Für die NATO ist der Ukrainekrieg gegen Russland verloren. Dieses Ergebnis war von vornherein klar. Trotzdem zwangen die Regierungen der USA und Europas die Ukraine in diesen unnötigen Krieg. Sie wollten Russland besiegen und einen „Regime change“ erwirken. Dieses Abenteuer Selenskyjs und seiner westlichen „Freunde“ zahlen die ukrainischen Massen mit Blut und Elend.
Der Ukraine fehlen Soldaten und Waffen, und ihre Wirtschaft ist kaputt. Das Endspiel ist längst im Gange. Doch Friedrich Merz (CDU) will diese Niederlage nicht akzeptieren: „Wir werden alles tun, um der Ukraine zu helfen, bis dieser schreckliche Krieg endlich zu Ende ist.“ Der Krieg hätte schon etliche Male beendet werden können, aber die Bundesregierung hat daran kein Interesse. Sie schickt weiter Geld und Waffen – gerade genug, damit die Ukraine noch nicht kollabiert.
Krise in der Ukraine
Im Januar 2026 sagte der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov, dass 200.000 ukrainische Soldaten aus der Armee desertiert seien. Die Soldaten reichen nicht aus. Deshalb jagen Einberufungsbeamte in der gesamten Ukraine zwei bis sechs Millionen Männer wie Wild. Sie werden verschleppt, gefoltert und an der Front verheizt. Dieser Terror ruft im ganzen Land regelmäßig Gegenwehr hervor.
Der Ukraine mangelt es zudem an allen Arten von Waffen. Alle sogenannten „Gamechanger“, die der Westen an die Ukraine abgegeben hat, haben sich als Farce erwiesen. Die westlichen „Freunde“ der Ukraine haben jedoch keine Waffen mehr abzugeben. Die Lager sind leer, und die Produktion in Europa und den USA kommt nicht hinterher. Die Situation auf dem Schlachtfeld und im ganzen Land verschlimmert sich zusehends.
Die Energieinfrastruktur und Industrie in der Ukraine sind nach Jahren der Bombardierung in weiten Teilen zerstört. Im September 2026 sagte der ehemalige ukrainische Premierminister Arsenio Jatseniuk dem Handelsblatt: „Es gibt keinen einzigen Sektor in der ukrainischen Wirtschaft, der noch gut läuft. Landwirtschaft, Bau, Dienstleistungen, Einzelhandel, Energie, Metallurgie – die Wirtschaft stürzt ab.“
Der ukrainische Präsident Selenskyj fordert weitere 70 Mrd. Euro für den Haushalt im nächsten Jahr. Dabei erhielt er erst im vergangenen Jahr 90 Mrd. Euro von den europäischen Regierungen. Dieses Geld sollte die Haushalte 2026 und 2027 decken– Steuergeld, das die Arbeiterklasse in Deutschland und Europa aufbringt.
Aber nicht allen in der Ukraine geht es schlecht. Ständig erschüttern Korruptionsskandale das ukrainische Regime. Im September wurden Ermittlungen gegen einen Schutzgeldring innerhalb der Polizei, der Geheimdienste, der Staatsanwaltschaft und der Regierung eingeleitet. Der Ring soll Millionen von Dollar von Callcentern erpresst haben, die an Telefonbetrug beteiligt waren.
Zur selben Zeit erhöht die EU den Druck auf Selenskyj. Er solle die Korruption in der Bürokratie und der Armee bekämpfen, um die Kriegsmoral zu heben. Doch er ist selbst Teil dieses korrupten Systems. Zudem fordert die EU-Kommission, dass Selenskyj Sozialausgaben kürzt und Steuern erhöht, damit das in Aussicht gestellte Geld fließt. Die europäischen Demokraten verlangen der ukrainischen Arbeiterklasse immer mehr Opfer ab.
Kriegstreiberei in Europa
Dieselbe Sparpolitik verfolgen alle Regierungen Europas auch im eigenen Land, um ihre Aufrüstung und den Ukrainekrieg zu finanzieren. Damit die Massen weiteren Einschnitten zustimmen, beschwören die europäischen Eliten die Gefahr eines nahenden russischen Angriffs, ohne dafür Beweise zu liefern. Um diese Geschichte glaubhaft zu machen, provozieren sie unablässig die russische Regierung.
So sagte der litauische Außenminister Kestutis Budrys im Mai: „Wir müssen den Russen zeigen, dass wir ihre kleine Festung, die sie in Kaliningrad errichtet haben, durchdringen können. Die NATO hat die Mittel, die russischen Luftverteidigungs- und Raketenbasen dort im Ernstfall dem Erdboden gleichzumachen.“ Mitte August führte die NATO um Kaliningrad eine mehrtägige Militärübung durch, um die verbalen Drohgebärden zu unterstreichen.
Die russische Regierung erinnerte daraufhin ihre Konterparts im Westen daran, dass diese Provokationen Wahnsinn seien, weil jeder Angriff auf Kaliningrad mit Atomwaffen beantwortet werden könnte. Die westlichen Regierungen hatten damit ihr wichtigstes Ziel erreicht. Sie konnten sagen, Russland eskaliere die Situation und rassele mit dem Säbel. Sie schüren Kriegsängste, um ihre Kürzungspolitik, die Aufrüstung und die Wehrpflicht zu rechtfertigen.
Wer dieser Tage genau hinhört, warum der Ukrainekrieg weitergehen muss und unaufhörlich die Kriegstrommel gegen Russland gerührt wird, erhält drei Antworten. Erstens müsse die Ukraine weiterkämpfen, damit die europäischen Regierungen mehr Zeit zum Aufrüsten haben. Die Europäer wollen dadurch die USA militärisch in Europa und der NATO halten und Russlands Einfluss in Osteuropa schwächen.
Zweitens soll der Krieg weitergehen, weil er es ermöglicht, Waffensysteme zu testen. Drittens sollen keine weiteren Ukrainer beim Eintreten der Niederlage und einem Kollaps des Regimes in die EU flüchten. Die europäischen Demokraten sind zynisch: Die Ukraine ist ein Versuchslabor, die Ukrainer sind die Versuchstiere, die sich dieser Barbarei nicht entziehen dürfen.
Derselbe Zynismus gilt auch der Arbeiterklasse und der Jugend in Europa. In einem Artikel der Financial Times vom März wurde offen ausgesprochen, dass die Kriegstreiberei Sparpolitik, Deregulierungen und Militarisierung ermöglichen soll. Dort hieß es, es sei zweifelhaft, „ob reiche, demokratische Gesellschaften schwierige Reformen durchführen können – außer in einer Krise. Chronisches Unbehagen reicht nicht aus. Es muss ein Element echter Angst hinzukommen, wie es vielleicht jetzt der Fall ist.“ Gemeint ist die von westlichen Politikern geschürte Angst vor einem Krieg mit Russland.
Das, was die westlichen Politiker „Freiheit“ nennen, ist ein Altar, auf dem das Leben und die Zukunft der Arbeiterklasse Europas für den Profit geopfert wird.