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	<title>Anti-AfD Archives -</title>
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	<title>Anti-AfD Archives -</title>
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		<title>Merz-Regierung und AfD bekämpfen! Kapitalismus stürzen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Kalabekow]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2026 09:01:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anti-AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Empfohlen]]></category>
		<category><![CDATA[Leitartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Merz]]></category>
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		<category><![CDATA[Reformismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sparpolitik]]></category>
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<p>Der deutsche Kapitalismus ist in einer fundamentalen Krise. Die Herrschenden kennen nur einen Ausweg: Die Arbeiterklasse soll den Gürtel bedeutend enger schnallen. Über Jahre hat das Finanzkapital Friedrich Merz für das Kanzleramt aufgebaut. Er organisiert eine allgemeine Offensive der herrschenden Klasse gegen die Arbeiterklasse vermittels des Staates.</p>



<p>Sein Auftrag ist Austerität, Kahlschlag bei den Sozialversicherungen und der Unternehmensregulierung, damit die Produktionskosten – der Lebensstandard der Arbeiterklasse – sinken und die Profite der Kapitalisten steigen. Zudem soll der Staat den Konzernen mit Garantien und Subventionen aufwarten und die Profite zusätzlich heben. Umverteilung von unten nach oben ist das Programm der Schwarz-Roten Koalition.</p>



<p>Aber der herrschenden Klasse geht es nicht schnell genug. Im November letzten Jahres waren bereits 77% der Unternehmer mit der Regierung unzufrieden, bei mittelgroßen Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten sogar 83%. Die Stimmung unter Unternehmern und Managern gegenüber der Regierung sei „extrem negativ, teils regelrecht aggressiv“, sagt der Präsident des Bundesverbands der deutschen Industrie (BDI), Peter Leibinger. Die Kapitalisten drängen zum schnelleren Kahlschlag und pochen darauf, dass Merz endlich durchgreift und der Koalition mittels seiner „Richtlinienkompetenz“ das Programm der herrschenden Klasse diktiert.</p>



<p style="font-size:22px"><strong>Die SPD wird abgerichtet</strong></p>



<p>Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Rainer Dulger, erklärt: „Ich gebe der Regierung noch Zeit bis ins nächste Frühjahr“. An die Adresse der SPD heißt es seinerseits, er „hoffe auf die Reformfähigkeit der Sozialdemokratie“, d.h. darauf, dass sie an der Agenda 2010 von Schröder und Müntefering anknüpft und eine Agenda 2030 umsetzt.</p>



<p>Jedoch steht die SPD so schwach in der Wählergunst da wie nie zuvor und versucht aus Erhaltungstrieb, die harten Angriffe, die das Kapital fordert, durch Verschuldung hinauszuzögern. Doch das Finanzkapital erhöht den Druck auf die SPD, die es in die Regierung genommen hat, damit sie die Arbeiterklasse unter der Betondecke des Reformismus passiviert und die Kürzungspolitik durchsetzt.</p>



<p>Schon im letzten Jahr opponierte die „Junge Gruppe“ der CDU/CSU-Fraktion im Interesse des Finanzkapitals in der Rentenfrage gegen den Regierungskurs, der ein Zugeständnis an die SPD war. Jetzt folgte der nächste Stich von Saskia Ludwig (CDU-Fraktion). Im Interview mit der Berliner Zeitung erklärte sie, sie würde „keinem Antrag der Regierung mehr zuzustimmen, der eine zusätzliche Verschuldung nach sich zieht“. Das ist eine direkte Absage an die SPD-Politik und auch eine Warnung an den Kanzler.</p>



<p>Damit gibt Ludwig der Stimme der Kapitalisten weiteren Nachdruck in der CDU-Fraktion und droht der SPD mit dem Regierungsaus: Es sei „schwer vorstellbar“, dass „die Koalition mit einer Sozialdemokratie, die sich scheinbar selbst aufgegeben hat“, die Legislatur durchhält. Schließlich greift sie die SPD-Arbeitsministerin Bärbel Bas persönlich an. Diese habe „dem Mittelstand in Deutschland den Krieg erklärt, gegen den sie gemeinsam mit den Linken und Linksextremen in diesem Land kämpft.“ Auch der Verband der Chemischen Industrie ermahnt die SPD: „Wir sind nicht im Klassenkampf.“</p>



<p>Das Finanzkapital und die CDU versuchen, die SPD-Fraktion auf Linie zu peitschen. Ein zentrales Werkzeug hierfür ist für das Finanzkapital der Aufstieg der AfD. Es macht sich diesen zunutze, um die SPD mit dem Schreckgespenst des „Faschismus“ auf den geforderten Kürzungskurs zu drängen – dieser notwendig um die „Demokratie“ zu „retten“. „Ich appelliere an alle, die Gefahr des Rechtsextremismus nicht auf die leichte Schulter zu nehmen“, sagt Bundesbankpräsident Joachim Nagel, „das bedroht unseren Wohlstand“ – ein „Wohlstand“, der für die Arbeiterklasse und Jugend ewige Sparpolitik bedeutet.</p>



<p style="font-size:22px"><strong>Spaltungslinien in den besitzenden Klassen</strong></p>



<p>Unter dem Druck der tiefen ökonomischen Krise entwickelt sich derweil eine Spaltung in den besitzenden Klasse, die sich auch zunehmend in der CDU selbst ausdrückt. Der Kanzler Friedrich Merz erklärt noch, dass mit einem „Unterbietungswettbewerb“ keine Wahlen zu gewinnen sind, und setzt damit, wie der tonangebende Teil der herrschenden Klasse, darauf, dass die Kürzungen erfolgreich im Rahmen der „Sozialpartnerschaft“ durchgesetzt werden.</p>



<p>Während das Finanzkapital die AfD noch aus der Regierung raushalten will, drängt ein wachsender Teil des Kleinbürgertums und Schichten von kleineren Kapitalisten darauf, die AfD ins Boot zu holen. Mittlerweile sagt ein Drittel der Unternehmer und Manager, dass sie die AfD wählen würden. Und auch im rechten Flügel der CDU formiert sich eine Strömung, die diese Entwicklung repräsentiert und dem vom Kanzler untersagten Unterbietungswettbewerb Auftrieb gibt, wie die „Lifestyle-Teilzeit“-Hetze zeigt.</p>



<p>Zugespitzt stellt sich folgende Frage in den besitzenden Klassen immer schärfer: Setzen sie ihr Programm zusammen mit den „Sozialpartnern“ (SPD und DGB-Vorstände) durch, oder setzen sie auf eine Bürgerblockregierung und treten ihrem „Sozialpartner“ zumindest vorläufig in den Hintern.</p>



<p>Die kommenden Landtagswahlen im Osten werden in dieser Hinsicht zu einem Kräftemessen zwischen verschiedenen Flügeln der besitzenden Klassen. Die Krise des Kapitalismus vertieft die Krise der bürgerlichen Demokratie immer weiter. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wird dieses Jahr gewählt und die AfD liegt dort gegenwärtig bei knapp 40%. Eine Minderheit der CDU pocht dort auf die Zusammenarbeit mit der AfD und erhofft sich durch gemeinsame Bürgerblock-Regierungen, widerstandslos ein hartes Sparprogramm durchzusetzen.</p>



<p>Das Finanzkapital fürchtet noch, dass die AfD in Regierungen verantwortungslos handelt. Vor allem aber fürchtet es die Reaktion aus der Arbeiterklasse und der Jugend gegen so eine Regierung der sozialen Angriffe, die sich nicht der Zusammenarbeit mit den DGB-Führungen sicher sein kann. Es fürchtet, dass die Stimmung der Massen in einen offenen Klassenkampf umschlagen könnte. Die Arbeiterklasse, die größte und stärkste soziale Kraft in der Gesellschaft, ist sehr politisiert, wütend und vieler Illusionen in die bürgerlichen Institutionen beraubt.</p>



<p style="font-size:22px"><strong>Reformismus und Aufstieg AfD</strong></p>



<p>Trotz dieser Abwehrhaltung des Finanzkapitals gegen die AfD ist diese rechte, demagogische Partei Teil der allgemeinen Offensive der herrschenden Klasse gegen die Arbeiterklasse. Sie ist ein Produkt der Krise des Kapitalismus. Jetzt, wo die AfD in den Umfragen und bei Wahlen sehr stark abschneidet, sehen Teile des Kleinbürgertums und der herrschenden Klasse, denen selbst die SPD zu „rot“ ist, in der AfD ein Werkzeug für die Durchsetzung ihrer Interessen. Sie wollen extreme Einschnitte im Lebensstandard der Arbeiterklasse sehen, um ihre Profite zu steigern.</p>



<p>Ihnen ist die rassistische und soziale Demagogie der AfD ein nützliches Werkzeug, um die Wut von den Teilen der Arbeiterklasse zu kanalisieren, die durch die passivierende Betondecke des Reformismus zutiefst verbittert und im Klassenbewusstsein zurückgeworfen sind. Die AfD hält so die Passivität und Spaltung der Arbeiterklasse aufrecht, was der gesamten herrschenden Klasse nützt.</p>



<p>Aber die Demagogie und die verbalen Angriffe der AfD gegen das „Establishment“, die „Kartell-Parteien“ usw. destabilisieren gleichzeitig das gesamte Herrschaftsgefüge des Finanzkapitals, weil sie das Vertrauen der Massen in die Institutionen der bürgerlichen Herrschaft zusätzlich schleifen. AfD-Regierungen wären mindestens genauso instabil und krisengebeutelt wie die Regierungen der etablierten Parteien. Zudem könnte deren reaktionäre Politik die Wut in den klassenbewussten Schichten der Jugend und Arbeiterklasse schneller zuspitzen und den Klassenkampf früher entflammen.</p>



<p><a></a>Deshalb macht der tonangebende Teil der herrschenden Klasse noch an der Kampagne gegen die AfD mit. Wir dürfen uns aber nicht von dieser Politik täuschen lassen. Weil die Herrschenden die AfD nicht mehr kleinhalten können, versuchen sie gleichzeitig, die AfD so hinzubiegen, dass sie in Regierungen teilnehmen kann. Dafür sorgen der Verfassungsschutz, die Presse, aufgebauschte Skandale usw. Das zeigt Wirkung: Die Führung der AfD schniegelt sich längst für mögliche Regierungsbeteiligungen.</p>



<p style="font-size:22px"><strong>Linkspartei behindert Klassenbewusstsein</strong></p>



<p>Aber die Entwicklung der Gesellschaft geht nicht nur in eine reaktionäre Richtung. Der Aufstieg der AfD sowie die Politik der Merz-Regierung, die nur Austerität und Aufrüstung verfolgt, erzeugt Radikalisierung nach links in der Jugend und in Schichten der Arbeiterklasse. Sie suchen einen Weg zum Klassenkampf und einer sozialistischen Gesellschaft.</p>



<p>Die Linkspartei versucht mit ihren Warnungen vor einer „Faschisierung“ der Gesellschaft diese Stimmung einzufangen. Sie schlägt vor, die AfD und die Merz-Regierung durch eine „Volksfront“-Bewegung zu bekämpfen und dadurch die Grundlage für eine „antifaschistische Regierung“ mit SPD und Grünen zu legen – Parteien, die für Militarismus, Krieg und Austerität stehen. Im Kern verfolgt die Linkspartei das gleiche Programm wie die tonangebenden Teile der herrschenden Klasse. Sie versucht, die „Demokratie zu retten“ – d.h. die Herrschaft der Kapitalistenklasse. Sie möchte lediglich die Krisenlasten „gerechter“, durch Steuern und Schulden, zwischen den Klassen verteilen.</p>



<p>Deshalb erklärt sie, dass die linke Bewegung ausdrücklich auf eine „reine Strategie ‚Klasse gegen Klasse‘“ verzichten sollte. Das heißt, sie soll darauf verzichten, den Kapitalismus, die Ursache der Angriffe des Finanzkapitals und des Aufstiegs der AfD, zu bekämpfen. Wir warnen vor solcher Politik, die mit Teilen der herrschenden Klasse eine Übereinkunft sucht. Damit wirft der Reformismus die Arbeiterklasse und die Jugend den Reichen zum Fraß vor.</p>



<p>Der Verzicht auf Klassenkampf in einer Situation, in der die herrschende Klasse eine allgemeine Offensive organisiert, stärkt nur die Betondecke des Reformismus. Damit hindert die Führung der Linkspartei die klassenbewussten Schichten der Jugend und Arbeiterklasse daran, sich effektiv gegen die Angriffe der herrschenden Klasse zu wehren und die AfD erfolgreich zu bekämpfen. Das führt dazu, dass die gesamte Arbeiterklasse passiviert, demobilisiert und gespalten wird. Die reformistische Politik ist der wichtigste Treiber der Zustimmungswerte für die AfD in der Arbeiterklasse.</p>



<p style="font-size:22px"><strong>Es braucht revolutionäre Politik</strong></p>



<p>Deshalb schlagen wir Kommunisten den klassenbewussten Schichten der Jugend und Arbeiterklasse eine reine „Klasse gegen Klasse”-Strategie vor, um die Spaltungen in der Arbeiterklasse zu überwinden. Wir treten für ein kommunistisches Programm ein, dass das Ziel hat, den Kapitalismus zu stürzen und die Macht über Wirtschaft und Politik in die Hände der Arbeiterklasse zu legen.</p>



<p>Die herrschende Klasse will zwar in die Offensive, aber sie kann das nur, wenn die Arbeiterklasse sich nicht wehrt. Wenn die Arbeiterklasse sich bewegt und einen Abwehrkampf gegen die Angriffe des Kapitals führt, dann kann sie die Betondecke des Reformismus durchbrechen, die Herrschenden in die Schranken weisen und ihr System stürzen.</p>



<p>So ein Klassenkampf lässt sich nur mit einem kommunistischen Programm organisieren, weil es die Interessen der gesamten Klasse formuliert. Wenn so ein Programm in der Arbeiterklasse Wurzeln schlägt, dann kann es sie aufrütteln, aufklären, organisieren und zum Kampf bewegen.</p>



<p>Der Ansatzpunkt dafür liegt in den Schichten der Jugend und der Arbeiterklasse, die sich stark nach links radikalisieren. Immer mehr wollen die Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus nicht mehr dulden. Das drückt sich in der Anti-Wehrpflicht-Bewegung aus, in Kämpfen gegen Rassismus und die AfD, in den Bewegungen für die Befreiung von Palästina und Kurdistan, in der Solidarität mit Venezuela und Kuba sowie im Hass auf die „Epstein-Klasse“.</p>



<p>Aber auch breitere Schichten der Arbeiterklasse versuchen ihre Interessen gegen die Angriffe der herrschenden Klasse zu verteidigen: in Tarifkämpfen für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen, in Abwehrkämpfen gegen Austerität, Entlassungen und Werkschließungen.</p>



<p>Alle diese Bewegungen und Kämpfe müssen letztendlich den Kapitalismus herausfordern und Teil einer allgemeinen Gegenoffensive der Arbeiterklasse und Jugend werden, um Erfolge zu erzielen.</p>



<p>Der Klassenkampf braucht dich! Bau die RKP mit uns auf und gibt so dem Kommunismus eine laute Stimme und ein sichtbares Banner in der Arbeiterbewegung. Pack mit an für die sozialistische Weltrevolution, um dem Kapitalismus ein Ende zu setzen und eine Gesellschaft in Frieden, Wohlstand und Solidarität zu errichten.</p>
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		<title>Wer die AfD bekämpfen will, muss Merz stürzen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michele Rocco Troccolo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Nov 2025 13:29:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anti-AfD]]></category>
		<category><![CDATA[AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Klassenkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Planwirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ende November will die AfD ihre neue Jugendorganisation im hessischen Gießen gründen. Die Partei hatte im März die „Junge Alternative“ mit ihren 2.400 Mitgliedern auflösen lassen. Sie war nicht direkt [&#8230;]</p>
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<p>Ende November will die AfD ihre neue Jugendorganisation im hessischen Gießen gründen. Die Partei hatte im März die „Junge Alternative“ mit ihren 2.400 Mitgliedern auflösen lassen. Sie war nicht direkt an die Mutterpartei gebunden und galt daher für diese als schlecht kontrollierbar. Zusätzlich stand ein Verbot im Raum.</p>



<p>Ein breites Bündnis unter dem Namen „widersetzen“ mobilisiert gegen das Gründungstreffen. Schon im Januar verzögerten ca. 15.000 Demonstranten durch Blockade der Zufahrtswege den AfD-Parteitag im sächsischen Riesa für zwei Stunden. 200 Busse aus 80 Städten waren angereist. Mit diesem Protest hatten sie ein symbolisches Zeichen gesetzt. Trotzdem erstarkte die AfD immer weiter.</p>



<p>Um gemeinsam eine starke Massenbewegung auf die Straße zu bringen und die Anziehungskraft der AfD zu schwächen, müssen wir mit einem klassenkämpferischen Programm mobilisieren.</p>



<p style="font-size:22px"><strong>Eine Strategie gegen rechte Demagogen</strong></p>



<p>Der italienische Generalstreik vom 3. Oktober zeigt, wie die Arbeiterklasse gegen rechte Demagogen kämpfen muss. Melonis Koalition konnte nur an die Macht kommen, weil die sogenannte „Linke“ keine Antworten auf die sozialen Probleme vorbrachte. Die bürgerlichen Institutionen verloren im Zuge der sozialen, politischen und ökonomischen Krisen immer weiter an Legitimität. Gleichzeitig verteidigte die „Linke“ das Establishment und diskreditierte sich so in den Augen vieler. In Deutschland spielt die Linkspartei diese Rolle.</p>



<p>Der italienische Generalstreik zeigt, dass die Meloni-Regierung keineswegs stabil ist und dass der „Rechtsruck“ ein Märchen ist. Der Aufstieg der Rechten ist ein Ausdruck der Wut gegen das alte Establishment. Jetzt drückt sich dieselbe Wut gegen das Regime entlang von Klassenfragen aus. „Alles blockieren“ war der Ruf des Generalstreiks. Statt Hetze gegen Migranten stand internationale Solidarität auf der Tagesordnung. Dagegen war Meloni machtlos, trotz verschärften Streikrechts.</p>



<p>Die AfD zu verhindern, heißt dem Vorbild der italienischen Arbeiterklasse zu folgen. Jetzt muss der Kampf gegen die Merz-Regierung geführt werden. Direkte Aktionen einer Minderheit reichen nicht. Nur ein Programm, dass sich Forderungen der Arbeiterklasse auf die Fahne schreibt, kann zu Massenaktionen der Arbeiterklasse führen.</p>



<p style="font-size:22px"><strong>Was fordern wir?</strong></p>



<p>„widersetzen“ erklärte in einer Pressekonferenz die Gründe für den Aufstieg der AfD. Die Partei schafft es, an „reale soziale Ängste“ anzuknüpfen. Beispielhaft wurde aufgezählt, die Schwierigkeit bezahlbaren Wohnraum zu finden, die Krise des Gesundheitssystems und den Abbau des Sozialstaats.</p>



<p>Die Pressesprecherin von „widersetzen“ zieht konsequenterweise die Schlussfolgerung, dass man für sozialen Wohnungsbau, für bessere Arbeitsbedingungen, höheren Mindestlohn, mehr Sozialstaat und weitere soziale Reformen kämpfen muss, um die AfD in ihre Schranken zu weisen. Trotzdem klammert das Bündnis die Umsetzung dieser Strategie in seinem Kampf gegen die AfD aus und beschränkt diesen auf „Nein!“-sagen. Dabei sind Linkspartei und Gewerkschaften Teil des Bündnisses, die ihre Mitglieder tatsächlich für die Lösung dieser Fragen mobilisieren könnte.</p>



<p>Weil sie es aber nicht tun, kann „widersetzen“ nur noch mit leeren Formeln hantieren: Es stehe ein für Freiheit, Respekt, Solidarität und Menschlichkeit, während die AfD für Ausgrenzung, Hass und Angst sei. Doch auch die Establishment-Parteien predigen diese Werte, während sie in Taten den Lebensstandard angreifen und hetzen. Diese Heuchelei trieb viele in die Arme der AfD.</p>



<p>In einem Mobi-Video für die Protestaktion in Riesa beschränkte sich das Bündnis darauf, die Folgen einer AfD-Politik zu kritisieren: höhere Preise, niedrige Löhne, Einschränkung von Arbeitsrechten, Auflösung von Tarifverträgen, Privatisierung von Wohnraum und Rentenkürzungen. Aber: All dies wird ohnehin bereits von CDU, SPD, Grüne und FDP umgesetzt. Deshalb muss der Kampf gegen die Merz-Regierung und das Establishment der Ausgangspunkt der Bewegung sein, sonst wird das „widersetzen“ gegen die AfD zur Verteidigung des Status quo.</p>



<p>Nur eine Planwirtschaft unter demokratische Kontrolle der Arbeiterklasse kann diese sozialen Probleme lösen. Wer das nicht sagt, verteidigt die Hülle einer Demokratie, die die Interessen der Reichen umsetzt, und stößt diejenigen ab, die dies bereits heute erkennen.</p>
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		<title>NRW-Wahl zeigt, warum die AfD erfolgreich ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michele Rocco Troccolo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2025 15:02:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anti-AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Polarisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Abend des 14. September atmeten CDU und SPD sichtbar erleichtert auf. Die riesige Klatsche, die im Vorhinein der Kommunalwahlen in NRW für die Regierungsparteien heraufbeschworen wurde, war ausgeblieben. Im [&#8230;]</p>
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<p>Am Abend des 14. September atmeten CDU und SPD sichtbar erleichtert auf. Die riesige Klatsche, die im Vorhinein der Kommunalwahlen in NRW für die Regierungsparteien heraufbeschworen wurde, war ausgeblieben. Im Vergleich zur Kommunalwahl von 2020 hat die CDU nur 1 Prozentpunkt verloren und liegt laut vorläufigem Ergebnis bei 33,3%. Auch die SPD ist nur 2,2 Prozentpunkte abgesackt und hält sich bei 22,1%.</p>



<p>„Wir sind die Kommunalpartei Nummer eins“, redete sich Carsten Linnemann (Generalsekretär der CDU) Mut zu. Die Christdemokraten seien immer noch doppelt so groß wie die AfD, die „nur“ bei 14,5% landete. Das Handelsblatt fasste diese Reaktion zu den Wahlergebnissen treffend zusammen: „Hier gibt es nichts zu sehen, bitte gehen Sie weiter“.</p>



<p>In Wirklichkeit ist dies für die CDU das schlechteste Wahlergebnis in NRW seit 1945. Das gilt jedoch umso mehr für die SPD. Für sie ist der Verlust im industriellen Ruhrgebiet ein Schlag in die sogenannten „Herzkammern der Sozialdemokratie“. Hier errang die SPD bei den Landtagswahlen 1985 noch stolze 52,1%.</p>



<p>Seit Jahren schrumpft die sogenannte „politische Mitte“ weiter zusammen und wird für ihre Politik abgestraft. Die Grünen, die seit Mitte der 1990er immer wieder Teil der Landesregierungen waren, verloren 6,5 Prozentpunkte und sackten auf 13,5%.</p>



<p>Deutliche Wahlsiegerin ist die AfD, die ihr Ergebnis von ehemals 5,1% mit einem Plus von 9,4 Prozentpunkten fast verdreifachte. Dieser kometenhafte Aufstieg wirkte für die anderen Großparteien nur nicht so erschreckend, wenn man die Prozente mit den aktuellen bundesweiten Umfragen vergleicht: Kürzlich überholte die AfD mit 26% knapp die CDU/CSU und eroberte erstmals den ersten Platz.</p>



<p style="font-size:22px"><strong>Soziales Elend</strong></p>



<p>Die Kommunalwahl bestätigte somit lediglich den kontinuierlichen Aufwärtstrend der AfD und die Unfähigkeit der CDU und SPD diesen Aufstieg zu verhindern. Bemerkenswert war jedoch die mediale Berichterstattung, die gezwungen war, ein wahrheitsgetreues Bild zu zeichnen, das den Erfolg der AfD mit dem Niedergang des Lebensstandards verknüpfte. Die Stärke der AfD im Osten schob man noch abwertend auf die „Autoritätsliebe“ der ehemaligen DDR-Bürger. Diese bequeme Erklärung konnte man im Westen nicht abspulen. Und auch das Märchen, AfD-Wähler würden auf ausländerfeindliche Parolen anspringen, weil sie diesen noch nie begegnet wären, hat im multikulturellen Ruhrgebiet mit seiner langen Geschichte der Gastarbeiter weder Hand noch Fuß.</p>



<p>Das Musterexemplar für „strukturwandelgeplagte Städte“ – wie man den Abstieg ins soziale Elend beschönigend bezeichnet – ist Gelsenkirchen. Hier trat die AfD am 28. September in einer Stichwahl gegen die SPD um das Amt des&nbsp; Oberbürgermeisters an. Während die SPD in der ersten Wahlrunde 37% erhielt, schaffte es die AfD auf satte 30%. Bei der Ratswahl lagen beide sogar gleich auf, bei rund 30%.</p>



<p>In der ehemals stolzen Industriestadt wurde früher Kohle abgebaut und Stahl produziert. In den 1960ern stieg die Einwohnerzahl auf 400.000. Viele davon waren Gastarbeiter aus der Türkei, Italien und weiteren Ländern. Im Laufe der kapitalistischen Krisen schrumpfte die Stadt auf 275.000 Einwohner. Die Arbeitslosigkeit liegt hier bei einem bundesweiten Rekordwert von rund 13%. Die Stadt hat mit einer Milliarde Euro einen der höchsten Schuldenberge in Deutschland. Jedes zweite Kind ist armutsgefährdet. Jeder Sechste ist überschuldet. Beim Städte-Ranking einer Kölner Beratungsfirma kam Gelsenkirchen von 400 Städten auf den letzten Platz. So sieht Verelendung in gefühllosen Zahlen aus.</p>



<p>Wohnungsleerstand bedeutete billige Mieten – diese zogen wiederum tausende Migranten an, die vor der bitteren Armut ihrer Herkunftsländer flüchteten. Von den 275.000 Einwohnern haben 75.000 keinen deutschen Pass. Viele kamen ab 2014 aus Osteuropa und müssen nun unter den widrigsten Bedingungen arbeiten und leben. „In Gelsenkirchen“, schreibt der Spiegel, „kann man beobachten, was geschieht, wenn sehr arme Menschen in eine sehr arme Stadt einwandern“.</p>



<p style="font-size:22px"><strong>AfD als neue Arbeiterpartei?</strong></p>



<p>Ursprünglich wollte die SPD mit vier Themen im Wahlkampf antreten: Bildung, Arbeit, Wirtschaft und die Modernisierung der Verwaltung. Jedoch sprang sie schnell auf die aktuelle mediale Hetze gegen Migranten auf. Im Mittelpunkt standen dementsprechend Ordnung, Sicherheit, Sauberkeit und Migration aus Südosteuropa. Andrea Henze, SPD-Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl, sieht es als SPD-Erfolg an, dass seit einigen Jahren 2.500 Rumänen und Bulgaren weniger in Gelsenkirchen leben.</p>



<p>Henze beteuert, dass dies nicht die zentralen Probleme der Stadt sind, aber klagt, dass sie ohne dieses Bekenntnis keinen „Zugang zu den Menschen“ im Wahlkampf bekommen würde. Man bemerke: Nicht das „weiter-so“-SPD-Programm ist schuld am Wählerverlust, sondern die falschen Vorstellungen der Menschen. In ihren Augen ist nämlich die SPD verantwortlich – regiert sie doch seit 1945 in Gelsenkirchen, mit nur einer kleinen Unterbrechung durch die CDU zwischen 1999 und 2004. Aber auch bei anderen Parteien sieht man wenig Hoffnung. Ein Gelsenkirchener hatte es bei einer Wahlkampfveranstaltung auf den Punkt gebracht: „Kommt doch eh immer die gleiche Scheiße bei raus, ob du SPD wählst, CDU oder sonst wen.“</p>



<p>Die AfD hingegen wird von einem Teil der Bevölkerung als die Kraft wahrgenommen, die die soziale Misere beenden will. Sie geht in die Arbeiterviertel, in denen die SPD keinen Anklang mehr findet, und AfD-Wähler berichten, dass die Partei ihnen zuhören würde. Auf dieser Grundlage kann Alice Weidel im Bundestag der SPD zurufen: „Das ist auch der Grund, warum Sie als Dreizehnprozentpartei [in aktuellen Umfragen] abgeschmiert sind, weil Sie gar nicht mehr die Partei der Arbeitnehmer und Arbeiter sind. Das sind wir! Darum wollen Sie uns ja auch verbieten!“</p>



<p>Die AfD gewinnt viele Stimmen bei vorherigen Nichtwählern. Einige waren ehemalige CDU-Wähler und die wenigsten sind direkt von der SPD zur AfD gewechselt. Aber viele SPDler haben sich von der Partei durch ihre arbeiterfeindliche Politik abgewendet, insbesondere wegen der Agenda 2010. Unter diesem Schlagwort schuf die rot-grüne Regierung unter Gerhard Schröder (1998 &#8211; 2005) durch massive Kürzungen der Sozialleistungen einen der profitabelsten Niedriglohnsektoren Europas. Zu diesem Zeitpunkt waren schon viele Großbetriebe im Ruhrgebiet geschlossen und viele Arbeiter in die Perspektivlosigkeit gedrängt worden. In Gelsenkirchen erreichte die Arbeitslosenquote 2005 einen Höhepunkt mit 23,4%. Die katastrophale Politik der SPD bereitete damit&nbsp; das Fundament für den Aufstieg der AfD, die sich so als neue Arbeiterpartei geben kann.</p>



<p style="font-size:22px"><strong>Gegen Migranten … und das Establishment</strong></p>



<p>In der NRW-Wahl warb die AfD mit Plakat-Slogans wie „Aufenthaltstitel dürfen nicht kostbarer sein als Rentenbescheide!“, „Flüchtlingskosten brechen den Kommunen das Genick“, aber auch mit „Deutschland wird von einer unfähigen Regierung geführt“, „Deindustrialisierung stoppen“ und einem Bild von Merz mit der Unterschrift „abwählen!“. Gerade mit Letzteren greift sie deutlich den Unmut über die Regierungspolitik auf. Aber auch hinter Ersteren versteckt sich eine soziale Frage: „Ich hab so wenig, weil du so viel hast“.</p>



<p>Ein CDU-Wähler drückte es 2023 in einer Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung wie folgt aus: „Eine Freundin von mir ist alleinerziehend, ein paar Jahre lang. Und die musste um alles kämpfen, um jede müde Mark […]. Und seit aber die Immigranten hier zugange sind, die kriegen [das Geld], sie kriegt nichts. Und das ist das, was sie natürlich auch unmutig macht […].” Auf dem Amt sieht sie “die anderen kriegen es reingestopft […]. Und du selber musst um jeden Cent kämpfen.“</p>



<p>Ein AfD-Wähler erklärte es so: Die Ausländer „kriegen mit zwei Kindern in einer sechseinhalb Zimmerwohnung 4.500 Euro im Monat vom Staat. Für gar nichts. Und wie will man das jemandem erklären, der hier lebt, der sich monatlich seinen Hintern aufreißt, mit einem nine-to-five oder noch mehr? Wie soll man das denn rechtfertigen?“</p>



<p>Auch in der Berichterstattung über Gelsenkirchen wird immer wieder betont, dass die türkischen Gastarbeiter der zweiten und dritten Generation im Konflikt stehen mit den neu hinzugekommenen Osteuropäern. Ihre Position: Wir haben früher hart gearbeitet und die Neuankömmlinge bekommen einfach Sozialleistungen hinterhergeworfen. Deswegen wählen auch Migranten die AfD oder stellen sich sogar als ihre Kandidaten auf.</p>



<p>Die Lüge, dass ein Teil der Arbeiterklasse weniger hat aufgrund eines anderen Teils der Arbeiterklasse, wird bewusst von der herrschenden Klasse und ihren medialen Sprachrohren genutzt, um von der Wahrheit abzulenken: Die Arbeiterklasse ist so arm, weil die Kapitalistenklasse so reich ist.</p>



<p>Die AfD ist nicht die Erfinderin dieser Hetze. Beispielsweise wurde die sogenannte Asyldebatte in den 1980ern und 1990ern maßgeblich von den Unionsparteien angeführt. Sie versuchten damit Proteste während der Wirtschaftskrisen und dem Ausverkauf der DDR in andere Bahnen zu lenken. Ihre Politik war erfolgreich, weil SPD und DGB es zuließen. Die mediale Hetze war der Nährboden für die Brandstiftung in den Asylunterkünften in Rostock-Lichtenhagen 1992 und weitere gewaltsame Übergriffe in Solingen, Mölln, Hoyerswerda und anderswo.</p>



<p>Die AfD ist Vehikel einer Wut der Massen über die sozialen Zustände. Als Anti-Establishment-Partei benennt sie klar, dass die Politik der Regierenden weiter in den Abgrund führt und positioniert sich deutlich in Opposition dazu. Mit ihrem Rassismus und Nationalismus versucht die AfD an der radikaleren Stimmung in der Bevölkerung anzusetzen. Dies gelingt ihr, weil die Massen nach Lösungen für soziale Fragen suchen und ihr von „links“ keine geboten werden und nicht, weil alle „rechts“ geworden sind.</p>



<p style="font-size:22px"><strong>Linkspartei enttäuscht</strong></p>



<p>Die Linkspartei landet in Gelsenkirchen nur bei 4,3%. Landesweit schafft sie es mit 5,6% und einem Zuwachs von 1,8 Prozentpunkten über die symbolische Fünf-Prozent-Hürde. Dies und dass sie flächendeckend angetreten ist, sieht die Partei als einen Erfolg. Aber es ist offensichtlich, dass sie es nicht schafft, sich als Partei der Arbeiter zu etablieren und somit zu einem Gegengewicht zur AfD zu werden.</p>



<p>Die AfD kann sich als Partei des „kleinen Mannes“ herausputzen, weil sie noch nie in Regierungsverantwortung war. Immer wieder versucht die Linkspartei dieses Image der AfD zu entlarven, indem sie auf die Vorzüge für Reiche im AfD-Programm verweist. Dies stimmt. Aber die Erfahrung ist überzeugender als mahnende Worte. Und die Erfahrung der letzten Jahrzehnte hat für Viele deutlich gezeigt, dass eben die Linkspartei sicherlich nicht die Partei des „kleinen Mannes“ ist. Insbesondere im Osten, wo sie Privatisierungen und Schuldenbremsen mitbestimmt&nbsp; sowie Niederlagen als Erfolge verkauft hat.</p>



<p>Dabei hatte die Linkspartei sich unter anderem aus einer Opposition innerhalb der SPD gegen die Agenda 2010 gebildet. Ein Teil der Arbeiter in NRW schaute nun von der SPD zur Linkspartei. Aber sie lieferte nicht. Bei den Landtagswahlen 2010 nach der Wirtschaftskrise von 2008 war sie zum ersten Mal mit 5,6% und einem klaren Auftrag ins Landesparlament von NRW gewählt worden. Sie unterstütze die Minderheitsregierung von rot-grün. Ihr Ziel war es, die SPD nach links zu ziehen, aber stattdessen näherte sie sich der SPD an.</p>



<p>Beispielsweise ermöglichte die Linkspartei der Minderheitsregierung den Haushalt von 2011 zu beschließen, indem sie sich in der Abstimmung enthielt. Dabei hatte sie vorher kritisiert, dass Mehreinnahmen des Landes zur Absenkung der Neuverschuldung verwendet werden sollen. Fraktionsvorsitzender Wolfgang Zimmermann sagte damals:&nbsp; Diese Gelder fehlten “in den Kommunen, in den Universitäten und den Schulen, sie fehlen für eine kostenfreie Kinderbetreuung, für ein Sozialticket, für die Flüchtlingsberatung, für die Arbeitsmarktpolitik, für Kinder und Jugendliche und nicht zuletzt für eine deutliche Erhöhung der daniederliegenden Investitionen“.</p>



<p>Gleichzeitig war die Linkspartei nicht bereit, gegen diesen Haushalt auf die Straße und in den Betrieben zu mobilisieren und die Landesregierung vor sich herzutreiben. Sie hoffte, in Zukunft als seriöser Koalitionspartner anerkannt zu werden, fokussierte sich vor allem aufs Parlament und akzeptierte so die kapitalistischen Sachzwänge. Als Trostpflaster schrieb sie sich auf die Fahne, dass sie die Studiengebühren abgeschafft hat. In der Krise des Kapitalismus ist der Reformismus unfähig, Reformen zu verteidigen und neue zu erringen, weil er nicht bereit ist, am bestehenden System zu rütteln. So wird er zum Verwalter des Untergangs.</p>



<p>Bei den Neuwahlen 2012 wurde die Linkspartei mit 2,5% abgestraft. SPD und Grüne erreichten eine absolute Mehrheit. Viele Wähler, die vorher mit der Linkspartei sympathisiert hatten, mussten sich gefragt haben, warum sie nicht einfach direkt das Original unterstützen. Seitdem hat die Linkspartei es nie wieder ins Landesparlament in NRW geschafft.</p>



<p>Auch in den letzten Jahren korrigierte die Linkspartei ihre Strategie nicht. In der Kommunalwahl sprach sie zwar soziale Fragen an, mit Plakaten wie „Zuhause statt zu teuer“, aber trat gleichzeitig auf mit „Geht wählen, ihr Mäuse“ und „Auf die Barrikaden, ihr Mäuse“. Solche Slogans vermitteln nicht das Bild einer ernsthaften Partei, die die aktuellen Zustände radikal verändern möchte. Vor allem aber, wenn eine Mobilisierung auf der Straße und in den Betrieben fehlt, die dem „auf die Barrikaden“ Gewicht verleiht. Mit über 22.000 Mitgliedern in NRW und weiteren Sympathisanten hätte die Linkspartei die Kräfte dazu.</p>



<p style="font-size:22px"><strong>Regierung bekämpfen oder AfD helfen</strong></p>



<p>Die beschriebene politische Haltung war die Ursache des langsamen Niedergangs der Linkspartei in den letzten Jahren. Erst der Aufschwung der AfD und die Rede von Heidi Reichinnek im Bundestag, die einen konsequenten Kampf, einen „Widerstand“ gegen die AfD ankündigte, stärkte die Linkspartei wieder. Die Ironie ist leider, dass die AfD überhaupt erst groß geworden ist, wegen der fehlenden Klassenpolitik der Linkspartei.</p>



<p>Und nun nutzt die Linkspartei den Aufstieg der AfD als Argument, um weiter keine Klassenpolitik zu machen, sondern den Regierenden noch drängender die Hand zu reichen. Sie behauptet, jede Instabilität würde der AfD helfen. Das ist insofern wahr, solange die Linkspartei nicht fähig ist, die kapitalistische Krise zu nutzen, um selbst stärker zu werden. Dies geht nur mit einem sozialistischen Programm, das bereit ist, über die Schranken des Kapitalismus hinauszugehen.</p>



<p>Um die AfD zu bekämpfen, bräuchte die Linkspartei ein Programm, das einen Kampf gegen die Merz-Regierung führt und die Reichen für die Krise zahlen lässt. Stattdessen stimmt die Linkspartei <a href="https://derkommunist.de/merz-blamiert-linke-eilt-zur-hilfe">im Bundesrat der Aufrüstung zu</a>. Stattdessen beschwert sich die Linkspartei, dass die CDU sich nicht mit ihr berät bei Fragen wie der Verfassungsrichterwahl. Genau dieses Verhalten wird die entgegengesetzte Wirkung haben und der AfD zum weiteren Aufstieg verhelfen.</p>



<p>Machen wir es plastisch: Gelsenkirchen und auch Duisburg standen vor der Wahl: SPD- oder AfD-Kandidat als Oberbürgermeister? Alle etablierten Parteien haben sich hinter die SPD gestellt und ihr in Gelsenkirchen mit ca. 67% im zweiten Wahlgang zum Sieg verholfen. In anderen Städten (bspw. Hagen), haben sich alle&nbsp; hinter die CDU gestellt. Die Konsequenz: Alle „demokratischen“ Parteien stellen sich hinter die Politik, die das Elend weiter fortführt und sogar vertieft.</p>



<p>Die Linkspartei Gelsenkirchen gratulierte der SPD-Kandidatin zu ihrer Wahl: „Wir wünschen Frau Henze für ihre neue Aufgabe Kraft und ein offenes Ohr für die Menschen in unserer Stadt.“ Sie fügt noch hinzu: „Wir werden die Arbeit der neuen Oberbürgermeisterin kritisch begleiten“. Gleichzeitig macht sie die SPD verantwortlich für die „katastrophale wirtschaftliche, soziale und politische Lage“ von Gelsenkirchen. Sie erklärt selbst, dass gerade „im Ruhrgebiet, wo Abstiegserfahrungen, Arbeitslosigkeit und soziale Unsicherheit besonders ausgeprägt sind“, die AfD einen „Resonanzboden“ erhält. Zusammengefasst: In Worten kritisiert sie die bestehende Politik und erkennt die Ursachen des Aufschwungs der AfD, in Taten aber unterstützt sie die SPD und CDU. Die Linkspartei verhilft so ungewollt der AfD zum Aufstieg.</p>



<p>Stattdessen hätte sie sagen müssen, dass keine der anderen Parteien die sozialen Probleme lösen können wird. Eine Unterstützung der SPD gegen die AfD ist ein kurzfristiger Sieg, der in einer langfristigen Niederlage endet: Die AfD wird unter gleichbleibenden Umständen nur stärker wiederkommen. Sie hätte offen sagen müssen, dass es im Kapitalismus keinen Weg vorwärts gibt und dass die Interessen der Arbeiterklasse nicht im Parlament durchgesetzt werden können, sondern eine Veränderung nur durch Klassenkampf erreichbar ist.</p>



<p>Deswegen ist der Kampf gegen die AfD heute untrennbar verknüpft mit dem Kampf gegen Reformismus. Der Kampf beginnt mit dem Aufzeigen, dass der Reformismus verantwortlich für den Aufstieg der AfD ist und schließt mit der weltweiten Machtergreifung des Proletariats und der Errichtung einer sozialistischen Planwirtschaft.</p>
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		<title>Hilft ein Verbot der AfD im Kampf gegen Rechts? </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michele Rocco Troccolo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jun 2025 06:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anti-AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratische Rechte]]></category>
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<p>Die AfD droht die stärkste Partei in Deutschland zu werden. Carsten Linnemann erklärt in der Doku „Inside CDU“, dass die Bundestagswahl 2029 die wichtigste Wahl seit Jahrzehnten werden könnte. Die Politik der Regierungen hat die AfD seit Jahren immer weiter gestärkt. Die kommenden Angriffe auf die Arbeiterklasse werden diesen Prozess beschleunigen, solange es keine spürbare linke Opposition gibt. </p>

<p>Ein AfD-Verbot ist ein zweischneidiges Schwert. Solch eine Maßnahme – und schon die Diskussion darüber – wird die AfD langfristig stärken, nicht schwächen. Sie rieche nach „politischer Konkurrentenbeseitigung“, warnt Merz. Die AfD könne einen „Märtyrerstatus“ bekommen, mahnt Söder. </p>

<p>Dass ein anderer Teil der Kapitalvertreter trotzdem für ein AfD-Verbot argumentiert, liegt nicht an ihrer Angst um die Demokratie, sondern an der Befürchtung, die Zügel der Macht zu verlieren.  </p>

<h3><strong>Gespaltene Unzufriedenheit</strong> </h3>

<p>Sie können immer weniger Zustimmung für ihre Politik mobilisieren und müssen deswegen die AfD als Wiederauferstehung des Faschismus brandmarken. Diese Panikmache treibt viele Arbeiter und Jugendliche entgegen ihrem Willen in die Arme des Establishments. Sie haben die AfD zurecht als reaktionäre Partei erkannt und wollen sie bekämpfen. Aber mangels eines korrekten Programms in der Arbeiterbewegung kann dieser Kampf zweckentfremdet werden. </p>

<p>Denn die Debatte um die AfD ist ein Kulturkampf, der die Arbeiterklasse entlang der Scheinfrage spaltet: Demokratie, ja oder nein? Bei der Landtagswahl in Brandenburg haben 75% der SPD-Wähler angegeben, nicht von ihrer Partei überzeugt zu sein, aber eine starke AfD verhindern zu wollen. Gleichzeitig sind seit 2017 über eine Million SPD-Wähler und eine halbe Million LINKE-Wähler zur AfD abgewandert. Die Drohung mit einem Verbot vertieft diese Gräben nur, obwohl der gemeinsame Nenner die Unzufriedenheit mit dem Status quo dieser „Demokratie“ ist. </p>

<h3><strong>Welche Theorie? Welche Praxis?</strong> </h3>

<p>Wo Arbeiter und ihre Organisationen von Faschisten angegriffen werden, müssen sie zurückschlagen. Aber dabei ist kein Verlass auf den Staat. Bei den Morden des Nationalsozialistischen Untergrunds half der Verfassungsschutz mit und immer wieder werden rechte Gruppierungen im Polizeiapparat entdeckt. </p>

<p>Aber es wäre fatal, die Masse der AfD-Wähler mit Faschisten zu verwechseln. Der Aufstieg der Partei ist Ausdruck der Wut auf das Establishment. Was fehlt, ist eine linke Alternative, die dem verhassten System den Kampf ansagt. </p>

<p>Die herrschende Klasse wird alle Möglichkeiten nutzen, um Klassenkampf zu untergraben Sie wird versuchen, Streiks zu delegitimieren, indem sie der Belegschaft vorwirft, mit ihren „Nazi-Kollegen“ auf die Straße zu gehen. Hierfür müssen Gewerkschaften gerüstet sein, insbesondere weil ihre Mitglieder leicht überdurchschnittlich die AfD wählen. Sie müssen fähig sein, die reaktionären Positionen der AfD zu bekämpfen, ohne der herrschenden Klasse dabei durch die Spaltungsmethoden des Kulturkampfes zuzuarbeiten.  </p>

<h3><strong>„Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.“</strong> </h3>

<p>Die Linkspartei spielt derzeit die Rolle des Gehilfen des Establishments. In Sachsen wird die Minderheitsregierung der CDU und SPD von der LINKEN gestützt. Die CDU ist sich dessen bewusst und hat kürzlich zum Dank das erste Mal in der Landesgeschichte einem Antrag der Linkspartei zugestimmt. </p>

<p>Indem DIE LINKE die „Demokratie verteidigen“-Kampagne der Herrschenden unterstützt, schürt sie Illusionen und hält diejenigen „Demokraten“ an der Macht, die den Lebensstandard der Arbeiterklasse angreifen. Die AfD hingegen kann sich weiterhin als konsequente Opposition etablieren. </p>

<p>Die Politik der Unterstützung des „kleineren Übels“ hat letztlich immer dem größeren Übel zum Aufstieg verholfen. Lasst uns die bittere Wahrheit sagen: DIE LINKE stärkt gerade die AfD. </p>

<p>Statt ein AfD-Verbot zu fordern, treten Kommunisten für ein klassenkämpferisches Programm ein, das den Reichen Feuer unterm Hintern macht. Nur weil dieses in der Arbeiterbewegung fehlt, kann die AfD erstarken. </p>
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		<title>Was sagen Kommunisten zu einem Verbotsverfahren gegen die AfD?</title>
		<link>https://derkommunist.de/was-sagen-kommunisten-zu-einem-verbotsverfahren-gegen-die-afd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michele Rocco Troccolo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 May 2025 10:17:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anti-AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Was bedeutet der Aufstieg der Rechten?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 8. Mai jährt sich der Tag der Befreiung vom Faschismus zum 80. Mal. Die unbeliebteste Regierung seit 1945 wird diesen Jahrestag nutzen, um den Arbeitern und der Jugend Werbung [&#8230;]</p>
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<p>Am 8. Mai jährt sich der Tag der Befreiung vom Faschismus zum 80. Mal. Die unbeliebteste Regierung seit 1945 wird diesen Jahrestag nutzen, um den Arbeitern und der Jugend Werbung für ihre Demokratie einzuhämmern: Gegen den „aufsteigenden Faschismus“ müsse man die „gemäßigte Mitte“ unterstützen, die in Taten zunehmend das Programm der AfD umsetzt. Entgegengesetzt zu diesen Heuchlern, sehen viele in der Jugend und der Arbeiterklasse die AfD als wirkliche Bedrohung für die Gesellschaft und sind in den letzten Monaten deswegen auf die Straße gegangen.</p>



<p>Jetzt, nachdem die AfD vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft wurde, werden die Forderungen nach einem AfD-Verbot noch lauter. Wir Kommunisten sind der Meinung, dass der Kampf gegen rechte Demagogen durch ein Verbot keinen Schritt vorwärtsgebracht wird. Warum? Die AfD-Führung hat ein reaktionäres Programm, das jeder Kommunist verurteilt. Aber einen Teil der Arbeiterklasse auf den anderen Teil zu hetzen, hilft nur den Kapitalisten. Dies ist ein reaktionärer Kulturkampf: AfD-Wähler vs. Nicht-AfD-Wähler. Dies ist der gleiche Spaltungsmechanismus wie Migranten vs. Nicht-Migranten, den die Regierung und die AfD bedienen. Wir sagen: Es braucht Klassenkampf: Arbeiterklasse vs. Kapitalisten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Funktioniert ein Verbot?</h2>



<p>Man mag entgegnen: „Aber die AfD ist reaktionär, wir sollten uns dagegen wehren!“ Das stimmt, aber die Frage ist, was sind die geeigneten Mittel, um uns zu wehren? Die herrschende Klasse und ihre Intellektuellen sind sich bewusst, dass ein Verbot kaum etwas bringt. Der „Extremismusforscher“ Cas Mudde sagt: „Am Ende tut ein Verbot nichts gegen den Nährboden extrem rechter Politik.“</p>



<p>Das muss niemand behaupten, man kann sich einfach das Resultat des Verbots der „Golden Morgenröte“ in Griechenland anschauen. Die Neonazipartei hatte brutale, teilweise tödliche Attacken auf Migranten, linke Rapper, Gewerkschaftsmitglieder und Kommunisten ausgeführt. 2020 wurde die Partei zerschlagen. Dies war der <a href="https://marxist.com/golden-dawn-conviction-2020.htm">Erfolg einer Massenbewegung</a>, die den Staat zwang zu handeln.</p>



<p>Aber heute treiben die Faschisten immer noch ihr Unwesen. Sie haben neue Parteien und Organisationen gegründet und sind weiterhin eng mit dem Staatsapparat verbunden. Nach der Wahl 2023 wurde von einem „Rechtsruck“ in Griechenland gesprochen, weil Konservative und Rechte über 50% erhalten hatten. Davon ging sogar 10% auf extrem rechte Parteien. Der Aufstieg der Rechten war nur möglich, durch eine <a href="https://derkommunist.de/die-griechische-arbeiterklasse-zeigt-ihren-kampfeswillen/">fehlende klassenkämpferische Politik der Arbeiterparteien</a>.</p>



<p>Die Demokratie bekomme eine „Atempause“ wird entgegnet. Aus Sicht von AfD-Wählern und -Sympathisanten – mindestens 10 Millionen Menschen – stellt sich dies aber ganz anders dar: Ihre Meinung soll verboten werden. Das ist ein klarer Angriff auf ein demokratisches Recht. Viele sind zur AfD gewandert, weil alle anderen Parteien nicht in ihrem Interesse handeln. Weil ihre Stimme in dieser „Demokratie“ nicht gehört wird. Jetzt soll ihre Stimme offiziell ausgeschlossen werden.</p>



<p>Die Neutralität des Staates entblößt sich für sie weiter als eine Illusion. In dieser Hinsicht sind die AfD-Wähler im Bewusstsein weiter, als die Parteiführung der Linken, die weiter an dem Märchen des neutralen Staats festhält.</p>



<p>Aber eine Reaktionäre wie Beatrix von Storch – die korrekterweise darauf hinweist, dass der Verfassungsschutz weisungsgebunden der Regierung untersteht – nutzt diesen Angriff auf demokratische Rechte, um für ihre Partei weiter Werbung zu machen. Anstatt der AfD-Wählerschaft zu helfen, zu einer Klassenposition zu kommen, treibt man sie durch die Forderung eines Verbots tiefer in die Arme der AfD. Das Gleiche passiert durch die <a href="https://marxist.com/the-case-of-marine-le-pen-how-the-democrats-are-destroying-democracy.htm">Verurteilung von Le Pen</a> in Frankreich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer sind die AfD-Wähler?</h2>



<p>„Aber“, wird gesagt, „man kann Nazis nicht mit Worten überzeugen“. Korrekt, gegen faschistische Schlägertrupps braucht man Selbstverteidigungseinheiten der Arbeiterorganisationen. Vor 1933 hatte die SPD das „Reichsbanner“, die KPD den „Roten Frontkämpferbund“ und die Gewerkschaften die „Eiserne Front“. Aber auch sie sind daran gescheitert, den Faschismus zu besiegen, weil die stalinistische KPD es nicht verstanden hat, die Arbeiterklasse für den Sturz des Kapitalismus zu gewinnen. Die reformistische SPD und die Gewerkschaften wiederum haben die Arbeiterklasse daran gehindert, den Sozialismus zu erkämpfen.</p>



<p>Der Faschismus ist eine konterrevolutionäre Massenbewegung, deren Ziel es ist, die Arbeiterorganisationen zu zerschlagen und eine totalitäre Diktatur des Monopolkapitals über sie zu errichten. Deshalb ist es ein gravierender Fehler, die Masse der AfD-Wähler und -Sympathisanten mit Faschisten gleichzusetzen. Seit 2017 sind über eine halbe Million Wählende von der antifaschistischen Linken zur AfD gewandert. Von der SPD sind über eine Million abgewandert. Unter Gewerkschaftsmitgliedern ist die AfD sogar überdurchschnittlich repräsentiert. In aktuellen Umfragen ist die AfD zweitstärkste Kraft mit rund 25%.</p>



<p>Diese Arbeiter sind nicht plötzlich alle zu Nazis geworden. Sie sind enttäuscht von den Regierungen und einer Linkspartei in der Opposition, die beide nicht ihre Interessen vertreten. Die kapitalistische Krise wurde auf ihrem Rücken abgewälzt. Sie suchen nach einer Lösung und im Vergleich zur Linken zeigt die AfD, dass sie eine Opposition ist, die nicht klein beigibt und sich traut Probleme anzuprangern und die etablierten Parteien rücksichtslos für ihre Politik zu geißeln. Die AfD schafft es, sich immer wieder als Stimme des „kleinen Mannes“ zu präsentieren.</p>



<p>Ein AfD-Verbot wird dieses Bild nur weiter verstärken, so wie Trump durch die unzähligen Gerichtsverfahren gestärkt wurde. Paradoxerweise könnte eine Zusammenarbeit der Regierungsparteien mit der AfD zur Schwächung der AfD führen, weil sie damit ihr wahres arbeiterfeindliches Programm offenbaren muss. Deswegen wird sich auch in der herrschenden Klasse darum gestritten, <a href="https://www.nzz.ch/report-und-debatte/deutschland-und-die-afd-bedingungen-fuer-eine-zusammenarbeit-zu-stellen-ist-besser-als-eine-brandmauer-zu-errichten-ld.1846719">ob die Einbindung der AfD nicht der bessere Weg ist</a>.</p>



<p>Wir haben es nicht mit dem Aufstieg des Faschismus zu tun oder mit einem gesellschaftlichen „Rechtsruck“. Stattdessen findet die sogenannte „politische Mitte“ immer weniger Zustimmung für ihre Politik des Status Quo. Wer jetzt von Faschismus spricht, übersieht die ansteigende Wut der Arbeiterklasse, die nach einem Ausdruck sucht. Weil keine „linke“ Partei diese Wut wirklich aufgreift, spielt die AfD diese Rolle, wenn auch in sehr deformierter Weise. Gleichzeitig hat ein „auf die Barrikaden“ der Linkspartei gereicht, ihnen Millionen von Stimmen und Zehntausende neue Mitglieder zu bescheren. Heute ist es nicht die Aufgabe einer Arbeiterpartei, sich für den Kampf gegen den Faschismus zu rüsten, sondern den steigenden Klassenkampf aufzugreifen und für die revolutionäre Machtübernahme durch die Arbeiterklasse zu kämpfen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erbsenzählerei?</h2>



<p>Kann man nicht beides tun? Die AfD verbieten und ihre Wähler mit einem Klassenprogramm ansprechen? Dies ist im Kern die <a href="https://www.die-linke.de/start/presse/detail/afd-verbotsverfahren-jetzt-auf-den-weg-bringen/">Position von Jan van Aken</a>, Vorsitzender der Linkspartei:</p>



<p>„Ich war früher immer gegen ein Verbotsverfahren, weil man mit einem Verbot natürlich nicht die Ideologie aus den Köpfen herausbekommt. Aber wenn wir uns nun anschauen, wie offen die AfD die Demokratie abschaffen möchte, sollten wir ihr nicht unsere schärfste Waffe – die Demokratie – an die Hand geben.“</p>



<p>„Gleichzeitig müssen wir die AfD auch politisch bekämpfen. Indem wir die Probleme und Nöte der Menschen endlich ernst nehmen und ihnen Zuversicht geben. Indem wir das Leben der Menschen wirklich verbessern. Der Rechtsruck ist kein Zufall – er wurde über Jahre hinweg durch soziale Kürzungen und eine Politik, die sich an den Interessen der Reichen und Mächtigen orientiert, politisch genährt.“</p>



<p>In der Praxis treibt man aber durch das Verbot einen Keil zwischen AfD-Wähler und Nicht-AfD-Wählern. Anstatt den AfD-Sympathisanten zu sagen, „ja, wir sind auch der Meinung, dass die Regierung ein Problem ist, aber eure Lösung ist falsch“, sagt man ihnen, „ihr seid aber das größere Problem und wir arbeiten sogar mit der Regierung zusammen, um eure Partei und eure Meinung zu verbieten“.</p>



<p>Faktisch baut man so ein Bündnis der Arbeiterklasse mit der herrschenden Klasse auf. In den Worten von Gregor Gysi: „Zunächst einmal müssen wir uns – von der CSU bis zur Linken, aber auch mit Gewerkschaften, Kirchen, Unternehmerverbänden, Künstlern und Wissenschaftlern – darauf verständigen, dass wir unsere Grundfesten von Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit gemeinsam verteidigen“.</p>



<p>Dies ist aber ein Bündnis von Interessensgegnern. Die herrschende Klasse bekämpft die AfD nicht aus denselben Gründen wie Teile der Arbeiterklasse und der Jugend. Sie sieht die AfD als einen Störfaktor in ihrem Geschäft: Sie wollen in Ruhe herrschen und Profite eintreiben, d.h. die Arbeiterklasse ausbeuten. Hinzu kommt, wenn die AfD ihr Anti-EU und Anti-Euro-Programm durchsetzen würde, untergrübe dies die Basis, auf der Deutschland auf dem internationalen Markt überhaupt eine Rolle spielen konnte. Die AfD-Führung steht ansonsten, aber nicht in großem Widerspruch zur herrschenden Klasse. Sie schlägt nur andere Lösungen vor, wie man gute Profite macht und stützt sich für gute Wahlergebnisse auf die Wut eines Teils der Arbeiterklasse und der Jugend</p>



<p>Noch schlimmer an diesem Bündnis ist: Man gibt den Henkern die Waffen, um einen selbst in der Zukunft zu verurteilen. Das Verbot der neonazistischen Sozialistischen Reichspartei von 1952 war der Vorläufer für das KPD-Verbot 1956. Wenn die AfD aufgrund einer Verfassungsfeindlichkeit verboten wird, dann kann mit dieser Begründung jede Organisation verboten werden, die sich kapitalismuskritisch und damit verfassungsfeindlich äußert.</p>



<p>Wie die Linkspartei handelt die <a href="https://www.mlpd.de/videos/gesichert-rechtsextrem-das-war-ueberfaellig-fuer-das-verbot-der-afd">MLPD</a> mit ihrem aktuellen Programm – trotz aller kommunistischer Phrasen – letztlich als verlängerter Arm der herrschenden Klasse. Sie spricht sich für ein AfD-Verbot aus, aber warnt davor, dem Staat zu vertrauen, der nur auf Druck einer antifaschistischen Massenbewegung zu so einem Verbot gezwungen werden kann. Eine scheinbar gut klingende Strategie wird zu einem Desaster, wenn sie auf einer verkehrten Analyse der Welt basiert.</p>



<p>Die MLPD sieht genauso wie die Führung der Linkspartei auf der ganzen Welt den Aufstieg des Faschismus und erstarkende antikommunistische Kräfte, statt einer gesellschaftlichen Polarisierung, die selbst ein Ausdruck des steigenden Klassenkampfs ist. Sich mit falschen Analysen und Kampfmethoden in die Ecke gedrängt, sucht die MLPD ein Bündnis mit allen Kräften, die die bürgerliche Demokratie retten wollen. Wäre da nur nicht der Fakt, dass Trump, Le Pen, Meloni und die AfD <a href="https://www.youtube.com/watch?v=t_TuWkVS8pU">kein Faschismus repräsentieren</a>. Und wäre da nicht der Fakt, dass gerade die herrschende Klasse in Deutschland gegen die AfD mobilisiert, um ihre etablierten Parteien an der Wahlurne zu retten, während die AfD ein deformierter Ausdruck eines Klassenhasses gegen die Herrschenden ist. So wird die MLPD mit ihrer Verbotsforderung ungewollt zur Verteidigerin der „demokratischen Mitte“ und setzt auf Kulturkampf statt Klassenkampf.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wofür braucht es die RKP<strong>?</strong></h2>



<p>Die Führungen der „antifaschistischen“ Bewegung, die für ein Verbot der AfD auf die Straße mobilisieren, wollen gleichzeitig „demokratische“ Parteien wie CDU, SPD und Grünen stärken. Auf diesen Demonstrationen halten wir entgegen: diese Parteien vertreten nicht unsere Interessen!</p>



<p>Die RKP tritt ein für ein Klassenprogramm: Während die Kapitalisten für Kürzungen und Krieg rüsten, rüsten wir uns für Gegenwehr. Wir fordern Bildung statt Bomben, Renten statt Raketen und Pflege statt Panzer. Kriegsgewinner und Rüstungsindustrie sollen enteignet werden. Wir verteidigen Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Wir sagen: Gewerkschaften in die Offensive gegen Lohnraub, Entlassungswellen und Aufrüstung. Wir wollen die Diktatur der Reichen zerschlagen und stattdessen die Arbeiterklasse an der Macht.</p>



<p>Dieses Programm tragen wir auf die Straße. Deswegen ist es die Aufgabe von Kommunisten auf Anti-AfD-Demonstrationen mit dem Finger auf die Regierung zu zeigen. Den Organisatoren wird dies nicht gefallen, aber der Aufstieg der AfD und die niedrige Zustimmung zur Regierung zeigen, dass ein großer Teil der Arbeiterklasse nach solch einer Position suchen. Unsere britischen Genossen haben die <a href="https://communist.red/reform-uk-counter-protest-anger-on-the-streets-of-birmingham/">gleiche Erfahrung</a> bei Protesten gegen die Partei Reform UK gemacht und unsere US-amerikanischen Genossen <a href="https://www.youtube.com/watch?v=2FHG-EmajaE">treffen auf Zustimmung</a> bei ehemaligen Trump und Bernie Sanders Unterstützern.</p>



<p>Keine Worte werden die AfD bekämpfen, sondern Taten. Die Parteiführung der Linken spricht über Klassenkampf. Aber sobald es ans Handeln geht, wendet sie sich an die Gerichte, will mit allen „demokratischen“ Parteien zusammenarbeiten und versucht den Staat wehrhaft zu machen. Sprich: Sie tut alles, außer die Arbeiterklasse und Jugend auf die Straße und in den Betrieben zu mobilisieren. So hat sie Wähler an die AfD verloren.</p>



<p>Der AfD kann man nur durch Klassenkampf begegnen. Die Arbeiterklasse sucht nach einer Partei, die unerschütterlich ihre Interessen vertritt und dafür die besten Methoden bereitstellt. Dies sind die Lehren des Marxismus. Die RKP kämpft darum, ein Programm für unsere Klasse an die Spitze der Arbeiterbewegung zu stellen. Nur dies wird die gesamte Arbeiterbewegung (AfD-Wähler und Nicht-AfD-Wähler) aus den Fängen der herrschenden Klasse, egal welcher Couleur, befreien.</p>
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		<title>An Linksjugend, SDS, Jusos, Gewerkschaftsjugenden: Für eine Offensive gegen Merz, AfD und Kapital! </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Feb 2025 18:42:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
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<p>Die Linksjugend und der SDS positionieren sich zusammen mit der Linkspartei als Spitze im Kampf gegen die Rechten. Im letzten Jahr hatte die Linkspartei 17.000 Neueintritte und 15.000 allein im Januar dieses Jahres. Der Aufstieg der AfD, Krieg und Krise haben bei ihnen die Hoffnung geweckt, dem etwas mit der Linkspartei entgegenzuhalten. Der Vorsitzende Jan von Aken sagt seine Partei würde „auch nach der Wahl jeden Tag gegen Rechts kämpfen“. </p>

<p>Auch in den Jusos wächst der Druck zu handeln. Ihr Bundesvorsitzender Philipp Türmer sagte im SPIEGEL: „Ich bekomme jeden Tag Dutzende Nachrichten von Jusos und aus anderen Teilen der Partei, die mir sagen, dass eine Koalition mit der Union unter Merz ausgeschlossen sein muss.“ Diese Haltung von Mitgliedern der Juso und SPD ist ein richtiger Schritt und sollte umgehend von der Juso-Führung zur offiziellen Position erklärt werden. Denn Friedrich Merz reicht der AfD die Hand! </p>

<p>Der Kapitalismus ist in der tiefsten Krise seiner Geschichte. Die Kapitalsten und ihre Parteien gehen in die Offensive. Die rassistische Hetze gegen die Schwächsten bereitet einen Generalangriff gegen die gesamte Arbeiterklasse und die Jugend vor: Wir sollen die Kosten der Wirtschaftskrise, der Kriegstreiberei und des Militarismus schultern. </p>

<p>Die RKP will das nicht hinnehmen und dem mit aller Kraft entgegentreten. Dem Klassenkampf von oben kann nur die Einheit der Arbeiterklasse und Jugend die Stirn bieten. Diese herzustellen, ist die dringlichste Aufgabe der Jugendorganisationen der Arbeiterklasse. Die Proteste gegen Merz und die AfD können ein Startpunkt dafür sein. Vor allem braucht es einen Politikwechsel in den Jugendorganisationen. </p>

<h3><strong>Kleiners Übel zum Scheitern verurteilt!</strong> </h3>

<p>Viele fragen sich, was sie gegen die AfD und gegen Merz machen können. Viele sind wütend, aber fühlen sich auch ohnmächtig oder verzweifelt. Viele suchen nach einer Möglichkeit, endlich wirksam gegen den Aufstieg der Rechten handeln zu können. </p>

<p>Als Antwort erhalten sie von SPD, Grüne, Linke und BSW: „Wählt uns, wir retten die Demokratie!“ Gleichzeitig suchen SPD, Grüne und BSW eine Koalition mit der CDU. Und nachdem sie gestern Merz’ Zusammenarbeit mit der AfD kritisierten, verschärfen sie heute ihre Position in der Asylpolitik, wie Habecks „10 Punkte“ zeigen. Ihre Opposition gegen Merz ist geheuchelt. Sie wollen nur an der Macht sein. </p>

<p>Auch die Juso-Führung schwankt. Die Berliner Juso-Vorsitzende Kari Lenke erklärte dem SPIEGEL: „Ich hoffe, dass demokratische Mehrheiten abseits einer schwarz-roten Koalition möglich sind.“ Aber eine Absage an die CDU bleibt aus, denn für die SPD komme es darauf an, „welche alternativen Koalitionsoptionen bestehen“. </p>

<p>Selbst die Führung der Grünen Jugend geht weiter. Sie hat sich gegen eine Beteiligung der Grünen an einer Koalition mit einer von Merz geführten CDU ausgesprochen. Auch die LINKE appelliert an die SPD und die Grünen, nach der Bundestagswahl keine Koalition mit der CDU einzugehen. Die LINKE-Führung hofft immer noch auf Rot-Rot-Grün. </p>

<p>Diese „demokratische“ Koalitionsoption ist aber eine Sackgasse. Die SPD und die Grünen haben in der Ampelregierung rassistische Hetze geschürt, Abschiebungen verschärft, den Völkermord in Gaza finanziert und die Solidarität mit den Palästinensern angegriffen, den Ukrainekrieg eskaliert, die Wirtschaft in die Krise gestürzt und Sparpolitik umgesetzt.  </p>

<p>Auch eine Koalition unter Ausschluss der CDU und AfD kennt nur Angriffe auf unseren Lebensstandard und unsere demokratischen Rechte! Und genau das befeuert den Aufstieg der AfD. Eine Stimme für diese Parteien löst keines der Probleme in diesem Land und hält den Aufstieg der rechten Hetzer nicht auf! Sie sind keine Brandmauer, sondern Brandbeschleuniger! </p>

<p>Das BSW beteiligt sich selbst an der rassistischen Spaltung und ist somit ein Hindernis für die Einheit der Arbeiterklasse und Jugend. Die LINKE spricht zwar vom „Kampf gegen Rechts“, aber unternimmt nichts Wirksames, um den gemeinsamen Kampf der Massen gegen Krise, Krieg und Rassismus erfolgreich zu führen. </p>

<h3><strong>Auf die eigene Kraft bauen!</strong> </h3>

<p>Die Krise des Kapitalismus und die kommenden Angriffe einer voraussichtlich CDU-geführten Regierung können nicht an der Wahlurne bekämpft werden. Auch Proteste allein werden sie nicht aufhalten. </p>

<p>Dem Gefühl der Ohnmacht und Verzweiflung kann nur gemeinsames Handeln die Grundlage nehmen. Die Wut braucht ein Kampfprogramm, das an die Wurzel der Probleme geht und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zieht: die Bosse, die Politiker und ihr kapitalistische System. Sie sind schuld an der Wirtschaftskrise, am Krieg in der Ukraine, am Völkermord in Gaza, am Rassismus. </p>

<p>Unsere Wahl sollte deshalb Klassenkampf sein. Diesen sollten wir auf die Straße und in alle Betriebe tragen. Es ist die Aufgabe der Jugend der Arbeiterorganisationen, diesen Kampf aufzunehmen. Die Arbeitskämpfe im öffentlichen Dienst, bei der Post, in Nahverkehr und in der Industrie sind die besten Möglichkeiten, die Bosse zur Kasse zu zwingen. </p>

<p>Linksjugend, SDS und Jusos: Sagt nein zu CDU und Grüne! Erteilt jeder Beteiligung an bürgerlichen Regierungen eine Absage! </p>

<p>Linksjugend, SDS und Jusos: Sagt nein zur bürgerlichen Politik von SPD, BSW und LINKE! Sie zu wählen bringt nur etwas, wenn sie ein klassenkämpferisches Programm haben. </p>

<p>Linksjugend, SDS, Jusos und Gewerkschaftsjugenden: Wendet euch ab von der Politik des kleineren Übels und von der Illusion eines reformierbaren Kapitalismus. Wendet euch dem Klassenkampf zu! </p>

<p>Linksjugend, SDS, Jusos und Gewerkschaftsjugenden: Es braucht eine Offensive der Jugend, um die Einheit und Kampffähigkeit der Arbeiterklasse herzustellen. Je entschiedener ihr handelt, desto schneller kommt Bewegung in den Klassenkampf! Nur daran kann man die Ernsthaftigkeit messen, die hinter den Bekundungen zu Kampf und Einheit geäußert werden. </p>

<p>Die Wut auf die Reichen, die etablierten Politiker und das ganze System ist groß. Es braucht ein Programm, das dieser Wut und Kampfbereitschaft einen Klasseninhalt gibt: </p>

<ol class="wp-block-list" start="1">
<li>Bildung statt Bomben! Renten statt Raketen! Pflege statt Panzer! </li>
</ol>

<ol class="wp-block-list" start="2">
<li>Schluss mit den endlosen Kriegen! Kriegsgewinnler und Rüstungsindustrie enteignen! </li>
</ol>

<ol class="wp-block-list" start="3">
<li>Meinungs- und Versammlungsfreiheit verteidigen! Wir nehmen uns unsere demokratischen Rechte! </li>
</ol>

<ol class="wp-block-list" start="4">
<li>Kriegstreiber stoppen! NATO zerschlagen! </li>
</ol>

<ol class="wp-block-list" start="5">
<li>Stoppt die Waffenlieferungen an Israel und die Ukraine! </li>
</ol>

<ol class="wp-block-list" start="6">
<li>Gewerkschaften in die Offensive! Gegen Lohnraub, Entlassungswellen und Aufrüstung! </li>
</ol>

<ol class="wp-block-list" start="7">
<li>Diktatur der Reichen stürzen! Arbeiterklasse an die Macht! </li>
</ol>

<ol class="wp-block-list" start="8">
<li>Deindustrialisierung stoppen: Planwirtschaft statt kapitalistischem Niedergang! </li>
</ol>

<ol class="wp-block-list" start="9">
<li>Keine Stimme für die Kriegstreiber! </li>
</ol>

<ol class="wp-block-list" start="10">
<li>Klassenkampf statt Brandmauer! </li>
</ol>

<p>Wir reichen euch, der Jugend und der Arbeiterklasse die Hand! Eine bessere Welt ist möglich! Nehmen wir uns den Mut für sie einzutreten! Die RKP will den Sozialismus noch zu unserer Lebzeit! Kämpft mit uns! </p>
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		<title>Merz reicht AfD die Hand: Kampf der Migranten-Hetze des Kapitals!</title>
		<link>https://derkommunist.de/merz-reicht-afd-die-hand-kampf-der-migranten-hetze-des-kapitals/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Franz Rieger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jan 2025 15:21:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vergangenen Mittwoch riss die CDU unter Friedrich Merz die lange beschworene Brandmauer, die die AfD von den etablierten Parteien isolieren sollte, ein. Die Union brachte eine rassistische Asyl-Resolution in den [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vergangenen Mittwoch riss die CDU unter Friedrich Merz die lange beschworene Brandmauer, die die AfD von den etablierten Parteien isolieren sollte, ein. Die Union brachte eine rassistische Asyl-Resolution in den Bundestag ein, im vollen Wissen, dass diese durch die Zustimmung der AfD eine Mehrheit bekommen würde. Damit konnte die AfD zum ersten Mal eine relevante politische Entscheidung beeinflussen. Zusammen mit den Stimmen der FDP wurde die Resolution verabschiedet.</p>
<h3><b>Migranten als Sündenbock</b></h3>
<p>Friedrich Merz ist ein langjähriger Vertreter des Kapitals und weiß daher sehr gut, dass weder die Flüchtlinge noch die Bürgergeldempfänger Schuld an der Misere sind, in der Deutschland steckt. Schuld an Inflation, Deindustrialisierung und zerfallender Infrastruktur sind die Kapitalisten: Seit Jahrzehnten weigern sich die Großkonzerne in moderne Produktionsanlagen zu investieren (geschweige denn in Infrastruktur), obwohl sie das nötige Bargeld dazu hätten (nicht zuletzt durch staatliche Subventionen). Aber anstatt dieses Geld produktiv zu investieren, schütten sie es lieber als Dividenden an ihre Aktionäre aus. Die Folge: Die deutsche Industrie ist international nicht mehr wettbewerbsfähig. Solange noch billiges russisches Gas floss, konnten die Preise deutscher Industrieprodukte noch halbwegs mit der Konkurrenz mithalten. Aber mit der Entscheidung, im Ukrainekrieg den US-Imperialismus zu unterstützen, schoss sich die deutsche herrschende Klasse in den Fuß, denn das russische Gas hörte auf zu fließen &#8211; spätestens nachdem die Amerikaner Nordstream 2 sprengten. Das Resultat: 20% Produktionsrückgang der deutschen Industrie in den letzten zwei Jahren.</p>
<p>Die Politik, die all das ermöglichte, wurde maßgeblich von der CDU mitgetragen, genauso wie von den anderen etablierten Parteien. Merz und die CDU kochen jetzt die ekelhafte Asyldebatte hoch, um von ihrer eigenen Mitschuld an dieser Misere abzulenken und die nächste Wahl zu gewinnen. Dabei scheuen sie auch nicht zurück, mit der Partei zusammenzuarbeiten, die etwa in der Asyl- und Familienpolitik die Speerspitze reaktionärer Politik ist, der AfD.</p>
<h3><b>Wie stoppen wir die AfD?</b></h3>
<p>Wie viel Verlass auf die “demokratischen” Parteien beim Kampf gegen die AfD ist, hat der vergangene Mittwoch gezeigt. Und während die AfD vom Abschieben träumt, setzen CDU, FDP, SPD und Grüne das in der Praxis um, und auch die LINKE, wo sie auf Landesebene mitregiert. Die widerwärtige rassistische Migrationsdebatte wurde auch von der SPD und den Grünen befeuert. So forderte Scholz schon im Herbst 2023 “Wir müssen endlich im großen Stil abschieben”, um sich dann wenige Monate später über die “Remigrationspläne” zu empören. Und in der aktuellen Bundestagsdebatte beschwerten sie sich darüber, dass die CDU bei ihrem Asylgesetz nicht mit ihnen zusammengearbeitet hat. Sie wären also sehr wohl bereit gewesen, eine rassistische Verschärfung der Asylpolitik mitzutragen, die sich auch die AfD wünscht. Ihre Kritik, die AfD sei rassistisch, ist also nicht ernstzunehmen.</p>
<p>SPD und Grüne befeuern die rassistische und verlogene Asyldebatte, denn auch sie haben die Politik der letzten Jahre mitgetragen, die Deutschland in diese Krise geführt hat und wollen nun von sich ablenken.</p>
<p>Dass auch für SPD, Grüne und LINKE die viel beschworene “Brandmauer&#8220; nichts ist, als eine leere Phrase, zeigt, die Abstimmung über ein Gesetz “gegen Antisemitismus” am selben Tag. Es beauftragt Schulen und Hochschulen mit den härtesten ihn zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln gegen “Antisemitismus” vorzugehen. Das ist ein offensichtlicher und extrem zynischer Deckmantel für harte Repression gegen palästinasolidarische Schüler und Studenten und ein offener Angriff auf demokratische Rechte. Das Gesetz wurde gemeinsam mit den Stimmen von SPD, Grünen, CDU, FDP und AfD verabschiedet, während sich die LINKE schändlicherweise enthielt. Schon bei der ersten Abstimmung über eine “Antisemitismusresolution” im Bundestag letzten Herbst, hatte sich Beatrix von Storch (AfD) bei den Grünen bedankt, dass diese nun endlich einsehen würden, dass Antisemitismus von den muslimischen Migranten importiert werde.</p>
<p>In dem die etablierten Parteien inklusive SPD, Grünen und auf Landesebene sogar die Linke, die Profite der Kapitalisten schützten und die Krise auf die Massen abwälzten, haben diese Parteien auch die Gründe für den Aufstieg der AfD erzeugt. Denn die AfD ist nur deswegen stark, weil sie die berechtigte Wut von Teilen der Arbeiterklasse und des Kleinbürgertums auf die Herrschenden aufgreift und dann mit rassistischer und sexistischer Demagogie in reaktionäre Bahnen lenkt. Die AfD kann sich bei ihren Wählern deswegen als “Stimme der Wahrheit” hinstellen, weil sie die Heuchelei der Linksliberalen angreift. Während die Grünen mit ihrer Kürzungspolitik Frauen in Armut und Abhängigkeit treiben, schicken sie sich gleichzeitig an, der Arbeiterklasse moralische Vorhaltungen zu machen, wie man richtig gendert. Während SPD, Grüne und Linke das Gedenken an Auschwitz beschwören, nutzen sie es, um Israels Völkermord an den Palästinensern zu unterstützen. Nur zu verständlich, dass viele von dieser Heuchelei angewidert sind. An diese berechtigte Wut vieler auf das sich liberal gebende Establishment kann auch das BSW anknüpfen. Aber mit seiner rassistischen Position in der Asylfrage hilft es, die wahren Ursachen für die Krise und den Niedergang im Land zu verschleiern und stützt in Wahrheit das herrschende System.</p>
<p>Die LINKE und die reformistischen Gewerkschaftsführer tragen bei all dem die größte Verantwortung für den Aufstieg der AfD. Anstatt den Kampf gegen Deindustrialisierung, Inflation und Krieg zu organisieren, unterstützen sie den Kurs der Regierung und klammern sich an den Status quo. So beklagte auch Heide Reichinnek (LINKE) im Bundestag, dass die CDU mit der AfD, aber nicht mit der LINKEN gesprochen habe. Im Anschluss forderte sie implizit die Aufrüstung der Polizei angesichts der Vorfälle von Magdeburg und Aschaffenburg. Anstatt eine radikale Alternative aufzuzeigen, klammerte sich die LINKE ans Establishment und wird nun folgerichtig von vielen auch als Teil desselben wahrgenommen. Und so bleibt die AfD die einzige Kraft, die der Wut gegen das Establishment eine Stimme geben kann.</p>
<h3><b>Die Brandmauer verläuft zwischen den Klassen!</b></h3>
<p>Wir müssen jetzt in Massen auf die Straße gehen, um der AfD und Merz’ rassistischer Hetze etwas entgegenzusetzen. Aber es reicht nicht, dabei stehenzubleiben. Das zeigen die Massendemonstrationen Anfang des letzten Jahres, die die Wahlerfolge der AfD bei der Europawahl und den Landtagswahlen im Osten nicht verhindern konnten. Denn diese Demos wurden von den Herrschenden selber angeführt: Vertreter des Establishments wie Olaf Scholz (SPD), Annalena Baerbock (Grüne) oder der Präsident der Bundesbank sprachen bei diesen Demos oder riefen zu ihnen auf. Hunderte deutsche Großkonzerne unterschrieben einen Aufruf, nicht die AfD zu wählen.</p>
<p>Um die AfD zu bekämpfen, müssen wir die Ursachen für die kapitalistische Krise bekämpfen: den Kapitalismus und die deutschen Kapitalisten! Das geht nicht mit den etablierten, “demokratischen” Parteien, die in Wahrheit nicht den Willen des Volkes, sondern den der Kapitalisten durchsetzen. Und die Krokodilstränen über den Rassismus der AfD vergießen, während sie selber eine rassistische Asylpolitik betreiben. Das geht nur im Betrieb durch kämpferische Streiks und eine volle Mobilmachung der Gewerkschaften.</p>
<p>Aber vor allem braucht es eine echte Alternative zum kapitalistischen Niedergang, die bereit ist, den Kampf gegen die Herrschenden zu organisieren und tatsächlich die Interessen der Masse der Bevölkerung, der Arbeiterklasse, vertritt! Deswegen haben wir die Revolutionäre Kommunistische Partei (RKP) gegründet. Tatsächlich verläuft die Brandmauer nämlich nicht zwischen den “demokratischen Parteien” und der AfD, wie Heidi &#8211; “Wir sind die Brandmauer” &#8211; Reichinneck und die LINKE glauben, sondern zwischen Bourgeoisie und Proletariat.</p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><strong>Flüchtlinge bleiben! Die Kapitalisten sollen zahlen!</strong></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><strong>Gewerkschaften in die Offensive! Gegen Deindustrialisierung, Inflation und Krieg!</strong></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><strong>RKP aufbauen!</strong></li>
</ul>
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		<title>AfD: Ein Albtraum der Herrschenden</title>
		<link>https://derkommunist.de/afd-ein-albtraum-der-herrschenden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michele Rocco Troccolo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 2024 12:27:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In dieser angespannten Situation müssen Parteien wie die CDU, SPD, Grüne und FDP vorsichtig manövrieren. Sie bekämpfen die AfD aus ganz anderen Gründen als die Massen auf der Straße. Sie [&#8230;]</p>
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<p>Der „Dammbruch von Thüringen“ ist bald fünf Jahre her. Damals wurde der FDP-Kandidat Thomas Kemmerich mit Hilfe von Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten gewählt. Es folgte ein riesiger Aufschrei mit landesweiten Protesten. Die Wucht der Gegenreaktion überraschte die Parteispitzen. Innerhalb weniger Tage musste Kemmerich zurücktreten. Dies ist nur ein Beispiel, das zeigt, dass viele bereit sind, gegen den Aufstieg der AfD zu handeln.</p>

<p>In dieser angespannten Situation müssen Parteien wie die CDU, SPD, Grüne und FDP vorsichtig manövrieren. Sie bekämpfen die AfD aus ganz anderen Gründen als die Massen auf der Straße. Sie wollen die Bedingungen aufrechterhalten, in denen die Kapitalisten in Ruhe ihre Profite auf Kosten der Arbeiterklasse machen können. Die Anti-EU-Haltung und die Stimmung, die die AfD aufstachelt, stören sie dabei.</p>

<p>Die altgedienten Parteien verlieren jedoch in der Krise des Kapitalismus immer weiter Unterstützung. Die AfD wirkt hier wie ein Brandbeschleuniger, indem sie viele Probleme offen benennt – auch wenn sie dafür nur reaktionäre Lösungen anbietet.</p>

<p>Gleichzeitig nutzen die anderen Parteien die AfD als Schreckgespenst, um sich Wählerstimmen zu ergattern. Bei der Landtagswahl in Brandenburg gaben 75 % der SPD-Wähler und 59 % der CDU-Wähler an, von ihrer Partei nicht überzeugt zu sein, aber eine starke AfD verhindern zu wollen.</p>

<h3><strong>Alles nur Worte</strong></h3>

<p>Doch die „Brandmauer“ bekommt zunehmend Risse. Kemmerich wurde 2020 in Thüringen durch die AfD ins Amt gehoben, weil es keine stabilen Mehrheitsverhältnisse gab. Diese Lage hat sich heute nicht nur in Thüringen verschärft. In Sachsen fehlt der Minderheitsregierung aus CDU und SPD zehn Stimmen. Sie wollen deswegen auch die AfD frühzeitig in Gespräche für Gesetzesentwürfe einbinden.</p>

<p>Auf kommunaler Ebene finden bereits vereinzelt Absprachen mit der AfD statt. Und auch in Thüringen wollte die CDU kürzlich AfD-Kandidaten in Posten wählen, um im Gegenzug bestimmte Ämter besetzen zu können. Das scheiterte nur am Widerstand der SPD.</p>

<p>Auch im EU-Parlament zeigen sich die Konsequenzen der Fragmentierung der Parteienlandschaft. Hier ist es nicht mehr ungewöhnlich, auf Stimmen der AfD-geführten Fraktion angewiesen zu sein. Im Oktober stimmte im Zuge des EU-Jahreshaushalt die Fraktion der Union sogar einem Änderungsantrag der AfD zu.</p>

<h3><strong>Das „Schmuddelkind“ reinwaschen</strong></h3>

<p>Dass die CDU programmatisch recht ähnliche Vorstellungen hat, merken auch Teile der Basis. Sie ärgern sich darüber, dass man Stimmen an die AfD verliert und bei wichtigen Gesetzesvorhaben nicht mit ihnen zusammenarbeitet. Die Parteispitzen können aber nicht einfach die Mauer einreißen – Thüringen 2020 hat gezeigt, auf welchem Pulverfass man sitzt.</p>

<p>Stattdessen fordern einige Stimmen, die AfD Stück für Stück zu „zähmen“. Es ist eine altbewährte Taktik, die „guten“ Teile mit Posten und Regierungsverantwortung zu belohnen. Die Brandmauer ist jedoch ein Hindernis für diese Strategie. Die Entwicklung der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat gezeigt, wie sich eine angebliche Faschistin und EU-Kritikerin zu einer „verantwortungsvollen“ Politikerin, die die Vorzüge der EU anerkennt, wandeln kann. Dass die Spitze der AfD daran arbeitet, regierungsfähig zu werden, sieht man in dem Versuch, den radikaleren Jugendverband stärker unter Kontrolle zu bekommen. </p>

<h3><strong>Ein Dilemma für die herrschende Klasse</strong></h3>

<p>Die Strategen der herrschenden Klasse sind sich unsicher, wie man nun weiter macht. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der CDU-Abgeordnete Marco Wanderwitz ein AfD Verbot vorantreibt.</p>

<p>Wird die AfD jedoch verboten, wird dies einige ihrer Wähler weiter radikalisieren. Wird die Blockade aufrechterhalten, wird die AfD auf Kosten der Lieblinge der herrschenden Klasse wachsen und unkontrollierbar bleiben. Wird die Brandmauer fallen, kann es zu Unmut und großen Gegenprotesten kommen. Selbst wenn die AfD-Zustimmung abnimmt, dann wird dies nur Aufgrund einer besseren und wahrscheinlich klassenkämpferischen Alternative geschehen. Egal welche Situation eintritt, die Krise der bürgerlichen Demokratie wird sich vertiefen.</p>
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		<title>Wahlen in Brandenburg: Nur Kommunisten können die Rechten bekämpfen! </title>
		<link>https://derkommunist.de/wahlen-in-brandenburg-nur-kommunisten-koennen-die-rechten-bekaempfen/</link>
					<comments>https://derkommunist.de/wahlen-in-brandenburg-nur-kommunisten-koennen-die-rechten-bekaempfen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Adam Czaplinski]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2024 15:01:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://derkommunist.de/?p=3105</guid>

					<description><![CDATA[<p>Drei Wochen ununterbrochene, heuchlerische Panikmache der „demokratischen“ Parteien konnte den Siegeszug der AfD auch in Brandenburg nicht aufhalten. Die Ergebnisse sind ähnlich wie vor drei Wochen und eine weitere Demonstration [&#8230;]</p>
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									<p><span style="color: #000000;">Drei Wochen ununterbrochene, heuchlerische Panikmache der „demokratischen“ Parteien konnte den Siegeszug der AfD auch in Brandenburg nicht aufhalten. Die Ergebnisse sind ähnlich wie vor <a style="color: #000000;" href="http://drei Wochen">drei Wochen</a> und eine weitere Demonstration der unaufhaltbaren Polarisierung. </span></p><p><span style="color: #000000;">Verluste verzeichnet das Establishment, während die Demagogen dazugewinnen: Der Wahlsieger SPD erzielt 30,9 % und spürt den heißen Atem der rechten AfD mit 29,2 % im Nacken. Damit verfügen die Rechten nun über ein Drittel aller Sitze in Potsdam und somit über die Sperrminorität. Mit dieser kann die AfD auch ohne Regierungsbeteiligung Einfluss ausüben, da sie z. B. Wahlen von Verfassungsrichtern oder Verfassungsänderungen blockieren kann, für die Zwei-Drittel-Mehrheiten nötig sind. Das demagogische „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW) erhält 13,5 % und ist damit drittstärkste Kraft – aus dem Stand. </span></p><p><span style="color: #000000;">Die Ampel verliert weiterhin Rückhalt: Die Grünen halbieren mit 4,1 % ihr Ergebnis und fliegen raus, während die FDP erneut im Promillebereich landet. </span></p><h3 aria-level="2"><span style="color: #000000;">Establishment auf den Fersen der Rechten </span></h3><p><span style="color: #000000;">Die Ursachen für den Aufstieg von der AfD und dem BSW haben wir <a style="color: #000000;" href="https://derkommunist.de/auf-die-strasse-gegen-afd-establishment-und-kapitalismus">an anderer Stelle erläutert</a>.  </span></p><p><span style="color: #000000;">Weil in Krisenzeiten weder der Liberalismus und noch weniger ihr schlechter Nachahmer in Form des Reformismus spürbare Verbesserungen anbieten können, gehen sie dazu über die aufsteigenden Demagogen mit ihren eigenen Mitteln zu bekämpfen. </span></p><p><span style="color: #000000;">So ist auch in Brandenburg ein inhaltlicher Wahlkampf ausgeblieben. Hingegen wurde das ohnehin künstlich hochgespielte Thema der Migration nach dem Anschlag in Solingen zum dominierenden Wahlkampfthema. Die „demokratischen“ Parteien weinten zunächst Krokodilstränen über die Opfer, und gingen dann unverzüglich dazu über den Anschlag demagogisch auszunutzen, um die AfD von rechts einzuholen. Wie in einem Wettbewerb überboten sie sich regelrecht, wer denn die reaktionärste Migrationspolitik betreiben kann.  </span></p><p><span style="color: #000000;">Die „Fortschrittskoalition“ verhängte zwischen den Wahlen Grenzkontrollen an allen deutschen Grenzen und organisierte einen „Migrationsgipfel“ mit der CDU, um die Maßnahmen gegen Flüchtlinge zu verschärfen. </span></p><p><span style="color: #000000;">Dort bekamen wir einen Vorgeschmack für die kommende Zeit: Mehr und schneller abschieben – auch nach Syrien und Afghanistan, welche die SPD-Innenministerin Nancy Faser als „sichere Herkunftsländer“ verklärt; Streichung von Sozialhilfe für Schutzsuchende, wenn laut Dublin-Regelung ein anderer europäischer Staat für sie zuständig ist u.v.m.  </span></p><p><span style="color: #000000;">Doch selbst das ging der CDU nicht weit genug und sie verließen den Migrationsgipfel. Dieses taktische Manöver, kombiniert mit ihren zunehmend reaktionären Positionen, rettete sie nicht davor mit 12 % ihr schlechtestes Ergebnis in Brandenburg einzufahren. </span></p><p><span style="color: #000000;">Der Migrationsgipfel und die hysterische Angstmacherei vor Migranten und AfD liefen ins Leere. Zwar holte die SPD im Endspurt auf und verkleinerte den Abstand zur AfD, dennoch verbesserten die Rechten ihr Ergebnis von vor 5 Jahren um 5,7 Prozentpunkte, während das BSW – welches bemerkenswerterweise seit einem Jahr besteht – zum dritten Mal in Folge ein zweistelliges Ergebnis verzeichnet.  </span></p><h3 aria-level="2"><span style="color: #000000;">Reformismus vor dem Abgrund </span></h3><p><span style="color: #000000;">Formell ist die SPD zwar Wahlsieger, bemerkenswert ist, dass 75 % ihrer Wähler das Kreuz setzten, um die AfD zu verhindern. Hinter dem Sieg steckt wenig Enthusiasmus, was für alle etablierten Parteien gilt. </span></p><p><span style="color: #000000;">Es ist erstaunlich, zu welchen verzweifelten Mitteln die SPD greifen musste, um nicht komplett abzuschmieren: Der SPD-Spitzenkandidat Dietmar Woidke, der seit 11 Jahren Ministerpräsident Brandenburgs ist, setzte alles aufs Spiel: „Entweder ich oder AfD“. Sollte die AfD mehr Stimmen als die SPD erhalten, würde er zurücktreten.  </span></p><p><span style="color: #000000;">Hinzukommt, dass Woidke auf Distanz von der Bundes-SPD und Ampel ging. Die Ampel sei ihm zu halbherzig in der Frage der Abschiebungen, Woidke befürwortet hingegen einen „konsequenteren Kurs“. Auf gemeinsame Auftritte mit Kanzler Scholz – der wohlgemerkt seinen Wahlkreis in Potsdam hat – verzichtete er, setzte hingegen auf Galgenhumor: Weil man keine „rechten Glatzen“ will, lesen wir auf ihrer Wahlwerbung „Wenn Glatze, dann Woidke“. Auf einem weiteren Plakat steht „Wer Woidke will, <i>muss</i> SPD wählen“, was einer Entschuldigung gleichkommt. </span></p><p><span style="color: #000000;">Der Reformismus (und Liberalismus) hat bis auf diese kleinen Werbegags und Manöver keine Möglichkeiten mehr die Wählergunst für sich zu gewinnen.  </span></p><p><span style="color: #000000;">So ist auch die Linkspartei nun zum dritten Mal in Folge der größte Verlierer. Sie drittelt ihr Ergebnis auf 3 % und fliegt aus dem Landtag. Bodo Ramelow (Linke) beklagt, dass das BSW die Linkspartei „kannibalisiert“ habe. Er vertuscht damit jedoch nur, dass die Linkspartei in allen Landesregierungen – auch in Brandenburg vor 10 Jahren – Politik für der Herrschenden machte und keine spürbaren Verbesserungen brachte.  </span></p><p><span style="color: #000000;">Die Linkspartei hat sich längst an die “Realpolitik” angepasst, ihr damals in Ansätzen sozialistisches Programm unerkennbar verwässert und bemüht sich nun staatsmännisch aufzutreten. Sie hat sich mit dem kapitalistischen System abgefunden und will lediglich selbst mit am Tisch sitzen, weshalb sie keine Opposition zum verhassten Establishment darstellt, sondern berechtigterweise als Teil dessen angesehen wird. </span></p><p><span style="color: #000000;">Die Linkspartei lernt nicht aus Fehlern und fällte tiefer in den Abgrund. So bietet sich Bodo Ramelow in Thüringen – nachdem die Linkspartei unter seiner Führung 17 Prozentpunkte bei den Landtagswahlen vor drei Wochen verlor – erneut für eine Koalition oder mindestens Unterstützung einer CDU-geführten Minderheitsregierung an, was ihre Glaubwürdigkeit weiter dezimieren wird. </span></p><h3 aria-level="2"><span style="color: #000000;">Zwischen Hammer und Amboss </span></h3><p><span style="color: #000000;">2002 soll die britische Ex-Premierministerin und Erzkonservative Margaret Thatcher – die berüchtigte Mutter des „Neoliberalismus“ – auf die Frage eines Parteikollegen, worauf sie nach ihrer Regierungszeit am stolzesten ist, geschickt geantwortet haben: „Tony Blair und <i>New Labour</i>. Wir haben unsere Gegner gezwungen, ihre Meinung zu ändern“. Damit meinte sie den Rechtskurs ihres Gegenspielers in Form der Labour-Partei unter dem Opportunisten Tony Blair, welcher das Programm von den konservativen Tories nach der Regierungszeit Thatchers übernahm.  </span></p><p><span style="color: #000000;">Nach etwa 10 Jahren Bestehensgeschichte kann die AfD genau dasselbe über die etablierten Parteien behaupten. Man denke 10 Jahre zurück, als alle Parteien die rassistischen und demagogischen Positionen der AfD in Worten verurteilten. Von ihrem „Entsetzen“ ist nicht mehr viel übriggeblieben, heute haben sie alle auf die eine oder andere Weise genau dieselben Positionen eingenommen. </span></p><p><span style="color: #000000;">Doch mit dieser Demagogie ist nicht ein Problem gelöst, sondern weitere geschaffen.  </span></p><p><span style="color: #000000;">Die etablierten Parteien wollen noch um jeden Preis die AfD aus Regierungsgeschäften heraushalten, was der AfD (und BSW) in die Hände spielt. Solange sie ihre Unfähigkeit nicht beweisen kann, dass sie keine die vielseitigen Krisen lösen kann, wird die AfD als Fundamentalopposition wahrgenommen. Beim Drahtseilakt einerseits die Rechten auszuschließen und andererseits Sparpolitik durchzuführen, werden die etablierten Parteien weitere Instabilitäten auf sozialer, politischer und ökonomischer Ebene auslösen. Sowohl die Zusammenarbeit mit den Rechten als auch deren Ausgrenzung führt das Establishment ins Verderben. </span></p><p><span style="color: #000000;">Ohne die Grünen in Potsdam können SPD und CDU ihre Keniakoalition nicht fortfahren. Sie werden sich auf die Stimmen des BSW stützen müssen. Unter SPD-Wählern ist die Zusammenarbeit mit dem BSW unpopulär und für die CDU nach eigenem Selbstverständnis ausgeschlossen. Nach Aussage des CDU-Generalsekretärs Carsten Linnemann sei die neue Partei „zeitgleich links- und rechtsextrem“. Effektiv wird die CDU damit Wählerbetrug begehen und die SPD ihre Wähler enttäuschen, was die Krise innerhalb und zwischen den Parteien verstärken wird. </span></p><p><span style="color: #000000;">Egal welche Form die kommende Regierung annehmen wird, programmatisch stand der Kurs schon im Vorfeld fest: Eine Mischung aus „Weiter so!“ und Demagogie.  </span></p><p><span style="color: #000000;">Doch die Massen wollen spürbare Veränderungen, sie nutzten diese Wahl als Denkzettel an das Establishment: Die Wahlbeteiligung liegt mit 72,9 % auf ihrem Höchststand in Brandenburg. Erstmals seit der Landtagswahl 2009 empfinden 52 % der Brandenburger, also eine Mehrheit, die wirtschaftliche Lage im Land als schlecht. </span></p><p><span style="color: #000000;">Doch auf die vielversprechenden Wahlkampfreden und Wahlprogramme werden keine spürbaren Verbesserungen folgen, weil die Parteien sich vom Würgegriff der Sparpolitik und stagnierender Wirtschaft nicht befreien können und wollen. Die Herrschenden und ihre Parteien werden auf diesem Weg unweigerlich zu einer sehr bitteren Schlussfolgerung kommen: Mit Demagogie lässt sich Wahlkampf führen, doch für die Massen ist sie eine brotlose Kunst. </span></p><p><span style="color: #000000;">In diesem Prozess werden sich nicht nur die „demokratischen“ Parteien diskreditieren, sondern das gesamte System der bürgerlichen Demokratie, gerade weil sie im Namen dieser hochgepriesenen Demokratie den Lebensstandard senken werden.  </span></p><p><span style="color: #000000;">Vor diesem Hintergrund ist es wenig verwunderlich, dass ausgerechnet die Jugend, mit einem düsteren Blick auf ihre lange Zukunft, am meisten Zustimmung bei der AfD fand: Mit 31 % der 16-24-Jährigen gewann die AfD die meisten jungen Stimmen. </span></p><p><span style="color: #000000;">Phänomene wie schwungvolle Wählerwanderungen, das rasante Eintreten von neuen Parteien auf die politische Bühne, das Abdanken von Parteien aus den Parlamenten – aus Potsdam fliegen gleich drei Parteien raus: Freie Wähler, Linkspartei und Grüne – und weitere Turbulenzen werden zur Norm. Sie sind bloß die logische Folge der zunehmenden Unzufriedenheit und Polarisierung, die unaufhaltsam voranschreitet. Manöver, Tricksereien, Täuschungen und Hetze können nicht langfristig wirken.  </span></p><h3 aria-level="2"><span style="color: #000000;">Kommunisten müssen den Klassenkampf anführen </span></h3><p><span style="color: #000000;">Wie wir an anderer Stelle herausgestellt haben, war der Kampf der Herrschenden im Frühjahr gegen die AfD komplett vorgeheuchelt.  </span></p><p><span style="color: #000000;">Die Wahl in Brandenburg zeigt, dass die reformistischen Parteien und sozialpartnerschaftliche Gewerkschaftsführer organisch unfähig sind einen ernsthaften Kampf gegen die Rechten aufzunehmen. </span></p><p><span style="color: #000000;">Sie kämpfen gemeinsam mit den Liberalen, Bossen und Konservativen für das System, welches unsere Lebensverhältnisse unaufhörlich verschlechtert und Rechten den Weg bereitet. Ein ehrlicher Kampf gegen die Rechten muss deshalb konsequenterweise ein Klassenkampf gegen den Kapitalismus sein. </span></p><p><span style="color: #000000;">In Zeiten der Krise können bessere Lebensverhältnisse nur durch den bewussten Klassenkampf der Jugend und Arbeiter gegen die gierige Minderheit an Kapitalisten, die die Wirtschaft, und in Folge die gesamte Gesellschaft in ihrem Würgegriff hält, erkämpft werden. </span></p><p><span style="color: #000000;"><a href="https://derkommunist.de/grundungsparteitag/">Die Gründung der Revolutionären Kommunistischen Partei im November</a> könnte angesichts des völligen Versagens der selbsternannten Führer unserer Klasse nicht gelegener kommen. Tritt ein und setz dich mit uns für einen klassenkämpferischen Kurs der Jugend- und Arbeiterbewegung und der Gewerkschaften ein. </span></p>								</div>
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		<title>Establishment gegen AfD? Ein Widerstand der keiner war! </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Kalabekow]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Sep 2024 13:02:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die AfD hat allen Angriffen durch das Establishment zum Trotz sowohl in der EU-Wahl deutlich dazugewonnen, ebenso in den Kommunalwahlen. Jetzt in den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen ist sie [&#8230;]</p>
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									<p><span style="color: #000000;">Die AfD hat allen Angriffen durch das Establishment zum Trotz sowohl in der EU-Wahl deutlich dazugewonnen, ebenso in den Kommunalwahlen. Jetzt in den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen ist sie eindeutige Wahlsiegerin. </span></p><p><span style="color: #000000;">Man müsste meinen die selbsternannten Verteidiger der Demokratie, die Ampelparteien, die CDU, die Kirchen und andere Verbände würden jetzt mindestens einen Gang hochschalten. Doch von Protesten keine Spur. Selbst die Organisationen der Arbeiterklasse, vor allem die DGB-Gewerkschaften halten sich bedeckt. Ganz zu schweigen von der Linkspartei. <br /><br /></span></p><h3><span style="color: #000000;"><b>Regierungskrisen und Krisenregierungen</b> </span></h3><p><span style="color: #000000;">Die gesamte Kampagne des Establishments gegen die AfD war von Anfang an auf Heuchelei gestützt. Vor den Wahlen hofften sie mit großen Mobilisierungen die AfD politisch zu isolieren. Das ist gescheitert. Jetzt soll der Kampf gegen rechts ausschließlich von Politikern und Experten geführt werden, durch Hinterzimmerdeals zur Regierungsbildung, die die AfD ausschließen. </span></p><p><span style="color: #000000;">Nach der Wahl genügen sich die „Demokraten“ damit betrübte Gesichter zu ziehen und nichtssagende Sprachakrobatik als Erklärung für ihr Desaster auszugeben. Selbstgerecht präsentieren sie die Milchmädchenrechnung, dass die selbsternannten „demokratischen Parteien“ vom Volk beauftragt seinen, eine Regierung zu bilden: In Thüringen haben CDU und SPD zusammen 29,7 %, in Sachsen haben CDU, SPD und Grüne 43 %. </span></p><p><span style="color: #000000;">Keine Mehrheit für die selbsternannten Demokraten, die nun vorgeben die Demokratie zu retten, indem sie mit von ihnen als nichtdemokratisch abgestempelten Parteien Koalitionen verhandeln. Demokratie ist für die etablierten Parteien nur, wenn sie die Staatszügel in den Händen halten. </span></p><p><span style="color: #000000;">Jetzt soll also verhandelt werden über Regierungen ohne Beteiligung der rechten AfD. SPD, Grüne, BSW und Linkspartei stehen bei der CDU Schlange. Dieser Prozess wird sich möglicherweise in die Länge ziehen und von juristischen Tricksereien und Fehden und öffentlichen Schlammschlachten durchzogen sein. </span></p><p><span style="color: #000000;">Neben der Frage, wie sich die Regierung zusammensetzt, könnte z.B. in Thüringen die Wahl des Ministerpräsidenten und damit die Konstituierung der Regierung an der Wahl des Landtagspräsidenten scheitern. Die AfD hat als größte Partei den Vorrang einen Landtagspräsidenten vorzuschlagen, den die anderen Parteien wahrscheinlich nicht wählen werden. Wie es danach weitergeht, ist unklar, weil es verschiedene Auslegungen des Rechts gibt. Ein Rechtsstreit könnte die Regierungsbildung zusätzlich erschweren. </span></p><p><span style="color: #000000;">Egal aber was rauskommt, eine Lösung für die Probleme der Massen wird sich nicht finden. Die Regierungen werden weiterhin kapitalistische Sparprogramme umsetzen und sie werden wackelig und krisenanfällig sein. </span></p><h3><span style="color: #000000;" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"><br /></span><span style="color: #000000;"><b>Rechte Proteste möglich</b> </span></h3><p><span style="color: #000000;">Auch die AfD demonstriert ihre Bereitschaft in den Dienst des Kapitals zu treten und gibt sich besonderes staatsmännisch. Jetzt auf rechten Demos mit Nazis und Rechtsradikalen aufzutreten, macht keine gute Presse. Die AfD versucht sich als verlässliche und pflichtbewusste Partei zu geben, um noch mehr Sympathien zu gewinnen und die CDU unter Druck zu bringen. </span></p><p><span style="color: #000000;">Sobald aber entschieden ist, dass die AfD keinen Platz am staatlichen Futtertrog bekommt, gibt es die Möglichkeit, dass rechte Proteste wie Pegida und Querdenken von der AfD organisiert werden. Insbesondere in Thüringen, wo die rechtsradikalen Teile der Partei angeführt von Björn Höcke auf Protestbewegungen setzen, um sich kämpferisch zu geben. </span></p><p><span style="color: #000000;">Das Establishment gibt der AfD den Vorwand, ihre Proteste so zu begründen, dass das Establishment die „Demokratie aushebelt“ und den Wählerwillen mit Füßen tritt. Das könnte viele auf die Straße bringen, immerhin hat die AfD in beiden Wahlen über 30 % der Stimmen erhalten. </span></p><p><span style="color: #000000;">In Brandenburg steht die Wahl am 22. September noch an, da heißt es beim ZDF mal wieder „Schicksalswahl“. Die gesamte Elite kann nur Heuchelei. An der Spitze der Anti-AfD-Proteste standen bisher nur Heuchler, die die Proteste für den eignen Machterhalt ausnutzten. So kann die AfD nicht besiegt werden, es macht sie nur stärker. Das ist nun unmissverständlich klar. </span></p><h3><span style="color: #000000;" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"><br /></span><span style="color: #000000;"><b>Sackgasse Reformismus</b> </span></h3><p><span style="color: #000000;">Weil sich die Gewerkschaftsführung aber an den Rockzipfel der etablierten Parteien und der Bundesregierung hängt, gibt es weder eine Vorbereitung von einer unabhängigen Massenbewegung, geschweige eine unabhängige Organisierung der Arbeiterklasse und Jugend für den Kampf gegen die Rechten, das Establishment und die Krise des Kapitalismus. </span></p><p><span style="color: #000000;">Die sozialpartnerschaftliche Gewerkschaftsführung macht sich selbst zum Handlanger des Kapitals und demobilisiert die Massen, die nach einer Möglichkeit suchen, sich für ihre Interessen einzusetzen. Das stärkt die AfD und das BSW, die Illusionen in die etablierten Parteien und sorgt dafür, dass die Mehrheit der Arbeiterklasse und Jugend aber einfach passiv bleibt, weil sie keine Möglichkeit bekommt, aktiv für ihre Interessen einzustehen. </span></p><p><span style="color: #000000;">Auch die Linkspartei orientiert sich nach den Wahlen allein darauf Mehrheitsbeschafferin der CDU zu sein. Das ist der reformistische Antifaschismus: Demokratie retten, mit denjenigen, die die Krise auf die Arbeiterklasse abwälzen. Das ist ein weiterer Nagel im Sarg der Linkspartei, den sich die Führung einverleibt. </span></p><p><span style="color: #000000;">So gebärdete sich Jan van Aken, welcher Vorstand der Linkspartei werden möchte, bei Markus Lanz besonders kriecherisch. Ihm sei es völlig gleichgültig, was für Beschlüsse die CDU im Hinblick auf die Linkspartei getroffen habe, es müsse nur um eine Sache gehen, „alle zusammen gegen den Faschismus“. Bodo Ramelow wiederum würde alles dafür tun, dass „die AfD nicht an die Schalthebel der Macht kommt“ – d.h. die Partei noch weiter in den Sumpf führen, dem Kapital noch weiter unterordnen. </span></p><p><span style="color: #000000;">Mit so einer Führung kann die Linkspartei ihren Untergang nur besiegeln, weil sie sich die Hände im Klassenkampf bindet, sich selbst an den Klassenfeind kettet und sich damit als Steigbügelhalter der CDU daran beteiligt die Krise des Kapitalismus auf die Arbeiterklasse abzuschieben. </span></p><h3><span style="color: #000000;" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"><br /></span><span style="color: #000000;"><b>Die RKP aufbauen!</b> </span></h3><p><span style="color: #000000;">Reformismus und Sozialpartnerschaft führen direkt ins Verderben. Wer die AfD besiegen will, muss den Kampf gegen den Kapitalismus aufnehmen. Das geht nur mit kommunistischer Politik, die den Klassenkampf gegen das ganze System organisieren will. Im Kampf gegen die Rechten kann es keine Einheit mit den bürgerlichen Parteien und kein Verlassen auf den bürgerlichen Staat geben. Beides führt direkt in die Niederlage. </span></p><p><span style="color: #000000;">Wenn die Massen gegen die Kapitalistenklasse und für die Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse kämpfen, dann werden die Heuchelei der rechen Demagogen sowie der etablierten Parteien offengelegt. Dann ist eine unabhängige Organisierung möglich. </span></p><p><span style="color: #000000;">Wir wollen solche Kämpfe stärken und bauen deshalb die RKP auf. Wir sind eine Partei von Kommunisten, die dort für die Interessen der Arbeiterklasse und Jugend auftritt, wo es zählt: in Schule, Uni und Betrieb. </span></p><p><span style="color: #000000;">Deshalb hilf auch du mit, die RKP aufzubauen. Tritt uns bei. Du kannst jetzt die Grundlage dafür legen, dass der Kampf gegen die AfD, das Establishment und den Kapitalismus erfolgreich geführt werden kann: </span></p><ul><li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="2" data-list-defn-props="{&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:[8226],&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="1" data-aria-level="1"><span style="color: #000000;">Nimm <a href="https://shop.derfunke.de/home/49-der-kommunist-abonnement.html">unsere Zeitung</a> und diskutier mit deinen Mitschülern, Kommilitonen und Kollegen über unsere Analysen und unser Programm. </span></li></ul><ul><li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="2" data-list-defn-props="{&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:[8226],&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="2" data-aria-level="1"><span style="color: #000000;">Organisier kollektive Debatten an deiner Schule, Uni oder am Arbeitsplatz darüber, wie ihr gegen die AfD und den Kapitalismus kämpfen könnt und tritt für unsere Positionen ein. </span></li></ul><ul><li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="2" data-list-defn-props="{&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:[8226],&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="3" data-aria-level="1"><span style="color: #000000;">Versuch Mitstreiter zu organisieren, und bau mit ihnen eine kommunistische Zelle auf. </span></li></ul><ul><li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="2" data-list-defn-props="{&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:[8226],&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="4" data-aria-level="1"><span style="color: #000000;">Studiert marxistische Ideen und sammelt Argumente, um in der Bewegung weitere Klassenkämpfer zu finden. </span></li></ul><ul><li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="2" data-list-defn-props="{&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:[8226],&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="5" data-aria-level="1"><span style="color: #000000;"><a href="https://derkommunist.de/grundungsparteitag/">Komm zu unseren Gründungsparteitag am 30.11. und 01.12</a>. und diskutier mit uns über unsere politischen Perspektiven und darüber, was du machen kannst, um die RKP aufzubauen. </span></li></ul><p><span style="color: #000000;">Ohne revolutionäre Theorie keine, revolutionäre Bewegung. Ohne revolutionäre Partei keine erfolgreiche Revolution. Ohne Revolution kein Ende der kapitalistischen Krise, der Angriffe auf die Arbeiterklasse durch das Establishment und des Aufstiegs rechter Parteien. Die Zukunft kann nur der Klassenkampf für den Sozialismus erringen. </span></p>								</div>
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