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	<title>Finanzen Archives -</title>
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	<title>Finanzen Archives -</title>
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		<title>Freihandel mit Mercosur und Indien – die Rettung des deutschen Imperialismus?</title>
		<link>https://derkommunist.de/freihandel-mit-mercosur-und-indien-die-rettung-des-deutschen-imperialismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[David Jaeschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Weltgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Global]]></category>
		<category><![CDATA[Imperialismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Zeiten von Globalisierung und Freihandel sind vorbei, die Großmachtkonkurrenz zwischen China und den USA hat Protektionismus und Wirtschaftskriege wieder auf die Tagesordnung gesetzt. Für die deutschen Kapitalisten, die maßgeblich [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Zeiten von Globalisierung und Freihandel sind vorbei, die Großmachtkonkurrenz zwischen China und den USA hat Protektionismus und Wirtschaftskriege wieder auf die Tagesordnung gesetzt. Für die deutschen Kapitalisten, die maßgeblich auf Exporte angewiesen sind, haben Trumps Zollpolitik, die zunehmende Konkurrenz aus China und der Wegfall russischer Energieträger den Todeskampf ihres Standorts eingeläutet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um Absatzmärkte für ihre Waren zu sichern, schließen sie nun, wie manisch, ein Freihandelsabkommen nach dem anderen ab. Nun wird das Abkommen mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay, Bolivien und Paraguay, das seit 25 Jahren in Verhandlung war, schnell über den Tisch gewunken und schon einmal angewandt, obwohl es noch durch den Europäischen Gerichtshof geprüft werden muss. Kurz danach kamen Abkommen mit Indien und Australien hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Exporte machen 42,1 % vom deutschen BIP aus<a href="#sdendnote1sym" id="sdendnote1anc"><sup>i</sup></a>, wobei die USA mit einem Exportvolumen von 158 Milliarden Euro den größten Absatzmarkt für deutsche Waren bilden<a href="#sdendnote2sym" id="sdendnote2anc"><sup>ii</sup></a>. Dadurch wird die deutsche Industrie besonders stark vom weltweit zunehmenden Protektionismus und der US-Zollpolitik getroffen. Auch der chinesische Markt hat in der Vergangenheit einen profitablen Absatzmarkt gebildet, besonders für deutsche Maschinen und andere technische Produkte, die China nicht selbst herstellen konnte. Doch seit 2022 schrumpft dieser Markt immer weiter zusammen. So ist das Exportvolumen seit 2022 um 23,9 % zurückgegangen<a href="#sdendnote3sym" id="sdendnote3anc"><sup>iii</sup></a><a href="#sdendnote4sym" id="sdendnote4anc"><sup>iv</sup></a>. China hat längst die Produktionsmittel und das Know-how erworben, diese Produkte selbst herstellen zu können. Zum Beispiel liegt China bei der Zahl der Industrieroboter pro Industriearbeiter nun weltweit auf Platz drei vor Deutschland und den USA<a href="#sdendnote5sym" id="sdendnote5anc"><sup>v</sup></a>. Auch bei Investitionen in Forschung und Entwicklung hat China die USA 2024 zum ersten Mal übertroffen<a href="#sdendnote6sym" id="sdendnote6anc"><sup>vi</sup></a>. Durch diese Entwicklungen hat die chinesische Industrie die Fähigkeit entwickelt, in zahlreichen Bereichen der Hightech-Industrie (Solarenergie, E-Autos, 5G-Mobilfunk) zum Weltmarktführer zu werden<a href="#sdendnote7sym" id="sdendnote7anc"><sup>vii</sup></a>. Um dem Preisdruck durch die chinesische Konkurrenz standzuhalten, ist die deutsche Industrie inzwischen sogar auf Zölle angewiesen, um bestehen zu können. So erhebt die EU etwa Zölle von bis zu 35,3 % auf E-Autos aus China<a href="#sdendnote8sym" id="sdendnote8anc"><sup>viii</sup></a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Verlust von Absatzmärkten, besonders in China und den USA, macht der deutschen Industrie schwer zu schaffen. Das zeigt sich besonders stark in den Kernsektoren des deutschen Kapitalismus: 2025 wurden in Deutschland ungefähr 1,5 Millionen Autos weniger produziert als zehn Jahre zuvor<a href="#sdendnote9sym" id="sdendnote9anc"><sup>ix</sup></a>. Auch die Produktion der Chemie- und Maschinenindustrie ist zurückgegangen. Die Chemieindustrie produzierte 2023 schon 22,1 % weniger als 2013<a href="#sdendnote10sym" id="sdendnote10anc"><sup>x</sup></a>, die Maschinenindustrie produzierte 2025 10,8 % weniger als 2021<a href="#sdendnote11sym" id="sdendnote11anc"><sup>xi</sup></a>. Entscheidend bei dieser Entwicklung ist die fehlende Nachfrage, was sich in ungenutzten Produktionskapazitäten ausdrückt. So sind die Produktionskapazitäten der Autoindustrie zu gerade einmal 65,8 % ausgelastet<a href="#sdendnote12sym" id="sdendnote12anc"><sup>xii</sup></a>, die Chemieindustrie zu 70 %<a href="#sdendnote13sym" id="sdendnote13anc"><sup>xiii</sup></a> und der Maschinenbau zu 81 %<a href="#sdendnote14sym" id="sdendnote14anc"><sup>xiv</sup></a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um konkurrenzfähig zu werden, bräuchte es massive Investitionen in Infrastruktur und Produktion. Während der Merkel-Jahre wurden diese Investitionen versäumt und von der Substanz gelebt. Gleichzeitig lohnt es sich für Unternehmen in Deutschland nicht, zu investieren. Sie sitzen bereits auf ungenutzten Produktionskapazitäten. Investitionen würden nur weitere Kapazitäten aufbauen oder die Unsicherheit erhöhen, dass auch diese sich nicht auf dem Weltmarkt rentieren. So veröffentlichte der Bund der deutschen Industrie im September 2024 eine Handlungsempfehlung an die Regierung. Laut dieser bräuchte es 1.400 Milliarden Euro Mehrinvestitionen bis 2030, um Deutschland als Produktionsstandort zu erhalten; 450 Milliarden davon soll der Staat aufbringen<a href="#sdendnote15sym" id="sdendnote15anc"><sup>xv</sup></a>. Bereits einige Monate später ist die Merz-Regierung dem Geheiß der Industriellen gefolgt und hat 500 Milliarden Euro Schulden aufgenommen, um genau das zu tun. Doch laut dem ifo-Institut wurden 2025 95 % dieses Geldes zweckentfremdet, um Lücken im Bundeshaushalt zu stopfen<a href="#sdendnote16sym" id="sdendnote16anc"><sup>xvi</sup></a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:20px"><strong>Mercosur als neuer Hoffnungsträger?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Situation bieten sich die Mercosur-Staaten als neue Absatzmärkte an, da sie bisher noch kein größeres Freihandelsabkommen hatten und mit recht hohen Zöllen einen relativ geschlossenen Markt dargestellt haben. So gab es Zölle von 35 % auf Autos, 14 bis 20 % auf Maschinen und bis zu 18 % auf Chemieprodukte. Nun sollen durch das Abkommen 91 % der Zölle zwischen Mercosur und der EU wegfallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU-Kommission erhofft sich dadurch einen Anstieg der Exporte in die Mercosur-Staaten um 39 %. Die Hauptexportgüter der EU nach Mercosur sind genau die Kernsektoren der deutschen Wirtschaft, also Autos, Maschinen und Chemie. Der Wegfall der Zölle würde also genau diesen Branchen zugutekommen, die, wie oben erwähnt, an fehlender Nachfrage leiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf diese Weise soll das neue Freihandelsabkommen der deutschen Wirtschaft, die seit 2023 in einer Rezession steckt, wieder auf die Beine helfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ergibt sich nur ein Problem für das deutsche Kapital: China. China exportiert ähnliche Waren nach Südamerika wie Deutschland und stellt dort deshalb den größten Konkurrenten der deutschen Industrie dar. Doch während die Exporte der EU nach Mercosur von 2012 bis 2022 nur um 1 % gestiegen sind, sind die Exporte aus China nach Mercosur im selben Zeitraum um 80 % gestiegen<a href="#sdendnote17sym" id="sdendnote17anc"><sup>xvii</sup></a> (während die gesamten Importe der Mercosur-Staaten um etwa 23 % gestiegen sind<a href="#sdendnote18sym" id="sdendnote18anc"><sup>xviii</sup></a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man sieht also, dass die deutsche Industrie, wenn sie mit der chinesischen auf ebenem Feld konkurriert, nicht bestehen kann. So gab laut einer IW-Köln-Studie etwa die Hälfte der befragten Industrieunternehmen an, dass ihre chinesischen Konkurrenten Waren zu Preisen anbieten, die um mehr als 30 % unter den eigenen liegen<a href="#sdendnote19sym" id="sdendnote19anc"><sup>xix</sup></a>. Grund dafür sind neben weitreichenden Investitionen in Produktion sowie Forschung und Entwicklung unter anderem staatliche Subventionen und billigere Arbeitskraft. So kostete eine Stunde Arbeitskraft im verarbeitenden Gewerbe die Kapitalisten in Deutschland 2019 ungefähr 42 Euro. In China mussten Unternehmen dafür etwa 8 Euro zahlen<a href="#sdendnote20sym" id="sdendnote20anc"><sup>xx</sup></a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch, dass nun die Zölle auf deutsche Waren wegfallen, haben deutsche Unternehmen gegenüber den chinesischen einen relativen Preisvorteil. Sie erhoffen sich dadurch, einen größeren Anteil am Markt zu erobern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings ist es unklar, ob diese Rechnung aufgehen wird. Wird das Wegfallen der Zölle reichen, um den Preisvorteil der chinesischen Unternehmen auszugleichen? Werden sie diesen relativen Vorteil lange behalten können? Und wird der potenzielle Anstieg im Export den Verlust ausgleichen, den die deutsche Industrie durch die Zölle der USA und den Verlust von Marktanteilen in China erlitten hat?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir wieder den Maschinenbau als Beispiel heranziehen, dann sehen wir, dass auf deutsche Maschinen in Zukunft Zölle in Höhe von 14 bis 20 % wegfallen, während chinesische Unternehmen in dieser Branche oft einen Preisvorteil von 30 % oder mehr haben. Es ist also fraglich, ob selbst mit dem Wegfallen der Zölle deutsche Unternehmen konkurrenzfähig sein werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem könnte es sein, dass die deutsche Industrie diesen Vorteil durch das Abkommen nur für kurze Zeit genießen kann. Denn 2022 hat Uruguay begonnen, mit China über ein Freihandelsabkommen zu verhandeln. Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat daran Kritik geübt; er will, dass direkt der ganze Mercosur-Block ein Freihandelsabkommen mit China abschließt<a href="#sdendnote21sym" id="sdendnote21anc"><sup>xxi</sup></a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbst unabhängig davon kann das Abkommen den Verlust von Marktanteilen in den USA und China nicht ausgleichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft entstehen der EU während Trumps Amtszeit durch seine Zollpolitik schätzungsweise 750 Milliarden Euro an Schäden<a href="#sdendnote22sym" id="sdendnote22anc"><sup>xxii</sup></a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU-Kommission geht von Exportgewinnen durch das Mercosur-Abkommen von jährlich 22 Milliarden Euro aus. Das ist also eher ein Tropfen auf den heißen Stein als die Rettung der deutschen Wirtschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:20px"><strong>Indien: Partner oder Konkurrent für die deutsche Industrie?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine ähnliche Dynamik zeigt sich bei dem Abkommen mit Indien. Auch Indien war ein recht geschlossener Markt. Beispielsweise gab es Zölle auf Autos von 110 %, auf Maschinen von 44 % und auf Chemikalien von 22 %, die durch das Abkommen zu großen Teilen abgeschafft werden sollen, wodurch sich diese Industrien größeren Absatz erhoffen. Erleichtert werden sollen diese Exporte durch den India–Middle East–Europe Economic Corridor (IMEC), der den Transport von Waren erleichtern soll, was eine direkte Antwort auf Chinas Belt and Road Initiative darstellen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In China sind die Produktionskapazitäten bereits weit entwickelt; dies macht es notwendig, ausländische Märkte zu erschließen. Außerdem versucht die chinesische Regierung, ausländische Unternehmen durch chinesische zu ersetzen. Daher wird es für deutsche Unternehmen immer schwerer, auf dem chinesischen Markt Fuß zu fassen und dort Waren abzusetzen. So sind die deutschen Exporte nach China zwischen 2022 und 2025 um 25,46 Milliarden Euro zurückgegangen. In Indien hingegen sind die Produktionskapazitäten noch lange nicht so weit entwickelt wie in China. Das zeigt sich etwa daran, dass in China die Produktivität etwa doppelt so hoch ist wie in Indien<a href="#sdendnote23sym" id="sdendnote23anc"><sup>xxiii</sup></a>. Dadurch gibt es in Indien noch vergleichsweise geringe Konkurrenz für deutsche Unternehmen und somit einen profitablen Absatzmarkt. Genau das soll nun durch das Abkommen ausgenutzt werden. Die Kehrseite der geringen Produktivität in Indien ist allerdings, dass der indische Markt im Vergleich zu China auch recht klein ist. So steigen die Exporte nach Indien zwar kontinuierlich, aber auf einem geringen Niveau. Die Exporte nach Indien sind zwischen 2022 und 2025 von 15,9 auf 16,2 Milliarden Euro angestiegen<a href="#sdendnote24sym" id="sdendnote24anc"><sup>xxiv</sup></a><a href="#sdendnote25sym" id="sdendnote25anc"><sup>xxv</sup></a>. Durch das Abkommen sollen sich laut EU-Kommission die Ausfuhren nach Indien bis 2032 nun verdoppeln<a href="#sdendnote26sym" id="sdendnote26anc"><sup>xxvi</sup></a>. Für Deutschland würde das in den nächsten sechs Jahren einen weiteren Anstieg der Exporte um 16,2 Milliarden Euro bedeuten. Damit wäre aber nicht einmal der Verlust an Exportvolumen in China der letzten drei Jahre ausgeglichen, geschweige denn die weiteren Verluste an Exporten, die Deutschland in den nächsten Jahren in China verzeichnen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auch dieser Prognose von 16,2 Milliarden Euro Exporten stehen einige Hindernisse im Weg. Denn China wird nicht nur ein immer kleinerer Absatzmarkt für deutsche Waren, sondern gleichzeitig ein immer größerer Konkurrent für die deutschen Exporte, auch nach Indien. So hat China seinen Anteil an den indischen Importen im Zeitraum von 2018 bis 2023 von 14,5 % auf 18,15 % gesteigert, während Deutschlands Anteil von 2,73 % auf 2,70 % praktisch stagniert<a href="#sdendnote27sym" id="sdendnote27anc"><sup>xxvii</sup></a>. Wie in den Mercosur-Staaten läuft China also auch in Indien Deutschland den Rang ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem versucht die indische Regierung, Anreize zu schaffen, um ausländische Investitionen anzulocken. Denn diese bieten die Möglichkeit, die Produktionskapazitäten zu entwickeln, ohne die Schuldlast zu erhöhen. Teil dieser Strategie ist die Make-in-India-Initiative, aber auch das Freihandelsabkommen mit der EU stellt darin einen Baustein dar<a href="#sdendnote28sym" id="sdendnote28anc"><sup>xxviii</sup></a>. Investitionen in Indien stellen aktuell, auch wegen des geringen Lohnniveaus, eine profitable Anlagemöglichkeit für deutsche Unternehmen dar; so sind die direkten Investitionen nach Indien von 2020 bis 2023 um knapp 24 % gestiegen<a href="#sdendnote29sym" id="sdendnote29anc"><sup>xxix</sup></a>. Doch wie wir es in den letzten 20 Jahren in China gesehen haben, dreht sich dieser Prozess irgendwann um. Die Investitionen bringen Produktionskapazitäten und Know-how in das Land. Wenn diese Kapitalien erst einmal im Land sind, wird sich die indische herrschende Klasse nicht mehr damit zufriedengeben, eine reine Werkbank zu sein, und versuchen, ausländische Unternehmen durch indische zu verdrängen. So züchtet sich die deutsche Industrie die eigene Konkurrenz heran.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hoffnung der deutschen Industriellen, dass das Abkommen den Prozess der Deindustrialisierung aufhalten wird, wird sich also vermutlich nicht bestätigen. Denn auch wenn dieses Abkommen der deutschen Industrie sicherlich einen temporären Vorteil geben wird, kann es niemals ausgleichen, dass die deutsche Industrie einfach nicht mehr mit der Konkurrenz aus China mithalten kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:20px"><strong>Lithium und die strategischen Interessen des deutschen Kapitals</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Absatzmärkte sind dabei nicht der einzige Faktor, der diese Abkommen für das Kapital wichtig macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der deutsche Imperialismus ist im Niedergang, Protektionismus und Handelskriege sind auf dem Vormarsch, und gleichzeitig ist die deutsche Industrie immer abhängiger von chinesischen Rohstoffen und Vorprodukten. In dieser Situation bedeutet diese Abhängigkeit ein großes Risiko für die Profite der Kapitalisten. Würde China den Export von seltenen Erden oder Lithium an die EU stoppen, könnte das wesentliche Teile der Industrie lahmlegen. Daher sucht die deutsche herrschende Klasse nach anderen Quellen für kritische Rohstoffe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während Deutschland 2013 noch ein Prozent des Lithiums aus China importierte, waren es 2024 schon 24 %. Auch bei Lithium-Ionen-Akkus ist die Abhängigkeit von China groß: So kamen 2023 41 % der Lithium-Ionen-Akkus aus China. Lithium ist ein kritischer Rohstoff für viele technische Produkte, etwa Akkus, Laptops und Elektroautos. Dabei befindet sich ein großer Teil der Lithium-Vorkommen im sogenannten Lithium-Dreieck an der Grenze zwischen Chile, Bolivien und Argentinien. Und gerade aus Argentinien, dem viertgrößten Lithium-Exportland der Welt<a href="#sdendnote30sym" id="sdendnote30anc"><sup>xxx</sup></a>, importiert Deutschland aktuell kaum Lithium. So soll der Abbau von Zöllen die Grundlage legen, die Exporte aus Argentinien zu steigern, um so die Abhängigkeit von China zu verringern.<a href="#sdendnote31sym" id="sdendnote31anc"><sup>xxxi</sup></a></p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:20px"><strong>Die sozialen Kosten des Freihandels</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig kann man erkennen, dass die Vorteile, die sich für die Kapitalistenklasse aus diesen Abkommen ergeben, auf Kosten der sozialen Stabilität im Inland gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So soll das Abkommen mit Indien die Einreise von Fachkräften erleichtern und die Zölle auf Dienstleistungen abbauen<a href="#sdendnote32sym" id="sdendnote32anc"><sup>xxxii</sup></a>. Dies wird den Kapitalisten erlauben, die Löhne zu drücken, da das Lohnniveau in Indien weit niedriger ist als in Deutschland und weil die Einreise von Fachkräften die Konkurrenz zwischen Arbeitern erhöht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus den Mercosur-Staaten importiert Deutschland, neben Rohstoffen, vor allem landwirtschaftliche Produkte. Diese können in Südamerika weit billiger hergestellt werden als in Deutschland. Die Monopolisierung der Landwirtschaft ist in Ländern wie Brasilien weit fortgeschrittener als in Deutschland. Dort bewirtschaften die größten 1 % der Betriebe eine Fläche, die etwa dreimal so groß ist wie Deutschland<a href="#sdendnote33sym" id="sdendnote33anc"><sup>xxxiii</sup></a>. Das ermöglicht eine deutlich billigere Produktion, mit der die deutschen Betriebe nicht konkurrieren können. Bereits jetzt gehen in Deutschland zehn landwirtschaftliche Betriebe pro Tag bankrott<a href="#sdendnote34sym" id="sdendnote34anc"><sup>xxxiv</sup></a>, und das Abkommen wird den Preisdruck noch erhöhen. So müssen immer mehr Landwirte um ihre Existenzgrundlage bangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die CDU, die traditionelle Partei der Landwirte, verliert in dieser Situation immer mehr an Vertrauen, dass sie die Probleme der Landwirte lösen kann. So hat die CDU unter Landwirten von 2017 auf 2021 gut ein Viertel ihrer Stimmen eingebüßt<a href="#sdendnote35sym" id="sdendnote35anc"><sup>xxxv</sup></a><a href="#sdendnote36sym" id="sdendnote36anc"><sup>xxxvi</sup></a>. Immer mehr Landwirte wählen in dieser Situation die AfD, die es schafft, sich als Fundamentalopposition zu inszenieren. In der letzten Landtagswahl in Baden-Württemberg lag die AfD unter Landwirten sogar 2 % über dem Landesdurchschnitt<a href="#sdendnote37sym" id="sdendnote37anc"><sup>xxxvii</sup></a>. Auch die Bauernproteste 2024 haben gezeigt, dass diese Schicht aufgrund einer fehlenden Alternative immer mehr zur AfD tendiert. Das Abkommen mit den Mercosur-Staaten wird nun den Preisdruck auf die Landwirte weiter erhöhen und damit die Landwirte noch mehr in die Arme der AfD treiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:20px"><strong>Kein Ausweg im Kapitalismus</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sehen also, dass diese neuen Freihandelsabkommen der deutschen Industrie kurzfristige Erleichterung verschaffen können, doch sie werden die Deindustrialisierung nicht aufhalten. Die deutsche Industrie kann mit der chinesischen nicht mithalten. Die deutsche Kapitalistenklasse versucht, durch Freihandelsabkommen mit Ländern, die eine schwächere Industrie haben, und durch Schutzzölle gegenüber Ländern, die eine stärkere Industrie haben, die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Industrie künstlich aufrechtzuerhalten. Am Ende können diese Politiken die Krise aber höchstens hinauszögern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig geht diese temporäre Sicherung der Profite mit einer fortschreitenden Zersetzung der sozialen Stabilität einher. So werden Stellen abgebaut, Industrie ins Ausland verlegt, Löhne gedrückt und Betriebe geschlossen, sodass der Lebensstandard sinkt. Gleichzeitig bleiben enorme Produktionskapazitäten einfach ungenutzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses grundlegende Problem lässt sich im Kapitalismus nicht lösen. Die Notwendigkeit, immer größere Absatzmärkte zu erschließen, stößt an die Grenzen des Weltmarktes. Die alten imperialistischen Mächte, wie Deutschland und die USA, befinden sich im Niedergang. Sie versuchen, ihre Position auf Kosten des relativen Klassenfriedens zu erhalten, und siechen dahin. Gleichzeitig genießen die aufstrebenden imperialistischen Mächte, namentlich China, ihren Moment an der Sonne. Doch auch sie können den Widersprüchen profitorientierter Produktion nicht entkommen. Die wachsenden Widersprüche bereiten Explosionen des Klassenkampfs vor, die unter revolutionärer Führung das Potential haben den Imperialismus weltweit zu stürzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Quellen:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote1anc" id="sdendnote1sym">i</a> <a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Globalisierungsindikatoren/aussenwirtschaft.html#243512">Außenwirtschaft &#8211; Statistisches Bundesamt</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a></a><a></a> <a href="#sdendnote2anc" id="sdendnote2sym">ii</a> <a href="https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/globalisierung/52845/deutschland-handelspartner/">Deutschland: Handelspartner | Globalisierung | bpb.de</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote3anc" id="sdendnote3sym">iii</a> <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/152360/umfrage/deutsche-exporte-nach-china/">Deutsche Exporte nach China bis 2024| Statista</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote4anc" id="sdendnote4sym">iv</a> <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/02/PD26_056_51.html">China im Jahr&nbsp;2025 wieder wichtigster Handelspartner Deutschlands &#8211; Statistisches Bundesamt</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote5anc" id="sdendnote5sym">v</a> <a href="https://automationspraxis.industrie.de/news/china-ueberholt-deutschland-bei-der-roboterdichte/">China überholt Deutschland bei der Roboterdichte</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote6anc" id="sdendnote6sym">vi</a> <a href="https://data-explorer.oecd.org/vis?fs%5B0%5D=Topic%2C1%7CScience%252C%20technology%20and%20innovation%23INT%23%7CResearch%20and%20development%20%28R%26D%29%23INT_RD%23&amp;pg=0&amp;fc=Topic&amp;bp=true&amp;snb=19&amp;vw=tb&amp;df%5Bds%5D=dsDisseminateFinalDMZ&amp;df%5Bid%5D=DSD_RDS_GERD%40DF_GERD_SOF&amp;df%5Bag%5D=OECD.STI.STP&amp;df%5Bvs%5D=1.0&amp;dq=.A.._T.BES%2B_T.....USD_PPP.&amp;pd=2015%2C&amp;to%5BTIME_PERIOD%5D=false">OECD Data Explorer • Gross domestic expenditure on R&amp;D by sector of performance and source of funds</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote7anc" id="sdendnote7sym">vii</a> <a href="https://www.zdfheute.de/politik/ausland/china-ki-5g-drohnen-hightech-supermacht-100.html">&#8222;Made in China&#8220; 2025: Auf dem Weg zur Hightech-Supermacht</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote8anc" id="sdendnote8sym">viii</a> <a href="https://www.ihk.de/rhein-neckar/international/maerkte-international/asien-pazifik/china/china-strafzoelle-elektroautos-6194958"><u>⁣</u><u>EU-China: Strafzölle auf chinesische Elektroautos &#8211; IHK Rhein-Neckar</u></a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote9anc" id="sdendnote9sym">ix</a> <a href="https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/automobilproduktion">Automobilproduktion | VDA</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote10anc" id="sdendnote10sym">x</a> <a href="https://vci.de/vci/downloads-vci/publikation/chiz-historisch/chemiewirtschaft-in-zahlen-2024.pdf">Chemiewirtschaft in Zahlen &#8211; 2024</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote11anc" id="sdendnote11sym">xi</a> <a href="https://www-genesis.destatis.de/datenbank/online/statistic/42153/table/42153-0002/table-toolbar/search/s/filter=JTdCJTIyaGlkZUVtcHR5Q29scyUyMiUzQWZhbHNlJTJDJTIyaGlkZUVtcHR5Um93cyUyMiUzQWZhbHNlJTJDJTIyY2FwdGlvbiUyMiUzQSU1QiU3QiUyMnZh">Produktionsindex für das Verarbeitende Gewerbe: Deutschland, Monate, Original- und bereinigte Daten, Wirtschaftszweige (2-/3-/4-Steller)</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote12anc" id="sdendnote12sym">xii</a> <a href="https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Report/PDF/2024/IW-Report_2024-Automobilindustrie.pdf">Die Automobilindustrie im Jahr 2024</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote13anc" id="sdendnote13sym">xiii</a> <a href="https://www.wirtschaft-und-industrie.de/chemie-industrie-auf-historischem-tief-produktion-bei-nur-70-prozent/">Chemie-Industrie auf historischem Tief – Produktion bei nur 70 Prozent</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote14anc" id="sdendnote14sym">xiv</a> <a href="https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Report/PDF/2024/IW-Report_2024-Automobilindustrie.pdf">Die Automobilindustrie im Jahr 2024</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote15anc" id="sdendnote15sym">xv</a> <a href="/C:/Users/david/Downloads/240926_BDI_Handlungsempfehlungen_Transformationspfade.pdf">240926_BDI_Handlungsempfehlungen_Transformationspfade.pdf</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote16anc" id="sdendnote16sym">xvi</a> <a href="https://www.ifo.de/pressemitteilung/2026-03-17/regierung-95-prozent-neue-schulden-infrastruktur-2025-zweckentfremdet">Regierung hat 95 Prozent der neuen Schulden für Infrastruktur im Jahr 2025 zweckentfremdet | Pressemitteilung | ifo Institut</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote17anc" id="sdendnote17sym">xvii</a> <a href="https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Kurzberichte/PDF/2023/IW-Kurzbericht_2023-Mercosur-Handel.pdf">Mercosur-Handel: Läuft uns China den Rang ab?</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote18anc" id="sdendnote18sym">xviii</a> <a href="https://wits.worldbank.org/CountryProfile/en/Country/ARG/Year/2012/TradeFlow/Import">Argentina Imports, Tariffs by country and region 2012 | WITS Data</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote19anc" id="sdendnote19sym">xix</a> <a href="https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Kurzberichte/PDF/2025/IW-Kurzbericht_2025-Handelsentwicklung-mit-China.pdf">Der China-Schock ist da</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote20anc" id="sdendnote20sym">xx</a> <a href="https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Kurzberichte/PDF/2020/IW-Kurzbericht_2020_Arbeitskosten_international.pdf">IW-Kurzbericht_2020_Arbeitskosten_international.pdf</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote21anc" id="sdendnote21sym">xxi</a> <a href="https://www.reuters.com/world/americas/brazils-lula-eyes-trade-deal-between-mercosur-china-2023-01-25/">Brazil&#8217;s Lula proposes Mercosur trade deal with China after EU accord | Reuters</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote22anc" id="sdendnote22sym">xxii</a> <a href="https://www.iwkoeln.de/presse/iw-nachrichten/:~:text=Galina%20Kolev%2DSchaefer-,Handelsstreit:%20Neue%20Trump%2DZ%C3%B6lle%20kosten%20Deutschland%20200%20Milliarden%20Euro,">Handelsstreit: Neue Trump-Zölle kosten Deutschland 200 Milliarden Euro &#8211; Institut der deutschen Wirtschaft (IW)</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote23anc" id="sdendnote23sym">xxiii</a> <a href="https://ilostat.ilo.org/topics/labour-productivity/">Statistics on labour productivity &#8211; ILOSTAT</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote24anc" id="sdendnote24sym">xxiv</a> <a href="https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/freihandel-deutscher-handel-mit-indien-erreicht-2025-rekordniveau/100195193.html">Freihandel: Deutscher Handel mit Indien erreicht 2025 Rekordniveau</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote25anc" id="sdendnote25sym">xxv</a> <a href="https://wits.worldbank.org/CountryProfile/en/Country/DEU/Year/2022/TradeFlow/Export">Germany Exports by country and region 2022 | WITS Data</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote26anc" id="sdendnote26sym">xxvi</a> <a href="https://germany.representation.ec.europa.eu/news/eu-und-indien-beschliessen-freihandelsabkommen-2026-01-27_de">EU und Indien beschließen Freihandelsabkommen &#8211; Vertretung in Deutschland</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote27anc" id="sdendnote27sym">xxvii</a> <a href="https://wits.worldbank.org/CountryProfile/en/Country/IND/Year/2023/TradeFlow/Import">India Imports, Tariffs by country and region 2023 | WITS Data</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote28anc" id="sdendnote28sym">xxviii</a> <a href="https://www.ihk.de/freiburg/unternehmen-beraten/international/laender-geschaefte/indien-erschliessen-india-desk-unterstuetzt/eu-indien-gruende-fuer-ein-handelsabkommen-6942896">EU-Indien: Gründe für ein Handelsabkommen &#8211; IHK Südlicher Oberrhein</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote29anc" id="sdendnote29sym">xxix</a> <a href="https://www.bundesbank.de/resource/blob/804078/3c4a7b8ad5c6cd7a1e1dc14c4dc7bc47/472B63F073F071307366337C94F8C870/0-direktinvestitionen-data.pdf">Direktinvestitionsstatistiken</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote30anc" id="sdendnote30sym">xxx</a> <a href="https://www.tendata.com/blogs/export/:~:text=The%20top%20lithium%20exporters%20in%202024%20were%20Australia%2C,player%2C%20contributing%2045%25%20of%20the%20total%252">Global Lithium Exports in 2024: Key Insights for Global Traders| Tendata</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote31anc" id="sdendnote31sym">xxxi</a> <a href="https://www.deloitte.com/de/de/about/press-room/Supply-Chain-Pulse-Check-2024-Vertiefungsanalyse-Rohstoffe.html">Importanalyse Lithium, Silizium, Kobalt | Deloitte Deutschland</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote32anc" id="sdendnote32sym">xxxii</a> <a href="https://www.indienaktuell.de/wirtschaft/indien-eu-fta-eu-marktzugang-fuer-indische-dienstleistungen-fachkraefte-und-unternehmen-714247">Indien–EU FTA: EU-Marktzugang für indische Dienstleistungen, Fachkräfte und Unternehmen &#8211; INDIENaktuell.de</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote33anc" id="sdendnote33sym">xxxiii</a><a href="https://www.agrarexportfoerderung.de/fileadmin/SITE_MASTER/content/files/Marktstudien/2020/Marktstudie_Landtechnik_Brasilien_ENDFASSUNG.pdf">https://www.agrarexportfoerderung.de/fileadmin/SITE_MASTER/content/files/Marktstudien/2020/Marktstudie_Landtechnik_Brasilien_ENDFASSUNG.pdf</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote34anc" id="sdendnote34sym">xxxiv</a> <a href="https://euractiv.de/news/zehn-hoefe-pro-tag-deutschlands-landwirtschaftliche-pleite/">Zehn Höfe pro Tag: Deutschlands landwirtschaftliche Pleite | Euractiv DE</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote35anc" id="sdendnote35sym">xxxv</a> <a href="https://www.agrarheute.com/politik/bundestagswahl-diese-parteien-haben-landwirte-gewaehlt-585757">Bundestagswahl: Diese Parteien haben die Landwirte gewählt | agrarheute.com</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote36anc" id="sdendnote36sym">xxxvi</a> <a href="https://www.agrarheute.com/politik/bundestagswahl-2017-so-waehlten-landwirte-538763">Bundestagswahl 2017: So wählten die Landwirte | agrarheute.com</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#sdendnote37anc" id="sdendnote37sym">xxxvii</a> <a href="https://www.agrarheute.com/politik/so-haben-landwirte-baden-wuerttemberg-rheinland-pfalz-gewaehlt-579191">So haben Landwirte in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gewählt | agrarheute.com</a></p>
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		<title>Anleihemärkte machen Großbritanniens Politikern das Leben schwer</title>
		<link>https://derkommunist.de/anleihemaerkte-machen-grossbritanniens-politikern-das-leben-schwer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joe Russell]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Global]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Keir Starmers Amt als Premierminister steht auf der Kippe. Ein Führungsstreit steht mit ziemlicher Sicherheit bevor und die Mitglieder der Labour-Partei werden entscheiden, wer Großbritanniens nächster Premierminister wird. Wer auch [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Keir Starmers Amt als Premierminister steht auf der Kippe. Ein Führungsstreit steht mit ziemlicher Sicherheit bevor und die Mitglieder der Labour-Partei werden entscheiden, wer Großbritanniens nächster Premierminister wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer auch immer Starmer in der Downing Street Nr. 10 nachfolgen wird – seine Politik wird anderswo bestimmt werden. Denn wer regiert das Land wirklich? Nicht gewählte Politiker, sondern die Banker und Bosse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sprachrohre der Milliardärsklasse in Großbritannien versuchen nicht einmal, diese Tatsache zu verbergen.<br>„Wer auch immer die Regierung führt, wird einem Anleihemarkt unterworfen sein, der wachsenden Einfluss auf die hochverschuldeten großen Volkswirtschaften ausübt“, hieß es beispielsweise kürzlich in einem Leitartikel der Financial Times.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die kapitalistische Zeitschrift The Economist brachte es unterdessen in einer aktuellen Schlagzeile ebenfalls sehr deutlich auf den Punkt: „Der Markt für Staatsanleihen lässt sich nicht zähmen, sondern nur respektieren.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Dies sind offene Bekenntnisse zur Diktatur des Finanzkapitals; unverhüllte Eingeständnisse, dass es die superreichen Investoren sind, die im Kapitalismus über unser Schicksal entscheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>Marktlogik</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Aussagen – direkt aus erster Hand – sind vollkommen wahr. Die Staatsverschuldung Großbritanniens beläuft sich derzeit auf knapp 3 Billionen Pfund, was fast 100% des BIPs, der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes, entspricht. Allein im letzten Jahr hat der Staat weitere 129 Milliarden Pfund aufgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung beschafft sich dieses Geld durch den Verkauf von Anleihen: Als Gläubiger des Landes üben die Personen und Institutionen, die diese Anleihen kaufen, einen enormen Einfluss auf die Wirtschaftspolitik der Regierung aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verlieren diese Investoren das Vertrauen in die finanzielle Kompetenz der Regierung, werden sie ihre Anleihen verkaufen und ihr Geld in sicherere Häfen lenken. Sinkt die Nachfrage nach diesen Anleihen, steigen wiederum die Renditen, um Käufer anzulocken, was die Kreditkosten der Regierung in die Höhe treibt. All dies spiegelt die kalte Logik des Marktes wider. Die Kapitalisten investieren nicht aus sentimentalen oder patriotischen Gründen, sondern um ihre Gewinne zu maximieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>Bond Vigilantes</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Debakel um Liz Truss’ 49-tägige Amtszeit in der Downing Street zeigte den dominierenden Einfluss, den die Anleihemärkte auf die britische Politik haben. Ein massiver Ausverkauf durch Investoren im September 2022, als Reaktion auf die rücksichtslosen Haushaltsvorschläge der konservativen Premierministerin, zwang sie zum Rücktritt. Dies war im Wesentlichen ein Staatsstreich, durchgeführt von den sogenannten „Bond Vigilantes“.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun sind es die Unsicherheit und Instabilität an der Spitze der Regierung, die für Volatilität auf den Anleihemärkten sorgen. Die Möglichkeit eines Führungsstreits bei der Labour-Partei hat die Märkte in Aufruhr versetzt, wobei die Renditen britischer Anleihen kürzlich ihren höchsten Stand seit 1998 erreichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>Erpressung und Rückzieher</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Option, die den Bankern am wenigsten gefällt, um Starmer zu ersetzen, ist die von der Öffentlichkeit bevorzugte Option: Andy Burnham. Die Aussicht auf eine Burnham-Regierung beunruhigt die Anleger wegen einiger oberflächlich links klingender Äußerungen, die der Bürgermeister von Manchester darüber gemacht hat, dass das Land nicht „den Anleihemärkten hörig“ sein sollte.<br>Burnham hat zudem angedeutet, dass er eine weitere Ausweitung der Staatsverschuldung anstreben würde, um einen Anstieg der Verteidigungsausgaben und ein Programm zum Bau von Sozialwohnungen zu finanzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer ablehnenden Reaktion der Anleihemärkte und Warnungen des IWF hat Burnham jedoch bereits einen Rückzieher bei diesen Plänen gemacht und erklärt, er werde sich an die bestehenden „Haushaltsregeln“ der Labour-Partei halten.<br>Diese beschwichtigenden Worte wurden von den Anleihemärkten positiv aufgenommen und die Renditen sind (vorerst) wieder gesunken. Die Erpressung der Banker hat ihr Ziel erreicht: einen unzuverlässigen Politiker dazu zu zwingen, sich ihren Interessen anzupassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>Nichts zu verlieren als unsere Ketten</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die britische Wirtschaft steckt in einem Schulden-Teufelskreis: Steigende Schulden und Kreditkosten erfordern immer tiefere Einschnitte bei den Sozialausgaben; Einschnitte provozieren weitere öffentliche Wut und politische Instabilität; und politische Unsicherheit löst Unruhe auf den Anleihemärkten aus, was die Renditen und Kreditkosten in die Höhe treibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Prozess wird sich jedoch die wahre Natur des Kapitalismus immer deutlicher offenbaren. Immer breitere Schichten der Bevölkerung werden begreifen, dass das kapitalistische System nicht reformiert oder reguliert werden kann. Millionen werden erkennen, dass wir, solange die Milliardärsklasse ihre wirtschaftliche Macht behält, immer unter einer Diktatur des Kapitals leben werden. Und im Gegenzug werden diese radikalisierten Arbeiter und Jugendlichen erkennen, dass wir nichts mehr zu verlieren haben als unsere Ketten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Kapitalismus und Gesundheit: Dieses System macht krank und spart bei den Behandlungsangeboten</title>
		<link>https://derkommunist.de/kapitalismus-und-gesundheit-dieses-system-macht-krank-und-spart-bei-den-behandlungsangeboten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jonas Weber]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Dec 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Der Kommunist]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Kapitalismus in der Krise macht die Menschen krank. Der Krankenstand 2024 zeigt einen Anstieg von 70 % im Vergleich zu 2019 und bricht damit wieder einmal das Rekordniveau. In [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Kapitalismus in der Krise macht die Menschen krank. Der Krankenstand 2024 zeigt einen Anstieg von 70 % im Vergleich zu 2019 und bricht damit wieder einmal das Rekordniveau. In nur zwei Jahren gab es einen Anstieg um 28,4 % an Ausfalltagen wegen psychischer Erkrankungen. Inflation, steigende Lebenshaltungskosten, Kriege und andere Auswüchse des Kapitalismus, wirken sich immens auf die psychische und körperliche Gesundheit aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich schreitet das Kliniksterben in Deutschland weiter voran. In den letzten fünf Jahren wurden bundesweit 90 Kliniken oder Stationen geschlossen, dieses Jahr werden es voraussichtlich 23 gewesen sein. So gut wie jedes Krankenhaus ist insolvent oder steht kurz davor. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft berechnet das Defizit aller Krankenhäuser Deutschlands 2023 auf 9 Mrd. Euro. Um Geld zu sparen, werden weiteres Personal entlassen und Stationen geschlossen. Die Abwärtsspirale setzt sich fort.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lauterbachs neue „Reform“</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die „Reform“ von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) mit der angeblichen „Entökonomisierung der Krankenhäuser“ ist nichts als Augenwischerei. Kliniken werden in Leistungsgruppen eingeteilt, die bestimmen, welche Leistungen in den Kliniken erbracht werden dürfen. Darauf basierend erhalten sie eine Vorhaltevergütung, einen Vorschuss, der aber nur ca. 60 % der Ressourcen, z. B. Betten oder technische Geräte, finanziell abdecken soll. Die restlichen 40 % sollen weiterhin über Fallpauschalen finanziert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Vorhaltevergütung wird die Arbeiterklasse gleich doppelt zur Kasse gebeten. Der Großteil soll über gesetzlich Versicherte finanziert werden. Privatversicherte sind außen vor. Allein im nächsten Jahr sollen die Kassenbeiträge deshalb um 0,8 Prozentpunkte steigen. Der Rest soll über Steuern finanziert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Konterreform wird nicht nur zu massiven Einschränkungen von Angeboten führen. Auch werden die Kliniken weiter mit Fallpauschalen wirtschaften müssen und der extreme Personalmangel wird nicht angegangen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Für ein gesundes Gesundheitssystem</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Geld mit Gesundheit zu erwirtschaften, scheitert: Hohe Krankheitszahlen bei gleichzeitiger Rekordverschuldung der Kliniken zeigen das deutlich. In einer</p>



<p class="wp-block-paragraph">sozialistischen Planwirtschaft würden Kliniken sofort verstaatlicht werden. Anstatt Geld in Aufrüstung und imperialistische Kriege zu stecken, könnte eine großflächige und gut funktionierende Infrastruktur aufgebaut werden, die jedem immer und überall Zugang zum Gesundheitssystem gewährt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Notstand des Pflegepersonals lässt sich vor allem auf die brutalen Bedingungen und die schlechte Bezahlung heutzutage zurückführen. Wir könnten die Vergütung weitaus angemessener gestalten, die Ausbildungsmöglichkeiten durch freien Zugang zu Bildung für alle großflächig ausbauen und damit dem Personalnotstand entgegenarbeiten. Doch solange wir in einem profitorientierten System leben, wird das nicht passieren. Deswegen müssen wir es stürzen.</p>
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		<title>Herrhausen: Herr des deutschen Imperialismus</title>
		<link>https://derkommunist.de/herrhausen-herr-des-deutschen-imperialismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis U.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Der Kommunist]]></category>
		<category><![CDATA[Imperialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur & Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine neue ARD-Serie zeigt spannend auf, wie Imperialismus funktioniert: Alfred Herrhausen war bis zu seinem Tod 1989 der mächtigste Manager Deutschlands. Als Chef der Deutschen Bank war er einer der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Eine neue ARD-Serie zeigt spannend auf, wie Imperialismus funktioniert: Alfred Herrhausen war bis zu seinem Tod 1989 der mächtigste Manager Deutschlands. Als Chef der Deutschen Bank war er einer der Schlüsselfiguren des deutschen Imperialismus und der Restauration des Kapitalismus im Ostblock. Was macht aber diese Serie nicht nur spannend, sondern auch politisch interessant?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Nach einer wahren Geschichte. Soweit Geschichte wahr sein kann“.</strong> Von Anfang an schwebt dieser Cliffhanger über der Serie. Die offizielle Geschichte besagt, dass Herrhausen 1989 bei einem Anschlag durch die RAF starb. Jedoch ranken sich bis heute mehrere Spekulationen um die Hintermänner des Anschlages: Neben der Stasi werden mögliche Verstrickungen vom Verfassungsschutz und der CIA nicht ausgeschlossen. Zwar werden keine neuen Erkenntnisse in dieser Frage geliefert, aber das Drehbuch lässt den Zuschauer weitere Fragen aufwerfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine davon behandelt die Lüge der „deutsch-amerikanischen Freundschaft“. Das deutsche Kapital war dem amerikanischen um viele Schritte bei der Eroberung neuer Märkte im Ostblock voraus, was der amerikanischen herrschenden Klasse ein Dorn im Auge war. Beide kämpften um die Vorherrschaft im zerfallenden Ostblock. Herrhausen half der Sowjetbürokratie bei Glasnost und Perestroika, um die Restauration des Kapitalismus im Interesse des deutschen Finanzkapitals zu lenken – mit Milliardenkrediten von der Deutschen Bank.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) darin das Ende der DDR sah, ging das deutsche Finanzkapital unter Führung Herrhausens noch weiter: Sie erkannten darin die Chance um die Eroberung neuer Märkte und damit der Expansion des deutschen Imperialismus. „Wir wollen Kredite nicht verschenken. Wir wollen Märkte erschaffen […]. Wir müssen auch unsere Partner platzieren: Siemens, Thyssen, Daimler.“, so Herrhausen gegenüber Kohl an einem Badesee im Film.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vierteiler thematisiert die enge Beziehung zwischen dem Finanzkapital und dem Staat. Helmut Kohl als Bundeskanzler auf der einen und Alfred Herrhausen als Deutsche Bank-Chef auf der anderen Seite verbindet eine politische Duzfreundschaft. Das ging im Film sogar so weit, dass Kohl Herrhausen tief in der Nacht anrief, um ihn über politische Entwicklungen zu informieren – oder dass sich beide persönlich im Urlaub trafen, um über die Ausrichtung der deutschen Außenpolitik zu diskutieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten sind voneinander abhängig. Kohl, der den Anschluss der kriselnden DDR an die BRD im Blick hatte, als auch Herrhausen, der durch den Fall des Stalinismus neue Märkte für das deutsche Kapital erschließen wollte. Er wurde von Kohl immer wieder in die Sowjetunion oder nach Ungarn zu Verhandlungen geschickt. Herrhausen trat de-facto als Finanz- und Außenminister in einer Person auf. „Ich weiß nicht, ob Herrhausen als Bankensprecher oder als Finanzminister hier ist“, so ein Akteur im Film. Das Phänomen dieser engen Verflechtung vom Staat mit dem Finanzkapital bezeichnen wir als Imperialismus, dem höchsten Stadium des Kapitalismus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Lauf der Geschichte zeigte, dass der dadurch vergrößerte EU-Binnenmarkt nach Osten den deutschen Kapitalisten Extraprofite bescherte. Jedoch befindet sich heute der deutsche Imperialismus in einer tiefen Krise und schaut wehmütig zurück auf die „glorreichen Zeiten“. Daher empfehlen wir nicht nur das Studium von Lenins Buch über den Imperialismus, sondern auch die Filmserie „Herrhausen“, um den deutschen Imperialismus besser verstehen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Herrhausen – Der Herr des Geldes“</strong> kostenlos in der ARD Mediathek</p>
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		<item>
		<title>Das Herz der RKP</title>
		<link>https://derkommunist.de/das-herz-der-rkp/</link>
					<comments>https://derkommunist.de/das-herz-der-rkp/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michele Rocco Troccolo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Jun 2024 10:20:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Anleitungen zum Parteiaufbau]]></category>
		<category><![CDATA[RKI]]></category>
		<category><![CDATA[RKP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In jeder Ausgabe unserer Zeitung steckt viel Arbeit. Rund 30 Artikel und Berichte sind in einer Ausgabe. Sie ist Resultat einer kollektiven Anstrengung, die vom Exekutivkomitee (EK)  angeleitet wird. Zweimal [&#8230;]</p>
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				<div class="elementor-element elementor-element-5cb67a32 e-flex e-con-boxed e-con e-parent" data-id="5cb67a32" data-element_type="container" data-e-type="container">
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									<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">In jeder Ausgabe unserer Zeitung steckt viel Arbeit. Rund 30 Artikel und Berichte sind in einer Ausgabe. Sie ist Resultat einer kollektiven Anstrengung, die vom Exekutivkomitee (EK)  angeleitet wird.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Zweimal wöchentlich trifft sich das EK, wenn nötig auch öfters. Auf diesen Treffen werden die Perspektiven der Sektion diskutiert. Sie fließen aus den politischen Entwicklungen auf der ganzen Welt, die sich wiederum auf die Situation hierzulande auswirken und umgekehrt. In den letzten Wochen verfolgte das EK, wie alle unserer Genossen, sehr aufmerksam die Ereignisse in den USA. Die palästinasolidarischen Campusbesetzungen schlugen weltweit Wellen. Unsere Internationale veröffentlichte dazu mehrere Artikel, interne Berichte, Vorträge und Podcast-Folgen. Sie sind eine Anleitung, um in solchen Massenprotesten als Kommunisten die Bewegung vorwärts zu treiben. </span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">An deutschen Universitäten gab es Versuche, es den US-amerikanischen Protesten nachzumachen. Mit Spannung wurden die Berichte dazu aus den verschiedenen Ortsgruppen (OGs) im Center in Berlin erwartet.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Eine korrekte Einschätzung und Analyse einer Situation ist lebensnotwendig für eine revolutionäre Organisation. Um ein Stimmungsbild in der Arbeiterklasse zu erfassen, erhält das EK regelmäßig Berichte von Interventionen auf Demonstrationen und Streiks, aus den Betrieben, der Schule und den Universitäten. Viele davon fließen in die Zeitung.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<h2 class="wp-block-heading"><span style="color: #000000;">Lehren der Arbeiterbewegung</span></h2>
<p class="wp-block-heading"><span style="color: #000000;">Doch solche Berichte sind nur ein Teil einer aktuellen Analyse des Klassenkampfes. Genauso aufmerksam werden die bürgerlichen Zeitungen verfolgt. Hat man einmal gelernt, ihr Netz der Verzerrungen zu durchblicken, sind sie eine wertvolle Quelle von Informationen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Glücklicherweise sind Marxisten heute nicht mehr zum Großteil auf die bürgerlichen Analysten angewiesen – wie beispielsweise noch Marx, als er das Kapital schrieb. Wir können auf einen Schatz an Erfahrungen und Lehren aus der Arbeiterbewegung zurückgreifen. Dazu zählen insbesondere die Werke von Marx, Engels, Lenin und </span><span style="color: #000000;">Trotzki. Unsere Internationale vertreibt viele weitere Bücher mit unersetzlichen </span><span style="color: #000000;">Erkenntnissen der Arbeiterklasse.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Berichte lesen, Zeitungen verfolgen, marxistische Klassiker studieren – all dies kostet viel Zeit. Daraus müssen dann noch für den heutigen Kontext die richtigen Schlussfolgerungen gezogen und korrekte Handlungsaufforderungen herausgegeben werden. Um diese Arbeit leisten zu können, werden die Genossen im EK von der täglichen Lohnarbeit befreit. Eine stolze Tradition der Kampforganisationen der Arbeiterklasse.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Das EK steht im intensiven Austausch mit der gesamten Sektion. Mit den Führungen der Ortsgruppen oder sogar ganzer Regionen werden die nächsten Schritte diskutiert. Jedes EK-Mitglied hat zusätzlich verschiedene Verantwortungsbereiche. Das geht von Social Media und Homepage über Finanzen bis zur Vorbereitung des Gründungsparteitages.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Darüber hinaus bereitet das EK die Treffen des Zentralkomitees (ZK) vor. Hier kommt die gewählte Führung aus ganz Deutschland zusammen. Meistens eröffnet das EK mit einem Referat zu einem aktuellen Thema. Durch Redebeiträge wird die allgemeine Perspektive vertieft.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Solch eine politische Perspektive muss aber mit einem lebendigen Inhalt gefüllt werden. Jede Ortsgruppe hat ihre eigenen spezifischen Aufgaben und Herausforderungen. Das ZK verallgemeinert die einzelnen Erfahrungen und gibt den OGs eine Handlungsempfehlung. Genau dies wurde kürzlich wegen den Palästinaprotesten an den Deutschen Universitäten gemacht. </span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<h2 class="wp-block-heading"><span style="color: #000000;">In der Zeitung fließen alle Fäden zusammen</span></h2>
<p class="wp-block-heading"><span style="color: #000000;">Aus den aktuellen politischen Ereignissen und Bedürfnissen der Organisation entsteht der erste Entwurf für einen Redaktionsplan. Bei einer monatlich erscheinenden Zeitung muss das EK diesen direkt nach der Produktion der letzten Ausgabe erstellen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Dieser Plan wird dann online mit dem Redaktionskomitee, einem Gremium bestehend aus ZK-Mitgliedern, diskutiert. Hier gibt es die Möglichkeit, den Leitfaden anzupassen und weitere </span><span style="color: #000000;">Ideen aus den Ortsgruppen einfließen zu lassen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Wie Zahnräder greifen die Tätigkeiten der Genossen in der Zeitungsproduktion ineinander. Berichte und Artikel werden vordiskutiert. Erste Entwürfe werden geschrieben. Parallel werden die ersten Grafiken erstellt. Manche Artikel der Internationalen werden übersetzt. Zum Schluss wird jeder einzelne Artikel von einem EK-Mitglied redigiert. Die politische Klarheit unserer Internationale ist eine Errungenschaft, deren Leuchtfeuer wir in die Arbeiterbewegung tragen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Nur ein paar Tage nach Redaktionsschluss kommen ein paar unscheinbare Pakete im Center in Berlin an. Von hier versenden Genossen die Zeitungen weiter nach ganz Deutschland. Dort sind sie Waffen im täglichen Aufbau der Organisation und bereiten somit </span><span style="color: #000000;">einen Teil der nächsten Ausgabe vor. Diese Zentrale ist unverzichtbar für den Aufbau der Revolutionären Kommunistischen Partei. Ohne die aufopferungsvolle Finanzierung durch Mitgliedsbeiträge und Spenden wäre diese Arbeit nicht möglich. </span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;"></span></p>								</div>
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		<title>Ohne uns kein Sozialismus!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michele Rocco Troccolo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Apr 2024 07:12:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Anleitungen zum Parteiaufbau]]></category>
		<category><![CDATA[RKI]]></category>
		<category><![CDATA[RKP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit einem Vermögen von rund 40 Mrd. Dollar ist der Besitzer des Logistikkonzern Kühne+Nagel, Klaus-Michael Kühne, der reichste Deutsche. Auch das Geschwisterpaar Susanne Klatten und Stefan Quandt kommen zusammen auf [&#8230;]</p>
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									<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Mit einem Vermögen von rund 40 Mrd. Dollar ist der Besitzer des Logistikkonzern Kühne+Nagel, Klaus-Michael Kühne, der reichste Deutsche. Auch das Geschwisterpaar Susanne Klatten und Stefan Quandt kommen zusammen auf rund 40 Mrd. Euro. Als Großaktionäre des Autokonzerns BMW konnten sie ihr Vermögen allein in einem Jahr um 7,2 Mrd. Euro steigern.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Diese feinen Herren und Damen gehören zu der Klasse, die auf Kosten der Mehrheit lebt. Den Reichtum können sich die wenigen Kapitalisten einfach von der Arbeiterklasse nehmen, weil sie besser organisiert sind. Sie lassen Politiker, Polizei, Justiz und Medien für ihre Interessen arbeiten.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;"><strong>Internationale Aktionseinheit</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Um sie zu stürzen, muss die Arbeiterklasse weltweit Hand in Hand kämpfen. Nur durch Spaltung kann eine Minderheit die Mehrheit kontrollieren. Jedem Amazon-Arbeiter ist klar, dass wenn er in einem deutschen Logistikcenter streikt, auch seine Kollegen in Polen und Frankreich die Arbeit niederlegen müssen, um nicht als Streikbrecher benutzt zu werden.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Deswegen brauchen wir eine weltweite Organisation, die einheitlich zuschlagen kann. Auf der ganzen Welt bauen Kommunisten die Revolutionäre Kommunistische Internationale auf. Sie wird eine Waffe in den kommenden Kämpfen sein, die unsere Klasse hinter dem Banner des Kommunismus vereint.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;"><strong>Im Dienst des Proletariats</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Jeder von uns ist Berufsrevolutionär und widmet sein Leben der sozialistischen Revolution. Doch neben der täglichen Lohnsklaverei bleibt uns nur wenig Zeit. Mit unseren Mitgliedsbeiträgen können wir einzelne Klassenkämpfer von diesen Zwängen befreien und sie in den Dienst des Proletariats stellen. Sie haben die Aufgabe, die Organisation noch schlagkräftiger zu machen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Die Lehren der Arbeiterbewegung sind ein gewaltiger Schatz. Es braucht viel Zeit, sich diesen anzueignen. Als Kaderpartei sind wir das Gedächtnis der Bewegung, welches einen Weg aufzeigt, die Zukunft zu erobern. Hauptamtliche machen diesen Reichtum durch hochwertige Artikel und Vorträge greifbar. Darauf basierend entwickeln sie aktuelle Analysen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Sie haben die Zeit, Ortsgruppen zu besuchen, sich mit ihnen über ihre Erfahrungen auszutauschen und sie bei der Eroberung ihrer Städte zu unterstützen. Keine Ortsgruppe kämpft allein. Ein lebendiger Apparat verbindet einzelne Kommunisten zu einem einheitlich handelnden Organismus. Unsere Zeitung ist Resultat und Ausgangspunkt unserer kollektiven Arbeit. Ohne Hauptamtliche wäre solch eine Zeitung nicht möglich.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;"><strong>Weltkonferenz</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Unser Internationales Centre in London geht die gleiche Arbeit im weltweiten Maßstab an. Auf der ganzen Welt wollen sich Kommunisten unserer Internationalen anschließen. Unsere theoretische Klarheit ist überzeugend. Um das Netz der Internationalen auszubreiten, um jeden Kommunisten in jedem Land zu erreichen, wollen wir in Zukunft unser Audio- und Videomaterial ausweiten.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Letztes Jahr auf dem Weltkongress haben wir 630.000 Euro gesammelt, um uns nach einer langjährigen Finanzkampagne ein eigenes Center in London zu kaufen. Damit sind wir unabhängig von der politischen Duldung eines kapitalistischen Vermieters und die wegfallende monatliche Miete können wir zum Aufbau der Internationale verwenden. Dieses Jahr haben wir als Internationale das Ziel 450.000 Euro zu sammeln.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Die Weltkonferenz im Juni wird eine Waffe sein, um die kommunistische Bewegung in allen Ländern auszubreiten. Neben den Kosten solch eine Veranstaltung abzuhalten und den Ausgaben für die Streaming-Ausstattung, plant die Internationale finanzschwache Sektionen bei Reise- und Unterkunftskosten zu unterstützen. Es ist unsere Pflicht, in den wohlhabenderen Ländern Nordamerikas und Europas dafür zu sorgen, dass alle Genossen teilnehmen können. Als deutsche Sektion wollen wir die Internationale mit 15.000 Euro unterstützen. Weitere 5.000 Euro wollen wir sammeln, um unsere eigenen Reisekosten zur Konferenz in Italien zu finanzieren.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;"><strong>Von der Notwendigkeit überzeugt</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Anders als die reichen Damen und Herren haben wir keine Milliarden oder Millionen auf unseren Konten. Mit Stolz finanzieren wir uns ausschließlich aus der Arbeiterbewegung, um ohne Wenn und Aber den Standpunkt der Arbeiterklasse zu vertreten. Dafür sammeln wir Geld auf Demonstrationen, erhalten regelmäßige Spenden von Sympathisanten und unsere Mitglieder zahlen einen monatlichen Beitrag.</span><br /><span style="color: #000000;">Wir zwingen niemanden, uns Geld zu geben. All unsere Mitglieder und Sympathisanten sind von der Notwendigkeit einer revolutionären Partei überzeugt und deswegen zu Opfern bereit. Als Kommunisten fragen wir offen und ohne Scham nach viel Geld.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;"></span></p>
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;">Wie viel ist dir das Gelingen der sozialistischen Weltrevolution wert? Ohne uns gibt es sie nicht. Wenn auch du überzeugt davon bist, dann hilf uns, die revolutionäre Partei aufzubauen. Findest du deinen Mitgliedsbeitrag und deine Spende angemessen für unser Ziel? Erkläre jedem, warum wir die Revolutionäre Kommunistische Internationale gründen und frag sie um Unterstützung. Kein Beitrag dafür ist zu hoch, kein Beitrag zu niedrig.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"></span></p>								</div>
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		<title>[Audio] Ohne revolutionäre Finanzen, keine revolutionäre Partei!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[RKP Schweiz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Mar 2024 17:44:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Anleitungen zum Parteiaufbau]]></category>
		<category><![CDATA[RKI]]></category>
		<category><![CDATA[RKP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Bourgeoisie lebt fern vom Alltag der Arbeiterklasse in dekadentem Reichtum und nutzt ihn, um uns weiter auszubeuten. Gegen diese Klasse nimmt die RKP den Kampf auf. Unser nationaler Finanzer [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Bourgeoisie lebt fern vom Alltag der Arbeiterklasse in dekadentem Reichtum und nutzt ihn, um uns weiter auszubeuten. Gegen diese Klasse nimmt die RKP den Kampf auf. Unser nationaler Finanzer Michi erklärt, wieso es ohne revolutionäre Finanzen keine revolutionäre Partei geben kann. Das Befreien von Berufsrevolutionären von der Lohnarbeit hat lange Tradition in der Arbeiterbewegung. Wir müssen völlig unabhängig sein und können uns so nur aus unseren eigenen Reihen finanzieren. Nicht über Geld zu sprechen, dient nur der herrschenden Klasse! Baue mit uns die RKP auf und zahle auch du einen kommunistischen Mitgliederbeitrag!</p>



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