum Widerstand ab, abstrakt gesteht er den Unterdrückten das Recht zu, sich für ihre Freiheit einzusetzen und Widerstand zu leisten. Mit dem Slogan „Widerstand bis zum Sieg“ hätte er laut eigener Aussage schließlich kein Problem gehabt. In Wirklichkeit ist die Grenze dieses Rechtes jedoch dann erreicht, wenn die Unterdrückten davon tatsächlich auch Gebrauch machen und beginnen Widerstand zu leisten. Dann brechen die westlichen Demokraten schnell mit ihren „Werten“: Widerstand wird zu Terrorismus und Recht wird zu Unrecht!</span></p><p class="MsoNormal" style="margin: 0cm; font-size: medium; font-family: Calibri, sans-serif; caret-color: #000000; color: #000000; font-style: normal;"><span style="color: #000000;">Weiter warf uns der Staatsanwalt vor, wir würden das Leid, das die erste Intifada geschaffen hat, ignorieren und eine einseitige Sicht auf die Intifada haben. Doch wer war für dieses Leid verantwortlich? <a style="color: #000000;" name="OLE_LINK1"></a><a style="color: #000000;" name="OLE_LINK2"></a>Die israelischen Besatzer haben die Palästinenser über Jahrzehnte massakriert und ausgebeutet. Als diese im Zuge der ersten Intifada begannen friedlichen Widerstand zu leisten, antwortete Israel mit nackter Gewalt. In den ersten 18 Monaten der Intifada ermordete Israel 547 vor allem jugendliche Palästinenser. Israel sorgte dafür, dass diese Bewegung nicht friedlich blieb. Natürlich verliert die Staatsanwaltschaft darüber kein Wort.</span></p><h3><span style="color: #000000;">Bis zum Sieg&#8230;</span></h3><p class="MsoNormal" style="margin: 0cm; font-size: medium; font-family: Calibri, sans-serif; caret-color: #000000; color: #000000; font-style: normal;"><span style="color: #000000;">Weiter stört sich der Staatsanwalt an der Formulierung „Intifada <i>bis zum Sieg</i>“. Laut ihm würden wir damit indirekt zukünftige Ermordungen von Israelis billigen, denn ein siegreicher Widerstandskampf der Palästinenser sei laut Staatsanwaltschaft nur blutig zu erreichen.</span></p><p class="MsoNormal" style="margin: 0cm; font-size: medium; font-family: Calibri, sans-serif; caret-color: #000000; color: #000000; font-style: normal;"><span style="color: #000000;">Für die Staatsanwaltschaft ist Widerstand also nur legitim, solange keine Zivilisten sterben. Da muss man sich doch die Frage stellen, wo unsere Ritter der Gerechtigkeit das letzte Jahr waren? Was hat sie bis jetzt daran gehindert, unsere Bundesregierung vor Gericht zu ziehen, die doch aktiv Israels Völkermord in Gaza finanzieren und nicht müde wird, die bereits über 40.000 ermordeten Palästinenser als Kollateralschäden abzutun.</span></p><p class="MsoNormal" style="margin: 0cm; font-size: medium; font-family: Calibri, sans-serif; caret-color: #000000; color: #000000; font-style: normal;"><span style="color: #000000;">In dieser oder jener Form verfolgen solche bürgerlichen Pazifisten die Arbeiterbewegung schon immer. Mithilfe der abstrakten Forderung von Frieden und einem Ende der Gewalt, versucht die herrschende Klasse die wahren Beweggründe für Kriege und Gewalt zu verschleiern und schiebt die Schuld stattdessen denen zu, die es wagen, sich gegen ihre Unterdrückung zur Wehr zu setzen und sich dabei nicht an die Tugend des Pazifismus halten. </span></p><p class="MsoNormal" style="margin: 0cm; font-size: medium; font-family: Calibri, sans-serif; caret-color: #000000; color: #000000; font-style: normal;"><span style="color: #000000;">Doch die Gewalt entspringt nicht aus der Böshaftigkeit einzelner Individuen, sondern ist ein Mittel der Kapitalisten zur Verteidigung ihre imperialistischen Interessen. Die Brutalität und das unfassbare Leid, das unsere Welt plagt, ist ein nicht wegzudenkender Teil des kapitalistischen Systems. Zur Verteidigung ihrer imperialistischen Interessen sind die Kapitalisten zu den schlimmsten Verbrechen bereit.</span></p><p class="MsoNormal" style="margin: 0cm; font-size: medium; font-family: Calibri, sans-serif; caret-color: #000000; color: #000000; font-style: normal;"><span style="color: #000000;">Um weiterhin Kontrolle über den Nahen Osten ausüben zu können, ist Israel für den US-Imperialismus und seiner westlichen Verbündeten als einziger sicherer Verbündeter essenziell. Deshalb sind sie bereit, jedes Verbrechen Netanjahus mitzutragen und den gesamten Nahen Osten an den Rand des Verderbens zu drängen.</span></p><p class="MsoNormal" style="margin: 0cm; font-size: medium; font-family: Calibri, sans-serif; caret-color: #000000; color: #000000; font-style: normal;"><span style="color: #000000;">Der Angriff auf Alyona und Leonard ist lediglich Teil einer Unterdrückungskampagne der herrschenden Klasse gegen die Palästinabewegung. Im Unterschied zu den Protestbewegungen der letzten Jahrzehnte sind die Angriffe hier besonders heftig, weil diese Bewegung besonders gefährlich für die Kapitalisten und Imperialisten ist, die im letzten Jahr immer offener gezeigt haben, dass ihr Gerede von Menschenrechten, Demokratie und unabhängigen Gerichten eine blanke Lüge ist.</span></p><p class="MsoNormal" style="margin: 0cm; font-size: medium; font-family: Calibri, sans-serif; caret-color: #000000; color: #000000; font-style: normal;"><span style="color: #000000;">Die Palästinabewegung steht den imperialistischen Interessen der Herrschenden Klasse unvereinbar gegenüber, was unweigerlich dazu führt, diese Bewegung anzugreifen. Wir werden die Herrschenden niemals davon überzeugen, ihre Unterstützung für den Genozid zu beenden. Der einzige Weg für die tatsächliche Befreiung Palästinas zu kämpfen ist den Kampf gegen das gesamte verrottete kapitalistische System zu führen und die Imperialisten und Kriegstreiber zu stürzen!</span></p>								</div>
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		<title>Der Nahe Osten: Ein Brandherd des Imperialismus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Revolutionaere Kommunistische Internationale]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Oct 2024 13:22:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dem Angriff der Hamas auf den Süden Israels am 7. Oktober 2023 hat die Situation im Nahen Osten eine Eigendynamik entwickelt, die den Krieg weit über die Grenzen des [&#8230;]</p>
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									<p><span style="color: #000000;">Nach dem Angriff der Hamas auf den Süden Israels am 7. Oktober 2023 hat die Situation im Nahen Osten eine Eigendynamik entwickelt, die den Krieg weit über die Grenzen des Gazastreifens hinaus eskalieren lässt. Alle Versuche, diesen Prozess aufzuhalten, sind nach demselben Muster verlaufen. Die Amerikaner erklären zunächst, dass sie keine Eskalation wollen. Doch jedes Mal unternimmt Netanjahu etwas, um eine Ausweitung des Krieges voranzutreiben, weil er weiß, dass die USA immer auf der Seite Israels stehen werden. Eine <a style="color: #000000;" href="https://marxist.com/the-middle-east-a-blaze-of-imperialism-s-making.htm">Stellungnahme der marxist.com-Redaktion</a> vom 21.10.</span></p><hr /><p><span style="color: #000000;">Dies geschah einmal mehr bei Israels Angriff auf den Libanon, als Biden erklärte, dass er „Verständnis“ für Israels Sicherheitsbedürfnisse hat. Nach dem Vergeltungsschlag des Iran, der eine Antwort auf die Ermordung Nasrallahs war, rieben sich die Israelis die Hände. Dies war die Gelegenheit, die iranischen Atomforschungszentren anzugreifen, dem größten Feind des Landes einen Schlag zu versetzen und vielleicht die USA in einen größeren Krieg zu ziehen, was von Anfang an Netanjahus Ziel war.</span></p><p><span style="color: #000000;">Biden hat jedoch öffentlich erklärt, dass Israel weder iranische Atom- noch Ölanlagen angreifen dürfe und dass die Vergeltungsmaßnahmen „verhältnismäßig“ bleiben müssen. Das Problem mit verhältnismäßigen Vergeltungsschlägen ist, dass jedes Mal, wenn man zurückschlägt, die nächste Vergeltung größer ausfallen muss. Tatsächlich war dieser zweite iranische Raketenbeschuss doppelt so groß wie der vom April.</span></p><p><span style="color: #000000;">Die Amerikaner beteiligten sich bereits im April am Abschuss der Raketen aus dem Iran und sie beteiligten sich auch diesmal. Aber die Dimension des iranischen Luftschlags hat die USA dazu gezwungen leistungsstärkere Verteidigungssysteme an Israel zu liefern, inklusive einem 200-köpfigen Team, um sie zu bedienen.</span></p><p><span style="color: #000000;">Das kommt Netanjahu sehr gelegen. Vielleicht ist er dazu bereit auf Vergeltungsmaßnahmen auf iranische Nuklear- oder Ölanlagen zu verzichten und sich stattdessen auf militärische Ziele zu konzentrieren – zumindest fürs Erste. Immerhin hat Biden ihm etwas viel Wertvolleres gegeben: Personal der US-Armee auf israelischem Boden. Sie stehen nun in der Schusslinie, sollte der Iran weitere Angriffe starten. Wenn Netanjahu den Iran das nächste Mal zu einem Gegenschlag provoziert und dabei auch US-Truppen zu Schaden kommen, wird es für die USA äußerst schwierig sein, eine direkte Konfrontation mit dem Iran zu vermeiden.</span></p><p><span style="color: #000000;">Währenddessen hat Starmer erklärt, dass auch die Briten – die eine Militärbasis auf Zypern haben – sich maßgeblich an den Abschüssen beteiligten. Wir sehen, dass wichtige NATO-Mitglieder wie die USA, aber auch Großbritannien und Frankreich, tiefer in den Konflikt hineingezogen werden. Trotz all dieser Unterstützung konnten nicht alle iranischen Raketen abgefangen werden.</span></p><p><span style="color: #000000;">Nach dem Vergeltungsschlag des Irans hören wir nun die übliche Leier, die den Iran für seine aggressive Politik verurteilt. In den Nachrichten geht es hauptsächlich um „iranische Aggressionen“. Die Wahrheit ist jedoch, dass Israel der Aggressor ist und Netanyahu den Krieg systematisch eskaliert, um den Iran in den Konflikt hineinzuziehen. Seit dem Bombenanschlag auf die iranische Botschaft in Damaskus und der Ermordung des Hamas-Führers in Teheran Ende Juli hat er den Iran wiederholt provoziert.</span></p><p><span style="color: #000000;">Die Ermordungen von Haniyeh im Juli und nun auch von Nasrallah brachten die Iraner in ein Dilemma. Ihre Überlegung lautete: „Wie können wir unseren Vergeltungsschlag so anlegen, dass wir weder das Gesicht verlieren noch einen Krieg provozieren?“ Das Problem ist, dass jede Vergeltungsmaßnahme des Irans Netanyahu die Möglichkeit gibt, in viel größerem Ausmaß zurückzuschlagen. Auf genau so eine Gelegenheit wartet er.</span></p><p><span style="color: #000000;">Wir können in den kommenden Tagen mit einem Gegenschlag Israels rechnen, auch wenn wir nicht sicher sagen können, wann dieser erfolgen wird [der erste Gegenschlag erfolgte in der Nacht auf den 26.10; Anm.].</span></p><p><span style="color: #000000;">Die Eskalationsspirale dreht sich also weiter Richtung Krieg, obwohl der US-Imperialismus es vorziehen würde, den Konflikt auf den Libanon zu beschränken und einen umfassenderen regionalen Krieg zu vermeiden, der auch nicht im Interesse des Iran liegt.</span></p><h3><span style="color: #000000;">Die Situation in Israel</span></h3><p><span style="color: #000000;">In Israel wurde Anfang September durch die Tötung von sechs Geiseln deutlich, dass die israelische Gesellschaft gespalten ist. Sie steht unter enormem Druck, was sich in einem dramatischen Anstieg des Drogenkonsums, von Beruhigungsmitteln und Schlafmitteln zeigt. Die Menschen stehen unter immensem Stress. Die israelische Wirtschaft ist stark zerrüttet.</span></p><p><span style="color: #000000;">Die Bau- und Landwirtschaft sind lahmgelegt und viele Unternehmen stehen vor dem Konkurs und der Schließung. Hinzu kommt nun die reale Bedrohung, dass die Zivilbevölkerung von Raketen getroffen werden könnte. Das wurde nach dem zweiten iranischen Raketenangriff deutlich, der mehrere Ziele in Israel traf. Man kann sich den enormen Druck vorstellen, unter dem die israelische Gesellschaft aufgrund von Netanjahus Politik steht.</span></p><p><span style="color: #000000;">Die Spaltung in der israelischen Gesellschaft betrifft jedoch weniger die Frage, ob man den Krieg an sich unterstützt. Vielmehr gibt es einen Teil der Bevölkerung, der sich aufrichtig für einen Waffenstillstand einsetzt, um die Geiseln zu retten. Ihre Sorgen um die Geiseln sind echt, während die von Netanjahu, gelinde gesagt, unehrlich sind. Ihm ist das Schicksal der Geiseln, die noch immer von der Hamas im Gazastreifen festgehalten werden, vollkommen egal. Er nutzt die Geiselfrage lediglich aus, um den Krieg weiter anzuheizen.</span></p><p><span style="color: #000000;">Das wurde Anfang September deutlich, als er die Möglichkeit hatte Verhandlungen über einen Waffenstillstand mit der Hamas aufzunehmen. Dafür wäre nötig gewesen, einen Schritt auf die Hamas zuzugehen und die IDF-Truppen aus dem Philadelphi-Korridor an der Grenze zwischen Gaza und Ägypten abzuziehen. Stattdessen tat er das Gegenteil. Er hat systematisch das ganze Jahr über Verhandlungen sabotiert.</span></p><p><span style="color: #000000;">Er ließ Haniyeh und Nasrallah genau dann töten, als sie sich mitten in Waffenstillstandsverhandlungen befanden. Es war am Tag seiner Ermordung, an dem Nasrallah eigentlich einem Waffenstillstand zugestimmt hat. Netanyahu weigerte sich, die Truppen aus dem Philadelphi-Korridor an der Grenze zu Ägypten abzuziehen, da er weiß, dass dies eine rote Linie für die Hamas darstellt.</span></p><p><span style="color: #000000;">Ein großer Teil der Bevölkerung hat sein Manöver jedoch durchschaut. Bis zu 700.000 Menschen gingen in Israel aus Protest auf die Straße. Es kam sogar zu einem Generalstreik, auch wenn dieser kurzlebig war und von den Gewerkschaftsführern nur halbherzig organisiert wurde. Sobald die Gerichte eingriffen, wurde der Streik abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt zeigten jedoch alle Meinungsumfragen, dass die Unterstützung für Netanjahus Koalition dramatisch zurückgegangen war. Hätte es zu diesem Zeitpunkt eine Wahl gegeben, hätte er seine Mehrheit verloren.</span></p><p><span style="color: #000000;">Dies spielt eine wichtige Rolle für Netanjahus Überlegungen. Eine solche Situation weiter bestehen zu lassen, hätte für ihn bedeutet, seinen eigenen Untergang zu riskieren. Und sein eigenes persönliches Schicksal ist ein wichtiger Faktor in der ganzen Situation.</span></p><p><span style="color: #000000;">Wie hat er versucht, aus dieser Sackgasse zu entkommen? Er tat das, was er das ganze letzte Jahr über getan hat: Er spitzte die militärische Situation zu, indem er die Aufmerksamkeit auf die Hisbollah lenkte und ihre Bedrohung für Israel hervorhob. Er sah sich die Meinungsumfragen in Israel an und konnte feststellen, dass die Unterstützung für einen Krieg gegen die Hisbollah größer war als die Unterstützung für den Krieg im Gazastreifen.</span></p><p><span style="color: #000000;">Jeder kann sehen, dass die Hisbollah eine viel größere Bedrohung für Israel darstellt als die Hamas es je war. Sie verfügt über hochentwickelte Waffen und Lenkraketen. Und so wie er die in Gaza festgehaltenen Geiseln ausnutzte, benutzt er jetzt die 60.000 Israelis, die von der Nordgrenze Israels evakuiert wurden. Auch hier hat er keine wirkliche Sorge um sie. Wie könnte jemand behaupten, er würde auf diese Weise die Grenze zum Libanon für diese Menschen sicherer machen?</span></p><h3><span style="color: #000000;">Netanjahu ist nicht verrückt</span></h3><p><span style="color: #000000;">Netanjahus Verhalten hat einige zu der Behauptung veranlasst, er sei verrückt geworden. Das ist allerdings nicht der Fall. Er ist ein sehr geschickter Politiker. Er mag ein Psychopath sein, aber Psychopathen sind kluge Menschen. Das ist auch der Grund, warum sie so gefährlich sind. Ihm sind all der Tod und die Zerstörung, all das Leid, das dem palästinensischen Volk zugefügt wurde, völlig gleichgültig und er hat keine Skrupel, dieses Leiden auf Millionen von Menschen in der Region auszuweiten.</span></p><p><span style="color: #000000;">„Wenn die Hisbollah einen totalen Krieg anzettelt, werden wir Beirut und den Südlibanon in ein Gaza verwandeln“, teilte er seinen Militärchefs an der Nordgrenze mit. Es ist völlig klar, was das bedeutet, und mittlerweile kann es jeder im Fernsehen mitverfolgen.</span></p><p><span style="color: #000000;">Psychopathen sind auch dafür bekannt, dass sie bei der Verteidigung ihrer Kerninteressen vollkommen rücksichtslos vorgehen. Auf Netanjahu trifft das sicherlich zu. Die herrschende Klasse Israels begeht jedoch einen schweren Fehler, wenn sie ihm auf diesem Weg folgt. Sehen wir uns ihre Lage in Gaza an. Nach 12 Monaten durchgehender Bombadierungen des Gazastreifens, bei denen Israel die Rückendeckung der US-Supermacht und den Zugang zu den mächtigen Waffen und modernster Technologie hat, haben sie gewonnen?</span></p><p><span style="color: #000000;">Um diese Frage zu beantworten, muss man sich vor Augen führen, was die Kriegsziele waren: die Freilassung der Geiseln zu erwirken und die Hamas zu vernichten. Sie haben an beiden Fronten versagt, und das ist einer der Gründe, warum die Generäle einen Waffenstillstand wollten. Sie verstehen, dass die Hamas gewinnt, weil sie nicht verloren hat. Alles, was die Hamas tun muss, ist weiterzumachen, ungeachtet ihrer schrecklichen Verluste.</span></p><p><span style="color: #000000;">Der Hass und der Wunsch nach Rache, den die israelischen Gräueltaten hervorgerufen haben, werden dafür sorgen, dass sich der Hamas immer mehr Rekruten und Kämpfer anschließen werden. Die Hamas wird so stets weiter bestehen können. Allein aus diesem Grund hat die Hamas gewonnen und Israel verloren.</span></p><p><span style="color: #000000;">Wenn das für den Gazastreifen gilt, wird sich das erst recht im Libanon bewahrheiten. Obwohl die Hisbollah in letzter Zeit viele schwere Verluste erlitten hat, ist sie nicht die Hamas. Sie hat weitaus stärkere Streitkräfte. Die Tatsache, dass wir allmählich höhere Opferzahlen unter den israelischen Soldaten im Südlibanon sehen, ist ein Beweis dafür.</span></p><h3><span style="color: #000000;"><strong>Aussichten auf einen Krieg im Libanon</strong></span></h3><p><span style="color: #000000;">Die Hisbollah ist eine weit professionellere Militärmacht als die Hamas. In ihren Reihen befinden sich kampferprobte Soldaten, die in Syrien im Einsatz waren. Sie haben Technologie, Waffen etc., die die Hamas niemals hatte. Es stimmt, dass sie kein ernstzunehmendes Luftverteidigungssystem und keine Luftwaffe haben und militärisch viel schwächer sind als die IDF. Aber ihre Strategie basiert darauf, die Israelis weiter in den Südlibanon hineinzuziehen, wo sie auf ihrem eigenen Territorium kämpfen können. Die Art des Krieges kann sich so zum Nachteil der israelischen Streitkräfte verändern.</span></p><p><span style="color: #000000;">Am Mittwoch, dem 2. Oktober, wurden acht israelische Soldaten getötet und Dutzende von ihnen verletzt. Das ist der größte Verlust an israelischen Soldaten seit Beginn des Krieges vor einem Jahr. Der größte einzelne Angriff auf die israelische Armee hat also gleich zu Beginn des Einmarsches in den Südlibanon stattgefunden. Dies gibt einen Hinweis darauf, wie dieser Krieg aussehen könnte, wenn er sich zu einem umfassenden Landkrieg entwickelt. Die Tatsache, dass drei israelische Merkava-Panzer am selben Tag durch Lenkraketen zerstört wurden, ist ein Hinweis darauf, wie schwer es für die IDF werden wird.</span></p><p><span style="color: #000000;">Netanjahu hat behauptet, dass die Invasion im Libanon eine schnelle, chirurgische Operation sein wird. „Wir haben einen Großteil der Stützpunkte zerstört“, heißt es. Es stimmt, dass Israel jahrelang Informationen über die Hisbollah gesammelt hat, über ihre Stützpunkte, ihre Funktionsweise, ihre Führungskräfte usw.</span></p><p><span style="color: #000000;">Ein interessanter Artikel vom 29. September in der Financial Times „<a style="color: #000000;" href="https://www.ft.com/content/6638813e-e246-4409-9a38-95bf60a220a8">How Israeli spies penetrated Hizbollah</a>“ (Wie israelische Spione die Hisbollah infiltrierten) zeigte, dass während die Hisbollah in Syrien einmarschierte und viel mehr Männer rekrutiert wurden und eine Infiltrierung der Hisbollah deutlich einfacher wurde. Zusätzlich herrscht in der Hisbollah Korruption vor, die Operationen wie die Pager- und Walkie-Talkie-Attacken überhaupt erst möglich machen.</span></p><p><span style="color: #000000;">Das sind alles Faktoren, die Israels ersten verheerenden Schlag ermöglichten und es ihnen erlaubten, in das Kommunikationssystem der Hisbollah einzudringen. Offensichtlich war dies von langer Hand geplant. Die Pager-Attacke traf zentrale Kommandeure und Führungskader der Hisbollah, verletzte etwa 3.000 und tötete mehrere Dutzende. Daraufhin gingen sie noch weiter und töteten Nasrallah, den Anführer der Hisbollah, zusammen mit einer Reihe weiterer militärischer Führungspersonen. Was sie damit klar machen wollten, war: „Wir erwischen euch, egal wo ihr seid.“</span></p><p><span style="color: #000000;">Aber auch wenn die Hisbollah einen schweren Schlag erlitten hat, bedeutet das nicht, dass Israel sie als Organisation zerstört hat. Die Hisbollah hat eine neue Führung zusammengesetzt und schlägt nun zurück. Vor Ort kämpfen sie um die Verteidigung ihres eigenen Territoriums, und es ist bereits abzusehen, dass es ein langwieriger Krieg werden wird. Es wird viel Zerstörung und Tote geben. Im Südlibanon können sie natürlich noch viel Schaden anrichten. Aber die Israelis werden weit mehr Verluste einstecken als in dem einjährigen Krieg im Gazastreifen.</span></p><p><span style="color: #000000;">Netanjahu ist geblendet von seinem eigenen Ego und seinem Erfolg. Er ignoriert Biden. Er sieht, dass es in den USA ein Machtvakuum gibt, und Netanjahu nutzt es voll aus. Er weiß, dass ganz egal welche Kritik die Amerikaner in der Öffentlichkeit vorbringen, sie stets die Waffen, die Israel benötigt, liefern werden.</span></p><p><span style="color: #000000;">Die selbstverliebte zionistische herrschende Klasse Israels glaubt, dass dies ihre Chance ist, das iranische Regime zu zerstören. Sie haben sich selbst über- und sowohl die Hisbollah als auch die Iraner grob unterschätzt.</span></p><p><span style="color: #000000;">Trotz aller Waffen und der Unterstützung durch die westlichen imperialistischen Mächte bleibt Israel ein kleines Land mit einer kleinen Bevölkerung und begrenzten Ressourcen. Es hat ein großes Arsenal an Waffen und Raketen, aber diese müssen nachgerüstet werden und das ist kostspielig. Wenn sie regelmäßig Raketenangriffen ausgesetzt sind, werden sich ihre Vorräte leeren. Und das zu einer Zeit, in der die USA unter Druck stehen, der Ukraine Raketen zu liefern. Sie verfügen ebenfalls nicht über unbegrenzte Vorräte.</span></p><p><span style="color: #000000;">Ein Artikel in der Financial Times mit dem Titel „Israel grapples with shortage of air defence missiles“ (Israel kämpft mit einem Mangel an Flugabwehrraketen) bestätigt diese Tatsache, indem er Dana Stroul, „einen ehemaligen hochrangigen US-Verteidigungsbeamten mit Zuständigkeit für den Nahen Osten“, zitiert. Er erklärt: „Israels Munitionsproblem ist ernst. Wenn der Iran auf einen israelischen Angriff [mit einer massiven Luftangriffskampagne] antwortet und die Hisbollah sich dem anschließt, wird Israels Luftverteidigung überfordert sein.“</span></p><p><span style="color: #000000;">Israel ist daher nicht in der Lage, einen langen Krieg zu führen. Ein kurzer, erfolgreicher Sieg ist das, was nötig war und den langfristigen Interessen Israels entsprochen hätte. Aber im Südlibanon wird sich der IDF in einem langen Zermürbungskrieg verzetteln.</span></p><p><span style="color: #000000;">Darüber hinaus besteht die wachsende Gefahr eines umfassenderen Krieges. Netanjahu hat in seiner Rede vor den Vereinten Nationen deutlich gemacht, dass er überall im Nahen Osten zuschlagen kann, nicht nur im Libanon oder dem Iran. Sein Stolzieren auf der UN-Bühne verdeutlichte eine wichtige Veränderung des globalen Kräftegleichgewichts. Die Vereinigten Staaten sind nicht länger so dominant, wie sie es einst waren.</span></p><p><span style="color: #000000;">Netanjahu ist sich dessen voll bewusst und verhält sich dementsprechend. Seine Handlungen zielen darauf ab, die USA mehr und mehr in seine Kriegspläne hineinzuziehen.</span></p><p><span style="color: #000000;">Während er in Amerika war, ordnete er schamlos das Attentat an, um Nasrallah zu töten. Er ließ es sogar filmen und im Fernsehen übertragen. Was war die Reaktion der Biden-Regierung? Sie unterstützt Netanjahu voll und ganz in seinem Krieg im Südlibanon.</span></p><p><span style="color: #000000;">Die USA würden den Krieg gerne auf den Libanon und die Angriffe auf die Hisbollah beschränken. Aber was sie wollen und was tatsächlich passieren wird, sind zwei verschiedene Dinge. Alle seriösen Analysten weisen darauf hin, dass ein Krieg, der mit kleinen Angriffen beginnt, nicht dort enden wird.</span></p><h3><span style="color: #000000;"><strong>Die USA im Sog des Krieges</strong></span></h3><p><span style="color: #000000;">Netanjahus Angriffe auf die Hisbollah sind aber auch eindeutig eine Provokation, die darauf abzielt, den Iran in den Krieg hineinzuziehen. Wie wir gesehen haben, hat der Iran so gehandelt, dass eine Eskalation vermieden wurde. Aber innerhalb des Irans gibt es Spaltungen.</span></p><p><span style="color: #000000;">Der neue iranische Präsident Pezeshkian gehört zum gemäßigteren Flügel der Reformer. Er hat öffentlich erklärt, dass „wir keinen Krieg wollen“. Er vertritt den Flügel des iranischen Regimes, der gerne Verhandlungen mit dem Westen aufnehmen würde, um alle Sanktionen zu beenden und den Iran wieder enger an den Westen zu bringen, den Handel zu erleichtern usw.</span></p><p><span style="color: #000000;">Dem Präsidenten wurde von den Amerikanern offenbar gesagt: „Wenn ihr euch zurückhaltet, garantieren wir euch einen Waffenstillstand“. Naiverweise ist er darauf hereingefallen und hat defacto zwei Monate lang keinen Gegenschlag auf Israel unternommen.</span></p><p><span style="color: #000000;">Sein Problem ist, dass er nur eine Fraktion innerhalb des Regimes vertritt. Und es gibt noch eine weitere sehr mächtige Fraktion, bekannt als die Konservativen. Sie ist mit der kompromissbereiten Haltung von Pezeshkian gegenüber dem Westen, die den Beziehungen des Regimes zur Hisbollah schweren Schaden zugefügt hat, nicht einverstanden. Dies hat zu bitteren Schuldzuweisungen und dem Gefühl innerhalb der Hisbollah geführt, dass der Iran sie verraten hat.</span></p><p><span style="color: #000000;">Er zahlte dafür den Preis innerhalb des Irans, nachdem die Konservativen auf ihn losgingen und ihn in den sozialen Medien dafür ächteten. Pezeshkians Haltung kam Netanjahu entgegen, aber es gab Grenzen, wie viele Zugeständnisse das iranische Regime machen konnte. Die Ermordung Nasrallahs war definitiv ein Schritt zu weit und brachte den iranischen Präsidenten in eine sehr verzwickte Lage.</span></p><p><span style="color: #000000;">Wir dürfen nicht vergessen, dass der Präsident nicht die eigentliche Macht im Iran hat. Vielmehr ist der „Oberste Führer“ die höchste Autorität innerhalb des Regimes, und vor allem ist er der Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Letztendlich wurde der Präsident vom Obersten Führer überstimmt, der den Raketenangriff auf Israel absegnete.</span></p><p><span style="color: #000000;">Selbst dieses Mal gab es wieder eine „Vorwarnung“, wenn auch nicht so umfassend wie im April. Diesmal gaben sie nur  zwei Stunden davor eine Warnung, und zwar nicht direkt gegenüber den Israelis. Trotzdem war es eine ernste Warnung, was darauf hindeutet, dass es beim nächsten Mal keine Warnung geben würde.</span></p><p><span style="color: #000000;">Unabhängig von seinen internen Spaltungen ist der Iran gezwungen, zurückzuschlagen. Und nun, da er dies getan hat, bereitet sich Israel darauf vor, noch härter zurückzuschlagen. Netanjahu hofft auf eine Eskalation hin zu einem umfassenderen Krieg, in den nicht nur der Iran, sondern auch die Houthis verwickelt sein werden. Sie haben ebenfalls Raketen abgefeuert und sind von Israel angegriffen worden.</span></p><p><span style="color: #000000;">Der iranische Angriff, der nur militärische Ziele traf, war eine Warnung vor den Folgen, die dies haben könnte. Israel erklärte sofort, dass es 90% der ankommenden Raketen „abgeschossen“ habe, später senkte es diese Zahl auf 75%. Die Wahrheit ist, dass viele dieser Raketen nicht abgefangen wurden und großen Schaden anrichteten. Sie sind nicht bereit, das zuzugeben, aber das ist eine Tatsache. Und das ist nur eine kleine Warnung vor dem, was sie beim nächsten Mal erwarten könnte.</span></p><p><span style="color: #000000;">Wenn es zu einem umfassenden Krieg kommt und die Iraner ihre ganze Feuerkraft einsetzen, wäre die israelische Luftabwehr nicht in der Lage, alle Raketen zu stoppen. Das bedeutet, dass sich die Amerikaner in viel größerem Umfang einmischen müssen. Die Entsendung des THAAD-Raketenabwehrsystems nach Israel ist eine Bestätigung dafür.</span></p><p><span style="color: #000000;">Allerdings wäre nicht nur Israel durch Raketenangriffe verwundbar. Im gesamten Nahen Osten gibt es amerikanische Militärstützpunkte. Etwa 40.000 US-Soldaten befinden sich auf Stützpunkten von der Türkei bis Saudi-Arabien, in Orten wie Kuwait und sogar in Syrien und im Irak. Und diese können sehr leicht von pro-iranischen islamischen Milizen angegriffen werden.</span></p><p><span style="color: #000000;">Dies ist in jüngster Zeit bereits geschehen, und es kann sich in einem viel größeren Maßstab wiederholen. Solche Angriffe würden den Druck auf die USA weiter erhöhen und sie zu einer Reaktion zwingen. Das US-Militär führt bereits Gespräche mit den Israelis über eine gemeinsame Antwort dh. einen vereinbarten, „verhältnismäßigen“ Angriff auf den Iran.</span></p><p><span style="color: #000000;">Wir sollten auch nicht vergessen, dass die amerikanische herrschende Klasse in der Iran-Frage schon lange gespalten ist. Es gibt einen Flügel, der das Land am liebsten offen angreifen würde. Sie sind seit Jahren eine Minderheit, aber es ist dennoch ein bedeutender Teil der herrschenden Klasse der USA.</span></p><p><span style="color: #000000;">Zu einem bestimmten Zeitpunkt sah es so aus, als würden sie sich für einen Angriff auf den Iran vorbereiten. Unter Obama änderten sie ihre Politik. Sie versuchten, den Iran mit ins Boot zu holen, indem sie ein Abkommen schlossen, das ihnen die Inspektion der iranischen Atomforschungsanlagen ermöglichte. Trump warf all dies über den Haufen und brach vorherige Abkommen, worauf die Iraner ihre nukleare Forschung fortgesetzt haben. Jetzt könnte die Stimmungslage innerhalb der herrschenden Klasse der USA wieder zugunsten einer Unterstützung eines israelischen Angriffs auf den Iran kippen.</span></p><p><span style="color: #000000;">Israel unterstützt diese Idee und wollte entweder die iranischen Ölraffinerien oder die Atomforschungszentren angreifen. Es wurde sogar erwogen, beide anzugreifen. Die Amerikaner haben Netanjahu gesagt, er solle diesen Weg nicht einschlagen. Sie sind bereit, einen Angriff in Erwägung zu ziehen, aber nicht mit diesen Zielen, die weltweite Auswirkungen hätten. Wir sollten uns daran erinnern, dass die Amerikaner, als die Ukrainer russische Öleinrichtungen angriffen, lautstark protestierten. Sie forderten die Ukraine auf, damit aufzuhören, was sie auch tat.</span></p><p><span style="color: #000000;">Netanjahu scheint vorerst keinen Angriff auf diese wichtigen Einrichtungen vorzubereiten. Doch bei jeder weiteren Entwicklung sehen wir stets dasselbe Muster. Die Amerikaner machen verbale Gesten der Besorgnis über dieses oder jenes, sind dann aber dennoch gezwungen, ob es ihnen gefällt oder nicht, alles mitzutragen, was Netanjahu tut.</span></p><p><span style="color: #000000;">Diese Schwäche ist eine Widerspiegelung des langgezogenen Niedergangs der USA und der Krise ihres Systems. Mit jeder weiteren Episode, bleibt ihnen nichts anderes übrig als das Beste aus einem schlechten Deal herauszuholen.</span></p><h3><span style="color: #000000;"><strong>Kriege gehen ineinander über</strong></span></h3><p><span style="color: #000000;">Obwohl das iranische Regime gespalten ist und ein Flügel eine Annäherung an den Westen anstrebt, betrachtet Israel den Iran als existentielle Bedrohung. Daher wird der Iran entgegen dem Wunsch des Flügels der Reformer in Richtung Russland und China gedrückt.</span></p><p><span style="color: #000000;">Dies ist ein weiterer wichtiger Aspekt dieses Krieges. Er verbindet sich zunehmend mit dem Krieg in der Ukraine, und zwar aus dem einfachen Grund, dass dieselbe Großmacht in beide Konflikte verwickelt ist: die USA. Sie stehen hinter dem Ukraine-Krieg und hinter Netanjahu, wenn auch nicht auf die gleiche Weise.</span></p><p><span style="color: #000000;">Vertiefen wir diesen Punkt. Wenn die USA Putin Probleme bereitet, wenn sie bspw. damit drohen, den Ukrainern den Einsatz von Raketen zu gestatten, die innerhalb Russlands einschlagen können (auch wenn sich mittlerweile der Westen von dieser Idee distanzierte), hat Putin viele Möglichkeiten und Orte, um zurückzuschlagen. Einer davon ist der Nahe Osten durch den Iran. Der Iran und Russland werden trotz ihrer unterschiedlichen Interessen vom Westen in eine <em>de-facto-Allianz</em> gedrängt.</span></p><p><span style="color: #000000;">So haben sich Russland und der Iran bspw. erst im vergangenen Jahr auf den Bau einer neuen Eisenbahnlinie über Aserbaidschan geeinigt. Sie würde Putin ermöglichen, eine alternative Handelsroute zum Persischen Golf einzurichten, die die alten, durch die westlichen Sanktionen blockierten Routen ersetzen würde. Es besteht zudem kein Zweifel daran, dass der Erfolg und die Präzision der iranischen Angriffe auf israelische Militärziele die Hilfe russischer Geheimdienste und Satelliten erfordert hätten.</span></p><p><span style="color: #000000;">Und Russland baut nicht nur Verbindungen zum Iran auf. Es gab Berichte über Gespräche zwischen den Russen und den Houthis über die Versorgung mit moderneren Raketen. Diese Gespräche wurden auf Druck von Saudi-Arabien auf Eis gelegt. Sollten die Amerikaner Russland jedoch durch die Ukraine bedrohen, hat Putin eine Möglichkeit, zurückzuschlagen. Seine Logik wäre: „Ihr stört mich in meinem Hinterhof. Ich werde Chaos in euren Hinterhof bringen.“ Und das kann er im Nahen Osten tun.</span></p><p><span style="color: #000000;">Auch China spielt im Hintergrund eine Rolle. Wir haben gesehen, wie es an der Vermittlung des Abkommens beteiligt war, das die Beziehungen zwischen dem Iran und Saudi-Arabien normalisierte.</span></p><p><span style="color: #000000;">Das Vorgehen von Netanjahu treibt die gesamte Region in Richtung eines regionalen Krieges, in dem die USA, auch wenn sie nicht notwendigerweise direkt Bodentruppen einsetzen werden, sich an der Verteidigung Israels beteiligen müssen, indem sie ihre Schiffe und mehr Truppen entsenden. Auch die Briten haben ihre Unterstützung mittels ihrer Militärbasis auf Zypern, die auch von den Amerikanern genutzt wird, zugesichert.</span></p><p><span style="color: #000000;">Wir sehen also, wie sich vor uns eine globale Front auftut, die sich von der Ukraine bis zum Nahen Osten erstreckt. Auf der einen Seite die USA mit ihren NATO-Verbündeten, auf der anderen Seite Russland und der Iran, mit China im Rücken.</span></p><h3><span style="color: #000000;"><strong>Arabische Regime am Rande des Abgrunds</strong></span></h3><p><span style="color: #000000;">Das Szenario, das sich jetzt im Nahen Osten abspielt, hat Folgen für die gesamte Weltwirtschaft. Noch am selben Tag, an dem der Iran ankündigte, einen Gegenschlag vorzubereiten, sprang der Ölpreis innerhalb weniger Stunden um vier bis fünf Dollar in die Höhe, und die Aktienmärkte fielen überall. Als Israel ankündigte, die iranischen Ölanlagen nicht anzugreifen, ging der Preis wieder zurück. Es ist jedoch bezeichnend, wie empfindlich die Ölmärkte auf die Perspektive eines größeren Kriegs im Nahen Osten reagieren.</span></p><p><span style="color: #000000;">Es gab jedoch eine Aktie, die nicht fiel, sondern stieg: Die Rüstungsaktien schossen am selben Tag in die Höhe, an dem die übrigen Aktien fielen. Wir können uns vorstellen, was die Börsenspekulanten dachten: „Der Krieg steht vor der Tür. Diese Aktien sind hervorragende Investitionsmöglichkeiten für unser Geld.“</span></p><p><span style="color: #000000;">In einer Situation, in der die Weltwirtschaft bestenfalls stagniert oder nur langsam wächst, während einige Länder am Rande einer Rezession oder bereits mittendrin sind, könnte eine plötzliche Veränderung im Nahen Osten die Weltwirtschaft über den Abgrund treiben.</span></p><p><span style="color: #000000;">Der Handelsverkehr durch den Suezkanal wurde bereits durch Angriffe der Houthis auf die Schifffahrt im Roten Meer gestört. Dies hat die Kosten für die Schifffahrt massiv erhöht, was sich auf die Weltwirtschaft, insbesondere in Europa, ausgewirkt hat. Durch die Umleitung des Schiffsverkehrs von Asien über Afrika verdreifachen sich die Kosten für den Versand eines Containers von China nach Europa. Ein regionaler Krieg im Nahen Osten könnte diese Situation noch verschlimmern.</span></p><p><span style="color: #000000;">Wenn es zu einem umfassenden Krieg kommt, werden wir höchstwahrscheinlich die Schließung der Straße von Hormus und anderer Handelswege erleben. Dies wäre für die Weltwirtschaft katastrophal.</span></p><p><span style="color: #000000;">Sollte Israel in nächster Zeit, möglicherweise <em>nach den</em> US-Wahlen, iranische Ölanlagen angreifen und der Iran, wie bereits angedroht, als Gegenschlag Öleinrichtungen in Nachbarländern ins Visier nehmen, könnte dies dramatische Auswirkungen auf den Ölpreis haben. Ironischerweise würde ein solches Szenario Russland stärken, indem Putin deutlich mehr Geld durch Ölexporte machen würde.</span></p><p><span style="color: #000000;">Dies erinnert an den Jom-Kippur-Krieg 1973 und das anschließende Ölembargo unter saudischer Führung. Die Weltwirtschaft, die sich bereits auf dem Weg in eine Rezession befand, wurde 1974 dadurch in eine tiefe Wirtschaftskrise gestürzt. Es war die erste schwere Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg.</span></p><p><span style="color: #000000;">Die andere Seite dieser Entwicklung sind die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen im gesamten Nahen Osten. Die Menschen in dieser Region leiden besonders an den Folgen der weltweiten Krise des Kapitalismus.</span></p><p><span style="color: #000000;">Ägypten hat bspw. gehorsam nach der Pfeife der Imperialisten getanzt. Es hat kollaboriert, die Beziehungen zu Israel aufrechterhalten und keine Probleme an der Grenze zu Gaza verursacht. Im Gegenzug erhielten sie Anfang dieses Jahres ein Kreditpaket in Höhe von 8 Mrd. Dollar.</span></p><p><span style="color: #000000;">Wie alle Kredite dieser Art sind sie jedoch an Bedingungen geknüpft, einschließlich massiver Kürzungen der Subventionen für lebenswichtige Güter. Die Strompreise sind in die Höhe geschnellt, so dass die Energiekosten der normalen Bevölkerung die Höhe der Mieten erreicht haben. Der Preis für Brot hat sich infolge der Streichung von staatlichen Subventionen diesen Sommer vervierfacht. Die Armut verschärft sich in Ägypten enorm.</span></p><p><span style="color: #000000;">Jordanien befindet sich in einer ähnlichen Situation durch die gleiche Politik, die vom IWF und der Weltbank diktiert wurde. Die Arbeitslosigkeit liegt dort inzwischen bei über 20%. Damit ist Jordanien zu einem der instabilsten Regime in der Region geworden. Ein Großteil der Bevölkerung des Landes sind Palästinenser. Gleichzeitig kollaboriert das Regime aktiv mit den Imperialisten.</span></p><p><span style="color: #000000;">Als die Iraner im April gegen Israel zurückschlugen, beteiligte sich Jordanien am Abschuss der Raketen unter dem Vorwand, dass sie den jordanischen Luftraum überflogen. Das wurde von den jordanischen Massen zu Recht als Kollaboration ihrer Regierung mit den Zionisten und den Amerikanern angesehen. Es kam zu massiven Protesten, die das Regime hart unterdrückte.</span></p><p><span style="color: #000000;">Das erklärt, warum die Jordanier immer die Ersten sind, wenn Diplomaten weltweit zu Zurückhaltung aufrufen. Sie haben panische Angst vor einer möglichen Massenbewegung, die sie irgendwann einmal stürzen könnte.</span></p><p><span style="color: #000000;">Die arabischen Regime müssen mit dieser Krise behutsam umgehen. Sie könnte über ihr eigenes Überleben entscheiden. Die Destabilisierung der gesamten Region, die Netanjahu provoziert, könnte zum Sturz mehrerer dieser Regime führen.</span></p><h3><span style="color: #000000;"><strong>Weltweite revolutionäre Folgen</strong></span></h3><p><span style="color: #000000;">Die Auswirkungen des gegenwärtigen Krieges werden jedoch weit über den Nahen Osten hinausgehen. Er wird zu einer weiteren Radikalisierung der Arbeiter und Jugendlichen in den fortgeschrittenen kapitalistischen Ländern führen. Alle Jugendlichen, die an den Palästina-Camps, den Protesten oder den Demonstrationen teilgenommen haben, werden sehen, dass sich der Krieg trotz alledem weiter aufheizt. Sie sehen, dass das, was Israel dem Gazastreifen angetan hat, nun auch dem Libanon angetan wird.</span></p><p><span style="color: #000000;">Offiziell hat der Libanon eine Bevölkerung von etwa sechs Millionen Menschen. Aufgrund der vielen Flüchtlinge aus Syrien usw. ist diese Zahl eine viel zu geringe Schätzung. Eine Million Menschen sind bereits vertrieben worden. Mehr als 2.000 Menschen wurden getötet, und wir stehen erst am Anfang. All dies wird zwangsläufig zu einer Radikalisierung breiterer Schichten führen. Mit der zunehmenden Beteiligung von Amerika, wird dies auch Auswirkungen auf eine bedeutende Schicht der Jugend und der Arbeiterklasse in den USA haben.</span></p><p><span style="color: #000000;">Bereits jetzt hat dies Einfluss auf den US-Präsidentschaftswahlkampf. Einige Analysten meinen, dies sei ein Vorteil für Trump bei den Wahlen. Wir können nicht genau vorhersagen, wie die Wahlen ausgehen werden. Harris und Trump scheinen im Moment Kopf an Kopf zu liegen. Aber eine stärkere Beteiligung der USA würde Erinnerungen an die Rolle Amerikas in Vietnam wecken und eine radikalisierende Wirkung auf breite Schichten der Jugend und der Arbeiter in Amerika haben.</span></p><p><span style="color: #000000;">Wenn Starmer in Großbritannien eine Rede schwingt, in der er das Vorgehen Israels voll und ganz rechtfertigt und erklärt, Großbritannien habe sich am Abschuss der iranischen Raketen beteiligt, wird deutlich, dass die Labour-Regierung Israel nicht nur mit Worten unterstützt. Sie unterstützt Netanjahus Krieg aktiv, indem die RAF (Royal Air Force) die israelischen Streitkräfte bei ihren Operationen in Gaza unterstützt.</span></p><p><span style="color: #000000;">Unter diesen Bedingungen gilt unser Kampf als Kommunisten den Kriegstreibern. Unser Hauptfeind steht im eigenen Land. Dieselben Leute, die die Barbarei in Gaza und im Libanon unterstützen, greifen die Pensionen an und kürzen die Heizzuschüsse für ältere Menschen in Großbritannien.</span></p><p><span style="color: #000000;">Dieselben Verbrecher, die bereit sind, alte Menschen zu Hause in der Kälte sterben zu lassen, unterstützen das Töten, das Verbrennen, das Verhungern von Tausenden von Menschen im Nahen Osten. Die Barbarei, die wir täglich erleben, ist schier unglaublich: tote Kinder mit Kopf- und Genickschüsse, Patienten, die bei lebendigem Leib in ihren Krankenhausbetten verbrennen, ganze Dörfer, die durch Sprengstoff dem Erdboden gleich gemacht werden, Millionen, die aus ihren Häusern vertrieben werden, Bevölkerungen, denen gesagt wird: „Ergebt euch oder verhungert.“</span></p><p><span style="color: #000000;">Jetzt sind die Imperialisten auf dem Weg, diesen Schrecken noch weiter zu verbreiten, in der Region und darüber hinaus. Heute ist es klarer denn je: Der Kapitalismus und der Imperialismus muss zerstört werden, damit die Menschheit leben kann.</span></p>								</div>
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