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	<title>Ausgabe 6 Archives -</title>
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		<title>Der Aufstand der Lehrlinge </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tatjana P.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jul 2024 15:35:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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									<p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Die 68er-Bewegungen in Frankreich, Italien, Tschechien, den USA und Deutschland gingen in die Geschichte ein. Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs nach dem Krieg, der von vielen Akademikern als das Ende der Arbeiterbewegung gedeutet wurde, signalisierten die Jugendproteste einen neuen Aufschwung der Klassenkämpfe. Ende 1968 schlossen sich in Deutschland als erster Teil der Arbeiterklasse die jungen Arbeiter den Protesten an.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Im September 1968 fand in Hamburg eine Freisprechungsfeier für 3.000 Lehrlinge aus kaufmännischen und gewerblichen Ausbildungsbetrieben statt. Doch drei Lehrlinge des Maschinenbauunternehmens Heidenreich &amp; Harbeck hatten andere Pläne. Plötzlich regnete es Flugblätter auf die Teilnehmer und Gäste.</span></p><h3 style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;"><strong>Studenten und Lehrlinge kämpfen gemeinsam</strong></span></h3><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Diese Lehrlinge, inspiriert von den Studentenprotesten, hatten sich auf eigene Initiative an die Studenten gewandt und um Unterstützung gebeten. Gemeinsam gestalteten sie die Flugblätter und organisierten die Protestaktion. In den Flugblättern prangerten sie die schlechten Ausbildungsbedingungen junger Arbeiter an und forderten Verbesserungen.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">In den Ausbildungsbetrieben herrschten zahlreiche Missstände. Lehrlinge wurden oft als billige Arbeitskräfte eingesetzt und mussten erniedrigende Aufgaben erledigen wie Bierholen, Fegen und andere Routine- oder Schikanearbeiten.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Nicht nur die Arbeitsbedingungen, sondern auch die eingeschränkten persönlichen Rechte der Lehrlinge wurden angeprangert. Erik Merks, damals Lehrling beim Werftbetrieb Blohm und Voss, berichtete:</span></p><blockquote><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">„Da der Erziehungsgedanke in der Ausbildung eine wesentliche Rolle spielte, waren persönlicher Rechte des Lehrlings eingeschränkt oder wurden außer Kraft gesetzt. Die Kleidung musste der damaligen Zeit entsprechend ordentlich und korrekt sein, die Haarlänge durfte Streichholzlänge nicht überschreiten. Das Rauchen war dem Lehrling selbstverständlich verboten. Widerspruch oder gar Diskussionen wurden nicht geduldet. Minderwertige und Hilfstätigkeiten wurden grundsätzlich Lehrlingen übertragen.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">‚Lehrjahre sind keine Herrenjahre‘, diesen gängigen Spruch hörten wir mehrmals täglich. Wir wollten keine Herren sein, lediglich als gleichwertige Menschen gesehen und behandelt werden.“</span></p></blockquote><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Nach der Protestaktion im September folgten weitere. Kurz darauf gründeten gewerkschaftlich orientierte Jugendliche in Hamburg die „Arbeitsgemeinschaft der Lehrlinge für eine bessere Berufsausbildung“. Am 6. November fand die erste selbständige Lehrlingsdemonstration statt, bei der mehr als 1.000 Teilnehmer durch die Hamburger Innenstadt zogen. Bald darauf kam es auch in anderen westdeutschen Städten zu Demonstrationen und Protestaktionen.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Vielerorts entstanden Lehrlingszentren, in denen über weitere Forderungen und Aktionen diskutiert wurde. Auch hier machten die Hamburger Lehrlinge den Anfang. Ein „Jour Fixe für gewerkschaftliche Jugendarbeit“ bildete sich dort – eigentlich als Versuch der Gewerkschaften, die Bewegung in geordnete Bahnen zu lenken. Der Jour Fixe traf sich wöchentlich im DGB-Gewerkschaftshaus, um die Situation der Lehrlinge zu besprechen, Aktionen zu planen und über politische Themen zu diskutieren.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Hamburg blieb das Zentrum und die Inspiration für die Lehrlingsbewegung. Zum 1. Mai 1969 riefen dort Lehrlinge und Studenten gemeinsam dazu auf, die DGB-Demonstration zu stören. 3.000 Studenten und junge Arbeiter folgten dem Aufruf.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Die Lehrlingsbewegung setzte sich aktiv für eine Reform der Berufsausbildung ein. Sie kritisierten aber ebenfalls die mangelnde Demokratie und Struktur dafür innerhalb der Gewerkschaften. In den 1960er Jahren erhielten Auszubildende zwar bereits Tarifverträge, doch wurden die Tarifverhandlungen nicht synchron mit denen der Facharbeiter geführt, was ihre Kampfkraft schwächte. Die Lehrlinge forderten daher ein Mitbestimmungsrecht und ein Jugendprogramm innerhalb der Gewerkschaften.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Der 1. Mai brachte der Lehrlingsbewegung größere Aufmerksamkeit und veranlasste den DGB, Maßnahmen zu ergreifen. Der Kreisvorstand verabschiedete im August 1969 ein jugendpolitisches Sofortprogramm, das vom Bundesjugendausschuss begrüßt wurde.</span></p><h3 style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;"><strong>Berufsbildungsgesetz – Ziel erreicht?</strong></span></h3><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Noch im Mai wurde ein bisher geheimer Entwurf der Bundesregierung für ein Berufsbildungsgesetz öffentlich bekannt. Weder die Lehrlinge noch die Gewerkschaften waren mit diesem Entwurf zufrieden. In Reaktion darauf mobilisierte der DGB zu einer Großkundgebung in Köln, an der Zehntausende teilnahmen.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Auch bei dieser Kundgebung standen die Lehrlinge den Gewerkschaften kritisch gegenüber, da die Gewerkschaftsführung zuvor geplante Aktionen der Lehrlinge blockiert hatte. Dennoch stellte die Großkundgebung die größte Aktion während der Lehrlingsbewegung dar. Ungeachtet der Proteste trat das Gesetz allerdings trotzdem in Kraft.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">In den folgenden Jahren blieb die Forderung nach einem neuen Berufsbildungsgesetz. 1975 erhob sich die Lehrlingsbewegung noch ein letztes Mal. Im November demonstrierten in Dortmund Zehntausende für ein besseres Berufsbildungsgesetz. Die SPD passte ihr Gesetz den Forderungen von Gewerkschaften und Lehrlingsbewegung an. Der Bundestag verabschiedete im April 1976 tatsächlich eine Neufassung des Gesetzes. Allerdings wies es der Bundesrat einen Monat später zurück.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Die Lehrlingsproteste zielten darauf ab, die Strukturen der Ausbildungsbetriebe zu demokratisieren. Dadurch wuchs das Selbstbewusstsein der jungen Arbeiter erheblich, und eine große Schicht von ihnen politisierte sich.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">In den ersten Jahren profitierten die DGB-Gewerkschaften davon, da viele junge Arbeiter neu eintraten. Diese Entwicklung war jedoch nicht von Dauer. Die Führung der Gewerkschaften versuchte wiederholt, die Radikalisierung der Lehrlinge zu stoppen, um die Kontrolle über die Klassenkämpfe nicht zu verlieren. Viele Aktivisten der Lehrlingsbewegung schlossen sich radikaleren Alternativen an – autonomen, stalinistischen oder K-Gruppen.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Diese Gruppen versuchten zwar teilweise, einen Kampf in den Gewerkschaften zu führen, konnten aber kein positives Programm für die Arbeiterbewegung aufzeigen. Letztlich führte das dazu, dass die Lehrlingsbewegung abebbte. Gefehlt hatte eine kommunistische Partei, welche stark genug war, die kämpfenden Schichten um eine revolutionäre Alternative zu versammeln und so innerhalb der Gewerkschaften deren bremsende Führung herauszufordern.</span></p>								</div>
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		<title>Wieso kamen 1933 die Faschisten an die Macht?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alma Lieckfeld]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jul 2024 15:23:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Marxismus]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 6]]></category>
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		<category><![CDATA[Faschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Marxismus & Staat]]></category>
		<category><![CDATA[Welche Rolle spielt der Staat? Was bringen Appelle an Politiker durch soziale Bewegungen?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In einem taz-Artikel von Georg Diez, ein Historiker und Autor, der für die FAZ, die Süddeutsche, die Zeit und andere große Medien schrieb, fragt er die Leser, „wen man eigentlich [&#8230;]</p>
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									<p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">In einem taz-Artikel von Georg Diez, ein Historiker und Autor, der für die FAZ, die Süddeutsche, die Zeit und andere große Medien schrieb, fragt er die Leser, „wen man eigentlich schützen will, wenn man es vermeidet, Faschisten Faschisten zu nennen“.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Damit fasst er in Worte, was ein Teil der Bürgerlichen sich sehr wohl traut in Worte zu fassen: Die AfD sei faschistisch, Meloni sei Postfaschistin und auch Donald Trump ginge als Faschist durch.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Für Diez zeichnet sich Faschismus aus durch „die Verherrlichung einer mythologischen Vergangenheit, die Propaganda von ‚wir‘ gegen ‚die‘, Antiintellektualismus, den hierarchischen Führerkult, eine Opferrhetorik, die Rede von Sicherheit und Ordnung, von Arbeit und Disziplin“. Diese Aneinanderreihung von oberflächlichen Merkmalen lässt eine ernsthafte Analyse des Faschismus außen vor. Das ist typisch für bürgerliche „Theorien”. Hält man sich an solche Darstellungen, dann kann man nicht nur die AfD, sondern auch Julius Cäsar als Faschisten bezeichnen. Geholfen ist damit niemandem. Um den Faschismus zu verstehen, müssen wir in die Geschichte gucken.</span></p><p style="font-weight: 400;"><strong style="color: #000000; font-size: 1.875rem; font-style: inherit; font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; text-align: var(--text-align);"> </strong></p><h3 style="font-weight: 400;"><strong style="color: #000000; font-size: 1.875rem; font-style: inherit; font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; text-align: var(--text-align);">Vor der Konterrevolution kam die Revolution</strong></h3><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Im November 1918, inmitten von Hungersnot, Kältetod und Leichenbergen an der Front, die alle im imperialistischen Ersten Weltkrieg starben, erhob sich in Deutschland die Arbeiterklasse gegen diese Barbarei. In der Novemberrevolution stürzten die Arbeiter- und Soldatenmassen das deutsche Kaiserreich und beendeten den ersten Weltkrieg.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Doch die reformistische Führung der SPD, damals die einflussreichste und größte Arbeiterpartei weltweit, lenkte die Revolution in bürgerliche Bahnen um und verhindert so die Errichtung einer sozialistischen Räterepublik.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Stattdessen richteten die Führungen der SPD, USPD und Gewerkschaften die bürgerliche Weimarer Republik ein. Sie hielten die Revolution auf halbem Wege auf. Die Arbeiterklasse erkämpfte sich zwar weitreichende demokratische Rechte, aber verlor die politische Macht, die sie sich in der Revolution genommen hatte. Die SPD rettete den Kapitalismus und gab die Macht an die Bourgeoisie zurück.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Damit war aber kein stabiles soziales und politisches Gleichgewicht hergestellt. Im Gegenteil: Die Verschuldung der deutschen Republik trieb die Wirtschaft in den Ruin. Das befeuert wiederum den Klassenkampf. Immer weitere Schichten der Arbeiterklasse zogen revolutionäre Schlussfolgerungen weshalb die KPD neben der SPD und der USPD an Einfluss gewann.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">1920 versuchte ein Teil der Kapitalistenklasse der Republik, den Errungenschaften der Revolution sowie der SPD-Regierung ein Ende zu setzen. Es kam zum reaktionären Kapp-Putsch. Das war eine frühe Warnung vor dem Faschismus. Die Arbeiterklasse reagierte damals sofort und beendete den drohenden Albtraum einer reaktionären Diktatur durch einen Generalstreik, den größten Generalstreik der deutschen Geschichte mit über 12 Millionen Streikenden. Die Arbeiterklasse bewies eindrucksvoll ihre Macht. Doch erneut scheiterte sie an der Machtübernahme. Der Generalstreik endete nicht im Sozialismus, sondern in der Rettung der Weimarer Republik durch die Führung der SPD und Gewerkschaften, die wieder einen Kompromiss mit den Kapitalisten eingingen.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">1923 fand eine weitere Revolution statt. Alle Bedingungen für eine erfolgreichen Sturz des Kapitalismus waren vorhanden. Es gab erneute Generalstreiks. Letzten Endes wurde dieses Mal die Machtübernahme der Arbeiterklasse von der KPD abgesagt. Diese Niederlage markiert das Ende einer revolutionären Phase, der Kapitalismus stabilisierte sich relativ.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Die Widersprüche des niedergehenden Kapitalismus blieben allerdings bestehen und vertieften sich. Sie traten mit der Weltwirtschaftskrise 1929 mit aller Macht zum Vorschein. Der Staat attackierte die Arbeiterklasse mit massiven Kürzungen und die Kapitalisten warfen Millionen Arbeiter auf die Straße und kürzten die Löhne. Der Lebensstandard der Arbeiterklasse brach drastisch ein, Arbeitslosigkeit erreichte die Rekordzahl von mehr als sieben Millionen.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">„Für Europa und vor allem für Deutschland gibt es kein Vorwärts auf kapitalistischem Wege“, schrieb der russische Revolutionär Leo Trotzki damals. Es war klar: Früher oder später würde es auf der Grundlage der kapitalistischen Krise zu einem erneuten Kräfteringen zwischen den Klassen kommen müssen. Die Kapitalistenklasse bereitete sich auf einen Entscheidungskampf gegen die Arbeiterklasse vor und begann faschistische Kräfte, insbesondere die NSDAP und Hitler zu unterstützen. Sie finanzierte die organisierte faschistische Bewegung.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Um ihre Profite in der tiefen Krise wiederherzustellen, musste die herrschende Klasse alle Errungenschaften der Novemberrevolution zerstören, inklusive der Arbeiterparteien und Gewerkschaften, um jede kollektive Gegenwehr der Arbeiterklasse unmöglich zu machen. Die Weimarer Republik gewährt der Arbeiterklasse die Möglichkeit, sich frei zu organisieren, deshalb setzt das Kapital auf den Faschismus, um ihre Konterrevolution zu Ende zu bringen.</span></p><p style="font-weight: 400;"><strong style="color: #000000; font-size: 1.875rem; font-style: inherit; font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; text-align: var(--text-align);"> </strong></p><h3 style="font-weight: 400;"><strong style="color: #000000; font-size: 1.875rem; font-style: inherit; font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; text-align: var(--text-align);">Verhältnis von Demokratie und Faschismus</strong></h3><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Für viele ist Faschismus ein völliger Gegensatz zur Demokratie. Aber Marxisten unterscheiden Gesellschaftssysteme nicht abstrakt in Diktatur und Demokratie, wir gucken uns die Produktionsverhältnisse und den Klassencharakter der Systeme an.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">In „Was Nun?“ wird das Verhältnis von Demokratie und Faschismus von Trotzki auf den Punkt gebracht: „Zwischen Demokratie und Faschismus besteht ein Gegensatz. Er ist durchaus nicht ‚absolut‘ oder, in der Sprache des Marxismus zu reden, bezeichnet durchaus nicht die Herrschaft zweier unversöhnlicher Klassen. Aber es kennzeichnet verschiedene Herrschaftssysteme ein und derselben Klasse. Diese beiden Systeme, das parlamentarisch-demokratische und das faschistische, stützen sich auf verschiedene Kombinationen der unterdrückten und ausgebeuteten Klassen und geraten unvermeidlich in schroffe Zusammenstöße miteinander.“</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Bürgerlicher Parlamentarismus und Faschismus sind verschiedene Herrschaftsformen des Kapitals. In dem Sinne sind beides Diktaturen des Kapitals. Trotzdem ist es fatal beide gleichzustellen, was die Stalinisten zu dieser Zeit mit ihrer „Sozialfaschismusthese“ taten.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Während die gleiche Klasse – also die Kapitalisten – in beiden Systemen an der Macht bleibt, stützt sich ihre Herrschaft jeweils auf unterschiedliche Klassen. Die beiden Regierungsformen unterscheiden sich in ihrem Verhältnis zu den anderen Klassen in der Gesellschaft, zum Kleinbürgertum und der Arbeiterklasse. Während sich die bürgerliche Demokratie zu großen Teilen auf die Passivität der Arbeiterklasse stützt – aufrechterhalten durch die reformistischen Führungen in den Arbeiterorganisationen – stützt sich der Faschismus auf die Bewegung des durch die Krise wildgewordenen Kleinbürgertums und faschistische Schlägertrupps, die sich aus diesem rekrutieren.</span></p><p style="font-weight: 400;"><strong style="color: #000000; font-size: 1.875rem; font-style: inherit; font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; text-align: var(--text-align);"> </strong></p><h3 style="font-weight: 400;"><strong style="color: #000000; font-size: 1.875rem; font-style: inherit; font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; text-align: var(--text-align);">Die soziale Basis des Faschismus: Das Kleinbürgertum</strong></h3><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Kleine faschistische Gruppen gab es bereits vor dem Aufstieg der NSDAP. Der erfolglose Putschversuch von Hitler 1923 zeugte von der fehlenden Massenbasis dieser Bewegung. Diese wurde mit der Krise nach 1929 geschaffen, nachdem die Arbeiterklasse bereits die gravierenden Niederlagen ihrer Revolutionen erlebt hatte.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Große Teile des Kleinbürgertums wurden ökonomisch durch die Weltwirtschaftskrise völlig ruiniert, ihr Lebensstandard fiel teilweise unter den der Arbeiterklasse. Die Arbeiterklasse war durch Gewerkschaften und historische Errungenschaften ihres kollektiven Kampfes, wie das Arbeitslosengeld, besser vor Armut und Verzweiflung geschützt als das Kleinbürgertum. Letzteres hat keine kollektiven, solidarischen Kampfmethoden.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Die Basis des Faschismus bildeten vor allem kleine Gewerbetreibende, Bauern, Beamtenschaft, Studenten, Lumpenproletariat und nur zu kleinem Teil politisch rückständige Arbeiter. Sie waren dem Untergang des Kapitalismus hilflos ausgeliefert. Dieser Frust, die Angst vor dem Elend und dem sozialen Abstieg waren der Nährboden für die Verbreitung der faschistischen Ideen im Kleinbürgertum und dafür, dass diese Klasse in Bewegung gebracht werden konnte.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Das reaktionäre Programm der NSDAP richtete sich ideologisch auf das Kleinbürgertum und knüpfte an deren Bewusstsein an. Die Faschisten schürten einerseits Judenhass und verknüpften das demagogisch mit oberflächlicher Kritik gegen das Bankenkapital. Die konfuse, teilweise mit „sozialistischen“ Phrasen gespickte Propaganda war dabei reine Fassade – aber eben eine nützliche. Sie verstärkte damit den Eindruck, als sei die faschistische Bewegung gegen „die da oben“ gerichtet, die die Massen ruinierten. Andererseits hetzten die Nazis gegen den größten Feind des Kapitals und des Faschismus: die organisierte Arbeiterbewegung.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Um eine Massenbewegung zu werden, bedurfte es der Unterstützung des Großkapitals. Ohne diese wäre eine organisierte faschistische Bewegung in Form einer Massenpartei nie möglich gewesen. Für die Kapitalisten galt und wird schlussendlich immer gelten: lieber Faschismus als Sozialismus. Die Millionensummen, die dem Faschismus zugeschoben wurden, zeigen das wahre Gesicht der Kapitalistenklasse.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Nicht dazu in der Lage, die Arbeiterbewegung zu zerstören, stützte sich die Bourgeoisie auf ihre letzten Register der Konterrevolution gegen den Sozialismus. Der Faschismus wird von Palmiro Togliatti, ein italienischer Kommunist, als „konsequentestes und bis zu Ende geführtes System der Reaktion“ beschrieben und genau diesen Charakter muss man in Bezug auf die Klassenverhältnisse definieren.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Trotzki erklärt in „Was Nun?“: „Um zu versuchen, einen neuen Ausweg zu finden, muß sich die Bourgeoisie vollends des Drucks der Arbeiterorganisationen entledigen, sie hinwegräumen, zertrümmern, zersplittern. Hier setzt die historische Funktion des Faschismus ein. Er bringt jene Klassen auf die Beine, die sich unmittelbar über das Proletariat erheben und fürchten, in dessen Reihen gestürzt zu werden, organisiert und militarisiert sie unter Deckung des offiziellen Staates mit den Mitteln des Finanzkapitals und treibt sie zur Zertrümmerung der proletarischen Organisationen, der revolutionären wie der gemäßigten.“</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Es gibt bereits im Kapitalismus Elemente der sozialistischen Gesellschaftsstruktur. Gewerkschaften und Arbeiterparteien vertreten die Arbeiterklasse im Kampf um den Reichtum der Gesellschaft. Sie werden im Sozialismus fortbestehen und eine wichtige Rolle in der Organisation der Gesellschaft einnehmen. Die Aufgabe des Faschismus bestand darin, nicht nur die kommunistische Avantgarde des Proletariats zu zerstören, sondern alle Stützpunkte der Arbeiterklasse innerhalb des kapitalistischen Systems zu vernichten und die Arbeiterklasse völlig wehrlos zu machen. Davor warnte Trotzki in diversen Schriften immer wieder.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Es liegt eine gewisse traurige Ironie darin, dass die SPD und die Gewerkschaften sich damals ihr eigenes Grab schaufelten, indem sie den Sozialismus nicht erkämpften. Trotzki kommentiert treffend: „Die Partei, die sich auf die Arbeiter stützt, aber der Bourgeoisie dient, muß in der Periode höchster Zuspitzung des Klassenkampfes den Odem des Grabes spüren.“</span></p><p style="font-weight: 400;"><strong style="color: #000000; font-size: 1.875rem; font-style: inherit; font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; text-align: var(--text-align);"> </strong></p><h3 style="font-weight: 400;"><strong style="color: #000000; font-size: 1.875rem; font-style: inherit; font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; text-align: var(--text-align);">SPD: „Staat greif ein!“</strong></h3><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Kräftetechnisch war die Arbeiterklasse dem Faschismus jedoch eine lange Zeit überlegen. Bei Wahlen zu Beginn der 1930er kamen SPD und KPD gemeinsam noch auf über 40 % und oft spiegeln Wahlen das tatsächliche Bewusstsein nur eingeschränkt wider. Zu Ehren der Arbeiterklasse muss man festhalten, dass kein Widerstand gegen den Faschismus so bedeutend war wie der der Arbeiterklasse und der Kommunisten.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">„Sind Tote zum Kampf untauglich, so sind sie doch gut genug, die Lebenden am Kämpfen zu hindern!“ So kann man die SPD-Führung damals in Trotzkis Worten charakterisieren. Tot in dem Sinne, dass die Führung jegliche Ideen des Sozialismus aufgegeben hatte. Gut darin, die Lebenden am Kämpfen zu hindern, denn die reformistische SPD-Führung organisierte in ihren Reihen immer noch einen relevanten Teil der Arbeiterklasse, der für den Sozialismus kämpfen wollte, und hielt diesen passiv.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Die SPD-Führung wollte durch schrittweise Reformen innerhalb der bürgerlichen Demokratie zum Sozialismus gelangen. Während des wirtschaftlichen Aufschwungs (1924-1929) waren einige kleinere Reformen möglich, aber in der Krise wandelte sich ihre Politik in leere Phrasen um. Die SPD-Führung setzte im Kampf gegen die faschistische Gefahr vollständig auf den bürgerlichen Staatsapparat. Durch die Unterstützung der Aufrüstung und die Tolerierung der Regierung von Heinrich Brüning (1930-32) enttäuschte sie Teile ihrer Anhänger, die einen sozialistischen Ausweg aus der Krise suchten.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Die Politik der SPD erwies sich als fataler Fehler. Der Staat, verkörpert durch Reichspräsident Hindenburg, ernannte schließlich auf Geheiß der Kapitalistenklasse Hitler zum Reichskanzler und unterstützte die Machtübernahme der Nazis uneingeschränkt. Den Ruf der SPD „Staat greif ein!” entlarvte Trotzki gekonnt: „,Staat greif ein! ‘ Das heißt: ,Brüning, zwinge uns nicht, uns mit den Kräften der Arbeiter zu verteidigen! ‘“</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Auf den Staat war kein Verlass im Kampf gegen den Faschismus und das lag nicht an der Verfassung der Weimarer Republik. Der Staat nimmt keine neutrale Rolle ein. Er ist immer der Staat der herrschenden Klasse und dient dazu, die Klassenwidersprüche zu bändigen, die unterdrückte Klasse unterdrückt zu halten. Trotzdem wird bis heute der Mythos verbreitet, dass der Aufstieg des Faschismus wegen einer „fehlerhaften“ Verfassung der Weimarer Republik möglich war. Darum müsse man heute einen gesetzlichen Rahmen schaffen, damit eine solche Machtübernahme nie wieder passieren kann. So lernt man nichts aus der Geschichte.</span></p><p style="font-weight: 400;"><strong style="color: #000000; font-size: 1.875rem; font-style: inherit; font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; text-align: var(--text-align);"> </strong></p><h3 style="font-weight: 400;"><strong style="font-style: inherit; font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; text-align: var(--text-align); color: #000000; font-size: 1.875rem;">Sozialfaschismus und fehlende Einheitsfront</strong></h3><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Während die Faschisten an Zulauf gewannen, etablierte sich in der Kommunistischen Internationale und in der KPD Ende der 1920er die stalinistische Sozialfaschismusthese. Sie wurde Anfang 1924 erstmals von Sinowjew vertreten. Im September 1924 stimmte Josef Stalin dieser zu und bezeichnete die Sozialdemokratie und den Faschismus als „Zwillingsbrüder“: „Der Faschismus ist eine Kampforganisation der Bourgeoisie, die sich auf die aktive Unterstützung der Sozialdemokratie stützt. Die Sozialdemokratie ist objektiv der gemäßigte Flügel des Faschismus. […] Diese Organisationen schließen einander nicht aus, sondern ergänzen einander. Das sind keine Antipoden, sondern Zwillingsbrüder.“</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Diese völlig falsche Position führte die KPD und ihre Anhänger in eine tödliche Sackgasse. Wenn alles, was rechts von der KPD steht, als „faschistisch“ betrachtet wird, macht es keinen Unterschied, ob Sozialdemokraten, bürgerliche Parteien oder Hitler regieren.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Hinter der „Wir fürchten uns nicht vor dem Faschismus“ Aussage des führenden KPD-Mitglieds Remmele steckte eigentlich der Beweis des Bankrotts der KPD. Trotzki kommentierte das in „Was nun?“: „‚Wir fürchten nicht‘ Hitlers Machtergreifung – das ist ja eben die Kehrseite der Feigheit. ‚Wir‘ halten uns nicht für fähig, Hitler an der Machtergreifung zu hindern.“</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Der größte Fehler der KPD lag in ihrer Verweigerung der Einheitsfront mit der SPD. Die Kommunistische Partei macht die Sozialdemokratie für die Passivität der Massen verantwortlich. Sie denunzierte allerdings nicht nur die Führung der SPD, sondern richtete sich auch mit Ultimaten an die SPD-Basis, statt die SPD-Anhänger auf die Seiten der Revolution zu ziehen und die reformistische SPD-Führung im gemeinsamen Kampf zu entlarven. Mit der Einheitsfront-Taktik hätte sie die Arbeiterklasse von der Sozialdemokratie wegholen und sie davon überzeugen können, dass der Kampf gegen Faschismus, der Kampf für Sozialismus ist.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Mit der Politik, die aus der „Sozialfaschismusthese“ floss, spaltete die KPD die Arbeiterbewegung. Sie überließ die Arbeiter in der SPD ihrer Führung, welche wiederum alles auf den deutschen Staat setzte und mit antikommunistischer Propaganda ebenso die Arbeiterbewegung spaltete.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Der Stalinismus und der Reformismus besiegelten letzten Endes den Sieg der faschistischen Barbarei. Nachdem die Führungen der Arbeiterbewegung 1933 die Machtübergabe an Hitler und die NSDAP kampflos geschehen ließen, wurden die KPD, SPD und Gewerkschaften zerschlagen und die Arbeiterklasse jeglicher effektiven Gegenwehr beraubt.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Die Massen waren nicht einem charismatischen Diktator verfallen. Permanenter Terror durch die faschistische Massenbewegung und ihre bewaffneten Arme SA und SS zwangen ihnen die faschistische Diktatur auf. Der Faschismus hatte seine historische Aufgabe als absolute kapitalistische Konterrevolution erfüllt.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Trotz der Fehler, die die Führung der Arbeiterbewegung machte, konnten die Nazis unter den Arbeitern lange keine nennenswerte Unterstützung mobilisieren: Bei den Betriebsratswahlen im Herbst 1933 zum Beispiel erhielten sie weniger als 3 % der Stimmen.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Es war Trotzki und die linke Opposition, die in Zeiten des Aufstiegs des Faschismus dessen wahren Charakter erkannt hatten. Trotzki trat in all seinen Schriften für die Einheitsfront zwischen KPD und SPD ein. Er betonte immer: „Die Hauptschlacht muß geliefert werden, ehe Brünings bürokratische Diktatur vom faschistischen Regime abgelöst wird, das heißt, bevor die Arbeiterorganisationen vernichtet sind.“</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Die linke Opposition war allerdings zu klein und hatte kaum Einfluss auf die Arbeiterklasse. So blieb die Arbeiterklasse unter dem Einfluss der Reformisten und der Stalinisten.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Wir stehen in der Tradition der linken Opposition und müssen aus der grausamen Niederlage lernen. Die Taktik der Einheitsfront bleibt heute genauso relevant wie damals. Wenn man verstehen will, was heute passiert, so muss man auch die Geschichte verstehen. Nur mit richtiger Theorie können wir zu den richtigen taktischen Schlussfolgerungen kommen. Damit die richtigen Ideen wirkmächtig werden, braucht es eine Partei, die Einfluss auf die Jugend und die Arbeiterklasse hat.</span></p><p style="font-weight: 400;"><strong style="color: #000000; font-size: 1.875rem; font-style: inherit; font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; text-align: var(--text-align);"> </strong></p><h3 style="font-weight: 400;"><strong style="color: #000000; font-size: 1.875rem; font-style: inherit; font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; text-align: var(--text-align);">Rechte Demagogie heute</strong></h3><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Wir befinden uns auch heute in einer tiefen Krise des Kapitalismus. Die Regierung setzt im Interesse des Kapitals Sparpolitik und andere Angriffe gegen die Arbeiterklasse durch. Das kapitalistische System lebt von der Produktion für Profit, nicht für die Bedürfnisse der Menschen.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Auch heute gewinnen rechte Parteien, Rassismus und in gewissem Maße faschistische Ideologien an Zustimmung. Diese widerwärtige Entwicklung entsteht, weil die kapitalistische Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung zutiefst kaputt und überholt ist.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Gleichzeitig rufen die etablierten Parteien und die bürgerlichen Eliten dazu auf „unsere Demokratie“ zu retten. Die bürgerliche Demokratie ist jedoch nicht unsere Demokratie, es ist die Demokratie der Kapitalisten. Nicht die AfD schafft die Krise der bürgerlichen Demokratie, die bürgerliche Demokratie befindet sich in der Krise und schafft rechte Demagogen, Hetze und Raum für spalterische Ideen.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Während kleine faschistische Banden wie der „Dritte Weg“ Angriffe auf die schwächsten Teile der Arbeiterklasse und Jugend machen werden und wir kollektive Gegenwehr organisieren müssen, gibt es heute keine faschistische Massenbewegung. Das wird der AfD-Wählerschaft immer wieder zu Unrecht vorgeworfen. Die Klassenverhältnisse sind heute völlig andere als in den 1930ern.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Faschismus ist die schwärzeste kapitalistische Konterrevolution und kann nur am Ende einer revolutionären Epoche entstehen, wenn sich das System in völligem Niedergang befindet. Selbst in Zeiten langer kapitalistischer Krisen kann der Faschismus nur dann Zulauf finden, wenn die Arbeiterorganisationen es versäumen, die antikapitalistischen Gefühle der Massen zu aufzufangen. Außerdem muss die Voraussetzung erfüllt sein, dass seine soziale Basis, das Kleinbürgertum, noch in ausreichender Stärke vorhanden ist und sich diesen Ideen zuwendet.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Doch heute ist dem Faschismus die soziale Basis entzogen worden. Der Großteil der Bevölkerung ist Teil der Arbeiterklasse. Während damals noch ein Großteil der Beamten und Studierenden Teil des Kleinbürgertums waren, hat sich das heute grundlegend verändert. Die meisten Lehrer sind gewerkschaftlich organisiert, studieren ist keine Eintrittskarte mehr in den kleinbürgerlichen Wohlstand, sondern man bleibt auch mit Bachelor und Master Teil der Arbeiterklasse.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Arbeiter haben die Methoden des kollektiven, organisierten Kampfes gegen das Kapital, mit denen sie auf die Krise reagieren können. Mit mehr Frontalangriffen auf den Lebensstandard des Proletariats wird der organisierte Klassenkampf zunehmen. Wir befinden uns noch weit am Anfang einer langen revolutionären Periode. Die Arbeiterklasse hat noch keine Niederlagen erlebt. Wir können heute im Kampf gegen die AfD, die etablierten Parteien und den Kapitalismus insgesamt, ihren Sieg vorbereiten, in dem wir die RKP aufbauen und den Marxismus in der Bewegung verankern.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Georg Diez endet seinen Artikel über Faschismus in der taz mit den Worten: „um [den Faschismus] zu bekämpfen, muss man ihn benennen.“ Dem halten wir entgegen: Wer den Faschismus und rechte Ideologien wirklich bekämpfen will, der muss den Kapitalismus durch die sozialistische Revolution auf den Müllhaufen der Geschichte befördern.</span></p>								</div>
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		<title>Leitartikel – Der Kommunist Nr. 6: Wir wählen Klassenkampf! Keine Stimme für die Politik der Reichen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jul 2024 15:03:14 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Anti-AfD]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nicht jede Wahl trifft man mit einem Kreuz. Es gibt Wahlen, die muss man mit den Füßen abstimmen. Im September gibt es gleich drei davon. Die rechte AfD wird am [&#8230;]</p>
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									<p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Nicht jede Wahl trifft man mit einem Kreuz. Es gibt Wahlen, die muss man mit den Füßen abstimmen. Im September gibt es gleich drei davon.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Die rechte AfD wird am 1. September in Thüringen und Sachsen sowie am 22. September in Brandenburg stärkste Partei. In allen drei Wahlen gibt es keine Option, welche der AfD etwas entgegensetzen kann. Darum kommt es jetzt darauf an, den Kampf auf der Straße gegen den Aufstieg der Rechten vorzubereiten.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Wir Kommunisten treten für die Einheit der Arbeiter und Jugend im Klassenkampf ein. Wir wollen die AfD wirklich besiegen und kämpfen deshalb auch gegen ihre Wegbereiter. Das sind die etablierten Parteien und diejenige Politik in der Arbeiterbewegung, die diesen Parteien hinterherrennt und sich mit dem Kapitalismus abgefunden hat.</span></p><h3 style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;"><strong>Gegen die Eliten sein reicht nicht</strong></span></h3><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">In allen drei Bundesländern schwankt die Wahlbeteiligung seit den 1990ern zwischen 50 und 60 %. Ein Großteil der Wahlberechtigten sieht keine der Parteien als Vertreter der eigenen Interessen an und glaubt nicht, dass sich mit einem Kreuz am Wahltag etwas an der Politik ändert. Außerdem bekommen die AfD und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in den aktuellen Wahlumfragen zusammengenommen stets über 40 % der Stimmen. Beide Parteien eint ihre Demagogie gegen die etablierten Parteien und die Regierungen.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Die Mehrheit der Bevölkerung in Sachsen, Brandenburg und Thüringen ist somit gegen die etablierten Parteien und deren Politik im Interesse der Reichen. Aber wer die rechte AfD und das BSW wählt, gibt seine Stimme an Parteien, die nur den Worten nach etwas gegen „die da oben“, die Eliten, machen wollen.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Gerade die AfD schielt auf einen Platz am Futtertrog des Staates und möchte Teil der Elite werden. Die AfD will die Vermögens-, Erbschafts- und Gewerbesteuer abschaffen sowie die Bundeswehr aufrüsten und die Staatsschulden zurückzahlen. Dafür möchte auch sie Sparpolitik am Sozialstaat durchsetzen und ebenso Politik für die Reichen machen.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Insbesondere ihre Hetze gegen Migranten und Muslime spaltet die Arbeiterklasse und die Jugend und lenkt sie so vom Klassenkampf gegen den Kapitalismus ab. Dabei unterscheidet sich die AfD nur in der Form, in der sie gegen Migranten hetzt, von den etablierten Parteien. FDP, Grüne, CDU, BSW und SPD sind sich einig: „Wir müssen endlich im großen Stil abschieben.“</span></p><h3 style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;"><strong>Elite gegen AfD</strong></span></h3><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Den Kapitalisten und ihren Vertretern ist die unverhohlene rassistische Hetze der AfD nur deshalb ein Dorn im Auge, weil sie damit soziale Bewegungen aus der Jugend und organisierten Arbeiterbewegung provoziert. Das größte Problem aber hat die Elite mit der AfD wegen ihrer Anti-Euro-Haltung, weil das deutsche Kapital von der EU besonders profitiert. Außerdem will sie nicht, dass die AfD die Regierung vorführt, die Medien angreift und demagogisch verschiedene staatliche Institutionen in Verruf bringt.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Die Kapitalistenklasse will verhindern, dass die AfD die politische Stabilität untergräbt. Das Vertrauen der Massen in den Staat, der die Interessen der Reichen schützt und durchsetzt, ist bereits erschüttert. Deshalb sollen die Rechten nicht in die Regierung, damit die Politik der Reichen wie gewohnt weitergehen kann.</span></p><h3 style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;"><strong>Reformismus ohne Reformen</strong></span></h3><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Die wichtigsten Wegbereiter der AfD sind die Führungen der SPD, der LINKEN und der DGB-Gewerkschaften. Ihre Politik bezeichnen wir als reformistisch, weil sie nicht darauf abzielt, den Kapitalismus zu überwinden. Sie haben sich einen warmen Platz in diesem Ausbeutersystem eingerichtet und stützen die Herrschaft der Banken und Konzerne.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Die traditionelle Arbeiterpartei SPD hat regelmäßig Politik gegen die Interessen der Arbeiterklasse durchgesetzt. Die Agenda 2010, die Hartz-Gesetze, die Bankenrettung in der Weltwirtschaftskrise 2008, die Corona-Politik, die Aufrüstung der Bundeswehr, die Beteiligung am imperialistischen Ukrainekrieg, die uneingeschränkte Unterstützung für den Völkermord in Gaza usw. – das hat die SPD in den Augen der Massen zutiefst diskreditiert.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Über Jahrzehnte hinweg hat die SPD in Regierungen in Bund und Ländern die Krisen und Probleme des Kapitalismus für die Bosse ausgebadet, statt sie ihnen in Rechnung zu stellen. Die SPD-Führung hat sich den Interessen des Kapitals angedient und die Kosten auf die Arbeiterklasse abgewälzt. Eigentlich hätte die SPD die Arbeiterklasse organisiert in den Klassenkampf führen müssen, um die Politik der Kapitalistenklasse abzuwehren.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Aber weil die SPD keine Alternative zum Kapitalismus sieht, macht sie sich zum Wächter dieser Ordnung. Wer den Kapitalismus akzeptiert, muss dessen Logik zur Grundlage seiner Politik machen. In der Krise des Kapitalismus führt das zum Reformismus ohne Reformen. Das kostet eine Arbeiterpartei einen hohen Preis.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Diese Rechnung begleicht die SPD: 1994 hatte sie bei der Landtagswahl in Thüringen 29,6 % der Stimmen. Jetzt steht sie bei 7 % in den Umfragen. In Sachsen hatte sie 1990 über 19 % der Stimmen und liegt jetzt bei 6 %. In Brandenburg, wo die SPD seit 1991 das Bundesland regiert, konnte sie 1994 über 54 % der Stimmen auf sich versammeln und liegt jetzt bei 19 %.</span></p><h3 style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;"><strong>Wer nicht kämpft, verliert</strong></span></h3><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Die LINKE hat noch stärker abgewirtschaftet. Ursprünglich drückte sie den Protest gegen die kapitalistische Politik der SPD aus. Aber die LINKE orientierte sich von Anfang an prinzipienlos auf die Parlamente: Sie suchte stets die Zusammenarbeit mit den liberalen Grünen und passte sich an deren Politik sowie an die SPD an.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Die LINKE kehrte dem Klassenkampf sehr schnell den Rücken und hat nun ihren Rückhalt in der Arbeiterklasse und Jugend weitgehend verloren. Auch sie zahlt ihren Preis dafür, dass sie den Kampf für den Sozialismus nie ernst genommen hat.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Die Umfragen sagen, dass die LINKE in Sachsen aus dem Parlament fliegt sowie in Brandenburg, wo sie von 2009 bis 2019 als Juniorpartner an drei Landesregierungen mit der SPD beteiligt war. Dort hat sie sich völlig verbraucht und bricht nach vier Jahren in der Opposition zusammen.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">In Thüringen ist die LINKE seit zehn Jahren in der Regierung mit SPD und Grünen und stellt mit Bodo Ramelow den Ministerpräsidenten. Dort hat sie selbst Sparpolitik umgesetzt, Flüchtlinge abgeschoben, den Ukrainekrieg unterstützt und somit selbst zum Aufstieg der AfD beigetragen.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">In den Umfragen steht die LINKE jetzt nur noch bei 11 %. Dort lässt sich besonders gut demonstrieren, warum sie nicht als Alternative gegen die Politik der Reichen angesehen wird. Dabei hat die LINKE in den vergangenen Jahren viele Chancen verpasst, ihren Kurs zu wechseln.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Nach der Landtagswahl 2019 passierte der sogenannte „Dammbruch“ von Thüringen – damals ließ sich Thomas Kemmerich (FDP) von FDP, CDU und AfD zum Ministerpräsidenten wählen. Es folgten Massenproteste in Thüringen und bundesweit gegen Kemmerich und die AfD. Nach drei Tagen musste der ambitionierte FDPler zurücktreten.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Die LINKE schoss zeitgleich in den Wahlumfragen in die Höhe (zeitweilig 40 %) und hätte auf Neuwahlen pochen und mit einem Programm, das die Interessen der Arbeiterklasse zum Ausdruck bringt, in den Wahlkampf ziehen müssen: „Wir werfen die Kapitalisten und die Elite raus, nicht die Flüchtlinge!“</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Die LINKE hätte die Bewegung ausweiten und in die Betriebe führen sowie die Regierungskrise dafür nutzen können, den Klassenwiderspruch zwischen Kapital und Arbeit ins Zentrum der Auseinandersetzung zu rücken. Stattdessen setzte die LINKE auf eine Minderheitsregierung mit Grünen und SPD und machte sich auch noch von der Zustimmung der CDU abhängig. Statt Klassenkampf macht die LINKE Zusammenarbeit mit der Kapitalistenklasse und ihrer Elite. Sie rettete den Status quo und holte die Bewegung von der Straße. Dieser Versuch von Ramelow und Co., die AfD mit parlamentarischen Manövern zu bekämpfen, ist gescheitert.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Auf gleiche Weise handelte die LINKE in der Corona-Pandemie, im Ukrainekrieg, in der Energiekrise und im Völkermord in Gaza. Statt die Arbeiterklasse und Jugend in einer Bewegung auf der Straße zu organisieren und eine klare Opposition gegen die kapitalistische Politik zu bilden, machte sich die LINKE zur Stütze der bürgerlichen Herrschaft.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Die LINKE rettete jedes Mal die politische Stabilität auf eigene Kosten. Auch sie hat sich mit dem Kapitalismus abgefunden und lehnt es ab, mit Massenbewegungen gegen das Kapital und seine politischen Vertreter zu kämpfen. Deshalb kann sie keines ihrer Reformversprechen umsetzen. Sie machte sich zum Steigbügelhalter des Kapitals und diskreditierte sich in den Augen der Massen. Das stärkte die AfD und beschert aktuell auch dem BSW einen Höhenflug.</span></p><h3 style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;"><strong>Diese Wahl lässt keine Wahl</strong></span></h3><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Für Kommunisten ist das Parlament eine Bühne. Revolutionäre entlarven dort die Machenschaften der bürgerlichen Parteien und den Kapitalismus. Kommunisten wollen sich nicht an die bürgerlichen Gepflogenheiten des Parlaments anpassen. Wir gehen keine Zusammenarbeit mit den Interessenvertretern des Kapitals ein.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Kommunisten wollen die Aktivität und Organisiertheit der Arbeiterklasse und der Massen fördern, sie zum Klassenkampf bewegen. Unser Ziel ist es den Kampf in den Betrieben und auf der Straße zu stärken, um den Kapitalismus zu überwinden und damit die Krisen, die Sparpolitik, die Angriffe auf den Lebensstandard zu beenden.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Weder SPD noch LINKE haben Wahlen und das Parlament auf diese Weise genutzt. Heute sind sie in der Krise und verlieren weite Teile ihrer Wählerschaft. Die Massen wenden sich ab, weil diese Parteien nur den kapitalistischen Niedergang verwalten. Damit treiben SPD und LINKE einen Teil der Arbeiterklasse und der Jugend in die Hände von rechten Demagogen.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Die AfD aber lenkt die Wut gegen den Kapitalismus weg vom Klassenkampf und spaltet die Arbeiterklasse mit ihrer rassistischen Hetze gegen Migranten. Damit führt sie den Klassenhass für den Kapitalismus in sichere Bahnen und macht Sparpolitik, Lohnkürzungen, Arbeitsplatzabbau und Verfall der Infrastruktur möglich. Deshalb wollen wir die AfD wirklich besiegen.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Aber SPD und LINKE sind in diesen Wahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg keine Anziehungspunkte für den Kampf gegen die AfD und gegen den Kapitalismus. Diese Wahlen lassen keine Wahl, als den Kampf auf die Straße zu tragen. Auch deshalb, weil die kommenden Landesregierungen noch schärfere Politik gegen die Interessen der Arbeiterklasse und Jugend machen werden.</span></p><h3 style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;"><strong>Jugend in die Offensive</strong></span></h3><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Es ist wahrscheinlich, dass die Bewegung gegen die AfD im September bundesweit einen neuen Anstoß bekommt und breitere Schichten insbesondere der Jugend in Aktion treten werden. Die meisten vertrauen dabei den etablierten Parteien nicht, aber wollen etwas gegen den Aufstieg der Rechten tun.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Ihnen fehlt eine Partei, die eine revolutionäre Perspektive auf diesen Kampf gibt und ein Programm, dass Erfolg verspricht. Vor allem fehlt eine Führung in den Gewerkschaften, die die Arbeiterklasse eint und in Bewegung setzt: gegen die Krise des Kapitalismus, gegen Aufrüstung und Krieg, gegen Sparpolitik und Inflation, gegen Spaltung und Demagogie.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Die Revolutionäre Kommunistische Partei (RKP) hat genau diesen Anspruch. Wir wollen die Arbeiterklasse und Jugend um unser Banner und Programm organisieren. Wir haben uns vollständig dem Klassenkampf gegen das Kapital und seine Handlanger in den etablierten sowie den rechten Parteien verschrieben. Unser Ziel ist die sozialistische Revolution.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Wir wollen damit beginnen, den Kampf in der Jugend, in den Schulen und Universitäten zu organisieren und auf die Straße zu führen. Eine breite Jugendbewegung, die nicht vor dem Druck der Öffentlichkeit einknickt und das gesamte System herausfordert, kann die Arbeiterklasse aufrütteln und die Gewerkschaften in Bewegung bringen.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Wir wollen in der Bewegung und den Gewerkschaften beweisen, dass nur das kommunistische Programm vollumfänglich die Interessen der Arbeiter und der Jugend vertritt. Wir sind uns sicher, dass die Arbeiterklasse diese Welt verändern kann, wenn sie sich um unser Programm organisiert und ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="color: #000000;">Organisier dich in der RKP und bau mit uns diese Partei auf. Wir brauchen deine aktive Unterstützung, damit kommunistische Ideen Einfluss in der Bewegung gewinnen können.</span></p><ul><li style="font-weight: 400;"><strong><span style="color: #000000;">Gegen AfD, Ampelparteien und Eliten!</span></strong></li><li style="font-weight: 400;"><strong><span style="color: #000000;">Keine Stimme für die Politik der Reichen!</span></strong></li><li style="font-weight: 400;"><strong><span style="color: #000000;">Wir wählen Klassenkampf!</span></strong></li></ul>								</div>
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