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	<title>KI Archives -</title>
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	<title>KI Archives -</title>
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		<title>Investitionen in KI bereiten neue Angriffe auf die Arbeiterklasse vor</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Niklas Albin Svensson]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Kürzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Unterdrückung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als KI vor einigen Jahren aufkam, behaupteten Kommentatoren, KI und Roboter würden die Welt erobern und wir würden alle arbeitslos werden. Damals waren das noch Mutmaßungen. Ohne Investitionen wäre KI, [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Als KI vor einigen Jahren aufkam, behaupteten Kommentatoren, KI und Roboter würden die Welt erobern und wir würden alle arbeitslos werden. Damals waren das noch Mutmaßungen. Ohne Investitionen wäre KI, wie wir sie heute kennen, niemals eine Wirklichkeit geworden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2023 haben Investitionen von Tech-Unternehmen dies möglich gemacht. Hunderte Milliarden wurden in neue Rechenzentren gesteckt. Der massive, hochspekulative Investitionsboom führte dann zu Befürchtungen, man würde in eine Blase investieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>Gibt es eine Blase?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist noch nicht klar, ob die Anbieter von Large Language Models in der Lage sein werden, all diese Investitionen zu amortisieren. Zumindest Anthropic scheint auf dem Weg dahin zu sein und<a href="https://www.theatlantic.com/economy/2026/05/ai-bubble-revenue-anthropic/687022/"> </a><a href="https://www.theatlantic.com/economy/2026/05/ai-bubble-revenue-anthropic/687022/"><u>rechnet damit, bis 2028 Gewinne zu erzielen</u></a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das heißt jedoch nicht, es gäbe keine Blase. Die aktuellen Bewertungen von KI-Aktien gehen nicht nur davon aus, dass sich die KI amortisiert, sie rechnen auch mit einem exponentiellen Gewinnwachstum. Die Börsenbewertung von NVIDIA z.B. impliziert eine Vervierfachung seiner Gewinne ausgehend von einem bereits sehr hohen Niveau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Blase bedeutet, dass Unternehmen große Wetten eingehen. Allerdings werden sich nicht alle diese Wetten auszahlen. Einige Spekulanten werden pleitegehen und ein paar Monopole werden als Gewinner hervorgehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bislang wurden die Investitionen größtenteils aus den Bargeldreserven finanziert, die die sogenannten „Hyperscaler“ (Anbieter von Cloud-Speicherinfrastruktur) angehäuft haben. Das begrenzt das Risiko, dass sich ein Zusammenbruch auf das Kredit- und Bankensystem ausweitet. Da jedoch die Bargeldreserven von Google, Microsoft und anderen langsam zur Neige gehen, nehmen sie immer mehr Kredite auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>Einsatz von KI</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut der<a href="https://www.gov.uk/government/publications/assessment-of-ai-capabilities-and-the-impact-on-the-uk-labour-market/assessment-of-ai-capabilities-and-the-impact-on-the-uk-labour-market"> </a><a href="https://www.gov.uk/government/publications/assessment-of-ai-capabilities-and-the-impact-on-the-uk-labour-market/assessment-of-ai-capabilities-and-the-impact-on-the-uk-labour-market"><u>britischen Regierung</u></a> sind etwa 70% der britischen Arbeiter in Berufen tätig, deren Aufgaben von KI übernommen oder verbessert werden könnten. In den USA nannten Unternehmen KI als Grund für 54.000 Entlassungen im Jahr 2025. Das sind 5% der Gesamtzahl. Im letzten Monat wurde KI mit 25% zur Hauptursache für Entlassungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Ökonomen verteidigen KI mit dem Argument, dass sie ebenso viele Arbeitsplätze schaffen wie zerstören werde. Doch in einer Zeit wie der heutigen wird technologische Innovation die Krise nur noch verschärfen. In den letzten Monaten hat Amazon 30.000 Beschäftigte entlassen, vor allem im mittleren Management. Nun wollen sie 10.000 KI-Spezialisten einstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch verläuft die Einführung von KI nur langsam. Denn sie erfordert die Umgestaltung von Arbeitsplätzen und die Ausbildung derjenigen, die sie bedienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>Wut gegen das System</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es besteht die Aussicht auf Massenarbeitslosigkeit, beginnend bei Hochschulabsolventen. Diejenigen, die ihre Arbeitsplätze behalten, werden mit einer Dequalifizierung konfrontiert und praktisch zu Bedienern der KI-Agenten degradiert. KI droht die Wut weiter zu schüren, die Arbeiter bereits gegen das System und die Bosse empfinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Händen der Arbeiterklasse haben KI und ihr Gegenstück, die Robotik, das Potenzial, die Menschheit von der Plackerei der Arbeit zu befreien. Sie bilden die Grundlage, auf der eine kommunistische Gesellschaft aufgebaut werden kann. In den Händen der Kapitalisten jedoch birgt diese Technologie die Gefahr von Arbeitslosigkeit und für die Beschäftigten von höherer Arbeitsintensität und längeren Arbeitstagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marx hat diesen Prozess in „Das Kapital“ erklärt. Er schrieb, dass neue Maschinen keineswegs zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen führen, sondern zu einer Verlängerung des Arbeitstages für die Arbeiter, die härter arbeiten müssen, um sicherzustellen, dass die Kapitalisten die Kosten ihrer Investitionen wieder hereinholen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch trotz all ihrer Investitionen reicht es nicht aus. Solange sie keinen Weg finden, die Effizienz dieser Modelle radikal zu verbessern, haben sie große Schwierigkeiten, genügend Rechenleistung zu generieren, um sie zu betreiben. Damit KI breite Anwendung findet, sind weitaus mehr Investitionen erforderlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterdessen, da eine Überproduktionskrise die Weltwirtschaft beherrscht, zerbrechen sich die Kapitalisten den Kopf und fragen sich: „Wenn ich alle meine Arbeiter entlasse, wer wird dann meine Produkte kaufen?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahrheit ist: Wenn KI nicht hält, was sie verspricht, wird sie Probleme verursachen; wenn sie Erfolg hat, wird sie noch mehr Probleme verursachen. Das wird die Vielzahl der Probleme, mit denen die Weltwirtschaft bereits konfrontiert ist, noch verschärfen.</p>
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		<title>Wie KI den Klassenkampf anheizt</title>
		<link>https://derkommunist.de/wie-ki-den-klassenkampf-anheizt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Krone]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Oct 2025 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Klassenkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit nunmehr drei Jahren befindet sich die deutsche Wirtschaft in einer Rezession. Getrieben durch verschiedene Prozesse wie etwa dem Wegfall von günstigen Energierohstoffen aus Russland erodiert die Grundlage der drittgrößten [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Seit nunmehr drei Jahren befindet sich die deutsche Wirtschaft in einer Rezession. Getrieben durch verschiedene Prozesse wie etwa dem Wegfall von günstigen Energierohstoffen aus Russland erodiert die Grundlage der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt und der internationale Konkurrenzdruck wird stärker.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zuge dessen haben führende Konzerne in Deutschland im Juli die Initiative „Made for Germany“ ins Leben gerufen. Ziel soll es sein, mit massiven Investitionen – die Rede ist von 631 Milliarden Euro – der deutschen Wirtschaft wieder auf die Sprünge zu helfen. Dass mit diesem Geld in erheblichem Ausmaß die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) ausgeweitet werden soll, ist sehr wahrscheinlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das stellt vor allem eins dar: einen Angriff auf die Arbeiterklasse. Die Investitionen in KI werden nämlich nicht dafür genutzt werden, die Produktion maßgeblich auszuweiten, sondern um durch eine Steigerung der Produktivität die Ausbeutung zu intensivieren und so Lohnkosten zu sparen. Davon sind insbesondere Jobs betroffen, die vor wenigen Jahren noch als sicher galten und mitunter auch einen recht guten Lebensstandard garantieren konnten. Konkret sind es sogenannte Wissensarbeiter in Marketing, Software-Entwicklung, Design etc., die nun zunehmend einem immensen Druck ausgesetzt sind. KI ist zwar derzeit nicht in der Lage, den menschlichen Faktor in solchen Branchen vollständig überflüssig zu machen, allerdings kann sie ihn deutlich minimieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folge davon ist Stellenabbau. Laut einer Umfrage des ifo-Instituts rechnen 27,1% der Unternehmen damit, dass sie in den kommenden Jahren aufgrund von KI Jobs abbauen werden. Lediglich 5,2% geben an, neue Stellen schaffen zu wollen. Diese Entwicklung macht sich aber nicht nur darin bemerkbar, dass Arbeiter entlassen werden, sondern dass auch bei den Neueinstellungen gekürzt wird. Laut der Ökonomin Virginia Sondergeld sank etwa die Zahl der Stellenausschreibungen in der Software-Entwicklung seit 2020 um rund 37%. Bei Einstiegsjobs beträgt der Rückgang sogar 54%. Das bedeutet, dass der Konkurrenzkampf unter den Arbeitern zunehmen wird, was wiederum die Löhne drückt. Wo die Aufgabe der Arbeiter perspektivisch sein wird, in erster Linie die Arbeit der KI anzuleiten und zu überwachen, braucht es schlicht weniger Personal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber welche Konsequenzen bringt das mit sich? Indem die Kaufkraft der Arbeiterklasse sinkt, wird die Wirtschaftskrise noch weiter angeheizt. Aber nicht nur das: Durch die Proletarisierung der vormals als „Mittelschicht“ geltenden Wissensarbeiter werden Teile der Arbeiterklasse in den Klassenkampf gezogen, die diesem in früheren Zeiten tendenziell ferngeblieben sind. Das hat man beispielsweise bereits 2023 beim Streik der Drehbuchautoren und Schauspieler in Hollywood gesehen, die sich explizit gegen den Einsatz von KI gewandt haben. Im Juli dieses Jahres streikten außerdem die Beschäftigten von TikTok in Berlin, da sie durch die Anwendung von KI ersetzt werden sollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das alles wirft eine enorm wichtige Frage auf: Wenn mit KI eine Technologie eingeführt wird, die es ermöglicht, mit weniger menschlicher Arbeit genauso die gesellschaftlichen Bedürfnisse zu befriedigen, wieso stellt es eine Gefahr für den Lebensstandard so vieler Menschen dar? Die Antwort ist simpel. Im Kapitalismus zählen nicht die Bedürfnisse der Menschen, sondern die Profitinteressen der Kapitalisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Haltung von Kommunisten zu KI sollte nicht sein, dass wir sie ablehnen und ähnlich wie die Maschinenstürmer zu Beginn der Industrialisierung das Rad der Zeit zurückdrehen wollen. Vielmehr offenbart sich mit dieser Technologie ein gigantisches Potenzial. Um dieses vollkommen auszuschöpfen und zum Wohle der Gesellschaft einsetzen zu können, ist es allerdings notwendig, an die Stelle des jetzigen Systems eine demokratische Planwirtschaft zu setzen, in der nicht der Profit einiger weniger, sondern die Bedürfnisse der breiten Masse im Zentrum stehen.</p>



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