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	<title>Anti-AfD Archives -</title>
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		<title>Wie „Demokratie retten“ Faschismus brachte</title>
		<link>https://derkommunist.de/wie-demokratie-retten-faschismus-brachte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michele Rocco Troccolo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anti-AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Empfohlen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Faschismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die AfD steht bei 27%. Viele warnen, es sei „5 vor 1933“. Mit „Demokratie retten“ werben die etablierten Parteien um eine schwindende Wählerschaft, die ihnen wegen ihrer jahrzehntelangen Kürzungen und [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die AfD steht bei 27%. Viele warnen, es sei „5 vor 1933“. Mit „Demokratie retten“ werben die etablierten Parteien um eine schwindende Wählerschaft, die ihnen wegen ihrer jahrzehntelangen Kürzungen und Angriffe wegläuft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linkspartei will Rettungsanker der Demokratie sein und stützt Merz. Offen diskutiert sie in Sachsen-Anhalt die Duldung einer CDU-Regierung gegen die AfD.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Krise der Weimarer Republik enthält relevante Lehren für heute. Die Wichtigste: Die Politik „Demokratie retten“ hat den Aufstieg und Sieg des Faschismus erst möglich gemacht. Auch wenn die reaktionäre AfD keine faschistische Partei ist, wird auch sie durch diese „Politik des kleineren Übels“ gestärkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damals lautete die Frage: Faschismus oder Sozialismus? Doch die reformistische SPD-Führung klammerte sich an eine überlebte Vergangenheit, in der sie den Klassenkampf auf ein ertragbares Maß zurückhielt, dafür von der Bourgeoisie belohnt wurde und den Arbeitern Brotkrumen präsentieren konnte. Sie versuchte mit der „progressiven“ Bourgeoisie zusammenzuarbeiten, aber das Kapital konnte sich im Zuge der Krise ab 1929 den Klassenkompromiss nicht mehr leisten. Weil sie in einer veränderten Lage weiter die Arbeiter passiv hielten, erschienen die Nazis für das verarmte Kleinbürgertum als die Einzigen mit einer Lösung. Gleichzeitig war den Herrschenden bewusst, dass die Reformisten nicht fähig sind, den Klassenkampf dauerhaft zurückzuhalten. Es brauchte aus ihrer Sicht eine Lösung, um die nahende proletarische Revolution zu vereiteln: den Faschismus.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>Geburt der Weimarer Republik</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bürgerliche Demokratie der Weimarer Republik entstand als Klassenkompromiss im Zuge der Novemberrevolution ab 1918. Die Arbeiter und Soldaten beendeten den Ersten Weltkrieg, stürzten den Kaiser und bildeten Räte. Die sozialistische Revolution stand auf der Tagesordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Führung der SPD und der Gewerkschaften hatte in den Jahrzehnten zuvor eine enorme Autorität erlangt, weil sie im massiven Wirtschaftsaufschwung durch Kämpfe den Lebensstandard erhöht hatten. Jetzt nutzten die Reformisten diese Autorität, um eine Konterrevolution in demokratischer Form durchzuführen: Sie brüsteten sich, die Demokratie, den 8-Stunden-Tag, Betriebsräte, Koalitionsfreiheit, Teilhabe der SPD in der Regierung etc. erkämpft zu haben, während sie den Sozialismus verrieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Herrschenden mussten diesen Klassenkompromiss akzeptieren. Als 1920 eine Clique versuchte, eine Militärdiktatur zu errichten, antworteten 12 Mio. mit dem größten Generalstreik der deutschen Geschichte. Nach vier Tagen brach der Kapp-Putsch zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Großbourgeoisie arrangierte sich mit der reformistischen Führung. Sie selbst waren nur eine winzige Minderheit, die vermittels der reformistischen Bürokratie der Arbeiterorganisationen Millionen von Arbeitern und Kleinbürgern hinter ihr Programm bringen musste. Die bürgerliche Demokratie ist der institutionelle Ausdruck des Klassenkompromisses.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>Risse im ökonomischen Fundament</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Januar 1923 besetzte Frankreich das Ruhrgebiet, nachdem die Weimarer Republik die Reparationszahlungen einstellte. Gleichzeitig erfasste eine Hyperinflation das Land. Streiks und Proteste nahmen zu. Die KPD wurde immer stärker, aber schaffte es nicht, die Situation zu einer erfolgreichen Revolution zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die SPD-Führung stand fest auf der Seite des Privateigentums. SPD-Reichspräsident Friedrich Ebert erließ Notverordnungen, verbot die KPD und stützte die bürgerliche Regierung, die die Krise auf die Massen abwälzte. Diese Niederschlagung des letzten revolutionären Aufbäumens 1923 war die Grundlage für den Wirtschaftsaufschwung ab 1924.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen die Inflation erfolgte eine Währungsreform, die zu weiterer Umverteilung von unten nach oben führte. Der 8-Stunden-Tag wurde abgeschafft, Steuern für Reiche gekürzt. Zusätzlich flossen amerikanische Kredite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wirtschaft erholte sich zeitweise. 1929 erreichte die Industrieproduktion das Vorkriegsniveau. In diesem Zuge entstanden riesige Monopole. Die Vereinigten Stahlwerke AG konzentrierten 50% der deutschen Steinkohlen- und Roheisenproduktion und 40% der Stahlproduktion auf sich. Die IG Farben schloss sich 1929 mit anderen europäischen Konzernen zu einem Farbenkartell zusammen, welches 80% aller Farbstoffe der Welt produzierte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig stieg die Arbeitslosigkeit, da der Aufschwung vor allem auf Rationalisierung, d.h. härterer Ausbeutung der Arbeiter, basierte. Vor Beginn der Weltwirtschaftskrise war sie auf fast 2 Mio. Arbeitslose gestiegen. Die Arbeitslosenhilfe riss ein immer größeres Loch in den Staatshaushalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon 1927 gab es erste Anzeichen einer Rezession in Deutschland. Diese konnte aber noch ausgeglichen werden durch die Nachfrage des Weltmarkts. Das Kapital spürte immer mehr die Grenzen des nationalen Marktes. Sie suchten neue Absatzmärkte, die ihnen durch andere imperialistische Mächte versperrt wurden. Das Problem, das sie durch den Ersten Weltkrieg zu lösen versucht hatten, stellte sich erneut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Börsen-Crash 1929 in New York läutete ein neues Kapitel in der Welt ein. Der Weltmarkt brach zusammen, überall wurden Zollschranken errichtet und ausländische Kredite zurückgezogen. Banken fielen wie Dominosteine. Die Arbeitslosigkeit wuchs 1932 auf über 6 Mio. und weitere Millionen waren in Kurzarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die politische Instabilität stieg. Die Herrschenden brauchten einen politischen Diener, der ein Programm umsetzen konnte, das die Krise auf die Massen ablud, den nächsten Krieg vorbereitete und die Arbeiterklasse hinderte, den Kapitalismus zu stürzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>Müller: Kapitän des sinkenden Schiffes</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Reichstagswahlen im Mai 1928 wurde die SPD mit fast 30% stärkste Kraft. Nach vier Jahren Opposition, auf der Welle der sich abzeichnenden Krise reitend, ging die SPD unter Reichskanzler Hermann Müller wieder eine Koalition mit bürgerlichen Parteien ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reformisten waren in einem Dilemma: Sie stützen sich auf die Arbeiterklasse und versuchten gleichzeitig, den Herren Kapitalisten gut zu dienen. Das brachte beständig Konflikte und entzog den Reformisten immer weiter ihre soziale Basis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Wahl 1928 war die SPD unter anderem mit dem Slogan „Kinderspeisung statt Panzerkreuzer“ angetreten. In der Regierung stimmten die SPD-Minister dann doch dem Bau zu, nachdem die Koalitionspartner ein Scheitern der Regierung androhten. Der Unmut innerhalb der SPD-Reihen wuchs, wovon die KPD profitierte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zuge des Ruhreisenstreits Ende 1928 hatten die Kapitalisten der Eisen- und Stahlindustrie mehr als 200.000 Arbeiter ausgesperrt. Die Tarifverhandlungen waren gescheitert und der staatliche Schlichterspruch der Müller-Regierung beinhaltete für die Unternehmer inakzeptable Lohnerhöhungen und Arbeitszeitreduzierung. Die Regierung beeilte sich, den Schlichterspruch auszubessern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Müller-Regierung deutete sich ein herannahender Bürgerkrieg an. Die vormals unbedeutende NSDAP erstarkte ab 1928. Es kam vermehrt zu Übergriffen zwischen der wachsenden faschistischen Terrororganisation Sturmabteilung (SA) und dem KPD-geführten Roten Frontkämpferbund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter dem Vorwand, sowas verhindern zu wollen, erließ der preußische SPD-Innenminister 1929 ein Demonstrationsverbot. Die KPD demonstrierte trotzdem am Ersten Mai. Erst prügelte die Polizei, dann schoss sie. Die traurige Bilanz des „Blutmai“: 33 Tote, darunter auch SPD-Mitglieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die arbeiterfeindliche Politik der SPD-Führung hätte einen gewaltigen Aufstieg der KPD bedeuten können. Diese wuchs zwar beständig, aber doch langsam. Ab 1929 vertrat die KPD die „Sozialfaschismusthese“: Die Sozialdemokraten seien die eigentlichen Faschisten. Ereignisse wie der Blutmai untermauerten dies scheinbar, aber diese These war keine wissenschaftliche Analyse. Aus ihr folgte eine Praxis des Denunzierens aller Sozialdemokraten. Dies hinderte die SPD-Arbeiter daran, zu einem kommunistischen Programm zu wechseln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Währenddessen wandte sich das Kleinbürgertum den Nazis zu und diese erzielten erste größere Erfolge in den Landtagswahlen 1929. Das Kleinbürgertum war nach dem Krieg völlig verarmt. Der Wirtschaftsaufschwung hatte die Lage zwar beruhigt, aber keine Erholung gebracht. Besonders die Bauern verschuldeten sich zunehmend, konnten nicht mit der Großproduktion konkurrieren und ihre Höfe wurden zwangsversteigert. Mit der Konjunkturtrübung ab 1927 und dann der Weltwirtschaftskrise fehlte den Ärzten, Juristen, kleinen Händlern usw. die zahlende Kundschaft. Beamten wurde das Gehalt gekürzt, um die Staatsausgaben zu sanieren. Aufgrund der Millionen Arbeitslosen war ihnen ein Abstieg in die Arbeiterklasse versperrt. Ihnen blieb nur der Weg ins Elend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Politik der etablierten bürgerlichen Parteien, der SPD und der KPD stieß das Kleinbürgertum ab. Insbesondere die SPD bot ihnen keinen Ausweg aus der Krise, sondern war bloß ihr Verwalter. Die Zustimmung der Müller-Regierung zum Young-Plan machte dies für das Kleinbürgertum besonders deutlich: Nun sollten auch ihre Enkel und Urenkel für die Reparationszahlungen herhalten. Die Nazis erschienen als die einzig unverbrauchte Kraft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mithilfe des Hugenberg-Medienimperiums startete die NSDAP eine Kampagne gegen den Young-Plan. Ihr Volksentscheid erreichte fast 6 Mio. Stimmen. Dies war der Initialzünder für den Aufstieg der Nazis, denn viele erfuhren so zum ersten Mal vom Programm der NSDAP.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ende der Müller-Regierung nahte 1930. Der Reichsverband der Deutschen Industrie forderte härtere Maßnahmen: Steuererleichterungen für Unternehmer, Abschaffung der Zwangsschlichtung, Senkung der Staatsausgaben, Einsparungen bei der Arbeitslosenversicherung usw. Als die SPD bei der Arbeitslosenversicherung den Wünschen der Industrie nicht nachkam, bereitete diese den Bruch der Koalition vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>Brünings Dilemma</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Reichspräsident Hindenburg ernannte im März 1930 Brüning zum Kanzler. Diese Regierung sollte klar „antimarxistisch“ sein, d.h. gegen SPD, Gewerkschaften und KPD gerichtet. Das Programm der Herrschenden sollte diese Minderheitsregierung mit Notverordnungen durchsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die SPD stellte sich am Anfang gegen diese Regierung, aber das änderte sich mit den Wahlergebnissen im September 1930. Die NSDAP war innerhalb von zwei Jahren von 2,6% auf 18,3% angewachsen und damit zweitstärkste Kraft hinter der SPD. Die unbeliebten Maßnahmen von Brüning, wie die Erhöhung der Steuern auf Bier und Benzin sowie die Kürzung der Arbeitslosenversicherung, trugen dazu bei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich waren aber SPD und KPD zusammengenommen immer noch stärkste Kraft mit über 47%. Hinzu kamen die mächtigen Gewerkschaften und der SPD oder KPD nahestehende Arbeiter- sowie paramilitärische Organisationen. Der parlamentarische Zerrspiegel verklärte die reale Lage, die Arbeiterbewegung hätte mit Leichtigkeit die drohende faschistische Gefahr besiegen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stattdessen akzeptierte die SPD-Führung Brüning nun als „kleineres Übel“. Sie stimmten nicht für seine Gesetze, aber sie stimmten nicht gegen seine Notverordnungen, um einen Zusammenbruch der Regierung zu vermeiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Brüning war angetreten, um ohne und gegen die SPD zu regieren. Nun zeigte sich das wahre Dilemma der Herrschenden: Sie konnten nicht mit, aber auch nicht ohne die SPD die nötigen Angriffe umsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>Instabile Zwischenregime</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Brünings Regierung sowie die nachfolgenden bonapartistischen Regierungen von Papen und Schleicher ab 1932 besaßen immer weniger Rückendeckung. Notverordnungen konnten durch das Parlament ausgesetzt werden, während mit jeder Wahl die Opposition an den Rändern größer wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies war ein äußerst instabiles Regime, das sich auf die Feindschaft zweier Lager – Arbeiterbewegung und Faschisten – stützte. Hätte die Clique um Brüning den Staatsapparat gegen die Nazis eingesetzt, so hätte sie diesen gespalten, da viele Polizisten und Soldaten mit den Nazis sympathisierten. Außerdem hätte die SPD Brüning ohne Nazis gar nicht erst toleriert. Gegen die starken Arbeiterorganisationen brauchte die Clique die Nazis. Aber ohne Arbeiterorganisationen hätte nichts die Nazis aufgehalten. Brüning, Papen und Schleicher konnten nur regieren, weil es noch nicht zu einem wirklichen Kräftemessen zwischen Nazis und Arbeiterbewegung gekommen war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Großbourgeoisie war sich in der Frage der Lösung noch uneinig. Trotzki erklärte: „Die sozialdemokratische Therapie stößt einen Teil der Großbourgeoisie wegen der Unbestimmtheit ihrer Ergebnisse und des Risikos allzugroßer Unkosten zurück (Steuer, soziale Gesetzgebung, Arbeitslohn usw.). Der chirurgische Eingriff der Faschisten erscheint dem anderen Teil als der Lage nicht entsprechend und allzu riskant.“ Die Nutzung der Nazis brachte die Gefahr, einen Bürgerkrieg auszulösen, der auch zum Sieg einer sozialistischen Revolution hätte führen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zwischenregime waren der Versuch einen Weg zu finden, der die Kosten der Sozialdemokratie einerseits und das Risiko eines langwierigen Bürgerkriegs andererseits vermied.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die SPD hielt weiterhin an der „kleineren Übel“-Strategie fest. Bei der Reichspräsidentenwahl im Frühjahr 1932 unterstützte sie den Erzreaktionär Hindenburg gegen Hitler. 1925 war Hindenburg das größere Übel gewesen, jetzt sei er verfassungstreu und würde den Weg für Hitler versperren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juni 1932 fiel Brüning in Ungnade und wurde durch Papen ersetzt. Dieser ging offener gegen die Arbeiterbewegung vor und entmachtete im Juli die SPD-Regierung in Preußen. Die SPD hielt trotz des Drangs der Mitglieder ihre Füße still. Die KPD versuchte mit einem Aufruf zum Generalstreik, die SPD-Arbeiter zu erreichen. Erfolglos, denn dieser konnte die Sozialfaschismus-Politik nicht wettmachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der drohende Bürgerkrieg rückte immer näher heran. Die Angst vor dem Bolschewismus in den herrschenden Klassen stieg weltweit. Papen und später Schleicher drängten auf eine Verfassungsänderung, um besser durchregieren zu können. Aber die Reichswehr berechnete in einem Planspiel, dass sie gegen die darauffolgenden Unruhen verlieren würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angst der Herrschenden: Wie lange wird die SPD ihre Mitgliedschaft zurückhalten können, die gerade wegen des Aufstiegs der Nazis immer unruhiger wird und in bedrohlichem Maß zur KPD überläuft? Wie lange wird die Spaltung zwischen SPD und KPD noch bestehen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Dezember 1932 wurde Schleicher zum Reichskanzler ernannt und scheiterte beim letzten Manöver, mit den Gewerkschaften und „linken“ Nazis wie Gregor Strasser zusammenzuarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Weg von Brüning, Papen, Schleicher und auch der SPD war eine Sackgasse. Alle hatten ihre Hoffnung auf eine Stabilität bringende wirtschaftliche Verbesserung gesetzt. Als diese nicht eintrat, waren sie entblößt.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>Machtübertragung an Hitler</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Gesamtheit der Großbourgeoisie wurde der einzige Ausweg immer deutlicher: Es brauchte eine Kraft mit Massenanhang, die sicherstellte, dass der drohende Bürgerkrieg zu ihren Gunsten ausgeht, die also die Arbeiterorganisationen zerschlagen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau dies versprach ihnen Hitlers faschistische Bewegung. Er überzeugte sie, dass er fest auf dem Boden des Privateigentums steht und der nationale „Sozialismus“ nur ein Schein ist. Das Mussolini-Regime zeigte, dass das Vorhaben möglich war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Letztlich erwirkten die Unternehmen, dass Hindenburg die Kanzlerschaft im Januar 1933 an Hitler übertrug. Die legale Machtübertragung war die perfekte Deckung für den faschistischen Staatsstreich. Ihre Position im Staatsapparat konnten die Nazis geschickt nutzen, um die SA in den Staat einzugliedern und gegen KPD und SPD vorzugehen. Die SPD-Führung gab kampflos auf, weil sie sich stets davor gefürchtet hatte, die Arbeitermassen zu mobilisieren und die Kontrolle zu verlieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bürgerlicher Parlamentarismus und Faschismus sind Herrschaftsformen des Kapitals. Zwar gaben die Herrschenden ihre politische Macht an Hitler ab, aber dieser setzte umso besser die Interessen des deutschen Imperialismus um. Durch die Vernichtung der Arbeiterorganisationen und Ermordung von unzähligen Sozialisten und Kommunisten konnten die Kapitalisten ungehindert ihr Kürzungsprogramm und einen neuen imperialistischen Eroberungskrieg umsetzen. Unzählige Gräueltaten folgten.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>Nur wer kämpft, kann gewinnen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Statt die Kräfte der Arbeiterklasse einzusetzen, setzte die SPD-Führung stets auf den Klassenkompromiss der Weimarer Republik: Wir beruhigen die Arbeiter und das Kapital gewährt dafür Reformen. Sie hofften im Kampf gegen die Nazis auf Staat, Gesetz, Reichswehr und Polizei. Man wolle die Nazis nicht provozieren und durch Massenmobilisierung die Situation weiter destabilisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die SPD-Führung glaubte, die Arbeiterklasse sei zu schwach. Aber in Wahrheit war sie nur aufgrund der Schwäche ihrer reformistischen Führung desorientiert und entmutigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reformisten fürchteten den Bürgerkrieg, aber im Keim steckte er schon in jedem Übergriff durch SA und SS. Die SPD hätte gemeinsam mit der KPD die Nazi-Banden physisch zerschlagen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Haupthindernis im Kampf gegen den Faschismus war die lähmende reformistische Führung. Es wäre die Aufgabe der KPD gewesen, diese zu überwinden. Mit einer korrekt ausgeführten Einheitsfrontpolitik hätte sie den SPD-Arbeitern die Schwäche ihrer Führung aufzeigen können. Stattdessen stützte die KPD-Führung die SPD-Führung von links, weil sie mit ihrer Sozialfaschismus-Politik selbst zur Spaltung der Arbeiterbewegung beitrug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hätten SPD und KPD die Arbeiter mobilisiert, dann hätte die Arbeiterklasse ihre reale Macht erkannt und wäre mit Riesenschritten auf die sozialistische Revolution zumarschiert. Das wäre der einzig progressive Ausweg aus der Krise der Weimarer Demokratie gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil heute SPD und Linkspartei die Angriffe des Kapitals stets unterstützten, ermöglichten sie den Aufstieg der AfD. Nun, wo die AfD eine ernstzunehmende Kraft ist, wollen sie dieselbe Politik unter dem Banner „Verteidigung der Demokratie“ fortführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer die AfD bekämpfen will, der braucht stattdessen Klassenkampf. Der Reformismus ist auch heute das Haupthindernis. Weil die kapitalistische Demokratie der Arbeiterklasse nur noch Elend erlaubt, braucht es die Mobilisierung der Arbeiterbewegung mit einem unabhängigen Klassenprogramm, um sie durch den Sozialismus zu ersetzen.</p>
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		<title>Abschiebungen, Rassismus und Hetze: Notwendig im Kapitalismus</title>
		<link>https://derkommunist.de/abschiebungen-rassismus-und-hetze-notwendig-im-kapitalismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michele Rocco Troccolo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 11:54:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anti-AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Unterdrückung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf die Nachfrage, wen Merz mit „Problemen im Stadtbild“ meine, riet der Kanzler „Fragt eure Töchter“ und meinte damit Migranten. Kürzlich steckte er sich das Ziel, 80% der Syrer auszuweisen. [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Auf die Nachfrage, wen Merz mit „Problemen im Stadtbild“ meine, riet der Kanzler „Fragt eure Töchter“ und meinte damit Migranten. Kürzlich steckte er sich das Ziel, 80% der Syrer auszuweisen. Die SPD steht dem in Nichts nach. Schon 2023 kündigte Scholz an: „Wir müssen endlich im großen Stil abschieben.“ Auch Özdemir von den Grünen beklagte kürzlich: „Einwanderung muss viel stärker gesteuert werden. Das bedeutet eben auch, die Frage der irregulären Migration und ihrer Begrenzung ernst zu nehmen.“ Die Hetze dieser „demokratischen“ Parteien ist kaum noch von der der AfD zu unterscheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rassismus und Ausländerfeindlichkeit erzürnen Millionen. Als etwa Anfang 2025 CDU und AfD im Bundestag gemeinsam für einen Antrag zur Verschärfung der Abschiebepolitik stimmten, wurde im ganzen Land demonstriert. Die Linkspartei, die ankündigte, dagegen „auf die Barrikaden zu gehen“, erlebte einen Aufschwung. Aber jeder, der Rassismus bekämpfen will, muss verstehen: Kapitalismus, Migration und Rassismus sind untrennbar miteinander verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>Notwendigkeit eines Systems</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Kapitalismus hat Migration den Zweck, verfügbare Arbeitskräfte an die Orte zu mobilisieren, wo die Kapitalisten mit ihnen den meisten Profit machen können. So ist es kein Wunder, dass die BRD eine lange Geschichte der Arbeitsmigration hat. Im Zuge des Wirtschaftsaufschwungs nach dem 2. Weltkrieg kamen rund 14 Mio. billige Arbeitskräfte als sogenannte Gastarbeiter nach Deutschland. Spezielle Anwerbeverträge wurden mit Ländern wie Italien, Spanien, Griechenland und der Türkei geschlossen. Mit der Weltwirtschaftskrise in den 1970ern, als der Bedarf an Arbeitskräften sank, wurde ein Anwerbestopp erlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Fall der Sowjetunion eröffnete sich für Deutschland ein weiterer lukrativer Arbeitsmarkt. So ist die deutsche Landwirtschaft fast vollständig auf osteuropäische Arbeiter angewiesen. Rund 70% der Saisonarbeitskräfte kommen aus Rumänien und etwa 25% aus Polen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Migranten werden von den Kapitalisten als Lohndrücker eingesetzt. Sie sind aufgrund ihrer Lage gezwungen, unter den schlechtesten, fast sklavenartigen Bedingungen zu arbeiten und zu leben. Diese Barbarei wurde beispielsweise 2020 im Zuge eines Skandals in der Fleischindustrie öffentlich, die rumänische und bulgarische Werkvertragsarbeiter ausbeutet: Brutale Akkordarbeit, mangelnde Hygienemaßnahmen, Abzug der Kosten für Arbeitskleidung und Unterkunft vom Mindestlohn, Unterbringung in heruntergekommenen und mit Schimmel belasteten Bruchbuden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Migration ist gewollt und extrem profitabel. Dementsprechend betont auch ein Abschiebe-Merz, dass ein Industrieland wie Nordrhein-Westfalen oder ein Autokonzern wie Mercedes „nicht denkbar ohne Migranten“ seien. Mit dem Verweis auf „Arbeitskräftemangel“ und die „Alterung der Gesellschaft“ brauche man „eher mehr als weniger Migration“. Die Bundesagentur für Arbeit schätzte 2025, dass man jährlich eine Nettozuwanderung von 400.000 Arbeitskräften aus dem Ausland benötigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>Krieg, Flucht und Imperialismus</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber das Kapital verwertet nicht jede Arbeitskraft und sieht Menschen ohne die nötige Ausbildung, Sprachkenntnisse, psychische Gesundheit etc. auf dem kapitalistischen Arbeitsmarkt als „unbrauchbar“ an. Mittlerweile gibt die EU jährlich mehr als 1 Mrd. Euro für die Grenz- und Küstenwache Frontex aus, um diese Migration zu verhindern. Tausende Menschen sterben jährlich bei dem Versuch, das Mittelmeer zu überqueren. Allein dieses Jahr sind es – laut offiziellen Zahlen – schon mehr als 680 Menschen. Mehr als in jedem Jahr zuvor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei sind die Imperialisten selbst Verursacher von „Flüchtlingswellen“. Nach Umweltzerstörung sind Kriege der größte Treiber. Im syrischen Bürgerkrieg war Deutschland direkt beteiligt. Im Namen der Menschenrechte und des Kampfes gegen den IS wurde das Land kaputt bombardiert – und al-Scharaa, damals als Terrorist gebrandmarkt, lobt man heute als demokratischen Anführer. Mehr als 1 Mio. Menschen, vor allem aus Syrien, Afghanistan und Irak, flohen 2015 und 2016 nach Deutschland. Die Willkommenskultur in dieser Zeit beweist im Übrigen, dass Deutsche nicht per se ausländerfeindlich sind. Erst auf Druck dieser Stimmung änderte Merkel ihre Migrationspolitik mit der Aussage „Wir schaffen das!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz anders im Ukrainekrieg. Direkt wurden Gelder mobilisiert, Rechte angepasst und über 1 Mio. Ukrainer aufgenommen. Hier wollten die Kriegstreiber als Schutzmacht der Ukraine wahrgenommen werden, um ihren Stellvertreterkrieg gegen Russland zu rechtfertigen. So ist es auch kein Wunder, dass gleichzeitig gefordert wurde, kriegstaugliche Ukrainer zurück an die Front auszuweisen. Gleichzeitig werden Russlanddeutsche, laut Integrationsforschung ehemals vorbildliche Migranten, nun als Putins fünfte Kolonne angeprangert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrer Moral sind die Kapitalisten flexibel. Je nachdem, welche konkreten Interessen sie verfolgen, gibt es mal gute, mal schlechte Migranten.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>Sündenbock Migrant</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Während die Kapitalisten auf Kosten der Migranten reicher werden, hetzen sie. Merz redet von einer „systematischen Einwanderung in die Sozialsysteme“. Gegen den angeblichen Missbrauch von Sozialleistungen durch Asylbewerber soll die Bezahlkarte Abhilfe schaffen. Der Unterton: Das Geld sei knapp und schuld seien die Flüchtlinge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies verfängt sogar bei Menschen mit eigener Migrationsgeschichte, so dass beispielsweise im Ruhrgebiet türkische Gastarbeiter die neu hinzugekommenen Osteuropäer kritisieren. Ihre Wahrnehmung: Wir haben früher hart gearbeitet und die Neuankömmlinge bekommen Sozialleistungen hinterhergeworfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ziel der Propaganda ist, die Arbeiterklasse zu spalten, sodass ein Teil seine Wut auf den anderen Teil richtet. Die Kapitalisten lenken damit von den eigentlichen Ursachen der Krise ab und schwächen gleichzeitig die Kampfkraft der Arbeiterklasse.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>Klassenkampf statt Belehrungen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linkspartei könnte Millionen organisieren und mit einem Programm ausstatten, um jegliche Diskriminierung zu beseitigen. Aber Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und AfD kann man nur bekämpfen, wenn man klar ihre Ursache benennt: Kapitalismus. Jeder, der dies nicht tut, muss bei falschen Erklärungen und Lösungsansätzen abseits vom Klassenkampf Hilfe suchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So drängt sich die Vermutung auf, dass Linkspartei-Vorsitzender Jan van Aken Merz Nachhilfestunden geben möchte: „Wer mit Abschiebefantasien [von Syrern] schlechte Stimmung macht, verängstigt nicht nur schutzbedürftige Menschen, sondern schadet auch der deutschen Wirtschaft.“ Weil mehr als ein Drittel der Syrer in Deutschland beschäftigt seien, müsse Merz erkennen, dass diese Migration im Interesse seiner Klasse sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rassismus und Abschiebefantasien werden hier nur als eine Eigenschaft von einzelnen Politikern oder Beamten dargestellt und nicht als Notwendigkeit des kapitalistischen Systems. Im Zuge der Black-Lives-Matter-Proteste 2020 forderte dementsprechend der damalige Bundesgeschäftsführer der Linkspartei Jörg Schindler den „Rechtsstaat“ zu stärken, damit dieser härter gegen Rassismus durchgreifen könne. Die untrennbare Verschmelzung von Diskriminierung und Kapitalismus ist ein klassischer blinder Fleck des Reformismus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil die Reformisten nicht die Grundfeste des Kapitalismus verändern möchten, werden sie in der Krise zum Verwalter des Mangels. So sind sie selbst ein Treiber für den Stimmungswandel seit 2015 und den Aufstieg der AfD. Denn, wenn es zu wenig gibt, stellt sich immer die Frage, wer das Wenige erhält. Das nutzt die AfD demagogisch aus und sagt: „Die Ausländer oder wir Deutsche?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Problem lässt sich nur lösen, wenn es als Klassenkampf und nicht als Folge schlechter Politik verstanden wird: Die Herrschenden sind Profiteure von Rassismus, Krieg und Krise. Die internationale Arbeiterklasse muss vereint dagegen kämpfen. Bezahlen müssen die Reichen. Nur wer fragt „Wer entscheidet über den Reichtum, wer über die Produktion?“ ist kein Krisenverwalter, sondern kann die gesellschaftlichen Ressourcen zum Wohle aller nutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kampf gegen Rassismus und AfD muss also ein Kampf gegen den Kapitalismus sein. Es gibt keinen spontanen „Rechtsruck“ in der Gesellschaft, sondern die Unfähigkeit des Reformismus, wirksame Lösungen anzubieten. Die Arbeiterbewegung muss mit dem Reformismus brechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linkspartei kritisiert die CDU für ihre rassistische Hetze. Gleichzeitig sieht sie eine Zusammenarbeit mit der CDU als kleineres Übel an, um eine AfD-Regierung zu verhindern. Wie du wirklich gegen die AfD kämpfst, erfährst du in unserer Broschüre „Demokratie retten oder Sozialismus erkämpfen?“</p>
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		<title>Hilft ein Verbot der AfD im Kampf gegen Rechts? </title>
		<link>https://derkommunist.de/hilft-ein-verbot-der-afd-im-kampf-gegen-rechts/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michele Rocco Troccolo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jun 2025 06:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anti-AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratische Rechte]]></category>
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<p class="wp-block-paragraph">Die AfD droht die stärkste Partei in Deutschland zu werden. Carsten Linnemann erklärt in der Doku „Inside CDU“, dass die Bundestagswahl 2029 die wichtigste Wahl seit Jahrzehnten werden könnte. Die Politik der Regierungen hat die AfD seit Jahren immer weiter gestärkt. Die kommenden Angriffe auf die Arbeiterklasse werden diesen Prozess beschleunigen, solange es keine spürbare linke Opposition gibt. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Ein AfD-Verbot ist ein zweischneidiges Schwert. Solch eine Maßnahme – und schon die Diskussion darüber – wird die AfD langfristig stärken, nicht schwächen. Sie rieche nach „politischer Konkurrentenbeseitigung“, warnt Merz. Die AfD könne einen „Märtyrerstatus“ bekommen, mahnt Söder. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Dass ein anderer Teil der Kapitalvertreter trotzdem für ein AfD-Verbot argumentiert, liegt nicht an ihrer Angst um die Demokratie, sondern an der Befürchtung, die Zügel der Macht zu verlieren.  </p>

<h3><strong>Gespaltene Unzufriedenheit</strong> </h3>

<p class="wp-block-paragraph">Sie können immer weniger Zustimmung für ihre Politik mobilisieren und müssen deswegen die AfD als Wiederauferstehung des Faschismus brandmarken. Diese Panikmache treibt viele Arbeiter und Jugendliche entgegen ihrem Willen in die Arme des Establishments. Sie haben die AfD zurecht als reaktionäre Partei erkannt und wollen sie bekämpfen. Aber mangels eines korrekten Programms in der Arbeiterbewegung kann dieser Kampf zweckentfremdet werden. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Denn die Debatte um die AfD ist ein Kulturkampf, der die Arbeiterklasse entlang der Scheinfrage spaltet: Demokratie, ja oder nein? Bei der Landtagswahl in Brandenburg haben 75% der SPD-Wähler angegeben, nicht von ihrer Partei überzeugt zu sein, aber eine starke AfD verhindern zu wollen. Gleichzeitig sind seit 2017 über eine Million SPD-Wähler und eine halbe Million LINKE-Wähler zur AfD abgewandert. Die Drohung mit einem Verbot vertieft diese Gräben nur, obwohl der gemeinsame Nenner die Unzufriedenheit mit dem Status quo dieser „Demokratie“ ist. </p>

<h3><strong>Welche Theorie? Welche Praxis?</strong> </h3>

<p class="wp-block-paragraph">Wo Arbeiter und ihre Organisationen von Faschisten angegriffen werden, müssen sie zurückschlagen. Aber dabei ist kein Verlass auf den Staat. Bei den Morden des Nationalsozialistischen Untergrunds half der Verfassungsschutz mit und immer wieder werden rechte Gruppierungen im Polizeiapparat entdeckt. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Aber es wäre fatal, die Masse der AfD-Wähler mit Faschisten zu verwechseln. Der Aufstieg der Partei ist Ausdruck der Wut auf das Establishment. Was fehlt, ist eine linke Alternative, die dem verhassten System den Kampf ansagt. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Die herrschende Klasse wird alle Möglichkeiten nutzen, um Klassenkampf zu untergraben Sie wird versuchen, Streiks zu delegitimieren, indem sie der Belegschaft vorwirft, mit ihren „Nazi-Kollegen“ auf die Straße zu gehen. Hierfür müssen Gewerkschaften gerüstet sein, insbesondere weil ihre Mitglieder leicht überdurchschnittlich die AfD wählen. Sie müssen fähig sein, die reaktionären Positionen der AfD zu bekämpfen, ohne der herrschenden Klasse dabei durch die Spaltungsmethoden des Kulturkampfes zuzuarbeiten.  </p>

<h3><strong>„Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.“</strong> </h3>

<p class="wp-block-paragraph">Die Linkspartei spielt derzeit die Rolle des Gehilfen des Establishments. In Sachsen wird die Minderheitsregierung der CDU und SPD von der LINKEN gestützt. Die CDU ist sich dessen bewusst und hat kürzlich zum Dank das erste Mal in der Landesgeschichte einem Antrag der Linkspartei zugestimmt. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Indem DIE LINKE die „Demokratie verteidigen“-Kampagne der Herrschenden unterstützt, schürt sie Illusionen und hält diejenigen „Demokraten“ an der Macht, die den Lebensstandard der Arbeiterklasse angreifen. Die AfD hingegen kann sich weiterhin als konsequente Opposition etablieren. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Politik der Unterstützung des „kleineren Übels“ hat letztlich immer dem größeren Übel zum Aufstieg verholfen. Lasst uns die bittere Wahrheit sagen: DIE LINKE stärkt gerade die AfD. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Statt ein AfD-Verbot zu fordern, treten Kommunisten für ein klassenkämpferisches Programm ein, das den Reichen Feuer unterm Hintern macht. Nur weil dieses in der Arbeiterbewegung fehlt, kann die AfD erstarken. </p>
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		<title>Was sagen Kommunisten zu einem Verbotsverfahren gegen die AfD?</title>
		<link>https://derkommunist.de/was-sagen-kommunisten-zu-einem-verbotsverfahren-gegen-die-afd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michele Rocco Troccolo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 May 2025 10:17:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anti-AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Was bedeutet der Aufstieg der Rechten?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 8. Mai jährt sich der Tag der Befreiung vom Faschismus zum 80. Mal. Die unbeliebteste Regierung seit 1945 wird diesen Jahrestag nutzen, um den Arbeitern und der Jugend Werbung [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Am 8. Mai jährt sich der Tag der Befreiung vom Faschismus zum 80. Mal. Die unbeliebteste Regierung seit 1945 wird diesen Jahrestag nutzen, um den Arbeitern und der Jugend Werbung für ihre Demokratie einzuhämmern: Gegen den „aufsteigenden Faschismus“ müsse man die „gemäßigte Mitte“ unterstützen, die in Taten zunehmend das Programm der AfD umsetzt. Entgegengesetzt zu diesen Heuchlern, sehen viele in der Jugend und der Arbeiterklasse die AfD als wirkliche Bedrohung für die Gesellschaft und sind in den letzten Monaten deswegen auf die Straße gegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt, nachdem die AfD vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft wurde, werden die Forderungen nach einem AfD-Verbot noch lauter. Wir Kommunisten sind der Meinung, dass der Kampf gegen rechte Demagogen durch ein Verbot keinen Schritt vorwärtsgebracht wird. Warum? Die AfD-Führung hat ein reaktionäres Programm, das jeder Kommunist verurteilt. Aber einen Teil der Arbeiterklasse auf den anderen Teil zu hetzen, hilft nur den Kapitalisten. Dies ist ein reaktionärer Kulturkampf: AfD-Wähler vs. Nicht-AfD-Wähler. Dies ist der gleiche Spaltungsmechanismus wie Migranten vs. Nicht-Migranten, den die Regierung und die AfD bedienen. Wir sagen: Es braucht Klassenkampf: Arbeiterklasse vs. Kapitalisten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Funktioniert ein Verbot?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Man mag entgegnen: „Aber die AfD ist reaktionär, wir sollten uns dagegen wehren!“ Das stimmt, aber die Frage ist, was sind die geeigneten Mittel, um uns zu wehren? Die herrschende Klasse und ihre Intellektuellen sind sich bewusst, dass ein Verbot kaum etwas bringt. Der „Extremismusforscher“ Cas Mudde sagt: „Am Ende tut ein Verbot nichts gegen den Nährboden extrem rechter Politik.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das muss niemand behaupten, man kann sich einfach das Resultat des Verbots der „Golden Morgenröte“ in Griechenland anschauen. Die Neonazipartei hatte brutale, teilweise tödliche Attacken auf Migranten, linke Rapper, Gewerkschaftsmitglieder und Kommunisten ausgeführt. 2020 wurde die Partei zerschlagen. Dies war der <a href="https://marxist.com/golden-dawn-conviction-2020.htm">Erfolg einer Massenbewegung</a>, die den Staat zwang zu handeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber heute treiben die Faschisten immer noch ihr Unwesen. Sie haben neue Parteien und Organisationen gegründet und sind weiterhin eng mit dem Staatsapparat verbunden. Nach der Wahl 2023 wurde von einem „Rechtsruck“ in Griechenland gesprochen, weil Konservative und Rechte über 50% erhalten hatten. Davon ging sogar 10% auf extrem rechte Parteien. Der Aufstieg der Rechten war nur möglich, durch eine <a href="https://derkommunist.de/die-griechische-arbeiterklasse-zeigt-ihren-kampfeswillen/">fehlende klassenkämpferische Politik der Arbeiterparteien</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Demokratie bekomme eine „Atempause“ wird entgegnet. Aus Sicht von AfD-Wählern und -Sympathisanten – mindestens 10 Millionen Menschen – stellt sich dies aber ganz anders dar: Ihre Meinung soll verboten werden. Das ist ein klarer Angriff auf ein demokratisches Recht. Viele sind zur AfD gewandert, weil alle anderen Parteien nicht in ihrem Interesse handeln. Weil ihre Stimme in dieser „Demokratie“ nicht gehört wird. Jetzt soll ihre Stimme offiziell ausgeschlossen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Neutralität des Staates entblößt sich für sie weiter als eine Illusion. In dieser Hinsicht sind die AfD-Wähler im Bewusstsein weiter, als die Parteiführung der Linken, die weiter an dem Märchen des neutralen Staats festhält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber eine Reaktionäre wie Beatrix von Storch – die korrekterweise darauf hinweist, dass der Verfassungsschutz weisungsgebunden der Regierung untersteht – nutzt diesen Angriff auf demokratische Rechte, um für ihre Partei weiter Werbung zu machen. Anstatt der AfD-Wählerschaft zu helfen, zu einer Klassenposition zu kommen, treibt man sie durch die Forderung eines Verbots tiefer in die Arme der AfD. Das Gleiche passiert durch die <a href="https://marxist.com/the-case-of-marine-le-pen-how-the-democrats-are-destroying-democracy.htm">Verurteilung von Le Pen</a> in Frankreich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer sind die AfD-Wähler?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Aber“, wird gesagt, „man kann Nazis nicht mit Worten überzeugen“. Korrekt, gegen faschistische Schlägertrupps braucht man Selbstverteidigungseinheiten der Arbeiterorganisationen. Vor 1933 hatte die SPD das „Reichsbanner“, die KPD den „Roten Frontkämpferbund“ und die Gewerkschaften die „Eiserne Front“. Aber auch sie sind daran gescheitert, den Faschismus zu besiegen, weil die stalinistische KPD es nicht verstanden hat, die Arbeiterklasse für den Sturz des Kapitalismus zu gewinnen. Die reformistische SPD und die Gewerkschaften wiederum haben die Arbeiterklasse daran gehindert, den Sozialismus zu erkämpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Faschismus ist eine konterrevolutionäre Massenbewegung, deren Ziel es ist, die Arbeiterorganisationen zu zerschlagen und eine totalitäre Diktatur des Monopolkapitals über sie zu errichten. Deshalb ist es ein gravierender Fehler, die Masse der AfD-Wähler und -Sympathisanten mit Faschisten gleichzusetzen. Seit 2017 sind über eine halbe Million Wählende von der antifaschistischen Linken zur AfD gewandert. Von der SPD sind über eine Million abgewandert. Unter Gewerkschaftsmitgliedern ist die AfD sogar überdurchschnittlich repräsentiert. In aktuellen Umfragen ist die AfD zweitstärkste Kraft mit rund 25%.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Arbeiter sind nicht plötzlich alle zu Nazis geworden. Sie sind enttäuscht von den Regierungen und einer Linkspartei in der Opposition, die beide nicht ihre Interessen vertreten. Die kapitalistische Krise wurde auf ihrem Rücken abgewälzt. Sie suchen nach einer Lösung und im Vergleich zur Linken zeigt die AfD, dass sie eine Opposition ist, die nicht klein beigibt und sich traut Probleme anzuprangern und die etablierten Parteien rücksichtslos für ihre Politik zu geißeln. Die AfD schafft es, sich immer wieder als Stimme des „kleinen Mannes“ zu präsentieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein AfD-Verbot wird dieses Bild nur weiter verstärken, so wie Trump durch die unzähligen Gerichtsverfahren gestärkt wurde. Paradoxerweise könnte eine Zusammenarbeit der Regierungsparteien mit der AfD zur Schwächung der AfD führen, weil sie damit ihr wahres arbeiterfeindliches Programm offenbaren muss. Deswegen wird sich auch in der herrschenden Klasse darum gestritten, <a href="https://www.nzz.ch/report-und-debatte/deutschland-und-die-afd-bedingungen-fuer-eine-zusammenarbeit-zu-stellen-ist-besser-als-eine-brandmauer-zu-errichten-ld.1846719">ob die Einbindung der AfD nicht der bessere Weg ist</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben es nicht mit dem Aufstieg des Faschismus zu tun oder mit einem gesellschaftlichen „Rechtsruck“. Stattdessen findet die sogenannte „politische Mitte“ immer weniger Zustimmung für ihre Politik des Status Quo. Wer jetzt von Faschismus spricht, übersieht die ansteigende Wut der Arbeiterklasse, die nach einem Ausdruck sucht. Weil keine „linke“ Partei diese Wut wirklich aufgreift, spielt die AfD diese Rolle, wenn auch in sehr deformierter Weise. Gleichzeitig hat ein „auf die Barrikaden“ der Linkspartei gereicht, ihnen Millionen von Stimmen und Zehntausende neue Mitglieder zu bescheren. Heute ist es nicht die Aufgabe einer Arbeiterpartei, sich für den Kampf gegen den Faschismus zu rüsten, sondern den steigenden Klassenkampf aufzugreifen und für die revolutionäre Machtübernahme durch die Arbeiterklasse zu kämpfen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erbsenzählerei?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kann man nicht beides tun? Die AfD verbieten und ihre Wähler mit einem Klassenprogramm ansprechen? Dies ist im Kern die <a href="https://www.die-linke.de/start/presse/detail/afd-verbotsverfahren-jetzt-auf-den-weg-bringen/">Position von Jan van Aken</a>, Vorsitzender der Linkspartei:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich war früher immer gegen ein Verbotsverfahren, weil man mit einem Verbot natürlich nicht die Ideologie aus den Köpfen herausbekommt. Aber wenn wir uns nun anschauen, wie offen die AfD die Demokratie abschaffen möchte, sollten wir ihr nicht unsere schärfste Waffe – die Demokratie – an die Hand geben.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Gleichzeitig müssen wir die AfD auch politisch bekämpfen. Indem wir die Probleme und Nöte der Menschen endlich ernst nehmen und ihnen Zuversicht geben. Indem wir das Leben der Menschen wirklich verbessern. Der Rechtsruck ist kein Zufall – er wurde über Jahre hinweg durch soziale Kürzungen und eine Politik, die sich an den Interessen der Reichen und Mächtigen orientiert, politisch genährt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Praxis treibt man aber durch das Verbot einen Keil zwischen AfD-Wähler und Nicht-AfD-Wählern. Anstatt den AfD-Sympathisanten zu sagen, „ja, wir sind auch der Meinung, dass die Regierung ein Problem ist, aber eure Lösung ist falsch“, sagt man ihnen, „ihr seid aber das größere Problem und wir arbeiten sogar mit der Regierung zusammen, um eure Partei und eure Meinung zu verbieten“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Faktisch baut man so ein Bündnis der Arbeiterklasse mit der herrschenden Klasse auf. In den Worten von Gregor Gysi: „Zunächst einmal müssen wir uns – von der CSU bis zur Linken, aber auch mit Gewerkschaften, Kirchen, Unternehmerverbänden, Künstlern und Wissenschaftlern – darauf verständigen, dass wir unsere Grundfesten von Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit gemeinsam verteidigen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies ist aber ein Bündnis von Interessensgegnern. Die herrschende Klasse bekämpft die AfD nicht aus denselben Gründen wie Teile der Arbeiterklasse und der Jugend. Sie sieht die AfD als einen Störfaktor in ihrem Geschäft: Sie wollen in Ruhe herrschen und Profite eintreiben, d.h. die Arbeiterklasse ausbeuten. Hinzu kommt, wenn die AfD ihr Anti-EU und Anti-Euro-Programm durchsetzen würde, untergrübe dies die Basis, auf der Deutschland auf dem internationalen Markt überhaupt eine Rolle spielen konnte. Die AfD-Führung steht ansonsten, aber nicht in großem Widerspruch zur herrschenden Klasse. Sie schlägt nur andere Lösungen vor, wie man gute Profite macht und stützt sich für gute Wahlergebnisse auf die Wut eines Teils der Arbeiterklasse und der Jugend</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch schlimmer an diesem Bündnis ist: Man gibt den Henkern die Waffen, um einen selbst in der Zukunft zu verurteilen. Das Verbot der neonazistischen Sozialistischen Reichspartei von 1952 war der Vorläufer für das KPD-Verbot 1956. Wenn die AfD aufgrund einer Verfassungsfeindlichkeit verboten wird, dann kann mit dieser Begründung jede Organisation verboten werden, die sich kapitalismuskritisch und damit verfassungsfeindlich äußert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die Linkspartei handelt die <a href="https://www.mlpd.de/videos/gesichert-rechtsextrem-das-war-ueberfaellig-fuer-das-verbot-der-afd">MLPD</a> mit ihrem aktuellen Programm – trotz aller kommunistischer Phrasen – letztlich als verlängerter Arm der herrschenden Klasse. Sie spricht sich für ein AfD-Verbot aus, aber warnt davor, dem Staat zu vertrauen, der nur auf Druck einer antifaschistischen Massenbewegung zu so einem Verbot gezwungen werden kann. Eine scheinbar gut klingende Strategie wird zu einem Desaster, wenn sie auf einer verkehrten Analyse der Welt basiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die MLPD sieht genauso wie die Führung der Linkspartei auf der ganzen Welt den Aufstieg des Faschismus und erstarkende antikommunistische Kräfte, statt einer gesellschaftlichen Polarisierung, die selbst ein Ausdruck des steigenden Klassenkampfs ist. Sich mit falschen Analysen und Kampfmethoden in die Ecke gedrängt, sucht die MLPD ein Bündnis mit allen Kräften, die die bürgerliche Demokratie retten wollen. Wäre da nur nicht der Fakt, dass Trump, Le Pen, Meloni und die AfD <a href="https://www.youtube.com/watch?v=t_TuWkVS8pU">kein Faschismus repräsentieren</a>. Und wäre da nicht der Fakt, dass gerade die herrschende Klasse in Deutschland gegen die AfD mobilisiert, um ihre etablierten Parteien an der Wahlurne zu retten, während die AfD ein deformierter Ausdruck eines Klassenhasses gegen die Herrschenden ist. So wird die MLPD mit ihrer Verbotsforderung ungewollt zur Verteidigerin der „demokratischen Mitte“ und setzt auf Kulturkampf statt Klassenkampf.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wofür braucht es die RKP<strong>?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Führungen der „antifaschistischen“ Bewegung, die für ein Verbot der AfD auf die Straße mobilisieren, wollen gleichzeitig „demokratische“ Parteien wie CDU, SPD und Grünen stärken. Auf diesen Demonstrationen halten wir entgegen: diese Parteien vertreten nicht unsere Interessen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die RKP tritt ein für ein Klassenprogramm: Während die Kapitalisten für Kürzungen und Krieg rüsten, rüsten wir uns für Gegenwehr. Wir fordern Bildung statt Bomben, Renten statt Raketen und Pflege statt Panzer. Kriegsgewinner und Rüstungsindustrie sollen enteignet werden. Wir verteidigen Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Wir sagen: Gewerkschaften in die Offensive gegen Lohnraub, Entlassungswellen und Aufrüstung. Wir wollen die Diktatur der Reichen zerschlagen und stattdessen die Arbeiterklasse an der Macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Programm tragen wir auf die Straße. Deswegen ist es die Aufgabe von Kommunisten auf Anti-AfD-Demonstrationen mit dem Finger auf die Regierung zu zeigen. Den Organisatoren wird dies nicht gefallen, aber der Aufstieg der AfD und die niedrige Zustimmung zur Regierung zeigen, dass ein großer Teil der Arbeiterklasse nach solch einer Position suchen. Unsere britischen Genossen haben die <a href="https://communist.red/reform-uk-counter-protest-anger-on-the-streets-of-birmingham/">gleiche Erfahrung</a> bei Protesten gegen die Partei Reform UK gemacht und unsere US-amerikanischen Genossen <a href="https://www.youtube.com/watch?v=2FHG-EmajaE">treffen auf Zustimmung</a> bei ehemaligen Trump und Bernie Sanders Unterstützern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Keine Worte werden die AfD bekämpfen, sondern Taten. Die Parteiführung der Linken spricht über Klassenkampf. Aber sobald es ans Handeln geht, wendet sie sich an die Gerichte, will mit allen „demokratischen“ Parteien zusammenarbeiten und versucht den Staat wehrhaft zu machen. Sprich: Sie tut alles, außer die Arbeiterklasse und Jugend auf die Straße und in den Betrieben zu mobilisieren. So hat sie Wähler an die AfD verloren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der AfD kann man nur durch Klassenkampf begegnen. Die Arbeiterklasse sucht nach einer Partei, die unerschütterlich ihre Interessen vertritt und dafür die besten Methoden bereitstellt. Dies sind die Lehren des Marxismus. Die RKP kämpft darum, ein Programm für unsere Klasse an die Spitze der Arbeiterbewegung zu stellen. Nur dies wird die gesamte Arbeiterbewegung (AfD-Wähler und Nicht-AfD-Wähler) aus den Fängen der herrschenden Klasse, egal welcher Couleur, befreien.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>An Linksjugend, SDS, Jusos, Gewerkschaftsjugenden: Für eine Offensive gegen Merz, AfD und Kapital! </title>
		<link>https://derkommunist.de/an-linksjugend-sds-jusos-gewerkschaftsjugenden-fuer-eine-offensive-gegen-merz-afd-und-kapital/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Feb 2025 18:42:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Linksjugend und der SDS positionieren sich zusammen mit der Linkspartei als Spitze im Kampf gegen die Rechten. Im letzten Jahr hatte die Linkspartei 17.000 Neueintritte und 15.000 allein im [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Linksjugend und der SDS positionieren sich zusammen mit der Linkspartei als Spitze im Kampf gegen die Rechten. Im letzten Jahr hatte die Linkspartei 17.000 Neueintritte und 15.000 allein im Januar dieses Jahres. Der Aufstieg der AfD, Krieg und Krise haben bei ihnen die Hoffnung geweckt, dem etwas mit der Linkspartei entgegenzuhalten. Der Vorsitzende Jan von Aken sagt seine Partei würde „auch nach der Wahl jeden Tag gegen Rechts kämpfen“. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Auch in den Jusos wächst der Druck zu handeln. Ihr Bundesvorsitzender Philipp Türmer sagte im SPIEGEL: „Ich bekomme jeden Tag Dutzende Nachrichten von Jusos und aus anderen Teilen der Partei, die mir sagen, dass eine Koalition mit der Union unter Merz ausgeschlossen sein muss.“ Diese Haltung von Mitgliedern der Juso und SPD ist ein richtiger Schritt und sollte umgehend von der Juso-Führung zur offiziellen Position erklärt werden. Denn Friedrich Merz reicht der AfD die Hand! </p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Kapitalismus ist in der tiefsten Krise seiner Geschichte. Die Kapitalsten und ihre Parteien gehen in die Offensive. Die rassistische Hetze gegen die Schwächsten bereitet einen Generalangriff gegen die gesamte Arbeiterklasse und die Jugend vor: Wir sollen die Kosten der Wirtschaftskrise, der Kriegstreiberei und des Militarismus schultern. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Die RKP will das nicht hinnehmen und dem mit aller Kraft entgegentreten. Dem Klassenkampf von oben kann nur die Einheit der Arbeiterklasse und Jugend die Stirn bieten. Diese herzustellen, ist die dringlichste Aufgabe der Jugendorganisationen der Arbeiterklasse. Die Proteste gegen Merz und die AfD können ein Startpunkt dafür sein. Vor allem braucht es einen Politikwechsel in den Jugendorganisationen. </p>

<h3><strong>Kleiners Übel zum Scheitern verurteilt!</strong> </h3>

<p class="wp-block-paragraph">Viele fragen sich, was sie gegen die AfD und gegen Merz machen können. Viele sind wütend, aber fühlen sich auch ohnmächtig oder verzweifelt. Viele suchen nach einer Möglichkeit, endlich wirksam gegen den Aufstieg der Rechten handeln zu können. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Als Antwort erhalten sie von SPD, Grüne, Linke und BSW: „Wählt uns, wir retten die Demokratie!“ Gleichzeitig suchen SPD, Grüne und BSW eine Koalition mit der CDU. Und nachdem sie gestern Merz’ Zusammenarbeit mit der AfD kritisierten, verschärfen sie heute ihre Position in der Asylpolitik, wie Habecks „10 Punkte“ zeigen. Ihre Opposition gegen Merz ist geheuchelt. Sie wollen nur an der Macht sein. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Auch die Juso-Führung schwankt. Die Berliner Juso-Vorsitzende Kari Lenke erklärte dem SPIEGEL: „Ich hoffe, dass demokratische Mehrheiten abseits einer schwarz-roten Koalition möglich sind.“ Aber eine Absage an die CDU bleibt aus, denn für die SPD komme es darauf an, „welche alternativen Koalitionsoptionen bestehen“. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Selbst die Führung der Grünen Jugend geht weiter. Sie hat sich gegen eine Beteiligung der Grünen an einer Koalition mit einer von Merz geführten CDU ausgesprochen. Auch die LINKE appelliert an die SPD und die Grünen, nach der Bundestagswahl keine Koalition mit der CDU einzugehen. Die LINKE-Führung hofft immer noch auf Rot-Rot-Grün. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Diese „demokratische“ Koalitionsoption ist aber eine Sackgasse. Die SPD und die Grünen haben in der Ampelregierung rassistische Hetze geschürt, Abschiebungen verschärft, den Völkermord in Gaza finanziert und die Solidarität mit den Palästinensern angegriffen, den Ukrainekrieg eskaliert, die Wirtschaft in die Krise gestürzt und Sparpolitik umgesetzt.  </p>

<p class="wp-block-paragraph">Auch eine Koalition unter Ausschluss der CDU und AfD kennt nur Angriffe auf unseren Lebensstandard und unsere demokratischen Rechte! Und genau das befeuert den Aufstieg der AfD. Eine Stimme für diese Parteien löst keines der Probleme in diesem Land und hält den Aufstieg der rechten Hetzer nicht auf! Sie sind keine Brandmauer, sondern Brandbeschleuniger! </p>

<p class="wp-block-paragraph">Das BSW beteiligt sich selbst an der rassistischen Spaltung und ist somit ein Hindernis für die Einheit der Arbeiterklasse und Jugend. Die LINKE spricht zwar vom „Kampf gegen Rechts“, aber unternimmt nichts Wirksames, um den gemeinsamen Kampf der Massen gegen Krise, Krieg und Rassismus erfolgreich zu führen. </p>

<h3><strong>Auf die eigene Kraft bauen!</strong> </h3>

<p class="wp-block-paragraph">Die Krise des Kapitalismus und die kommenden Angriffe einer voraussichtlich CDU-geführten Regierung können nicht an der Wahlurne bekämpft werden. Auch Proteste allein werden sie nicht aufhalten. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Dem Gefühl der Ohnmacht und Verzweiflung kann nur gemeinsames Handeln die Grundlage nehmen. Die Wut braucht ein Kampfprogramm, das an die Wurzel der Probleme geht und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zieht: die Bosse, die Politiker und ihr kapitalistische System. Sie sind schuld an der Wirtschaftskrise, am Krieg in der Ukraine, am Völkermord in Gaza, am Rassismus. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Unsere Wahl sollte deshalb Klassenkampf sein. Diesen sollten wir auf die Straße und in alle Betriebe tragen. Es ist die Aufgabe der Jugend der Arbeiterorganisationen, diesen Kampf aufzunehmen. Die Arbeitskämpfe im öffentlichen Dienst, bei der Post, in Nahverkehr und in der Industrie sind die besten Möglichkeiten, die Bosse zur Kasse zu zwingen. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Linksjugend, SDS und Jusos: Sagt nein zu CDU und Grüne! Erteilt jeder Beteiligung an bürgerlichen Regierungen eine Absage! </p>

<p class="wp-block-paragraph">Linksjugend, SDS und Jusos: Sagt nein zur bürgerlichen Politik von SPD, BSW und LINKE! Sie zu wählen bringt nur etwas, wenn sie ein klassenkämpferisches Programm haben. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Linksjugend, SDS, Jusos und Gewerkschaftsjugenden: Wendet euch ab von der Politik des kleineren Übels und von der Illusion eines reformierbaren Kapitalismus. Wendet euch dem Klassenkampf zu! </p>

<p class="wp-block-paragraph">Linksjugend, SDS, Jusos und Gewerkschaftsjugenden: Es braucht eine Offensive der Jugend, um die Einheit und Kampffähigkeit der Arbeiterklasse herzustellen. Je entschiedener ihr handelt, desto schneller kommt Bewegung in den Klassenkampf! Nur daran kann man die Ernsthaftigkeit messen, die hinter den Bekundungen zu Kampf und Einheit geäußert werden. </p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Wut auf die Reichen, die etablierten Politiker und das ganze System ist groß. Es braucht ein Programm, das dieser Wut und Kampfbereitschaft einen Klasseninhalt gibt: </p>

<ol class="wp-block-list" start="1">
<li>Bildung statt Bomben! Renten statt Raketen! Pflege statt Panzer! </li>
</ol>

<ol class="wp-block-list" start="2">
<li>Schluss mit den endlosen Kriegen! Kriegsgewinnler und Rüstungsindustrie enteignen! </li>
</ol>

<ol class="wp-block-list" start="3">
<li>Meinungs- und Versammlungsfreiheit verteidigen! Wir nehmen uns unsere demokratischen Rechte! </li>
</ol>

<ol class="wp-block-list" start="4">
<li>Kriegstreiber stoppen! NATO zerschlagen! </li>
</ol>

<ol class="wp-block-list" start="5">
<li>Stoppt die Waffenlieferungen an Israel und die Ukraine! </li>
</ol>

<ol class="wp-block-list" start="6">
<li>Gewerkschaften in die Offensive! Gegen Lohnraub, Entlassungswellen und Aufrüstung! </li>
</ol>

<ol class="wp-block-list" start="7">
<li>Diktatur der Reichen stürzen! Arbeiterklasse an die Macht! </li>
</ol>

<ol class="wp-block-list" start="8">
<li>Deindustrialisierung stoppen: Planwirtschaft statt kapitalistischem Niedergang! </li>
</ol>

<ol class="wp-block-list" start="9">
<li>Keine Stimme für die Kriegstreiber! </li>
</ol>

<ol class="wp-block-list" start="10">
<li>Klassenkampf statt Brandmauer! </li>
</ol>

<p class="wp-block-paragraph">Wir reichen euch, der Jugend und der Arbeiterklasse die Hand! Eine bessere Welt ist möglich! Nehmen wir uns den Mut für sie einzutreten! Die RKP will den Sozialismus noch zu unserer Lebzeit! Kämpft mit uns! </p>
								</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Merz reicht AfD die Hand: Kampf der Migranten-Hetze des Kapitals!</title>
		<link>https://derkommunist.de/merz-reicht-afd-die-hand-kampf-der-migranten-hetze-des-kapitals/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Franz Rieger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jan 2025 15:21:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vergangenen Mittwoch riss die CDU unter Friedrich Merz die lange beschworene Brandmauer, die die AfD von den etablierten Parteien isolieren sollte, ein. Die Union brachte eine rassistische Asyl-Resolution in den [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vergangenen Mittwoch riss die CDU unter Friedrich Merz die lange beschworene Brandmauer, die die AfD von den etablierten Parteien isolieren sollte, ein. Die Union brachte eine rassistische Asyl-Resolution in den Bundestag ein, im vollen Wissen, dass diese durch die Zustimmung der AfD eine Mehrheit bekommen würde. Damit konnte die AfD zum ersten Mal eine relevante politische Entscheidung beeinflussen. Zusammen mit den Stimmen der FDP wurde die Resolution verabschiedet.</p>
<h3><b>Migranten als Sündenbock</b></h3>
<p>Friedrich Merz ist ein langjähriger Vertreter des Kapitals und weiß daher sehr gut, dass weder die Flüchtlinge noch die Bürgergeldempfänger Schuld an der Misere sind, in der Deutschland steckt. Schuld an Inflation, Deindustrialisierung und zerfallender Infrastruktur sind die Kapitalisten: Seit Jahrzehnten weigern sich die Großkonzerne in moderne Produktionsanlagen zu investieren (geschweige denn in Infrastruktur), obwohl sie das nötige Bargeld dazu hätten (nicht zuletzt durch staatliche Subventionen). Aber anstatt dieses Geld produktiv zu investieren, schütten sie es lieber als Dividenden an ihre Aktionäre aus. Die Folge: Die deutsche Industrie ist international nicht mehr wettbewerbsfähig. Solange noch billiges russisches Gas floss, konnten die Preise deutscher Industrieprodukte noch halbwegs mit der Konkurrenz mithalten. Aber mit der Entscheidung, im Ukrainekrieg den US-Imperialismus zu unterstützen, schoss sich die deutsche herrschende Klasse in den Fuß, denn das russische Gas hörte auf zu fließen &#8211; spätestens nachdem die Amerikaner Nordstream 2 sprengten. Das Resultat: 20% Produktionsrückgang der deutschen Industrie in den letzten zwei Jahren.</p>
<p>Die Politik, die all das ermöglichte, wurde maßgeblich von der CDU mitgetragen, genauso wie von den anderen etablierten Parteien. Merz und die CDU kochen jetzt die ekelhafte Asyldebatte hoch, um von ihrer eigenen Mitschuld an dieser Misere abzulenken und die nächste Wahl zu gewinnen. Dabei scheuen sie auch nicht zurück, mit der Partei zusammenzuarbeiten, die etwa in der Asyl- und Familienpolitik die Speerspitze reaktionärer Politik ist, der AfD.</p>
<h3><b>Wie stoppen wir die AfD?</b></h3>
<p>Wie viel Verlass auf die “demokratischen” Parteien beim Kampf gegen die AfD ist, hat der vergangene Mittwoch gezeigt. Und während die AfD vom Abschieben träumt, setzen CDU, FDP, SPD und Grüne das in der Praxis um, und auch die LINKE, wo sie auf Landesebene mitregiert. Die widerwärtige rassistische Migrationsdebatte wurde auch von der SPD und den Grünen befeuert. So forderte Scholz schon im Herbst 2023 “Wir müssen endlich im großen Stil abschieben”, um sich dann wenige Monate später über die “Remigrationspläne” zu empören. Und in der aktuellen Bundestagsdebatte beschwerten sie sich darüber, dass die CDU bei ihrem Asylgesetz nicht mit ihnen zusammengearbeitet hat. Sie wären also sehr wohl bereit gewesen, eine rassistische Verschärfung der Asylpolitik mitzutragen, die sich auch die AfD wünscht. Ihre Kritik, die AfD sei rassistisch, ist also nicht ernstzunehmen.</p>
<p>SPD und Grüne befeuern die rassistische und verlogene Asyldebatte, denn auch sie haben die Politik der letzten Jahre mitgetragen, die Deutschland in diese Krise geführt hat und wollen nun von sich ablenken.</p>
<p>Dass auch für SPD, Grüne und LINKE die viel beschworene “Brandmauer&#8220; nichts ist, als eine leere Phrase, zeigt, die Abstimmung über ein Gesetz “gegen Antisemitismus” am selben Tag. Es beauftragt Schulen und Hochschulen mit den härtesten ihn zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln gegen “Antisemitismus” vorzugehen. Das ist ein offensichtlicher und extrem zynischer Deckmantel für harte Repression gegen palästinasolidarische Schüler und Studenten und ein offener Angriff auf demokratische Rechte. Das Gesetz wurde gemeinsam mit den Stimmen von SPD, Grünen, CDU, FDP und AfD verabschiedet, während sich die LINKE schändlicherweise enthielt. Schon bei der ersten Abstimmung über eine “Antisemitismusresolution” im Bundestag letzten Herbst, hatte sich Beatrix von Storch (AfD) bei den Grünen bedankt, dass diese nun endlich einsehen würden, dass Antisemitismus von den muslimischen Migranten importiert werde.</p>
<p>In dem die etablierten Parteien inklusive SPD, Grünen und auf Landesebene sogar die Linke, die Profite der Kapitalisten schützten und die Krise auf die Massen abwälzten, haben diese Parteien auch die Gründe für den Aufstieg der AfD erzeugt. Denn die AfD ist nur deswegen stark, weil sie die berechtigte Wut von Teilen der Arbeiterklasse und des Kleinbürgertums auf die Herrschenden aufgreift und dann mit rassistischer und sexistischer Demagogie in reaktionäre Bahnen lenkt. Die AfD kann sich bei ihren Wählern deswegen als “Stimme der Wahrheit” hinstellen, weil sie die Heuchelei der Linksliberalen angreift. Während die Grünen mit ihrer Kürzungspolitik Frauen in Armut und Abhängigkeit treiben, schicken sie sich gleichzeitig an, der Arbeiterklasse moralische Vorhaltungen zu machen, wie man richtig gendert. Während SPD, Grüne und Linke das Gedenken an Auschwitz beschwören, nutzen sie es, um Israels Völkermord an den Palästinensern zu unterstützen. Nur zu verständlich, dass viele von dieser Heuchelei angewidert sind. An diese berechtigte Wut vieler auf das sich liberal gebende Establishment kann auch das BSW anknüpfen. Aber mit seiner rassistischen Position in der Asylfrage hilft es, die wahren Ursachen für die Krise und den Niedergang im Land zu verschleiern und stützt in Wahrheit das herrschende System.</p>
<p>Die LINKE und die reformistischen Gewerkschaftsführer tragen bei all dem die größte Verantwortung für den Aufstieg der AfD. Anstatt den Kampf gegen Deindustrialisierung, Inflation und Krieg zu organisieren, unterstützen sie den Kurs der Regierung und klammern sich an den Status quo. So beklagte auch Heide Reichinnek (LINKE) im Bundestag, dass die CDU mit der AfD, aber nicht mit der LINKEN gesprochen habe. Im Anschluss forderte sie implizit die Aufrüstung der Polizei angesichts der Vorfälle von Magdeburg und Aschaffenburg. Anstatt eine radikale Alternative aufzuzeigen, klammerte sich die LINKE ans Establishment und wird nun folgerichtig von vielen auch als Teil desselben wahrgenommen. Und so bleibt die AfD die einzige Kraft, die der Wut gegen das Establishment eine Stimme geben kann.</p>
<h3><b>Die Brandmauer verläuft zwischen den Klassen!</b></h3>
<p>Wir müssen jetzt in Massen auf die Straße gehen, um der AfD und Merz’ rassistischer Hetze etwas entgegenzusetzen. Aber es reicht nicht, dabei stehenzubleiben. Das zeigen die Massendemonstrationen Anfang des letzten Jahres, die die Wahlerfolge der AfD bei der Europawahl und den Landtagswahlen im Osten nicht verhindern konnten. Denn diese Demos wurden von den Herrschenden selber angeführt: Vertreter des Establishments wie Olaf Scholz (SPD), Annalena Baerbock (Grüne) oder der Präsident der Bundesbank sprachen bei diesen Demos oder riefen zu ihnen auf. Hunderte deutsche Großkonzerne unterschrieben einen Aufruf, nicht die AfD zu wählen.</p>
<p>Um die AfD zu bekämpfen, müssen wir die Ursachen für die kapitalistische Krise bekämpfen: den Kapitalismus und die deutschen Kapitalisten! Das geht nicht mit den etablierten, “demokratischen” Parteien, die in Wahrheit nicht den Willen des Volkes, sondern den der Kapitalisten durchsetzen. Und die Krokodilstränen über den Rassismus der AfD vergießen, während sie selber eine rassistische Asylpolitik betreiben. Das geht nur im Betrieb durch kämpferische Streiks und eine volle Mobilmachung der Gewerkschaften.</p>
<p>Aber vor allem braucht es eine echte Alternative zum kapitalistischen Niedergang, die bereit ist, den Kampf gegen die Herrschenden zu organisieren und tatsächlich die Interessen der Masse der Bevölkerung, der Arbeiterklasse, vertritt! Deswegen haben wir die Revolutionäre Kommunistische Partei (RKP) gegründet. Tatsächlich verläuft die Brandmauer nämlich nicht zwischen den “demokratischen Parteien” und der AfD, wie Heidi &#8211; “Wir sind die Brandmauer” &#8211; Reichinneck und die LINKE glauben, sondern zwischen Bourgeoisie und Proletariat.</p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><strong>Flüchtlinge bleiben! Die Kapitalisten sollen zahlen!</strong></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><strong>Gewerkschaften in die Offensive! Gegen Deindustrialisierung, Inflation und Krieg!</strong></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><strong>RKP aufbauen!</strong></li>
</ul>
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		<title>AfD: Ein Albtraum der Herrschenden</title>
		<link>https://derkommunist.de/afd-ein-albtraum-der-herrschenden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michele Rocco Troccolo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 2024 12:27:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
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<p>Der „Dammbruch von Thüringen“ ist bald fünf Jahre her. Damals wurde der FDP-Kandidat Thomas Kemmerich mit Hilfe von Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten gewählt. Es folgte ein riesiger Aufschrei mit landesweiten Protesten. Die Wucht der Gegenreaktion überraschte die Parteispitzen. Innerhalb weniger Tage musste Kemmerich zurücktreten. Dies ist nur ein Beispiel, das zeigt, dass viele bereit sind, gegen den Aufstieg der AfD zu handeln.</p>

<p class="wp-block-paragraph">In dieser angespannten Situation müssen Parteien wie die CDU, SPD, Grüne und FDP vorsichtig manövrieren. Sie bekämpfen die AfD aus ganz anderen Gründen als die Massen auf der Straße. Sie wollen die Bedingungen aufrechterhalten, in denen die Kapitalisten in Ruhe ihre Profite auf Kosten der Arbeiterklasse machen können. Die Anti-EU-Haltung und die Stimmung, die die AfD aufstachelt, stören sie dabei.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die altgedienten Parteien verlieren jedoch in der Krise des Kapitalismus immer weiter Unterstützung. Die AfD wirkt hier wie ein Brandbeschleuniger, indem sie viele Probleme offen benennt – auch wenn sie dafür nur reaktionäre Lösungen anbietet.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig nutzen die anderen Parteien die AfD als Schreckgespenst, um sich Wählerstimmen zu ergattern. Bei der Landtagswahl in Brandenburg gaben 75 % der SPD-Wähler und 59 % der CDU-Wähler an, von ihrer Partei nicht überzeugt zu sein, aber eine starke AfD verhindern zu wollen.</p>

<h3><strong>Alles nur Worte</strong></h3>

<p class="wp-block-paragraph">Doch die „Brandmauer“ bekommt zunehmend Risse. Kemmerich wurde 2020 in Thüringen durch die AfD ins Amt gehoben, weil es keine stabilen Mehrheitsverhältnisse gab. Diese Lage hat sich heute nicht nur in Thüringen verschärft. In Sachsen fehlt der Minderheitsregierung aus CDU und SPD zehn Stimmen. Sie wollen deswegen auch die AfD frühzeitig in Gespräche für Gesetzesentwürfe einbinden.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Auf kommunaler Ebene finden bereits vereinzelt Absprachen mit der AfD statt. Und auch in Thüringen wollte die CDU kürzlich AfD-Kandidaten in Posten wählen, um im Gegenzug bestimmte Ämter besetzen zu können. Das scheiterte nur am Widerstand der SPD.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Auch im EU-Parlament zeigen sich die Konsequenzen der Fragmentierung der Parteienlandschaft. Hier ist es nicht mehr ungewöhnlich, auf Stimmen der AfD-geführten Fraktion angewiesen zu sein. Im Oktober stimmte im Zuge des EU-Jahreshaushalt die Fraktion der Union sogar einem Änderungsantrag der AfD zu.</p>

<h3><strong>Das „Schmuddelkind“ reinwaschen</strong></h3>

<p class="wp-block-paragraph">Dass die CDU programmatisch recht ähnliche Vorstellungen hat, merken auch Teile der Basis. Sie ärgern sich darüber, dass man Stimmen an die AfD verliert und bei wichtigen Gesetzesvorhaben nicht mit ihnen zusammenarbeitet. Die Parteispitzen können aber nicht einfach die Mauer einreißen – Thüringen 2020 hat gezeigt, auf welchem Pulverfass man sitzt.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Stattdessen fordern einige Stimmen, die AfD Stück für Stück zu „zähmen“. Es ist eine altbewährte Taktik, die „guten“ Teile mit Posten und Regierungsverantwortung zu belohnen. Die Brandmauer ist jedoch ein Hindernis für diese Strategie. Die Entwicklung der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat gezeigt, wie sich eine angebliche Faschistin und EU-Kritikerin zu einer „verantwortungsvollen“ Politikerin, die die Vorzüge der EU anerkennt, wandeln kann. Dass die Spitze der AfD daran arbeitet, regierungsfähig zu werden, sieht man in dem Versuch, den radikaleren Jugendverband stärker unter Kontrolle zu bekommen. </p>

<h3><strong>Ein Dilemma für die herrschende Klasse</strong></h3>

<p class="wp-block-paragraph">Die Strategen der herrschenden Klasse sind sich unsicher, wie man nun weiter macht. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der CDU-Abgeordnete Marco Wanderwitz ein AfD Verbot vorantreibt.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Wird die AfD jedoch verboten, wird dies einige ihrer Wähler weiter radikalisieren. Wird die Blockade aufrechterhalten, wird die AfD auf Kosten der Lieblinge der herrschenden Klasse wachsen und unkontrollierbar bleiben. Wird die Brandmauer fallen, kann es zu Unmut und großen Gegenprotesten kommen. Selbst wenn die AfD-Zustimmung abnimmt, dann wird dies nur Aufgrund einer besseren und wahrscheinlich klassenkämpferischen Alternative geschehen. Egal welche Situation eintritt, die Krise der bürgerlichen Demokratie wird sich vertiefen.</p>
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		<title>Schmeißt die Kapitalisten raus, nicht die Flüchtlinge!</title>
		<link>https://derkommunist.de/schmeisst-die-kapitalisten-raus-nicht-die-fluechtlinge/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michele Rocco Troccolo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Oct 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Der Kommunist]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ende 2023 lebten 2,6 Mio. Flüchtlinge und Asylsuchende in Deutschland. Zu viele – laut Ampel, CDU, AfD und BSW. Ihre Asylpolitik setzt auf Verteufelung und Abschiebung. Diese Politik ist nicht [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ende 2023 lebten 2,6 Mio. Flüchtlinge und Asylsuchende in Deutschland. Zu viele – laut Ampel, CDU, AfD und BSW. Ihre Asylpolitik setzt auf Verteufelung und Abschiebung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Politik ist nicht alternativlos. Es ist eine blanke Lüge, dass Flüchtlinge auf Kosten des Rests der Gesellschaft leben. Das tun die Kapitalisten. Von einem sozialistischen Programm für die Asylpolitik profitiert die gesamte Arbeiterklasse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wohnungsnot ist groß. Doch laut Zensus 2022 des Statistikamts stehen fast zwei Mio. Wohnungen leer. Über die Hälfte leerstehender Immobilien wurden seit mehr als einem Jahr nicht mehr bewohnt. Gleichzeitig sitzen Immobilienkonzerne wie Vonovia, Bauunternehmen und Banken auf einem riesigen Vermögen. Deswegen sind wir für die Beschlagnahmung von ungenutztem Wohnraum und die entschädigungslose Enteignung der Wohn- und Bauindustrie, um menschenwürdigen Wohnraum für alle zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Volkshochschulen bieten nicht nur Sprachkurse für Geflüchtete an. In Berlin werden die Volkshochschulen von rund 200.000 Menschen pro Jahr besucht – davon nehmen 60.000 an Deutschkursen teil. Wie viele Bildungseinrichtungen werden sie zum großen Teil aus öffentlichen Mitteln finanziert, aber eben auch durch Teilnehmerbeiträge. Das Geld reicht jedoch nicht aus, um die Lehrkräfte angemessen zu bezahlen und Bildung auf dem höchsten Niveau anzubieten. Gleichzeitig verdienen sich Unternehmen eine goldene Nase auf dem Rücken von öffentlicher Forschung und Bildung. Deswegen sind wir für kostenlosen Zugang zu Bildung und eine ausreichende Finanzierung auf Kosten der Reichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut einer Untersuchung der Universitäten Mannheim und Bielefeld von 2023 sind rund 30 Prozent der Schutzsuchenden im Land an posttraumatischen Belastungsstörungen und 40 Prozent an Depressionen erkrankt. Ebenso waren psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen 2022 die zweithäufigste Ursache für stationäre Krankenhausbehandlungen von Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig machen Waffenhersteller Milliardengewinne und Unternehmen Profite mit Arbeitern, die seit ihrer Jugend zu gefühlslosen arbeitsfähigen Maschinen degradiert werden. Deswegen treten wir ein für eine vollumfängliche Gesundheitsversorgung aller. Zahlen sollen die, die uns krank machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der DGB muss einen konsequenten Kampf für die Interessen aller Arbeiter und ihrer Familien führen – egal ob in Deutschland geboren oder nicht. Rassismus schwächt nur ihre Kampfkraft. Fast ein Drittel der rund 3,6 Mio. im Niedriglohnsektor sind ausländische Beschäftigte. Sie werden unfreiwillig zu Lohndrückern degradiert. Deswegen treten wir ein für höhere Löhne und eine tarifgebundene Arbeit für alle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Flüchtlinge sind ungewollt arbeitslos und werden so vielfach in die Kriminalität gezwungen. Ihre Schul- und Universitätsabschlüsse werden oft nicht anerkannt. Wohnauflagen erschweren die Arbeitsplatzfindung. Ähnliches sehen wir bei anderen Arbeitslosen. Notwendige Umschulungen müssten privat gezahlt werden. Umzüge muss man sich ebenso leisten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bürokratischen Hürden machen Rechtsansprüche auf Unterstützung bspw. durch das Jobcenter zu leeren Worten. Deswegen sind wir für Arbeit für alle und weniger Arbeit für jeden. Das geht nicht mit der Anarchie des Marktes, sondern muss planmäßig angegangen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Kapitalistenklasse hat ihre Interessen fest im Blick. Deswegen kürzt sie auf heimischen Boden und unterstützt Kriege und Bürgerkriege im Ausland. Das UNHCR zählte 2023 fast 120 Mio. Flüchtlinge auf der Welt – ein kontinuierlicher Anstieg seit 12 Jahren. Darunter viele aus Afghanistan, Syrien, Sudan, DR Kongo und Palästina. Deswegen sind wir gegen Aufrüstung und Waffenlieferungen auf Kosten der Arbeiterklasse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir setzen uns für eine konsequente Aufnahme und Bleiberecht von allen geflüchteten Menschen ein. Das Problem ist nicht fehlendes Geld, sondern die Profite. Es geht um ein besseres Leben für alle. Diesen Kampf können wir nur gemeinsam gewinnen.</p>
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		<title>Wahlen in Brandenburg: Nur Kommunisten können die Rechten bekämpfen! </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Adam Czaplinski]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2024 15:01:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Drei Wochen ununterbrochene, heuchlerische Panikmache der „demokratischen“ Parteien konnte den Siegeszug der AfD auch in Brandenburg nicht aufhalten. Die Ergebnisse sind ähnlich wie vor drei Wochen und eine weitere Demonstration [&#8230;]</p>
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									<p><span style="color: #000000;">Drei Wochen ununterbrochene, heuchlerische Panikmache der „demokratischen“ Parteien konnte den Siegeszug der AfD auch in Brandenburg nicht aufhalten. Die Ergebnisse sind ähnlich wie vor <a style="color: #000000;" href="http://drei Wochen">drei Wochen</a> und eine weitere Demonstration der unaufhaltbaren Polarisierung. </span></p><p><span style="color: #000000;">Verluste verzeichnet das Establishment, während die Demagogen dazugewinnen: Der Wahlsieger SPD erzielt 30,9 % und spürt den heißen Atem der rechten AfD mit 29,2 % im Nacken. Damit verfügen die Rechten nun über ein Drittel aller Sitze in Potsdam und somit über die Sperrminorität. Mit dieser kann die AfD auch ohne Regierungsbeteiligung Einfluss ausüben, da sie z. B. Wahlen von Verfassungsrichtern oder Verfassungsänderungen blockieren kann, für die Zwei-Drittel-Mehrheiten nötig sind. Das demagogische „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW) erhält 13,5 % und ist damit drittstärkste Kraft – aus dem Stand. </span></p><p><span style="color: #000000;">Die Ampel verliert weiterhin Rückhalt: Die Grünen halbieren mit 4,1 % ihr Ergebnis und fliegen raus, während die FDP erneut im Promillebereich landet. </span></p><h3 aria-level="2"><span style="color: #000000;">Establishment auf den Fersen der Rechten </span></h3><p><span style="color: #000000;">Die Ursachen für den Aufstieg von der AfD und dem BSW haben wir <a style="color: #000000;" href="https://derkommunist.de/auf-die-strasse-gegen-afd-establishment-und-kapitalismus">an anderer Stelle erläutert</a>.  </span></p><p><span style="color: #000000;">Weil in Krisenzeiten weder der Liberalismus und noch weniger ihr schlechter Nachahmer in Form des Reformismus spürbare Verbesserungen anbieten können, gehen sie dazu über die aufsteigenden Demagogen mit ihren eigenen Mitteln zu bekämpfen. </span></p><p><span style="color: #000000;">So ist auch in Brandenburg ein inhaltlicher Wahlkampf ausgeblieben. Hingegen wurde das ohnehin künstlich hochgespielte Thema der Migration nach dem Anschlag in Solingen zum dominierenden Wahlkampfthema. Die „demokratischen“ Parteien weinten zunächst Krokodilstränen über die Opfer, und gingen dann unverzüglich dazu über den Anschlag demagogisch auszunutzen, um die AfD von rechts einzuholen. Wie in einem Wettbewerb überboten sie sich regelrecht, wer denn die reaktionärste Migrationspolitik betreiben kann.  </span></p><p><span style="color: #000000;">Die „Fortschrittskoalition“ verhängte zwischen den Wahlen Grenzkontrollen an allen deutschen Grenzen und organisierte einen „Migrationsgipfel“ mit der CDU, um die Maßnahmen gegen Flüchtlinge zu verschärfen. </span></p><p><span style="color: #000000;">Dort bekamen wir einen Vorgeschmack für die kommende Zeit: Mehr und schneller abschieben – auch nach Syrien und Afghanistan, welche die SPD-Innenministerin Nancy Faser als „sichere Herkunftsländer“ verklärt; Streichung von Sozialhilfe für Schutzsuchende, wenn laut Dublin-Regelung ein anderer europäischer Staat für sie zuständig ist u.v.m.  </span></p><p><span style="color: #000000;">Doch selbst das ging der CDU nicht weit genug und sie verließen den Migrationsgipfel. Dieses taktische Manöver, kombiniert mit ihren zunehmend reaktionären Positionen, rettete sie nicht davor mit 12 % ihr schlechtestes Ergebnis in Brandenburg einzufahren. </span></p><p><span style="color: #000000;">Der Migrationsgipfel und die hysterische Angstmacherei vor Migranten und AfD liefen ins Leere. Zwar holte die SPD im Endspurt auf und verkleinerte den Abstand zur AfD, dennoch verbesserten die Rechten ihr Ergebnis von vor 5 Jahren um 5,7 Prozentpunkte, während das BSW – welches bemerkenswerterweise seit einem Jahr besteht – zum dritten Mal in Folge ein zweistelliges Ergebnis verzeichnet.  </span></p><h3 aria-level="2"><span style="color: #000000;">Reformismus vor dem Abgrund </span></h3><p><span style="color: #000000;">Formell ist die SPD zwar Wahlsieger, bemerkenswert ist, dass 75 % ihrer Wähler das Kreuz setzten, um die AfD zu verhindern. Hinter dem Sieg steckt wenig Enthusiasmus, was für alle etablierten Parteien gilt. </span></p><p><span style="color: #000000;">Es ist erstaunlich, zu welchen verzweifelten Mitteln die SPD greifen musste, um nicht komplett abzuschmieren: Der SPD-Spitzenkandidat Dietmar Woidke, der seit 11 Jahren Ministerpräsident Brandenburgs ist, setzte alles aufs Spiel: „Entweder ich oder AfD“. Sollte die AfD mehr Stimmen als die SPD erhalten, würde er zurücktreten.  </span></p><p><span style="color: #000000;">Hinzukommt, dass Woidke auf Distanz von der Bundes-SPD und Ampel ging. Die Ampel sei ihm zu halbherzig in der Frage der Abschiebungen, Woidke befürwortet hingegen einen „konsequenteren Kurs“. Auf gemeinsame Auftritte mit Kanzler Scholz – der wohlgemerkt seinen Wahlkreis in Potsdam hat – verzichtete er, setzte hingegen auf Galgenhumor: Weil man keine „rechten Glatzen“ will, lesen wir auf ihrer Wahlwerbung „Wenn Glatze, dann Woidke“. Auf einem weiteren Plakat steht „Wer Woidke will, <i>muss</i> SPD wählen“, was einer Entschuldigung gleichkommt. </span></p><p><span style="color: #000000;">Der Reformismus (und Liberalismus) hat bis auf diese kleinen Werbegags und Manöver keine Möglichkeiten mehr die Wählergunst für sich zu gewinnen.  </span></p><p><span style="color: #000000;">So ist auch die Linkspartei nun zum dritten Mal in Folge der größte Verlierer. Sie drittelt ihr Ergebnis auf 3 % und fliegt aus dem Landtag. Bodo Ramelow (Linke) beklagt, dass das BSW die Linkspartei „kannibalisiert“ habe. Er vertuscht damit jedoch nur, dass die Linkspartei in allen Landesregierungen – auch in Brandenburg vor 10 Jahren – Politik für der Herrschenden machte und keine spürbaren Verbesserungen brachte.  </span></p><p><span style="color: #000000;">Die Linkspartei hat sich längst an die “Realpolitik” angepasst, ihr damals in Ansätzen sozialistisches Programm unerkennbar verwässert und bemüht sich nun staatsmännisch aufzutreten. Sie hat sich mit dem kapitalistischen System abgefunden und will lediglich selbst mit am Tisch sitzen, weshalb sie keine Opposition zum verhassten Establishment darstellt, sondern berechtigterweise als Teil dessen angesehen wird. </span></p><p><span style="color: #000000;">Die Linkspartei lernt nicht aus Fehlern und fällte tiefer in den Abgrund. So bietet sich Bodo Ramelow in Thüringen – nachdem die Linkspartei unter seiner Führung 17 Prozentpunkte bei den Landtagswahlen vor drei Wochen verlor – erneut für eine Koalition oder mindestens Unterstützung einer CDU-geführten Minderheitsregierung an, was ihre Glaubwürdigkeit weiter dezimieren wird. </span></p><h3 aria-level="2"><span style="color: #000000;">Zwischen Hammer und Amboss </span></h3><p><span style="color: #000000;">2002 soll die britische Ex-Premierministerin und Erzkonservative Margaret Thatcher – die berüchtigte Mutter des „Neoliberalismus“ – auf die Frage eines Parteikollegen, worauf sie nach ihrer Regierungszeit am stolzesten ist, geschickt geantwortet haben: „Tony Blair und <i>New Labour</i>. Wir haben unsere Gegner gezwungen, ihre Meinung zu ändern“. Damit meinte sie den Rechtskurs ihres Gegenspielers in Form der Labour-Partei unter dem Opportunisten Tony Blair, welcher das Programm von den konservativen Tories nach der Regierungszeit Thatchers übernahm.  </span></p><p><span style="color: #000000;">Nach etwa 10 Jahren Bestehensgeschichte kann die AfD genau dasselbe über die etablierten Parteien behaupten. Man denke 10 Jahre zurück, als alle Parteien die rassistischen und demagogischen Positionen der AfD in Worten verurteilten. Von ihrem „Entsetzen“ ist nicht mehr viel übriggeblieben, heute haben sie alle auf die eine oder andere Weise genau dieselben Positionen eingenommen. </span></p><p><span style="color: #000000;">Doch mit dieser Demagogie ist nicht ein Problem gelöst, sondern weitere geschaffen.  </span></p><p><span style="color: #000000;">Die etablierten Parteien wollen noch um jeden Preis die AfD aus Regierungsgeschäften heraushalten, was der AfD (und BSW) in die Hände spielt. Solange sie ihre Unfähigkeit nicht beweisen kann, dass sie keine die vielseitigen Krisen lösen kann, wird die AfD als Fundamentalopposition wahrgenommen. Beim Drahtseilakt einerseits die Rechten auszuschließen und andererseits Sparpolitik durchzuführen, werden die etablierten Parteien weitere Instabilitäten auf sozialer, politischer und ökonomischer Ebene auslösen. Sowohl die Zusammenarbeit mit den Rechten als auch deren Ausgrenzung führt das Establishment ins Verderben. </span></p><p><span style="color: #000000;">Ohne die Grünen in Potsdam können SPD und CDU ihre Keniakoalition nicht fortfahren. Sie werden sich auf die Stimmen des BSW stützen müssen. Unter SPD-Wählern ist die Zusammenarbeit mit dem BSW unpopulär und für die CDU nach eigenem Selbstverständnis ausgeschlossen. Nach Aussage des CDU-Generalsekretärs Carsten Linnemann sei die neue Partei „zeitgleich links- und rechtsextrem“. Effektiv wird die CDU damit Wählerbetrug begehen und die SPD ihre Wähler enttäuschen, was die Krise innerhalb und zwischen den Parteien verstärken wird. </span></p><p><span style="color: #000000;">Egal welche Form die kommende Regierung annehmen wird, programmatisch stand der Kurs schon im Vorfeld fest: Eine Mischung aus „Weiter so!“ und Demagogie.  </span></p><p><span style="color: #000000;">Doch die Massen wollen spürbare Veränderungen, sie nutzten diese Wahl als Denkzettel an das Establishment: Die Wahlbeteiligung liegt mit 72,9 % auf ihrem Höchststand in Brandenburg. Erstmals seit der Landtagswahl 2009 empfinden 52 % der Brandenburger, also eine Mehrheit, die wirtschaftliche Lage im Land als schlecht. </span></p><p><span style="color: #000000;">Doch auf die vielversprechenden Wahlkampfreden und Wahlprogramme werden keine spürbaren Verbesserungen folgen, weil die Parteien sich vom Würgegriff der Sparpolitik und stagnierender Wirtschaft nicht befreien können und wollen. Die Herrschenden und ihre Parteien werden auf diesem Weg unweigerlich zu einer sehr bitteren Schlussfolgerung kommen: Mit Demagogie lässt sich Wahlkampf führen, doch für die Massen ist sie eine brotlose Kunst. </span></p><p><span style="color: #000000;">In diesem Prozess werden sich nicht nur die „demokratischen“ Parteien diskreditieren, sondern das gesamte System der bürgerlichen Demokratie, gerade weil sie im Namen dieser hochgepriesenen Demokratie den Lebensstandard senken werden.  </span></p><p><span style="color: #000000;">Vor diesem Hintergrund ist es wenig verwunderlich, dass ausgerechnet die Jugend, mit einem düsteren Blick auf ihre lange Zukunft, am meisten Zustimmung bei der AfD fand: Mit 31 % der 16-24-Jährigen gewann die AfD die meisten jungen Stimmen. </span></p><p><span style="color: #000000;">Phänomene wie schwungvolle Wählerwanderungen, das rasante Eintreten von neuen Parteien auf die politische Bühne, das Abdanken von Parteien aus den Parlamenten – aus Potsdam fliegen gleich drei Parteien raus: Freie Wähler, Linkspartei und Grüne – und weitere Turbulenzen werden zur Norm. Sie sind bloß die logische Folge der zunehmenden Unzufriedenheit und Polarisierung, die unaufhaltsam voranschreitet. Manöver, Tricksereien, Täuschungen und Hetze können nicht langfristig wirken.  </span></p><h3 aria-level="2"><span style="color: #000000;">Kommunisten müssen den Klassenkampf anführen </span></h3><p><span style="color: #000000;">Wie wir an anderer Stelle herausgestellt haben, war der Kampf der Herrschenden im Frühjahr gegen die AfD komplett vorgeheuchelt.  </span></p><p><span style="color: #000000;">Die Wahl in Brandenburg zeigt, dass die reformistischen Parteien und sozialpartnerschaftliche Gewerkschaftsführer organisch unfähig sind einen ernsthaften Kampf gegen die Rechten aufzunehmen. </span></p><p><span style="color: #000000;">Sie kämpfen gemeinsam mit den Liberalen, Bossen und Konservativen für das System, welches unsere Lebensverhältnisse unaufhörlich verschlechtert und Rechten den Weg bereitet. Ein ehrlicher Kampf gegen die Rechten muss deshalb konsequenterweise ein Klassenkampf gegen den Kapitalismus sein. </span></p><p><span style="color: #000000;">In Zeiten der Krise können bessere Lebensverhältnisse nur durch den bewussten Klassenkampf der Jugend und Arbeiter gegen die gierige Minderheit an Kapitalisten, die die Wirtschaft, und in Folge die gesamte Gesellschaft in ihrem Würgegriff hält, erkämpft werden. </span></p><p><span style="color: #000000;"><a href="https://derkommunist.de/grundungsparteitag/">Die Gründung der Revolutionären Kommunistischen Partei im November</a> könnte angesichts des völligen Versagens der selbsternannten Führer unserer Klasse nicht gelegener kommen. Tritt ein und setz dich mit uns für einen klassenkämpferischen Kurs der Jugend- und Arbeiterbewegung und der Gewerkschaften ein. </span></p>								</div>
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		<title>Establishment gegen AfD? Ein Widerstand der keiner war! </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Kalabekow]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Sep 2024 13:02:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die AfD hat allen Angriffen durch das Establishment zum Trotz sowohl in der EU-Wahl deutlich dazugewonnen, ebenso in den Kommunalwahlen. Jetzt in den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen ist sie [&#8230;]</p>
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									<p><span style="color: #000000;">Die AfD hat allen Angriffen durch das Establishment zum Trotz sowohl in der EU-Wahl deutlich dazugewonnen, ebenso in den Kommunalwahlen. Jetzt in den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen ist sie eindeutige Wahlsiegerin. </span></p><p><span style="color: #000000;">Man müsste meinen die selbsternannten Verteidiger der Demokratie, die Ampelparteien, die CDU, die Kirchen und andere Verbände würden jetzt mindestens einen Gang hochschalten. Doch von Protesten keine Spur. Selbst die Organisationen der Arbeiterklasse, vor allem die DGB-Gewerkschaften halten sich bedeckt. Ganz zu schweigen von der Linkspartei. <br /><br /></span></p><h3><span style="color: #000000;"><b>Regierungskrisen und Krisenregierungen</b> </span></h3><p><span style="color: #000000;">Die gesamte Kampagne des Establishments gegen die AfD war von Anfang an auf Heuchelei gestützt. Vor den Wahlen hofften sie mit großen Mobilisierungen die AfD politisch zu isolieren. Das ist gescheitert. Jetzt soll der Kampf gegen rechts ausschließlich von Politikern und Experten geführt werden, durch Hinterzimmerdeals zur Regierungsbildung, die die AfD ausschließen. </span></p><p><span style="color: #000000;">Nach der Wahl genügen sich die „Demokraten“ damit betrübte Gesichter zu ziehen und nichtssagende Sprachakrobatik als Erklärung für ihr Desaster auszugeben. Selbstgerecht präsentieren sie die Milchmädchenrechnung, dass die selbsternannten „demokratischen Parteien“ vom Volk beauftragt seinen, eine Regierung zu bilden: In Thüringen haben CDU und SPD zusammen 29,7 %, in Sachsen haben CDU, SPD und Grüne 43 %. </span></p><p><span style="color: #000000;">Keine Mehrheit für die selbsternannten Demokraten, die nun vorgeben die Demokratie zu retten, indem sie mit von ihnen als nichtdemokratisch abgestempelten Parteien Koalitionen verhandeln. Demokratie ist für die etablierten Parteien nur, wenn sie die Staatszügel in den Händen halten. </span></p><p><span style="color: #000000;">Jetzt soll also verhandelt werden über Regierungen ohne Beteiligung der rechten AfD. SPD, Grüne, BSW und Linkspartei stehen bei der CDU Schlange. Dieser Prozess wird sich möglicherweise in die Länge ziehen und von juristischen Tricksereien und Fehden und öffentlichen Schlammschlachten durchzogen sein. </span></p><p><span style="color: #000000;">Neben der Frage, wie sich die Regierung zusammensetzt, könnte z.B. in Thüringen die Wahl des Ministerpräsidenten und damit die Konstituierung der Regierung an der Wahl des Landtagspräsidenten scheitern. Die AfD hat als größte Partei den Vorrang einen Landtagspräsidenten vorzuschlagen, den die anderen Parteien wahrscheinlich nicht wählen werden. Wie es danach weitergeht, ist unklar, weil es verschiedene Auslegungen des Rechts gibt. Ein Rechtsstreit könnte die Regierungsbildung zusätzlich erschweren. </span></p><p><span style="color: #000000;">Egal aber was rauskommt, eine Lösung für die Probleme der Massen wird sich nicht finden. Die Regierungen werden weiterhin kapitalistische Sparprogramme umsetzen und sie werden wackelig und krisenanfällig sein. </span></p><h3><span style="color: #000000;" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"><br /></span><span style="color: #000000;"><b>Rechte Proteste möglich</b> </span></h3><p><span style="color: #000000;">Auch die AfD demonstriert ihre Bereitschaft in den Dienst des Kapitals zu treten und gibt sich besonderes staatsmännisch. Jetzt auf rechten Demos mit Nazis und Rechtsradikalen aufzutreten, macht keine gute Presse. Die AfD versucht sich als verlässliche und pflichtbewusste Partei zu geben, um noch mehr Sympathien zu gewinnen und die CDU unter Druck zu bringen. </span></p><p><span style="color: #000000;">Sobald aber entschieden ist, dass die AfD keinen Platz am staatlichen Futtertrog bekommt, gibt es die Möglichkeit, dass rechte Proteste wie Pegida und Querdenken von der AfD organisiert werden. Insbesondere in Thüringen, wo die rechtsradikalen Teile der Partei angeführt von Björn Höcke auf Protestbewegungen setzen, um sich kämpferisch zu geben. </span></p><p><span style="color: #000000;">Das Establishment gibt der AfD den Vorwand, ihre Proteste so zu begründen, dass das Establishment die „Demokratie aushebelt“ und den Wählerwillen mit Füßen tritt. Das könnte viele auf die Straße bringen, immerhin hat die AfD in beiden Wahlen über 30 % der Stimmen erhalten. </span></p><p><span style="color: #000000;">In Brandenburg steht die Wahl am 22. September noch an, da heißt es beim ZDF mal wieder „Schicksalswahl“. Die gesamte Elite kann nur Heuchelei. An der Spitze der Anti-AfD-Proteste standen bisher nur Heuchler, die die Proteste für den eignen Machterhalt ausnutzten. So kann die AfD nicht besiegt werden, es macht sie nur stärker. Das ist nun unmissverständlich klar. </span></p><h3><span style="color: #000000;" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"><br /></span><span style="color: #000000;"><b>Sackgasse Reformismus</b> </span></h3><p><span style="color: #000000;">Weil sich die Gewerkschaftsführung aber an den Rockzipfel der etablierten Parteien und der Bundesregierung hängt, gibt es weder eine Vorbereitung von einer unabhängigen Massenbewegung, geschweige eine unabhängige Organisierung der Arbeiterklasse und Jugend für den Kampf gegen die Rechten, das Establishment und die Krise des Kapitalismus. </span></p><p><span style="color: #000000;">Die sozialpartnerschaftliche Gewerkschaftsführung macht sich selbst zum Handlanger des Kapitals und demobilisiert die Massen, die nach einer Möglichkeit suchen, sich für ihre Interessen einzusetzen. Das stärkt die AfD und das BSW, die Illusionen in die etablierten Parteien und sorgt dafür, dass die Mehrheit der Arbeiterklasse und Jugend aber einfach passiv bleibt, weil sie keine Möglichkeit bekommt, aktiv für ihre Interessen einzustehen. </span></p><p><span style="color: #000000;">Auch die Linkspartei orientiert sich nach den Wahlen allein darauf Mehrheitsbeschafferin der CDU zu sein. Das ist der reformistische Antifaschismus: Demokratie retten, mit denjenigen, die die Krise auf die Arbeiterklasse abwälzen. Das ist ein weiterer Nagel im Sarg der Linkspartei, den sich die Führung einverleibt. </span></p><p><span style="color: #000000;">So gebärdete sich Jan van Aken, welcher Vorstand der Linkspartei werden möchte, bei Markus Lanz besonders kriecherisch. Ihm sei es völlig gleichgültig, was für Beschlüsse die CDU im Hinblick auf die Linkspartei getroffen habe, es müsse nur um eine Sache gehen, „alle zusammen gegen den Faschismus“. Bodo Ramelow wiederum würde alles dafür tun, dass „die AfD nicht an die Schalthebel der Macht kommt“ – d.h. die Partei noch weiter in den Sumpf führen, dem Kapital noch weiter unterordnen. </span></p><p><span style="color: #000000;">Mit so einer Führung kann die Linkspartei ihren Untergang nur besiegeln, weil sie sich die Hände im Klassenkampf bindet, sich selbst an den Klassenfeind kettet und sich damit als Steigbügelhalter der CDU daran beteiligt die Krise des Kapitalismus auf die Arbeiterklasse abzuschieben. </span></p><h3><span style="color: #000000;" data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"><br /></span><span style="color: #000000;"><b>Die RKP aufbauen!</b> </span></h3><p><span style="color: #000000;">Reformismus und Sozialpartnerschaft führen direkt ins Verderben. Wer die AfD besiegen will, muss den Kampf gegen den Kapitalismus aufnehmen. Das geht nur mit kommunistischer Politik, die den Klassenkampf gegen das ganze System organisieren will. Im Kampf gegen die Rechten kann es keine Einheit mit den bürgerlichen Parteien und kein Verlassen auf den bürgerlichen Staat geben. Beides führt direkt in die Niederlage. </span></p><p><span style="color: #000000;">Wenn die Massen gegen die Kapitalistenklasse und für die Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse kämpfen, dann werden die Heuchelei der rechen Demagogen sowie der etablierten Parteien offengelegt. Dann ist eine unabhängige Organisierung möglich. </span></p><p><span style="color: #000000;">Wir wollen solche Kämpfe stärken und bauen deshalb die RKP auf. Wir sind eine Partei von Kommunisten, die dort für die Interessen der Arbeiterklasse und Jugend auftritt, wo es zählt: in Schule, Uni und Betrieb. </span></p><p><span style="color: #000000;">Deshalb hilf auch du mit, die RKP aufzubauen. Tritt uns bei. Du kannst jetzt die Grundlage dafür legen, dass der Kampf gegen die AfD, das Establishment und den Kapitalismus erfolgreich geführt werden kann: </span></p><ul><li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="2" data-list-defn-props="{&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:[8226],&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="1" data-aria-level="1"><span style="color: #000000;">Nimm <a href="https://shop.derfunke.de/home/49-der-kommunist-abonnement.html">unsere Zeitung</a> und diskutier mit deinen Mitschülern, Kommilitonen und Kollegen über unsere Analysen und unser Programm. </span></li></ul><ul><li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="2" data-list-defn-props="{&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:[8226],&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="2" data-aria-level="1"><span style="color: #000000;">Organisier kollektive Debatten an deiner Schule, Uni oder am Arbeitsplatz darüber, wie ihr gegen die AfD und den Kapitalismus kämpfen könnt und tritt für unsere Positionen ein. </span></li></ul><ul><li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="2" data-list-defn-props="{&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:[8226],&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="3" data-aria-level="1"><span style="color: #000000;">Versuch Mitstreiter zu organisieren, und bau mit ihnen eine kommunistische Zelle auf. </span></li></ul><ul><li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="2" data-list-defn-props="{&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:[8226],&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="4" data-aria-level="1"><span style="color: #000000;">Studiert marxistische Ideen und sammelt Argumente, um in der Bewegung weitere Klassenkämpfer zu finden. </span></li></ul><ul><li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="2" data-list-defn-props="{&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:[8226],&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="5" data-aria-level="1"><span style="color: #000000;"><a href="https://derkommunist.de/grundungsparteitag/">Komm zu unseren Gründungsparteitag am 30.11. und 01.12</a>. und diskutier mit uns über unsere politischen Perspektiven und darüber, was du machen kannst, um die RKP aufzubauen. </span></li></ul><p><span style="color: #000000;">Ohne revolutionäre Theorie keine, revolutionäre Bewegung. Ohne revolutionäre Partei keine erfolgreiche Revolution. Ohne Revolution kein Ende der kapitalistischen Krise, der Angriffe auf die Arbeiterklasse durch das Establishment und des Aufstiegs rechter Parteien. Die Zukunft kann nur der Klassenkampf für den Sozialismus erringen. </span></p>								</div>
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